Gegenwart 04 / 2007 - ausgewählte Beitträge

"Die Gegenwart",
Magazin für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Freunde, Organ des DBSV;
61. Jahrgang.

Redakteur: Dr. Thomas Nicolai

Redaktion "Die Gegenwart"
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Tel.: (0 30) 28 53 87-13
Fax: (0 30) 28 53 87-20
E-Mail: gegenwart@dbsv.org (auch für Anzeigen)

Herausgeber:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Tel.: (0 30) 28 53 87-0
Fax: (0 30) 28 53 87-20
E-Mail: info@dbsv.org
Homepage: www.dbsv.org

Präsidentin: Renate Reymann
Geschäftsführer: Andreas Bethke

"Die Gegenwart" erscheint monatlich (Juli/August als Doppelnummer)

in Punktschrift
in Schwarzschrift
auf Kassette
auf CD ROM im DAISY-Format
im Internet  ( ausgewählte Beiträge, www.dbsv.org )

Jahresbezugspreis 2007: 35 Euro für Inhaber der DBSV-Karte,
sonst 40 Euro,
Abonnenten unter 21 Jahren zahlen den halben Preis

Informationen über die Zahlungsmodalitäten gibt der DBSV-Zeitschriftenverlag
Frau Wolff
Tel.: (0 30) 28 53 87-22
E-Mail: p.wolff@dbsv.org

Einzugsermächtigung wird erbeten.

Hinweis: Kündigung des Abonnements für das Folgejahr sind bis Ende September vorzunehmen.

Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 205 00, Sonderkonto Zeitschriftenverlag
Konto-Nr. 3273301

Anzeigenpreise:

Private Kleinanzeigen bis zu einer Länge von 180 Zeichen kosten pauschal 5 Euro.
Jedes Wort über diesen Umfang hinaus kostet zusätzlich 50 Cent.

Kommerzielle Kleinanzeigen kosten 9,00 Euro pro Druckzeile.

Für Großanzeigen und Beilagen bitte Preisliste anfordern.

Redaktionsschluss und damit Anzeigenschluss ist jeweils der 1. des Vormonats (für die Januar-Ausgabe jeweils der 20.11.).

Inhaltsverzeichnis


Editorial:

Thüringen wieder mit Blindengeld

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Landesblindengeld gibt es ab 01.01.2008 auch wieder in Thüringen. Diese Entscheidung teilte Ministerpräsident Dieter Althaus am 14.03. dem Vorsitzenden des BSV Thüringen, Peter Och, mit. Nach den Signalen der letzten Monate kam diese Nachricht nicht ganz überraschend, ist aber dennoch Grund genug zur Freude  –  vor allem natürlich für die blinden Menschen im Freistaat, die wieder einen einkommens- und vermögensunabhängigen Nachteilsausgleich erhalten werden.

Gestärkt geht die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe aus dem jahrelangen Ringen um den Erhalt des Blindengeldsystems hervor. Die Lücken sind wieder geschlossen.

Der Thüringer Ministerpräsident bekannte gegenüber dem BSVT, dass die Wiedereinführung des Blindengeldes in Niedersachsen, die Tatsache, dass keine weiteren Länder das Blindengeld gestrichen haben, und nicht zuletzt die schlüssigen Argumente der Selbsthilfe zu der Entscheidung geführt hätten, auch in Thüringen zum Blindengeld zurückzukehren.

220 Euro monatlich werden ab 2008 an Anspruchsberechtigte gezahlt, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. 300 Euro gibt es  –  wie derzeit  –  für blinde Menschen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.

Blinde Menschen mit Pflegestufe I erhalten monatlich 100 Euro; bei Pflegestufe II werden 70 Euro Landesblindengeld gezahlt. Blinde Heimbewohner bekommen 50 Euro. Das Land stellt in den nächsten beiden Jahren zusätzlich jeweils 1,5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Dieses Geld soll in eine Stiftung eingebracht werden, die in Härtefällen Unterstützung leisten kann.

Ihr Dr. Thomas Nicolai

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Historisches:

GEGENWÄRTIGES

Im Jubiläumsjahr der "Gegenwart" blättern wir in früheren Heften:


Im Jahr 1974 begann ich meine Tätigkeit beim BSV der DDR und kam mit der "Gegenwart" erstmals wirklich in Berührung. Und zu Schwerpunktaufgaben des Jahres hatte der Verband mein neues Betätigungsfeld erklärt: Leistungsvergleiche der Kulturgruppen und damit verbundene Kulturkonferenzen.

