Die Gegenwart",
Magazin für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Freunde, Organ des DBSV;
61. Jahrgang.
Redakteur: Dr. Thomas Nicolai
Redaktion "Die Gegenwart"
Rungestr. 19, 10179 Berlin
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Herausgeber:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)
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Präsidentin: Renate Reimann
Geschäftsführer: Andreas Bethke
"Die Gegenwart" erscheint monatlich (Juli/August als Doppelnummer)
in Punktschrift
in Schwarzschrift
auf Kassette
auf CD ROM im DAISY-Format
im Internet (ausgewählte Beiträge, www.dbsv.org)
Jahresbezugspreis 2007: 35 Euro für Inhaber der DBSV-Karte,
sonst 40 Euro,
Abonnenten unter 21 Jahren zahlen den halben Preis
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Redaktionsschluss und damit Anzeigenschluss ist jeweils der 1. des Vormonats (für die Januar-Ausgabe jeweils der 20.11.).
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das war ein großer Tag für Kevin Barth. Am 30. November 2006 war er plötzlich unter Promis und zur besten Sendezeit im Fernsehen. Der 13-jährige blinde Schüler aus Marburg erhielt einen BAMBI. Geehrt wurde sein besonderes Engagement während der Fußballweltmeisterschaft. Über den gesamten Zeitraum der WM hatte der sportbegeisterte Junge mit viel Enthusiasmus Spielberichte für taubblinde Menschen verfasst und so dafür gesorgt, dass Menschen, die keinen direkten Zugang zum Fernsehen, zum Hörfunk und zu Zeitungen haben, über das WM-Geschehen im Bilde waren.
Die "Gegenwart" gratuliert zum BAMBI sowie zum Auftritt in "Menschen 2006" und freut sich, dass die Jury damit das Engagement für taubblinde Menschen wertschätzt.
Kevins Beiträge wurden von der blinden Redakteurin der "Tagesnachrichtenblatt für Taubblinde", Christine Prescher, beim DBSV in Blindenschrift umgesetzt und aktuell an die Bezieher der "kleinsten Tageszeitung" Deutschlands verschickt.
Dr. Thomas Nicolai
Eigentlich kann das nicht stimmen, denn älter werden geht bei mir gar nicht, dafür haben schon meine Eltern gesorgt, als sie mir einen Namen gaben, der altern ausschließt.
Ich fühle mich, sagen wir mal, in den besten Jahren. Wie könnte es anders sein, wenn ich spüre, dass man mich erwartet, ja begehrt; dass man mich vermisste, erschiene ich einmal nicht pünktlich. Ich werde gehört, angefasst und betrachtet. Nein, ich will mich nicht beklagen, meine Chancen stehen gut.
Eingebildet? Keineswegs. Das kommt doch nicht von selbst. Ich gebe mir immer aufs Neue Mühe, für andere da zu sein, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wahrscheinlich könnte ich noch viel mehr Freunde haben, wenn ich im Stil einer Plaudertasche alles weitergeben würde, was man mir anvertraut. Aber, und das wisst Ihr alle ganz genau, nur Freunde würde das nicht bringen, deshalb bleibe ich so wie ich bin. Wie sagte mein Vater immer: Solange ich dich ernähre, hast du zu gehorchen. Mache ich ja, zum Beispiel unterzog ich mich mehreren Diätkuren – sollte dünner werden. Half jedoch alles nichts; ich blieb recht umfänglich.
Gut, ein bisschen Schminke musste ich vor ein paar Jahren auflegen, damit ich äußerlich nicht so blass aussehe. Aber ich habe hoffentlich nie zu dick aufgetragen. Mein Outfit ist angepasst.
Gute Bekannte sagen mir zwar manchmal, dass ich mich fürchterlich oft wiederhole und manche Themen, die ich anspreche nun wirklich schon an den Fingernägeln abgekaut worden sind. Aber da geht es mir doch nicht anders als vielen von Euch; Ihr redet doch auch mindestens einmal am Tag über das Wetter und mehrmals über das Essen.
Auch dass ich in fortgeschrittenem Alter neumodische Begriffe gebrauche, finden manche von Euch etwas unpassend. Meint Ihr vielleicht es macht mir Spaß, ein Haus in ein "Center" und einen Klubraum in ein Restaurant "living" zu verwandeln oder engagierte helle Köpfe in eine "TaskForce" zu stecken? Nein, aber ich kann doch nicht einfach kreative Neuschöpfungen meiner Verwandten wieder zurückübersetzen, schließlich will ich nicht altmodisch erscheinen. Mit 60 muss man ein wenig auf seinen Ruf achten, wenn man in der Zukunft nicht zur Vergangenheit gezählt werden will. Mit der deutschen Einheit lernte ich den Begriff Blindenselbsthilfe kennen. Etwas Vergleichbares hatte es im Osten zwar auch gegeben, aber da wurde ja vieles anders benannt. Zwei Jahre brauchte ich, um die Blindenselbsthilfe vollständig zu verinnerlichen.
Früher ging man mit 60 in Rente. Das brächte heute Abschläge mit sich. Nein, Schläge habe ich in meinem bewegten Leben schon genug hinnehmen müssen, da kann ich auf Abschläge gut verzichten; deshalb will ich von Pensionierung noch nichts wissen.
Ich werde Euch das Geheimnis meiner bleibenden Jugendlichkeit verraten: es ist nicht nur der Name, nein, ich bin nämlich zu viert. Richtig gehört – zu viert. Nur selten trifft man uns vier Schwestern gemeinsam an. Wenn die eine gefragt ist, ruhen sich die anderen drei derweil aus. Und jede von uns hat ihre Macken und ihre Vorzüge.
Die Eine hat eine runzelige Haut, ist allerdings besonders vielseitig. Das ist ihr ganz wichtig, denn so war sie schon früher.
Die Zweite wirkt, so oft sie sich auch wenden lässt, äußerlich wahrhaft ein wenig altmodisch, denn so eckig und aufgespult wie sie daherkommt, macht sie einen museumsreifen Eindruck, dabei ist sie kaum älter als 30; das sind Zeiten ...
Die Dritte ist teuer, denn wenn sie unterwegs ist, kostet das immer eine ganze Menge Geld. Sie hat eine Vorliebe für Bilder.
Und die Vierte; obwohl sie so rund ist, sprechen alle nur noch von ihr, sie scheint alles zu können und ihre drei Schwestern in die Tasche stecken zu wollen – schon der neumodische Name ...
Da sind wir nun alle vier bei der Geburtstagsfeier, zu der wir mehr als 4.000 Gäste aus ganz Deutschland eingeladen haben. Die Glückwünsche sind reichlich ausgefallen: Gesunden Humor, Wohlverstehen und Sachlichkeit, Geld und viele Ideen – können wir gut gebrauchen.
Tja, nur wenige wurden unter den Gratulanten vermisst. Sie hatten Terminschwierigkeiten wegen eines Zukunftsseminars. Schade, gerade mit ihnen hätte man über vieles reden können.
Vielleicht dann beim 70. Aber ob wir dann noch so geistes-gegenwärtig sind wie heute? Und ob die vier Schwestern noch beisammen sind, das werden die Historiker später einmal feststellen, denn dass wir in die Geschichte eingehen werden, ist klar, und da ist es ja nicht entscheidend, ob wir 60, 70 oder 100 wurden.
Trawnegeg Eid
Vor 60 Jahren gab die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig zum ersten Mal "Die Gegenwart" heraus. Im Jubiläumsjahr blättern wir jeden Monat in alten Ausgaben.
Rückblick: Mit der "Blindenwelt" hatte die Blindenselbsthilfe in Deutschland seit 1913 zum ersten Mal ein Mitteilungsblatt, das nicht regional begrenzt oder an eine Anstalt bzw. an einzelne Interessengruppen gekoppelt war. Die Zeit des Nationalsozialismus setzte der demokratischen Entwicklung allerdings ein jähes Ende; Kriegsende – Suche nach einem Neubeginn.
Im Januar 1947 machte "Die Gegenwart" den Anfang für Blinde in der sowjetischen Zone. Zum Geleit schreiben die Redakteure Schöffler und Hausdorf: "Wir grüßen alle Schicksalsgenossen in der sowjetischen Zone und rufen sie auf zur aktiven Mitarbeit an der Gestaltung unserer eigenen Fragen! Wir grüßen die Schicksalsgenossen auch in den anderen Zonen in der Erwartung, dass auch sie alle Kräfte einsetzen für die Einheit der deutschen Blindenbewegung, für eine wahrhaft demokratische und soziale Entwicklung unseres staatlichen und gesellschaftlichen Lebens, damit Friede, Freiheit und soziale Sicherheit begründet werden für unser Volk!"
Mit der "Blindenwelt" ging es 1950 weiter. Anknüpfend an die Traditionen des Reichsdeutschen Blindenverbandes wurde sie vom 1949 gegründeten Deutschen Blindenverband wieder ins Leben gerufen. In der ersten Ausgabe können wir übrigens nachlesen, dass Max Schöffler aus Leipzig der DBV-Gründungsversammlung in Meschede die Grüße der Blinden aus der Ostzone überbracht hat.
In Deutschland gab es bald alles doppelt – zwei Staaten, zwei Blindenverbände, zwei Zeitschriften. Und den Zeitschriften verdanken wir es, dass wir heute manches von dem nachlesen können, was uns damals hüben wie drüben unbekannt blieb, und manches von dem, woran man sich erinnern möge, weil Zukunft nur aus vollendeter Vergangenheit entsteht.
Dr. Thomas Nicolai
Für seine Kampagne zum Volksbegehren zur Wiedereinführung des Blindengeldes wurde der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. (BVN) im Rahmen der Berliner Politiktage am 22. November 2006 mit dem Politikaward in der Kategorie Public Affairs ausgezeichnet.
Mit dem Politikaward will das Fachmagazin "politik&kommunikation" die Professionalisierung von politischer Kommunikation fördern. Er gilt als die renommierteste Auszeichnung für Arbeiten aus dem Bereich der politischen Kommunikation.
Hans-Werner Lange, Geschäftsführer des Verbandes, konnte den Politikaward entgegennehmen für eine äußerst erfolgreiche Leistung, die er mit einem kleinen Team und ohne Unterstützung von Agenturen erbracht hat. Die Laudatorin, Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, würdigte die Arbeit, zu deren Erfolg der Verband auch Bündnispartner aus weiteren sozialen Organisationen, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften gewinnen und zusammenführen konnte. Sie wies eindringlich auf das Schicksal blinder Menschen hin, die mit der Bündelung all ihrer Kräfte und mit Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Durchführung des Volksbegehrens/Blindengeld für ihre Belange gekämpft haben.
Der DBSV beglückwünscht den BVN zu der hohen Anerkennung und Wertschätzung, die mit dem Politikaward verbunden sind.
Bei der Preisverleihung im Rahmen einer feierlichen Gala im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums wurden zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien auf das wirkungsvolle Engagement der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe aufmerksam.
Dr. Thomas Nicolain
Am 06.12.2006 fand ein weiteres Gespräch des BSV Thüringen mit den im Landtag vertretenen Parteien statt, nachdem man sich im September bereits gemeinsam mit dem Thema "Wiedereinführung eines einkommens- und vermögensunabhängigen Blindengeldes im Freistaat" befasst hatte.
Den rund 20 BSVT-Mitgliedern, die vor der Staatskanzlei in Erfurt ausharrten, um das Gesprächsergebnis aus erster Hand zu erfahren, konnte Verbandsvorsitzender Peter Och leider kein wirkliches Hoffnungszeichen übermitteln, denn obwohl die Zahlen auf dem Tisch liegen, die eindeutig belegen, dass nur wenige blinde Menschen 2006 Blindenhilfe bekamen, ließ sich die CDU nicht dazu bewegen, einen möglichen Termin für eine Wiedereinführung des Blindengeldes zu nennen.
"Wir werden uns aktiv an Aktionen gegen sozialen Kahlschlag beteiligen und eigene lokale Initiativen starten", sagte Peter Och. "Die Oppositionsparteien wollen im Januar 2007 den Gesetzentwurf, den der BSVT auf den Tisch gelegt hatte, in den Landtag einbringen", fügte der Landesvorsitzende hinzu. Er verbinde damit die Erwartung, dass der Kampf um das Blindengeld in Thüringen dann in eine neue Phase geht.
Dr. Thomas Nicolain
Ein gutes halbes Jahr nach dem Verbandstag traf sich das Präsidium des DBSV am 24. und 25. November zu seiner letzten Tagung im Jahr 2006.
Ein Gespräch mit Vizepräsident Hans-Werner Lange über markante Arbeitsergebnisse und nächste Aufgaben:
Welche Schritte machten die Vorwärtsbewegung des DBSV aus?
Hans-Werner Lange: Wichtig war es, sich erst einmal zu finden und das Arbeitsklima auszuloten. Wichtig war es, die DBSV-Karte voranzubringen, die ja Ende Oktober 2006 an fast alle Mitglieder verschickt werden konnte. Inzwischen haben sich auch weitere Ortsvereine aus Rheinland-Pfalz für die Karte entschieden, die zunächst nicht dabei waren. Das freut uns. Wir werden uns daran machen, die Angebote, die mit der DBSV-Karte verbunden sind, schrittweise zu erweitern. Wir wollen weitere Firmen gewinnen, damit wir über die Karte noch mehr Vergünstigungen gewähren können.
Ein wichtiges Anliegen ist es, das, was wir für sehbehinderte Menschen tun wollen, zu intensivieren. Wir müssen uns sehr ernsthaft mit den besonderen Bedürfnissen sehbehinderter Menschen auseinandersetzen. Hierzu hat das Präsidium einige Maßnahmen beschlossen, um diesen Personenkreis noch besser in das Verbandsgeschehen zu integrieren.