Beim Durchblättern des Jahrganges erinnere ich mich, dass mich an der Zeitschrift besonders die Internationalität beeindruckte. Überschriften wie "Euro-Afrikanisches Seminar", "Dänische Invalidenorganisationen", "Wir und die UNO", "Studienreise nach Algerien", "Zweite Internationale Konferenz über technische Hilfsmittel", "Aus dem Leben der Blinden Japans" spiegeln die Wertschätzung wider, die der BSV der DDR internationalen Kontakten beimaß. Das war kein Zufall; immerhin war Präsident Dr. Pielasch seit 1972 Generalsekretär des Europäischen Regionalkomitees des Weltrates für die Blindenwohlfahrt.

Doch zurück zur Kultur: In einem Dokument zur Vorbereitung der Kulturkonferenzen werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt: "...

Dr. Thomas Nicolai 

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DBSV-Nachrichten:

Volker Lenk  –  neuer Pressesprecher des DBSV

Mein Name ist Volker Lenk, ich bin 42 Jahre alt und der neue Pressesprecher des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Ich hoffe, dass Sie in den nächsten Jahren viel von mir hören  –  sollte das nicht so sein, wäre das ein schlechtes Zeichen.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Westfalen, danach habe ich in Heidelberg und Frankfurt gelebt, um schließlich in Berlin zu landen. Beruflich habe ich es mir nie langweilig werden lassen, ich habe in Hotels gearbeitet, Bücher übersetzt und vieles mehr, bevor ich studierte und anfing, mich dem Werbetexten und der Pressearbeit zu widmen.

In den vergangenen fünf Jahren habe ich für den Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gearbeitet. Für diese Zeit möchte ich mich bei den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern des ABSV bedanken, die mir den Einstieg in die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe leicht gemacht haben.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und verspreche Ihnen ein offenes Ohr unter Tel. (0 30) 28 53 87-14!

Volker Lenk 

Musical und Dokumentation der Fachtagung 200 Jahre Blindenbildung

Weitere Aufführungen des Musicals "Stärker als die Dunkelheit", das am 12. Oktober 2006 Premiere hatte, sind möglich. In anschaulicher und jugendgemäßer Form stellt das Stück wichtige Meilensteine für blinde und sehbehinderte Menschen der letzten zwei Jahrhunderte dar. Der DBSV informierte kürzlich in einem Rundschreiben über die Modalitäten.

Die CD mit allen elf Musikstücken ist bei der DBSV-Geschäftsstelle für 10,00 Euro erhältlich.

Die Dokumentation der Woche-des-Sehens-Fachtagung 200 Jahre Blindenbildung am 12. und 13.10.2006 an der Humboldt-Universität Berlin gibt es im Internet unter www.reha.hu-berlin.de/blind .

Brillensammelaktion

Der DBSV beteiligte sich an der Brillensammelaktion von Gerhard Menje, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Katholischen Blindenwerk e.V. durchgeführt wird. In den letzten zehn Jahren konnten über diese Aktion rund 75.000 Brillen an Bedürftige insbesondere in Afrika weitergegeben werden.

Gern weisen wir darauf hin, dass die Brillensammelaktion unbefristet fortgeführt wird. Gesammelt werden:

Brillen in gutem Zustand, Sonnenbrillen, gut erhaltene Brillengestelle, saubere Brillenhüllen, Brillengläser, Rohgläser (in nicht an die Gestelle angepasstem Zustand) und Hörgeräte.

Wer die Aktion mit entsprechenden Produkten unterstützen möchte, schickt diese bitte in einem einfachen Paket (bitte entsprechend frankiert) an

Gerhard Menje
Wallbergstr.6c, 85560 Ebersberg
Tel.: (0 80 92) 85 38 45
E-Mail: Brillensammelaktion@web.de


Mehr Informationen gibt es im Internet: www.brillensammelaktion.de .

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In Kürze:

Unsichtbares Kino  –  1. Hamburger Filmfestival für Blinde und Sehende

Die Unsicht-Bar Hamburg präsentiert im April Filmgenuss der besonderen Art. Auf dem 1. Hamburger Filmfestival für Blinde und Sehende erleben die Besucher Kino neu! In vollkommener Dunkelheit werden die Besucher drei Topfilme mit ihrem deutsch synchronisierten Originalton und zusätzlichen Bildbeschreibungen hören und sich auf ein einmaliges Kinoerlebnis einlassen. Die Besucher sehen nichts, dafür wird ihre Vorstellungskraft die Leinwand mehr als ersetzen.

Hörfilme sind intensiver als jedes Hörspiel. Alle Bilder entstehen im Kopf des Zuhörers.


Beginn ist jeweils 20.00 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Karten können zum Preis von 7 Euro unter (0 40) 41 46 93 30 reserviert werden.

Mehr Informationen unter www.unsicht-bar-hamburg.de .