Im Jahr 2007 soll es auch bei der Gewinnung neuer Mitglieder vorangehen. Wo stehen wir beim Projekt 2010?
Im Grunde genommen, noch ein bisschen am Anfang. Wir haben formal festgelegt, welche Schritte gegangen werden müssen, um Stück für Stück bis zum Jahr 2010 unsere Mitgliederzahl um zehn Prozent zu erhöhen. Es hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die jetzt gemeinsam mit den Landesverbänden die notwendigen Schritte absprechen wird, die Vorgehensweise, die wir möglichst bundesweit vereinheitlichen wollen. Ich denke, das ist ein hohes Ziel, das wir uns gesteckt haben, aber es ist machbar, wenn allen – insbesondere auch den Betroffenen – bewusst wird, dass es dazu gehören muss innerhalb unserer Verbandsgemeinschaft, neuerblindete Menschen anzusprechen, sie von unserem sozialen Auftrag zu überzeugen – schon mit dem Ziel, letztendlich eine Mitgliedschaft zu erreichen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es beginnt jetzt die Arbeit, die für den Erfolg des Projektes notwendig ist.
Zielstellung seit längerer Zeit ist ja auch die Vereinheitlichung der Angebote in den Landesvereinen. Geht es auf dieser Strecke voran?
Seit Jahren sprechen wir über die Fortbildungsoffensive des DBSV. Grundlage ist ja, dass die Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, in etwa den gleichen Wissensstand haben, das gleiche Handwerkszeug, die gleichen Instrumente an die Hand bekommen, so dass wir von Flensburg bis Oberammergau in annähernd gleicher Qualität beraten können. Wir sind dabei, den derzeit in den einzelnen Landesvereinen vorhandenen Stand auszuwerten, mit dem Ziel, mittelfristig ein Qualitätshandbuch zu entwickeln, das auch notwendig ist, damit wir tatsächlich möglichst über gleiche Rahmenbedingungen sprechen, wenn wir über Beratung und Betreuung blinder und sehbehinderter Menschen reden.
Über das DBSV-Jahrbuch, das einen neuen Namen bekommen soll, wurde diskutiert ...
Der Verwaltungsrat hatte sich ja in Hamburg mit dem Thema befasst und für den einen oder anderen vielleicht sogar ein bisschen überraschend recht einstimmig gesagt, dass es das Jahrbuch weiterhin geben soll. Es hat sich ja gerade wieder mit der letzten Ausgabe gezeigt, dass man eine solche Publikation interessant gestalten kann. Von vielen Menschen hören wir auch, dass es gern gelesen wird. Aber es wird schon darüber nachgedacht, in welcher Art es zukünftig eingesetzt werden soll, wie man es gestaltet – auch von der Anmutung her. Ich denke, dass es wichtig ist, gute Autoren zu finden, die sich an der Gestaltung des Jahrbuches beteiligen. Letztlich wollen wir mit dieser Publikation für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen sensibilisieren, ggf. auch für die Arbeit der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Ich denke, ist das ein wirklich geeignetes Instrument, das man Förderern an die Hand geben kann oder auch Angehörigen, damit sie einmal über den Tellerrand hinaussehen können.
Mit dem Jahr 2007 beginnt in Niedersachsen eine neue Ära: Es gibt wieder Blindengeld für alle. Ein toller Erfolg, und für mich Gelegenheit, dem BVN-Geschäftsführer zu gratulieren zum Politikaward, der am 22. November 2006 an den BVN vergeben worden ist.
Der Kampf um ein einkommens- und vermögensunabhängiges Blindengeld hat uns ja seit 2004 beschäftigt. Es hat Zeiten gegeben, da wir uns fragten, ob wir – auch wenn es uns gelingt, gesellschaftliche Kräfte zu bündeln – überhaupt eine Chance haben, die Abschaffung wieder rückgängig zu machen. Es ist uns dadurch gelungen, dass wir politisch hart gekämpft und mit dem Volksbegehren kontinuierlich Druck auf die Landesregierung ausgeübt haben. Vor den Kommunalwahlen im September 2006 wollte man dieses schwelende sozialpolitische Thema, was sich für die CDU schon als echtes Problem dargestellt hatte, durch einen Kompromiss beenden.
Wir hätten uns natürlich im Ergebnis einen etwas höheren Betrag als Nachteilsausgleich vorgestellt, aber wir müssen die Dreigliedrigkeit des Kompromisses sehen: einmal den Status quo für die Menschen bis zum 25. Lebensjahr mit 300 Euro, dann den Nachteilsausgleich für alle Anspruchsberechtigten mit 220 Euro und schließlich den mit der Landesregierung zu entwickelnden Fonds.
Den Fonds wollen wir nutzen, um auf Grund des relativ geringen Nachteilsausgleiches nachzusteuern. So kann es besondere Leistungen geben für taubblinde Menschen, für Berufseinsteiger, für Menschen, die eine Ausbildung beginnen, die umziehen müssen oder für bestimmte Rehabilitationsangebote, die über den Fonds subventioniert werden. Da gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten, die wir gemeinsam mit dem Land nutzen werden, um blinden Menschen in bestimmten Lebenssituationen unter die Arme zu greifen.
Über den Politikaward haben wir uns natürlich sehr gefreut; das ist eine der höchsten Auszeichnungen, die man in diesem Bereich bekommen kann. Es macht schon ein bisschen stolz, dass wir das mit unserer Abteilung Verbandskommunikation, mit Harald Stegmann und seinen Mitarbeitern ohne Beteiligung einer Agentur hinbekommen haben und dafür sehr viel Lob von Fachleuten erhielten. Das ist neben dem politischen Erfolg eine tolle Sache.
Vielen Dank für das Gespräch.
(Das Gespräch führte Dr. Thomas Nicolai; DAISY- und Kassetten-Version Originalton.)
In den Medien hört man immer öfter den Begriff der elektronischen Gesundheitskarte, für den es auch gleich eine Abkürzung gibt – eGK. Dieses Plastik-Kärtchen mit Speicher-Chip (oder gar einem kleinen Prozessor) soll einmal die jetzt noch gebräuchlichen Krankenversichertenkarten ablösen und auf komplexe Weise eine Vernetzung im Gesundheitswesen ermöglichen.
Die elektronische Gesundheitskarte wird nicht nur administrative Funktionen erfüllen. Sie wird auch medizinische Anwendungen zur Verfügung stellen, die allesamt freiwillig sind. Darüber hinaus wird sie von Beginn an mit einer "europäischen Krankenversicherungskarte" auf der Rückseite ausgestattet sein. Das ermöglicht die Inanspruchnahme von Leistungen in den Mitgliedstaaten der EU.
Bei der schrittweisen Einführung der eGK werden zunächst für alle Versicherten verpflichtend die administrativen Daten wie Familienname und Vorname, Geburtsdatum, Krankenversichertennummer oder Zuzahlungsstatus gespeichert. Soweit Patienten dies möchten, können sie in einer zweiten Ausbaustufe der eGK die Karte zur Unterstützung der medizinischen Behandlung nutzen. Dazu zählen unter anderem die Notfalldaten (wie Allergien, Blutgruppe usw.), die Unterstützung der individuellen Arzneimittelsicherheit und später einmal die elektronische Patientenakte.
Die elektronische Gesundheitskarte ist derzeit das weltweit größte Projekt auf dem Gebiet der Telematik. Unter Telematik versteht man in diesem Zusammenhang die umfassende Vernetzung bisher getrennter Vorgänge im Interesse einer besseren medizinischen Versorgung des Einzelnen.
Damit alle vernetzten Leistungserbringer – rund 123.000 niedergelassene Ärzte, 65.000 Zahnärzte, 21.000 Apotheken, 2.200 Krankenhäuser sowie die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen – sicher und effizient miteinander kommunizieren können, sind eine Vielzahl von Tests notwendig. Es ist auch daran gedacht, das Rezept auf dem Chip zu speichern (eRezept). Der Patient geht also mit seiner eGK, auf der der Arzt das Rezept gespeichert hat, in die Apotheke, wo der Apotheker das Rezept mittels Technik lesen lässt, Papier ist überflüssig.
Der DBSV wirkt seit langem darauf hin, dass auf der eGK der Name des Karteninhabers in Punktschrift aufgebracht wird, weil es wichtig ist, dass auch blinde Patienten ihre eGK von anderen unterscheiden können. Nach derzeitigem Stand ist lediglich vorgesehen, drei Buchstaben in Blindenschrift auf die Karten zu bringen – möglicherweise eGK.
Inzwischen wurde in den Regionen Bochum-Essen, Bremen, Flensburg, Heilbronn, Ingolstadt, Löbau-Zittau, Trier, Wolfsburg begonnen, die elektronische Gesundheitskarte zu testen. Dabei geht es um technische Fragen, aber auch um die Akzeptanz und die Handhabung durch die Patienten. Um zu sichern, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen in die Tests einbezogen werden, hat der DBSV in einem Rundschreiben die Landesvereine, in deren Bereich sich Testregionen befinden, aufgefordert, die Belange von Menschen mit Seheinschränkungen geltend zu machen.
Über erste Testerfahrungen wird die "Gegenwart" berichten. In welchem Jahr mit der flächendeckenden Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu rechnen ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden.
Die Redaktion
Sehbehindertenbeauftragte trafen sich im Herbst 2006.
"Sehbehindertenarbeit – eine Aufgabe zum Programm machen" hieß der Titel einer Arbeitsgruppe beim diesjährigen DBSV-Verbandstag. Vom 5. bis 8. Oktober 2006 diskutierten die Beauftragten für die Belange sehbehinderter Menschen aus neun DBSV-Landesorganisationen die 25 in einer Liste zusammengefassten Forderungen und Anregungen der Verbandstagsarbeitsgruppe.
Sehr schnell wurde deutlich, dass es nicht möglich sein würde, alle Forderungen auf einmal umzusetzen. So wurden Schwerpunkte für die nahe Zukunft festgelegt. Bevor ich aber auf diese eingehe, ein kurzer Blick zurück.
Bereits im Jahre 1996 beschäftigte sich der Fachausschuss für die Belange Sehbehinderter (FBS) und anschließend der DBV-Verwaltungsrat mit der Forderung, dass auch sehbehinderte Menschen zum Ausgleich ihrer Mehraufwendungen finanzielle Unterstützung brauchen. Der damals gefasste Beschluss wurde aus Furcht vor Abstrichen beim Blindengeld nie oder nur zögerlich an die Öffentlichkeit getragen. Heute, zehn Jahre später, sind die Rahmenbedingungen für eine solche Forderung nicht besser geworden, doch, so waren sich die Seminarteilnehmer einig, ist es Zeit sich des alten Beschlusses zu erinnern und die Einführung des Sehbehindertengeldes, das es in einigen Bundesländern schon gibt, auch dort zu fordern, wo dies noch nicht der Fall ist. Der Übergang vom "Sehen" zur Blindheit ist bei vielen Menschen fließend. Ebenso sollten auch die finanziellen Leistungen gestaffelt gezahlt werden.
Die Gefahren sehbehinderter Menschen im Straßenverkehr standen bei drei Diskussionspunkten im Mittelpunkt und zwar: Radfahrer verhalten sich oft sehr rücksichtslos. Insbesondere dann, wenn sie durch Fußgängerzonen brausen oder sich gemeinsam mit Fußgängern den Gehsteig teilen müssen. Damit die "schwarzen Schafe" besser erkannt und ausfindig gemacht werden können, wären Nummernschilder hilfreich. Ein ähnliches Modell, nämlich mit Versicherungskennzeichen, gibt es z.B. in der Schweiz.
In Österreich und in den skandinavischen Ländern ist das Fahren mit Licht für Autofahrer auch am Tage Pflicht. Bei uns gibt es hierzu nur eine Empfehlung. Die Seminarteilnehmer sprachen sich ebenso wie auch mehrheitlich der FBS in seiner letzten Sitzung dafür aus, dass sich der DBSV dafür einsetzt, dass aus der Empfehlung ein "Muss" wird. Viele sehbehinderte Menschen würden herannahende Autos dann besser erkennen können.
Blinde Menschen müssen sich im Straßenverkehr kenntlich machen. Ein Mittel, um dies zu erreichen, ist der weiße Stock. Doch wie sieht es bei Menschen mit niedrigem Sehvermögen aus? Diese Frage konnte nicht eindeutig geklärt werden. Es wird aber empfohlen die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass derjenige, der mit Stock unterwegs ist, nicht zwangsläufig gar nichts mehr sehen kann. Sehbehinderte Menschen selbst sollen dazu ermuntert werden ebenfalls den weißen Stock als Schutzzeichen zu benutzen.
Eine Arbeitstagung dient nicht nur zum diskutieren, sondern auch zur Information. In einem Referat des FBS-Vorsitzenden Heinz Mehrlich wurden die Teilnehmer darüber informiert, welche Aufgaben dieser Ausschuss hat und welche dieses verbandsübergreifende Gremium in den nächsten Jahren angehen will. Werner Bender von der Firma I.L.I.S. GmbH, Hannover, machte anhand von Fotos und praktischen Beispielen deutlich, wie barrierefreie Gestaltung für sehbehinderte Menschen aussehen kann. Einflussnahme auf gestalterische Aspekte von Planern und Architekten sind hier ebenso gefragt wie gute Öffentlichkeitsarbeit. Wie man letztere aufbaut und verbessern kann, darüber informierte das DBSV-Präsidiumsmitglied Rudi Ullrich.
Bei einer abendlichen Begehung wurde das "Haus Hubertus" von einigen Teilnehmern auf seine sehbehindertengerechte Gestaltung überprüft und eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen erstellt. Bei diesem Rundgang landeten die "Inspektoren" auch in einer der Suiten des Hauses, die sie zunächst für einen weiteren Fernsehraum hielten und als so gemütlich empfanden, dass von da an der Begriff "Couchgespräche" für alle persönlichen Unterhaltungen und die der kleinen am Samstagnachmittag gebildeten Arbeitsgruppen gebraucht wurde.