Kontakt:
Heiko Kunert
Tel.: (01 76) 24 00 20 65 oder per
E-Mail: heiko.kunert@hamburg.de

Unsicht-Bar Hamburg
Kleiner Schäferkamp 36, 20357 Hamburg

Kunstausflug: Zur documenta nach Kassel

Alle fünf Jahre findet in Kassel die documenta statt, die weltweit beachtete Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst. Vom 20. bis 22.07. lässt sich die documenta blindengerecht erleben  –  auf einer Kunstreise mit Vorträgen und Führungen unter dem Motto "Kunst kommt von Kassel".

Informationen bei
anders-sehn, Susanne Hahn
Tel.: (0 64 21) 16 50 90
E-Mail: anders-sehn@web.de
Internet: www.anders-sehn.de

Autofahren für Blinde in Peenemünde

Am 21.07. ab 12.30 Uhr auf dem Flugplatz in Peenemünde findet nun schon die 5. Veranstaltung "Motorrad und Auto fahren für Blinde und Sehbehinderte" statt.

In Zusammenarbeit mit dem Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein e.V. sowie Fahrschulen können bis zu 100 Blinde und Sehbehinderte kostenlos Auto bzw. Motorrad fahren.

Bitte bis zum 20.06.2007 anmelden! Bei
Ina und Dirk Löschke
Tel.: (0 38 36) 60 24 83 ab 18.00 Uhr oder unter
www.fahrerlebnis.info

Autofahren in Sachsen

Auch in diesem Jahr findet Autofahren für Blinde und Sehbehinderte in Sachsen statt, organisiert durch die Kreisorganisation Muldental des BSVS e.V. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Fahrlehrerverband am 13.09. ab 10.00 Uhr auf der neuen Leipziger Messe statt. Es werden viele Autotypen, Motorräder und Quads gezeigt.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter
Tel.: (03 42 93) 4 21 49 oder
Fax: (03 42 93) 4 21 72

Paddeln und mehr mit Frauenoutdoor

Kanukurs in Neustrelitz und Kajakwandertour mit Zelt und Gepäck in der Mecklenburger Seenlandschaft. mit 1:2 bzw. 1:1-Begleitung. Termin: 24. bis 28.05. und 28.05. bis 03.06.

Außerdem: Paddeln und Nordic Walking im Land der tausend Seen (Finnland); Termin: 15. bis 25.09. (inkl. 1:2 Begleitung, ohne Anreise nach Helsinki).

Weitere Informationen unter
www.frauenoutdoor.de/wildnis_fuer_blinde.html
info@frauenoutdoor.de oder
telefonisch unter (05 21) 1 64 00 20

Patientensprechstunde jetzt auch in Ahaus

Patienten der "Augenärzte Gemeinschaftspraxis Ahaus-Gronau und Augenklinik Ahaus" können eine Beratung "von Betroffenen für Betroffene" nutzen. Die Patientensprechstunde ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Pro Retina Deutschland e.V., Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, organisiert den Service mit ihren Regionalgruppen Ahaus und Münster. Die Beratungen sind jeweils freitags von 16 bis 19 Uhr in den Praxisräumen Domhof 24, 48683 Ahaus. Terminvereinbarungen sind möglich unter Tel.: (0 25 61) 9 30 00. Die Beratung für die Patienten ist kostenfrei und wird von ehrenamtlich tätigen Betroffenen, die für diese Aufgabe speziell geschult worden sind, durchgeführt.

Orientiert haben sich die beteiligten Regionalgruppen der Pro Retina an der Patientensprechstunde, die von der Selbsthilfevereinigung 2004 an der Universitäts-Augenklinik Bonn installiert wurde. Dank großer Bereitschaft der Ärzte, der ehrenamtlichen Berater und nicht zuletzt der Bedürfnisse der Augenpatienten ist die Patientensprechstunde dort sehr erfolgreich.

Nähere Informationen unter
Tel.: (0 21 62) 35 01 25
E-Mail: wrv.ruth@t-online.de

Collagen in Boltenhagen

Vom 12. bis 18.10. findet die Werkstatt-Woche des Berliner Frauenkreativzentrums "Collage" e.V. in den "Ostseeperlen" Boltenhagen statt. Aus unterschiedlichsten Materialien, wie Pappe, Papier, Stoff, Drähte, elektronische Bauteile oder Naturmaterialien entstehen tastbare Bilder. Die Frauen von "Collage" e.V. verfügen über jahrelange Erfahrungen in der künstlerischen Arbeit mit blinden und sehbehinderten Menschen.

Nähere Informationen und Anmeldung bei
AURA-Hotel Boltenhagen
Tel.: (03 88 25) 37 00
E-Mail: ostseeperlen@t-online.de

Frühlingserwachen in Saulgrub

Wandern und Spazierengehen ist angesagt auf schneefreien Wanderwegen, klare und gesunde Bergluft ist garantiert.

Noch freie Plätze für folgende Maßnahmen!


Nähere Informationen und Anmeldung bei
AURA-Hotel
Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub
Tel.: (0 88 45) 99-0
E-Mail: saulgrub@bbsb.org

AURA Zentrum Bad Meinberg


Unser Angebot für Sie: Sparwoche oder Supersparwochen zu reduzierten Preisen! Wohnen Sie dort, wo andere Urlaub machen!

Dauerwohnplätze oder Langzeiturlaub auch kurzfristig frei. Bitte fordern Sie unsere Hotelbroschüre für 2007 an!

Hotel-Residenz AURA Zentrum
Tel.: (0 52 34) 90 40
Internet: www.aura-zentrum.de
E-Mail: info@aura-zentrum.de

Tag der offenen Tür in der Villa Rochsburg

Am 5. Mai lädt die Villa Rochsburg  –  die Erholungs- und Begegnungsstätte des BSV Sachsen zu einem Tag der offenen Tür ein. Die einstige Fabrikantenvilla  –  vor fünf Jahren denkmalgerecht rekonstruiert und pensionsgerecht eingerichtet  –  will sich Interessierten aus den Blindenverbänden, der ortsansässigen Bevölkerung und dem Freundeskreis vorstellen. Eröffnet werden soll an diesem Tag ein im schönen Garten des Hauses angelegter Tastpfad. Die Besucher sollen an diesem Tag nicht nur das bei seinen Gästen sehr beliebte Haus und sein Team  –  sehr engagierte Mitarbeiterinnen um Frau Anita Friedemann  –  kennen lernen, sondern auch weiteres über das Blindenwesen in Sachsen erfahren können.

Weitere Informationen können Sie bei der Villa Rochsburg unter der neuen Telefonnummer (03 73 83) 83 80-0, Fax: 83 80-25 erhalten.

Die neue E-Mail-Adresse lautet: villa@bsv-sachsen.de .

Übrigens: Wanderlustige können sich noch für die Rochsburger Wanderwochen vom 21. April bis 4. Mai anmelden. Einige Plätze sind noch frei.

Aura-Hotel Timmendorfer Strand

Im Juli und August fahren wir mit unseren Gästen immer zu den Eutiner Festspielen. Open-Air auf der Naturbühne am See. Folgende Termine sind die Generalproben:


Bitte melden Sie sich bei Interesse frühzeitig an.

Tel.: (0 45 03) 600 20
E-Mail: timmendorfer-strand@aura-hotels.de

Urlaub in Bozen

Das Blindenzentrum St. Raphael lädt zum Start in den Frühling ein.

Südtiroler und italienische Gerichte sorgen für das leibliche Wohl. Hallenbad, Sauna, Kegelbahn und Fitnessraum stehen zur Verfügung. Ausflüge gehören zum Angebotspaket "Frühlingserwachen" vom 14. bis 21.04.

Informationen und Anmeldung bei
Blindenzentrum St. Raphael, Monika Gramm
Schießstandweg 36, 39100 Bozen
Tel.: (00 39 04 71) 44 23 25

BIT-Tipp

Unsere neuen Fortsetzungsromane in Punktschrift:

Welche Gefahren birgt Schottlands wilde Küste? "Echo der Schuld" ist der neue, packende Thriller von Deutschlands meistgelesener Kriminalautorin Charlotte Link.

Wie überlebt man im Urwald? Sabine Kuegler berichtet in "Ruf des Dschungels" über ihr Leben im bedrohten Paradies.

Wie gefährlich ist der Großstadtdschungel? Sehr gefährlich, meint die irische Bestsellerautorin Marian Keyes in "Erdbeermond". Trotzdem sprüht ihre Familiengeschichte aus New York voller Ideen und Humor.

Diese aktuellen Bestseller erhalten sie als Komplettausgabe oder in preisgünstigen Fortsetzungen ab dem 5., 20. bzw. 13. April.

Weitere Informationen und kostenlose Leseproben gibt es im BIT-Zentrum
Tel.: (0 89) 5 59 88-140 (Frau Haidl) oder -144 (AB)
E-Mail: bit@bbsb.org

Neuer Krimi im VzFB

Schnieder, Stephan: Imke

Der feine Unterschied zwischen Unfall und Überfall.

Imke, eine junge, ambitionierte Jurastudentin, lebt mit ihren Eltern und Geschwistern am Rande von Hamburg. Ihr wohlgeordnetes Leben findet ein jähes Ende, als sie auf dem Weg zu einer Uni-Party zusammen mit ihrer Freundin Jana in einen schweren Verkehrsunfall gerät.