Zum Schluss des Seminars wurde eine Geschäftsordnung für die bereits seit einem Jahr kommissarisch arbeitende Koordinationsstelle "Leben mit Sehbehinderung" besprochen und verabschiedet. Die anschließenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Leiterin der KS ist Irmgard Badura (Nürnberg). Zu ihrem Stellvertreter wurde Hans-Peter Engel (Weißenthurm) und als Beisitzer Herbert Kleine-Wolter (Arnsberg) gewählt.
Die nächste Tagung ist bereits in Planung und wird vom 30. März bis 1. April 2007 in Nürnberg stattfinden.
Hans-Peter Engel
Diskussionsfreude beim offenen Frauenseminar des DBSV in Saulgrub; 63 Teilnehmerinnen mit ihren Begleitungen nahmen vom 2. bis 5. November 2006 teil.
Frau Martina Willing, selbst sehbehindert und Rollstuhlfahrerin aus Brandenburg, referierte zum Thema: "Lebe – die Welt mit anderen Augen sehen" Glauben, Wissen, Wahrheit – aus der Sicht einer Compens Bio-Energetikerin.
Viele Teilnehmerinnen wurden mit diesem Begriff zum ersten Mal vertraut gemacht. So war es auch nur selbstverständlich, dass dieses Referat mit den vielen Fragen, die sich daraus ergaben, mehr als einen ganzen Vormittag in Anspruch nahm. Die ganzheitliche Behandlung/Versorgung des Körpers stand dabei im Vordergrund. Wege dazu sind: Akupunktur, Hautwiderstandsmessungen, der Gleichgewichtssinn und die Messung der Meridiane im Körper. Über gesundes Wasser und Salz erfuhren die Teilnehmer sehr viel und auch darüber, wie man Wasser selbst testen kann. Der Sport, Walking etc. spielen eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung und dem Gleichgewicht von Körper und Seele.
"Der Tod gehört zum Leben" war das Thema, zu dem Frau Gerda Kloske-Schindlbeck sprach. Obgleich dies kein sehr beliebtes und alltägliches Thema ist, nahm die Referentin alle Teilnehmerinnen bei ihrem Bericht mit. Sie sprach sowohl über eigene Erfahrungen als auch über die vielen Erfahrungen, die sie während ihrer langen ehrenamtlichen Tätigkeit gemacht hat. Der Haupttenor war natürlich, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig um Entscheidungen zu kümmern, die im Krankheits- oder Todesfall bedeutsam sind.
Ergänzend dazu hatte sie alle Unterlagen, wie Patientenverfügung etc. in Braille- und Schwarzschrift mitgebracht, sodass alle sich in Ruhe zu Hause mit diesen Themen auseinandersetzen können. Ihr Vortrag fand ein großes Echo.
"Aufgaben der Blindenselbsthilfe in der Seniorenarbeit; Vorstellung der BAGSO mit ihren vielfältigen Aufgaben und Angeboten". Dr. Johannes-Jürgen Meister, sehr aktiv in der Seniorenarbeit in der Blindenselbsthilfe und der BAGSO, referierte über dieses Thema. Alter wird heute negativ gesehen. Dabei ist die Anzahl älterer Menschen, die aktiv und leistungsfähig sind, enorm hoch. Nach Vorhersagen wird im Jahr 2050 etwa ein Drittel der Bevölkerung hierzulande zu den Senioren gehören. Bereits heute liegt die Zahl der Makulaerkrankungen bei zwei Millionen. Nach Voraussagen wird sich diese Zahl verdoppeln. An den regelmäßigen Altenberichten der Bundesregierung arbeitet die BAGSO mit. Alle drei Jahre findet ein BAGSO-Seniorentag statt – 2006 war er in Köln.
Auch die Situation in Altenwohn- und Pflegeheimen wurde angesprochen. Beispielsweise ist es möglich, dass sich Außenstehende als Heimbeiräte aktiv einbringen. Der Bericht von Herrn Dr. Meister fand sehr viel Anklang.
Ferner berichteten die anwesenden Frauenbeauftragten über ihre Arbeitsschwerpunkte, über das, was an Angeboten gewünscht wird und über häufig fehlende finanzielle Unterstützung.
Dank der Unterstützung des BMFSJ war die Teilnehmerzahl so groß. Weitere Plätze hätte uns das Haus nicht anbieten können. An den Abenden und in den Pausen wurde weiter diskutiert. Trotz des ersten starken Schneefalls gab es aber auch Wandermöglichkeiten, die Chance zum Schwimmen, für Fitness und Sauna, soweit die Zeit dies zuließ.
Helga Neumann
Eindrücke von der Tagung der Taubblindenberater
Die Taubblindenberater der DBSV-Landesvereine und weitere Fachleute trafen sich Ende letzten Jahres in Hilders bei Fulda. Ein zentrales Thema war das Cochlea-Implantat (CI). Damit können gehörlose Menschen hören lernen. Das CI besteht aus einem Sender, der über ein Mikrofon Schall aufnimmt und über einen kleinen Sender in den Kopf des CI-Trägers sendet. In den Knochen hinterm Ohr wird der Empfänger operiert. Dieser nimmt die Schallsignale auf, und diese werden mit Elektroden in die Hörschnecke gebracht. Die Hörschnecke ist das Organ im Ohr, das Schallwellen in elektrische Nervenimpulse umwandelt. Über den Hörnerv werden diese ans Gehirn weitergegeben. Bodo Bertram, Leiter des CI-Zentrums Hannover, wo jährlich über 300 gehörlose Kinder mit einem CI versorgt werden, zeigte Videos von den Trainings, bei denen die Kinder mit CI hören lernen. Ein achtjähriges Mädchen verstand und sprach Saarländisch und das, obwohl sie doch eigentlich taub war.
Das CI hilft nicht allen gehörlosen Menschen, z.B. müssen Geburtsgehörlose im frühen Kindesalter operiert werden, damit sich das Hörareal im Gehirn ausbilden kann. Wer später ertaubt, sollte möglichst bald operiert werden. Nach etwa zehn Jahren Gehörlosigkeit kann ein CI auch nicht mehr viel helfen. Auch für manche taubblinde Menschen kann das CI eine große Hilfe sein. Ein Wunderwerk der modernen Medizin, dachten die Tagungsteilnehmer. Doch Gehörlosenverbände führen einen regelrechten Krieg gegen das CI. Gehörlosen Kindern wird nämlich mit dem CI ihre natürliche Muttersprache – das Gebärden – genommen. Die kulturelle und sprachliche Minderheit der Gehörlosen wird durch das CI in ihrer Existenz bedroht.