Nähere Informationen:
VzFB
Tel.: (05 11) 9 54 65-32

Elberfelder Bibel für blinde Computeranwender

Die elektronische Bibel ist nun in einer Version für Windows-PC verfügbar. Sie besticht, wie der beliebte Vorgänger, durch eine einfache Bedienung. Das Programm ermöglicht das schnelle Auswählen von biblischen Büchern, das Suchen von bestimmten Bibelstellen oder das Kopieren von Bibeltexten in andere Anwendungen. Die Herausgabe der elektronischen Bibel, Elberfelder Übersetzung in der revidierten Fassung, erfolgt mit freundlicher Genehmigung des R. Brockhaus Verlages.

Das Programm wird durch das KOM-IN-Netzwerk gegen eine Spende auf einer CD-ROM abgegeben. Mit jeder Spende werden die Weiterentwicklung und die Bemühungen auch andere Bibelübersetzungen verfügbar zu machen, gefördert.

Das KOM-IN-Netzwerk gibt darüber hinaus acht Blindenhörzeitschriften auf DAISY-CD oder Audiokassette heraus und betreibt im Internet unter www.kom-in.de ein Informationsangebot für Menschen mit Behinderungen.

Bestellungen:
KOM-IN-Netzwerk e.V.
E-Mail: info@kom-in.de www.kom-in.de

Veranstaltungshinweis

Am 24./25. Mai vor 50 Jahren wurde der Blinden-und-Sehschwachenverband der DDR (BSV der DDR) in Halle gegründet. Er war ein Produkt der deutschen Blindenselbsthilfe und ist ein untrennbarer Bestandteil ihrer Geschichte.

Die Blindenausschüsse in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR von 1945 bis 1957 knüpften personell und vor allem auch ideell an die Zeit der Weimarer Republik an. Wie der Blindenverband der DDR die Gedanken und Forderungen in der Zeit zwischen 1957 und 1990 umsetzen konnte, welche Entwicklung er in diesem Zeitraum nahm und die Vereinigung zwischen den Blindenverbänden der DDR und der BRD, sind Gegenstand einer Veranstaltung des Deutschen Blinden-Museums am 25. April 2007 um 18.00 Uhr in der Aula der Johann-August-Zeune-Schule, Berlin-Steglitz, Rothenburgstraße 14.

Dr. Hartmut Mehls (Vorsitzender des FVDBM) referiert über den Zeitraum bis 1957 und Dr. Manfred Schmidt (Vorsitzender des ABSV) über die Entwicklung des BSV der DDR und über die Vereinigung speziell mit dem ABSV nach dem Zusammenbruch der DDR.

Wir hoffen auf eine schöpferische und sachliche Diskussion über ein historisch interessantes Thema der Blindengeschichte, denn die Blindenbewegung ist immer auch ein untrennbarer Bestandteil der gesellschaftlichen Verhältnisse, in deren Rahmen sie existiert.

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Erinnerung:

An authentischer Stätte

Besinnlichkeit, Feststimmung und Genugtuung herrschten im großen Saal des Berliner Rathauses, als die neue Dauerausstellung im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in würdigem Rahmen eröffnet wurde. Das war Anfang Dezember 2006.


An authentischer Stätte verfügt das Museum seither über alle Räume, die seinerzeit für die Blindenwerkstatt genutzt worden waren. Otto Weidt, selbst fast blind, beschäftigte hier während der Zeit des Nationalsozialismus jüdische blinde und gehörlose Bürger als Bürstenmacher und setzte sich mit Zivilcourage für seine Werkstattmitarbeiter ein. Mit seiner Hilfe konnten jüdische Mitbürger vor dem Zugriff der Gestapo bewahrt werden.

Gleich neben dem Eingang zu den Hackeschen Höfen befindet sich der Durchgang zum heutigen Museum, das sich im ersten Stock des linken Seitenflügels befindet, erreichbar auch mit einem Aufzug.

Barrierefrei sind ebenfalls die Ausstellungsräume gestaltet. Ein Audioguide beschreibt die Exponate. Die Beschriftungen der Vitrinen sind in Braille-Schrift und die Ziffern, die jeweils in den Audioguide einzugeben sind, kann man zusätzlich ertasten. Drei Medienstationen informieren über Otto Weidt, über die Beschäftigten in der Werkstatt und über stille Helden, die jüdischen Mitbürgern während der Nazizeit auf unterschiedliche Weise geholfen haben. Zum Bedienen der Medienstationen brauchen blinde und sehbehinderte Besucher die Assistenz des Museumspersonals.

Staatsminister Bernd Neumann, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, sagte in seiner Würdigung des Lebenswerkes von Otto Weidt: "Das zeigt, dass es Menschen gab, die mutig genug waren, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um andere zu retten. Für mich sind diese Helden Vorbilder, die wir dem Schatten der Geschichte entreißen, die wir würdigen und ehren sollten. Ich wünsche der neuen Dauerausstellung deshalb, dass sie möglichst großes Interesse in der Öffentlichkeit findet und viele Besucher anzieht. Ich hoffe, dass sich gerade junge Menschen Otto Weidt zum Vorbild und zum Beispiel nehmen."