Für die meisten blinden und sehbehinderten Menschen mögen diese Gedanken sehr fremd sein. Aber die Gehörlosen können die blinden und sehbehinderten Menschen vielleicht eines lehren: Behinderung ist in erster Linie keine Behinderung, sondern eine Besonderheit, ein Merkmal, dass Menschen anders macht als andere. Diese Besonderheit kann zu einem anderen, guten und schönen Leben führen, das die Betroffenen zu einer kulturellen Minderheit macht, aber nicht zu Behinderten.
Ein weiteres Thema war hörsehbehinderte Menschen in der Arbeit der Landesvereine. Die Taubblindenberater forderten, dass wichtige Vereinsräume mit Induktionsschleifen für Schwerhörige ausgestattet sein müssen, damit Vereinsveranstaltungen auch für diese Personen zugänglich werden. Auch die Beratung der Vereine sollte sich mit besonderen Fragen Hörsehbehinderter auskennen.
Beim Besuch im Caritas-Taubblindenheim Hilders veranschaulichte der Leiter Günter Gerden, wie aus beiläufigen Tischgesprächen spannende Projekte für die Heimbewohner entstehen. Einmal gab es zum Nachtisch eingelegten Kürbis. Frau M. sagte zu Herrn P.: "Kürbisse können ja sooo groß werden", und sie breitete die Arme aus. Das konnte Herr P. gar nicht glauben. Die Kürbisstücke auf seinem Teller waren doch so klein. Es wurde beschlossen im Garten im Hochbeet der Bewohner Kürbisse anzupflanzen. Täglich gingen die Bewohner in den Garten, um nachzusehen, ob die Kürbisse schon wuchsen. So war es monatelang Hausgespräch, wie sich erst die Triebe über eine riesige Fläche ausbreiteten, dann die Blüten wuchsen und schließlich die Kürbisse gar nicht aufhören wollten zu wachsen. Viele der Heimbewohner lernten erstmals Kürbisse in Natura kennen. Es versteht sich, dass eine Gruppe von Bewohnern dann auch für die Verarbeitung der Kürbisse zu gruseligen Laternen und Suppe zuständig war.
Reiner Delgado
Vom 10. bis 12.11.2006 tagten die Tourismusbeauftragten der Landesvereine des DBSV und seiner korporativen Mitglieder in Horn-Bad Meinberg. Zu den Arbeitsschwerpunkten der dort neu gegründeten Koordinierungsstelle für Tourismus zählen u.a.:
In die Leitung der KS Tourismus wurden gewählt:
Während des Treffens in Bad Meinberg, bei dem Vertreter von zwölf DBSV-Landesvereinen sowie des DVBS anwesend waren, wurden u.a. Empfehlungen für barrierefreie Museen erarbeitet.
Die Hilfsmittelberater der DBSV-Landesvereine beschäftigen sich unter der Leitung von Frau Annegret Walter vom 22. bis 25. März 2007 in Timmendorfer Strand mit neuen und bewährten Angeboten auf dem Hilfsmittelsektor.
Gegenstand der Tagung werden weiterhin Beratungsangebote für Eltern blinder und sehbehinderter Kinder sein. Gemäß Geschäftsordnung steht auch die Neuwahl der Leitung der Koordinationsstelle Hilfsmittelberater an. Anmeldeschluss für die Tagungsteilnahme ist gemäß Ausschreibung der 15. Februar 2007.
Durch die Übergabe von 13 Punktschriftmaschinen konnte der DBSV in mehreren Fällen helfen: Je drei Maschinen gingen an den Verein zur Förderung Blinder in Marokko, an die Schule für Blinde und Sehbehinderte in Tabora, Tansania, und an den Blindenverband in Kap Verden. Vier Erika-Picht-Maschinen erhielt die Integrative Förderschule für Blinde in Irbid, Jordanien.
Am 11. Januar 2007 dreht sich von 10 bis 17 Uhr in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig beim DAISY-DAY alles um das zukunftsträchtige Medium. DAISY steht für Digital Accessible Information System, was so viel heißt wie digitales, leicht zugängliches Informationssystem.
Die Produktion der Hörbücher an den Büchereien für blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland erfolgt seit dem Jahr 2006 nun fast ausschließlich im DAISY-Format. Das DAISY-Format bietet außer der Nutzung als Format für sprechende Bücher viele weitere Anwendungsmöglichkeiten.
Den DAISY-DAY veranstaltet die DZB in Kooperation mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien zur digitalen Hörbuchgeneration.
Mehr Informationen zum Programm gibt es im Internet: www.dzb.de/daisyday .
Anmeldungen per E-Mail:
daisyday@dzb.de oder per
Tel.: (03 41) 71 13-0
Nach "Deutschland. Ein Sommermärchen" präsentieren der Bayerische Rundfunk, DTS-Deutschland, Kinowelt Filmverleih und Titelbild GmbH ihr zweites gemeinsames Kinoprojekt mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Filmfreunde sowie mit Untertiteln für hörgeschädigte Besucher. Die Audiodeskription wurde in diesem Fall finanziert vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Die Audiodeskription ist in folgenden Kinos zu erleben: Cinekarree in Aachen, Cinemahlen in Ahlen, Cineplex Königsbrunn in Augsburg, Cinemaxx Potsdamer Platz in Berlin, UCI in Bochum, UCI in Düsseldorf, Cinemaxx Dammtor in Hamburg, Cinemaxx Nikolaistraße in Hannover, Metropolis in Köln, Filmpalast Rusch in Leipzig, Cineplex in Marburg, Comet Cine Center in Mönchengladbach und Cinemaxx in Würzburg.
Bei Redaktionsschluss noch nicht bestätigt waren: Schauburg in Bremen, Berger Kino in Frankfurt, Schauburg in Karlsruhe, Mathäser in München, Cineplex in Münster und Gloria in Stuttgart. Bitte direkt bei den Kinos nachfragen!
In dem Animationsfilm "Die Rotkäppchen Verschwörung!" von Cory Edwards, Todd Edwards und Tony Leech (USA 2005) geht es etwas anders zu als in dem allgekannten Märchen.
Eine Dunkelausstellung unter diesem Motto präsentiert das Kreisdiakonische Werk in der ehemaligen Wolfgang Heinze-Schule der Hansestadt für sehende Besucher das ganze Jahr über.
Für blinde Menschen wurden in diesem Projekt Broschüren in Punktschrift übertragen, die Sehenswürdigkeiten der Stadt beschreiben. Außerdem sind Tastmodelle bedeutender Kirchen in Arbeit. Das erste Modell steht bereits in der Nikolai-Kirche.
Nähere Informationen bei:
Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.