Nachdem Inge Deutschkron, die selbst zwei Jahre in der Weidtschen Werkstatt als sehende Jüdin beschäftigt war, gesprochen hatte, erhoben sich die rund 300 Gäste der Feierstunde applaudierend von ihren Plätzen. Frau Deutschkron war es, die in jahrzehntelangem Bemühen dafür gesorgt hat, dass Otto Weidt nicht in Vergessenheit gerät.

In ihrem Beitrag "Erinnerung an Otto Weidt" im DBSV-Jahrbuch 2007 schildert Inge Deutschkron Episoden aus Weidts Wirken (erhältlich bei den DBSV-Landesvereinen).

Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt befindet sich in der Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin. Es ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt und Führungen sind kostenfrei. Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 15.00 Uhr statt.

Führungen für Gruppen sind nach telefonischer Anmeldung möglich.

Tel.: (0 30) 28 59 94 07
E-Mail: info@museum-blindenwerkstatt.de
Internet: www.museum-blindenwerkstatt.de


Bei einem Berlin-Aufenthalt sollten Sie das Museum (S-Bahnhof Hackescher Markt, Berlin-Mitte) unbedingt besuchen.

Dr. Thomas Nicolai 

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Umwelt:

Meinungsbildung und Zusammenarbeit verstärken

Der Gemeinsame Fachausschuss Umwelt und Verkehr (GFUV) hat sich Anfang dieses Jahres in Berlin neu konstituiert. Vom 12. bis 14. Januar ging es vor allem um die Arbeitsschwerpunkte und um künftige Vorhaben.

Zum Leiter wurde Wolfgang Schmidt-Block wiedergewählt

Zum Stellvertreter gewählt wurde Dr. Klaus Behling (DBSV, ABSV). Die weiteren Mitglieder im GFUV sind: Dietmar Böhringer (VBS), Franz Josef Breiner (DVBS), Bernhard Claus (DVBS, BBSB), Dr. Marie-Josephe Danthony (BOMBS), Elke Lehning-Fricke (Pro Retina), Knut Junge (DVBS) und Michael P. Schmidt (DBSV, LBSV-RLP)

Zur Effektivierung seiner Arbeit hat der GFUV beschlossen, Spezialteams zu bilden, da nicht jeder auf allen blinden- und sehbehinderten-spezifischen Bereichen absolut kompetent sein kann. Die Mitglieder der nachstehend aufgeführten Teams sind gleichzeitig die Ansprechpartner für spezielle Fragen in dem betreffenden Bereich und sie vertreten auch die Interessen aus dem Blinden- und Sehbehindertenbereich in DIN-Ausschüssen, Beiräten usw.


Bei der Betreuung und Begleitung konkreter Projekte, wie beispielsweise der Umgestaltung eines Bahnhofs oder der Planung eines Busbahnhofs oder einer Platz- oder Kreuzungsgestaltung müssen natürlich  –  je nach konkreter lokaler Aufgabenstellung  –  Mitglieder aus allen Teams zusammenarbeiten und alle ihr jeweiliges Spezialwissen einbringen.

Informationsblätter in Vorbereitung

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit wird die Erstellung von GFUV-Informationsblättern zu solchen Themen sein, wie: die Absicherung von Baustellen, die Gestaltung von Bahnhöfen mit Leit-, Orientierungs- und Informationssystemen, die Ausstattung von Fahrzeugen des ÖPNV etc.

Die Informationsblätter sollen immer einen kleinen, begrenzten Verkehrsbereich behandeln. Ausgehend von der Schilderung einer bestimmten Verkehrsanforderung, wie beispielsweise eine Straße an einem kleinen Kreisverkehr queren zu müssen, sind aus der Sicht blinder und sehbehinderter Menschen die Probleme und Hindernisse aufzuzeigen, die sie haben, um diese Querungsstelle nutzen und bewältigen zu können. Daraus sind unsere allgemeinen Anforderungen und Forderungen an die Gestaltung bzw. die Umgestaltung dieses Verkehrsbereichs abzuleiten, damit dieser Bereich für Blinde und Sehbehinderte barrierefrei(er) begehbar wird. Dabei wird auch auf die einschlägigen Bestimmungen in den Gesetzen, Normen, Richtlinien und Arbeitsverordnungen hingewiesen. In einem abschließenden Informationsteil sollen Produkte, Hersteller und Kontaktadressen genannt werden.

Ziel dieser Informationsblätter ist es, sowohl den ortsansässigen blinden und sehbehinderten Vertretern eine klare Anleitung an die Hand zu geben, wie derartige Verkehrsbereiche besser und für blinde und sehbehinderte Menschen begehbarer ausgestaltet werden können. Das andere Ziel ist, die betreffenden Behörden, Stadtverwaltungen und Verkehrsträger für unsere Probleme und Anforderungen an die Verkehrsgestaltung ein wenig stärker zu sensibilisieren. Und letztlich strebt der GFUV auch eine gewisse Vereinheitlichung der Gestaltung dieser und ähnlicher Verkehrsbereiche an, damit nicht zum Einen das Rad jedes Mal neu erfunden werden muss und andererseits die blinde oder sehbehinderte Person in München wie in Hamburg eine gleiche oder zumindest sehr ähnliche Gestaltung dieser betreffenden Verkehrssituation vorfindet und nicht an dem einen Ort Noppen, die ihn oder sie vor einem Hindernis oder einer Gefahrensituation warnt, und an einem anderen Ort wird mit Noppenstreifen auf eine Bushaltestelle hingeleitet.

Einzelprobleme wird es überall geben, aber die grundsätzlichen Lösungen müssen überall ähnlich oder gleich sein. Und hier fängt die verantwortliche Rolle der örtlichen Blinden- und Sehbehindertenvereine an, sich eindeutig mit klaren Positionen an der Ausgestaltung bzw. der Umgestaltung dieser Verkehrssituationen zu beteiligen.

Einige Verkehrsbereiche sind bereits über Normen, Gesetze und Vorschriften relativ gut geregelt, wie z.B. Ampeln mit Zusatzeinrichtungen. Und dennoch gibt es auch dort immer wieder praktische Probleme: Wo sind die Masten aufzustellen? Wie lange muss das Grün akustisch angezeigt werden? Wie weit müssen oder dürfen die Auffindesignale zu hören sein? Fragen, für die die Aufsteller und Betreiber immer wieder neu sensibilisiert werden müssen. Andere Bereiche, wie Bus- und Straßenbahnhaltestellen sind weit weniger klar geregelt. Hier muss sich der GFUV erst selbst eine Position erarbeiten.

Beschriftungen regeln

Ein weiteres Informationsblatt umfasst eine Richtlinie zur Beschriftung mit Braille und erhabener Profilschrift. Hier bestand und besteht erhöhter Regelungsbedarf, z.B. bei der Beschriftung von Handläufen. Der GFUV entschied sich für eine einheitliche Informationsdarstellung auf den Handläufen und Schildern in Bahnhöfen und Gebäuden. Es darf nicht passieren, dass wenn man beispielsweise oben links an einer Treppe auf ein Handlaufschild trifft, das sagt: "Toiletten: rechts"  –  meint das? "Die Toiletten sind unten rechts." oder "Die Toiletten sind oben rechts.". Eine solche Lösung würde nur zur Verwirrung beitragen und die blinde oder sehbehinderte Person noch mehr in die Irre schicken. Nach ausführlicher Diskussion mit Blinden und Sehbehinderten und Beratungen mit mehreren Gremien hat sich der GFUV zu einer einheitlichen "Rechtsverkehr-Lösung" entschieden, d.h. man findet immer am rechten Handlauf am Anfang einer Treppe eine Information, wohin die Treppe führt und am rechten Ende der jeweiligen Treppe einen Hinweis, wie man dieses Ziel erreichen kann (rechts, links, geradeaus weitergehen).

Daneben berichteten und besprachen die Mitglieder des GFUV den Stand der Arbeit an den Normungsvorhaben: DIN 18030 (barrierefreies Bauen), DIN 32975 (visuelle Kontraste), DIN 32984 (Bodenindikatoren) sowie aktuelle Probleme insbesondere aus dem Bereich der DB und der Diskussionen mit der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung zum sog. Kassler Rollbord. Der GFUV fordert in Übereinstimmung mit der Resolution des Verwaltungsrates des DBSV vom Herbst 2006 die Beibehaltung der drei Zentimeter Bordsteinkante, die nur dann aufgegeben werden kann, "wenn wissenschaftliche oder zumindest breit angelegte empirische Untersuchungen einfache und eindeutig wahrnehmbare Orientierungshilfen aufzeigen, die uns vor der Gefahr des Überlaufens (der Grenze zur Fahrbahn) an Querungsstellen schützen ...".