Stralsund Blind Verstehen
Wolfgang-Heinze-Str. 9, 18437 Stralsund
Tel.: (0 38 31) 30 34 32
E-Mail: hst.blind@kdw-hst.de
www.stralsund-blind-verstehen.de
Nähere Informationen unter
Tel.: (0 88 45) 99 0
Außerdem werden auch 2007 blinde und sehbehinderte Gedächtnistrainer in BaLi ausgebildet. Termine gibt es im Jahresprogramm 2007, welches ab Februar erhältlich ist.
www.rudolf-kraemer-haus.de oder unter
Tel.: (0 70 52) 92 04-0
Vom 4. bis 9. Februar 2007 heißt es in der AURA-Pension Villa Rochsburg "Literatur zum Lauschen". Aus dem Programm: "Wenn Dichtung und Tonkunst sich treffen – Vertonte Gedichte", "Die Stimme – Schauspieler Rolf Ludwig wird vorgestellt", Vorstellung von Dialekten, interessante Hörspiele und Einladung von Märchenerzählern.
Im Anschluss daran startet vom 9. bis 15. Februar 2007 die "Kabarettwoche".
Informationen und Anmeldung unter
Tel.: (03 73 83) 8 34 01
Erstmals bietet das Eis- und Schneeskulpturenfestival "Ice World" in Lübeck vom 8. Dezember 2006 bis zum 28. Januar 2007 Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung die Möglichkeit, den Besuch der frostigen Ausstellung "barrierefrei" zu erleben. In Zusammenarbeit mit dem BSV Schleswig-Holstein e.V. und mit Hörfilm e.V. wird bei der Ice World, die ganz im Zeichen der Trickfilmgeschichte von "Ice Age 2 – Jetzt taut's" steht, eine spezielle Audioführung und das Textinformationssystem SCRABBLIXX eingesetzt. Die Audioführung für blinde und sehbehinderte Menschen und SCRABBLIXX werden mit finanzieller Unterstützung aus dem Blindenfonds des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein realisiert.
Öffnungszeiten:
Mo.-Sa.: 10 bis 21 Uhr
So.: 10 bis 20 Uhr
24. und 31.12.: 10 bis 14 Uhr
Nähere Informationen bei
Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH unter
Tel.: (04 51) 4091-917
Internet: www.hoerfilmev.de
Vom 17. bis 28. April bietet IRIS e.V. Schulungen zur Erlangung
Qualifizierte Rehabilitationslehrer für blinde und sehbehinderte Menschen gehen auf Bedürfnisse der Teilnehmer ein, um gemeinsam jeweils ein individuelles Lernprogramm durchführen zu können.
Bei der Beantragung der Kostenübernahme bietet IRIS e.V. Mithilfe an:
Anmeldungsunterlagen und weitere Informationen für die "IRIS/Wernigerode LPF-Maßnahme" bei:
IRIS e.V., Pamela Cory
Tel.: (0 40) 2 29 30 26
Fax: (0 40) 22 59 44
E-Mail: iris-ev@hamburg.de
Am 24.03. gibt es die Inszenierung "Faust" Teil I im Theater Osnabrück mit Audiodeskription; Beginn: 19.30 Uhr. Die live eingesprochenen Zusatzerläuterungen werden über Einohrclips empfangen und machen das Stück auch für blinde und sehbehinderte Besucher erfahrbar und lebendig. Eine Audioführung durch das Theaterfoyer ermöglicht zudem eine selbstständige Orientierung.
Als Rahmenprogramm gibt es eine Stadt- und Bühnenführung, einen Theater Workshop zu den Figuren aus "Faust" und einen Sektempfang im Anschluss an die Vorführung mit einer Diskussionsrunde zwischen Publikum und Produktionsteam.
Nach dem großen Erfolg vom Juni 2006 veranstaltet Hörfilm e.V. in Kooperation mit dem Theater in Osnabrück zum zweiten Mal einen barrierefreien Theaterabend.
Anmeldungen zum Rahmenprogramm nimmt die Projektleiterin Anke Nicolai unter (0 30) 29 36 75 17 entgegen.
Karten für "Faust" sind an der Theaterkasse Di. bis Fr. 11.00 bis 18.00 Uhr unter
(05 41) 76 000 76 oder unter
kartenvertrieb@theater.osnabrueck.de erhältlich.
Weitere Informationen zum Theaterabend gibt es auch unter
Zum Beispiel entdecken Familien die unberührte Natur Vorpommerns; Wanderfreunde entspannen auf der Hallig Hooge oder im Nationalpark Eifel; Abenteuerlustige segeln durchs ostfriesische Watt und Städtebegeisterte entdecken Amsterdam oder das Ruhrgebiet.
Den ausführlichen Hörkatalog mit Beschreibungen zu allen zehn Reisen und nähere Informationen unter
Tel.: (0 64 21) 16 50 90, oder im
Internet: www.anders-sehn.de
Schweden-Finnland-Norwegen, eine Reise vom 20.06. bis 01.07.07 mit Flugzeug, Bus und Schiff von Süd-Skandinavien bis zum Nordkap.
Auskünfte erteilt
Hans Mildenberger
Tel.: (07 11) 37 88 95, Mobil: 0173 – 642 77 72 oder
E-Mail: hans.mildenberger@web.de
Rätselhefte – der Ratespaß für die ganze Familie
"Was wirft man weg, wenn man es braucht, und holt es wieder, wenn man es nicht braucht?" Die Auflösung und viele weitere Rätsel und Denkaufgaben finden Sie in den Rätselheften.
Nähere Informationen unter
Tel.: (05 11) 9 54 65-32
Im Oktober 2006 hatte Herr Dr. Joachim Wachtlin von der Augenklinik der Charité, Campus Benjamin-Franklin anlässlich des Makulastammtisches des ABSV einen Vortrag über die altersabhängige Makuladegeneration und ihre Behandlungsmöglichkeiten, die leider immer noch sehr eingeschränkt sind, gehalten. In der November-Ausgabe der medizinischen Hörzeitung "Das Wartezimmer" wurde dieser Vortrag veröffentlicht.
Ein Exemplar dieser Ausgabe (bitte November-Ausgabe als Probenummer angeben) kann auf Kassette oder CD kostenlos leihweise angefordert werden bei:
Aktion Tonband-Zeitung für Blinde e.V.
Postfach 1421, 37594 Holzminden
Tel.: (0 55 31) 71 53
E-Mail: atz@blindenzeitung.de
Sick, Bastian: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache."
Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter bewegt. In seinen hinreißend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll.
Drei Bände im Format A4, Blinden-Kurzschrift, BNV 4363.
Fortsetzung demnächst lieferbar: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2: Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache".
Bestellungen und weitere Informationen unter
(03 41) 7113-119 oder
E-Mail: verlag@dzb.de
Am 25.01., 18.00 bis 20.00 Uhr findet der nächste Vortragsabend im Deutschen Blinden-Museum statt. Sein Thema lautet: "200 Jahre Blindenbildung in Deutschland – Ende der Entwicklung oder Neubeginn?" Uwe Benke referiert, ausgehend von den Ergebnissen des Symposiums vom Oktober 2006 und der Publikationen zur Geschichte der Blinden- und Sehbehindertenbildung, über Probleme der Gegenwart und ihre Lösungsmöglichkeiten. Wir erwarten einen konstruktiven Meinungsstreit. Das Deutsche Blinden-Museum befindet sich in Berlin-Steglitz, Rothenburgstraße 14, nahe U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
In dieser und in den beiden nächsten Ausgaben erfahren Sie in der "Gegenwart"-Serie "Mehr als Telefonieren" von Torsten Brand eine Menge über das, was auch blinde und sehbehinderte Menschen mit einem Handy machen können, wenn das Mobiltelefon sprechen kann.
Klar, kann ich mit einem Handy telefonieren ... Aber dazu muss es nicht sprechen können! SMS versenden möchte ich nicht, oder ich mache das mit meinem PC!" – So etwas habe ich, seit es TALKS gibt, schon öfter gehört. Für die einfachste Funktion, das Telefonieren, braucht man natürlich auch kein teures Handy, da genügt ein einfaches Modell.
Nun haben die Inhaber der DBSV-Karte die Möglichkeit, an einem Rahmenvertrag teilzunehmen, bei dem man ein sprechendes Handy inklusive Vergrößerungs-Software für weniger als 340 Euro erwerben kann. Aus diesem aktuellen Anlass möchte ich beschreiben, welche Möglichkeiten diese Handys heutzutage bieten. Viele Funktionen sind sogar für Handy-Neulinge ganz leicht zu nutzen, und ich möchte diese näher vorstellen.
Beginnen wir mit den im Handy eingebauten Anwendungen. Diese hängen zwar vom gewählten Modell ab, doch die Unterschiede sind nicht sehr groß.
Das Handbuch zu TALKS&ZOOMS (Programme für Sprachausgabe und Vergrößerung), das es auch auf zwei Audio-CD's gibt, enthält ein Kapitel zum Erlernen erster Schritte mit Ihrem Handy, das Sie unbedingt durchgehen sollten.
Sicher kennen Sie viele Telefonnummern, die Sie öfter wählen, auswendig. Vielleicht haben Sie auch ein Notizgerät, um seltener benutzte Nummern, Adressen oder auch Notizen zu einer Person abzuspeichern.
Mit jedem der angebotenen Handys können Sie ein Kontaktverzeichnis sehr komfortabel pflegen. Zu jeder Person können Sie vorgegebene Felder wie Name, Vorname, Firma, Position, Telefon, Fax, Mobiltelefon oder E-Mail-Adresse ausfüllen. Sie können aber auch noch weitere Felder hinzufügen. So lassen sich z.B. beliebig viele Telefonnummern eintragen, man kann zwischen privaten und geschäftlichen Nummern unterscheiden oder auch zugehörige Adressen oder Notizen anlegen. Für individuelle Ansprüche können Sie die Namen dieser Felder sogar frei bearbeiten. Oder wie wäre es mit einem besonderen Klingelton für bestimmte Personen oder Kontaktgruppen? Auch das lässt sich machen!
Falls Sie auf Ihrem PC Microsoft Outlook oder Lotus Notes benutzen, können Sie Ihr Kontaktverzeichnis auch damit synchronisieren. Sie können Kontakteinträge an andere Personen weitersenden, die auch ein passendes Handy besitzen. Und Sie können jede im Kontaktverzeichnis eingetragene Person schnell heraussuchen, um sich die zugehörigen Informationen ansagen zu lassen oder einen Anruf einzuleiten. Auch eine Sprachwahl ist möglich, bei der sie den Anruf einfach durch den gesprochenen Namen des gewünschten Kontaktes auslösen.
Ein Profil legt vor allem fest, wie Anrufe und eingehende Nachrichten signalisiert werden. Die hier angebotenen Handys werden mit einigen vorgegebenen Profilen ausgeliefert, und Sie können diese verändern oder auch eigene Profile hinzufügen. Folgende Profile sind vorhanden:
Für die meisten dieser Profile können Sie den gewünschten Klingelton und dessen Lautstärke, sowie das Signal für eingehende Kurzmitteilungen (SMS) und die Stufe der Tastentöne einstellen. Auch der Vibrationsalarm bei eingehenden Anrufen oder Mitteilungen lässt sich hier ein- oder ausschalten. Eine Ausnahme ist das Profil "Offline", wo es ja unsinnig wäre, Ruftöne festzulegen.
Je nach Situation können Sie dann das passende Profil auswählen, also z.B. "Draußen", wenn Sie unterwegs sind, "Besprechung" in Konferenzen, oder "Offline" im Flugzeug. Und mit einem persönlichen Klingelton gehören Sie auch nicht zu denen, die fälschlich zu ihrem Handy greifen, wenn die bekannte Nokia-Melodie ertönt ...
Jedes der angebotenen Modelle bietet einen Wecker mit Weltzeituhr. Sie können damit eine Weckzeit einstellen, zu der Sie einmalig geweckt werden. Falls Sie täglich immer wieder zur gleichen Zeit geweckt werden möchten, können Sie auch den Kalender verwenden.
Mit der Weltzeituhr können Sie nicht nur schnell die Zeit in einem anderen Teil der Welt prüfen, sondern auch die Uhr einfach umstellen, wenn Sie in ein anderes Land mit einer anderen Zeitzone reisen. Auch für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit müssen Sie nur eine Einstellung umschalten, und die Änderung der eingestellten Uhrzeit erfolgt automatisch.
TALKS erlaubt Ihnen die Ansage der Uhrzeit und des Datums mit einer einfachen Tastenfolge.
Wäre es nicht schön, zu wissen wer da anruft, bevor man abhebt? Bei den angebotenen Handys mit TALKS&ZOOMS müssen Sie nur eine Taste zum Stummschalten des Klingeltons drücken, und schon hören Sie, wer anruft. Ist diese Person im Kontaktverzeichnis eingetragen, wird der Name angezeigt bzw. angesagt; wenn nicht, erfahren Sie so immerhin die Rufnummer. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Rufnummernübermittlung für den anrufenden Anschluss eingeschaltet ist.
TALKS bietet auch die Möglichkeit, eine automatische Ansage des Anrufernamens bzw. der Rufnummer einzuschalten. Dann können Sie diese Ansage sogar hören, wenn Ihr Handy noch in der Tasche steckt!
SMS sind ja bekanntlich sehr verbreitet und werden nicht nur von Jugendlichen zur unaufdringlichen Übermittlung kurzer Informationen genutzt. Mit einer SMS können Sie niemanden stören und doch dann eine Nachricht übermitteln, wenn diese Ihnen in den Sinn kommt.
Auch Kontakteinträge oder Kalendertermine lassen sich per SMS verschicken, und Ihr Netzbetreiber kann Ihnen oft per SMS Einstellungen für Ihr Handy schicken, wenn es mal Probleme gibt.
Wenn Sie eine SMS erhalten und öffnen, liest TALKS sie automatisch vor. Und auch das Schreiben einer Kurzmitteilung wird gut unterstützt, wobei es egal ist, ob Sie den Text völlig manuell oder mit Hilfe des T9-Wörterbuches eingeben.
Eine ausführliche Beschreibung der Texteingabe finden Sie im Handbuch zu TALKS&ZOOMS.