Vernetzung

Schließlich sei noch auf ein großes Anliegen des GFUV hingewiesen: die stärkere Vernetzung des GFUV mit den regionalen Umwelt- und Verkehrsexperten und die Verbesserung des Informationsflusses und Informationsaustausches zwischen beiden Seiten. Der GFUV hat die ursprüngliche Liste Umwelt und Verkehr der Landesexperten für all diejenigen geöffnet, die an Umwelt- und Verkehrsproblemen interessiert sind und in diesem Bereich arbeiten. Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich an der Diskussion beteiligen. Um in die Liste aufgenommen zu werden, schicken sie eine Mail an Umwelt-Verkehr@kbx7.de . In der Liste  –  jetzt unter neuem Namen: "Barrierefreiheit in Umwelt und Verkehr"  –  sollen aktuelle Verkehrsprobleme angesprochen und diskutiert werden. Hier soll der Meinungsaustausch zwischen GFUV und den örtlichen Vertretern in beide Richtungen gefördert werden. Natürlich, daneben gibt es bereits schon weitere Listen zu Verkehrs- und Umweltproblemen, wie 0-Barriere und Bauzaun, aber mit der Liste "Barrierefreiheit in Umwelt und Verkehr" soll ein Forum geschaffen werden, in dem alle im GFUV vertretenen Vereine und Verbände der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe sowie der in diesem Bereich tätigen Pädagogen eine gemeinsame Plattform für die Meinungsbildung finden sollen. Nur wenn es uns besser als bisher gelingt, den Meinungs- und Informationsaustausch bis hin zu den regionalen Vertretern der Blinden und Sehbehinderten zu intensivieren, und deren Fachkompetenz zu erhöhen, und wir damit schneller auf aktuelle Anfragen und Anforderungen reagieren können  –  nur dann wird es uns besser gelingen, einheitliche Anforderungen zu stellen und mit einer Stimme zu sprechen; nur dann haben wir eine gute Chance, unsere Umwelt barrierefreier zu gestalten.

Dr. Klaus Behling  

Im gemeinsamen Fachausschuss Umwelt und Verkehr sind vertreten:


Die Mitglieder des GFUV werden nach jedem Verbandstag des DBSV neu berufen oder in ihrem Amt bestätigt.

Neben dem GFUV gibt es noch sechs weitere Fachausschüsse der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe:


Dazu Bild: Mitglieder des GFUV testen auf einer Baustelle für eine Straßenbahnhaltestelle einen neuen Leitstreifen.

Alles super im Supermarkt?

Umfrage zu den Bedürfnissen von Senioren beim Einkauf


"Für ältere Menschen kann der tägliche Einkauf zum Ärgernis werden: Es gibt keine Sitzmöglichkeit zum Ausruhen, die Gänge sind zu schmal, die Schrift auf den Verpackungen ist zu klein oder es fehlen Abstellmöglichkeiten für den Gehwagen. Die Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren finden viel zu wenig Beachtung", so Armin Valet, Ernährungsberater der Verbraucherzentrale Hamburg.

Daher haben die Verbraucherzentralen in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) die Umfrage "Supermarkt  –  alles super?" gestartet. Ziel der Aktion ist es, das Einkaufen in Deutschland seniorenfreundlicher zu machen. "Von den Verbesserungen für Senioren profitieren auch alle anderen Verbraucher, denn was seniorenfreundlich ist, kommt allen Generationen zugute", so Dr. Guido Klumpp von der BAGSO.

Seniorinnen und Senioren können an der Umfrage teilnehmen, indem sie bis zum 30. Juni 2007 in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen oder online auf der Internet-Seite der BAGSO www.bagso.de einen Fragebogen ausfüllen.

Auch telefonisch kann man sich an der Umfrage beteiligen, und zwar immer mittwochs von 10 bis 14 Uhr unter der Rufnummer (0 40) 2 48 32-240, Frau Heidemann.

Die Aktion wird im Rahmen der Kampagne "Fit im Alter: Gesund essen  –  Besser leben" durchgeführt. Zusätzlich werden bundesweit kostenlose Vorträge zur gesunden Ernährung im Alter angeboten.

Die speziellen Belange blinder und sehbehinderter Senioren sollten dabei gebührend berücksichtigt werden. Deshalb ist eine Teilnahme möglichst vieler Betroffener sehr sinnvoll.

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Medien:

Aktualität im Vordergrund

Neuigkeiten per E-Mail oder per Telefon  –  ein zukunftsweisendes Angebot


Mit seinem neuen elektronischen Informationsdienst "Baden-Württemberg Aktuell" will der Landesblinden- und Sehbehindertenverband Baden-Württemberg e.V. blinde und sehbehinderte Menschen in Baden-Württemberg  –  unabhängig von ihrer Vereinszugehörigkeit  –  über aktuelle landesweite Angelegenheiten in Kenntnis setzen.

Ähnlich wie der vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. heraus gegebene Newsletter "dbsv-direkt" wird "Baden-Württemberg Aktuell" zeitnah über Ereignisse und Termine aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen informieren.

Zur Anmeldung sendet man eine E-Mail an die Adresse: baden-wuerttemberg-aktuell-request@as-2.de

Der Text dieser E-Mail lautet: "subscribe". Die Betreff-Zeile muss leer bleiben. Abmelden können Sie sich mit: "unsubscribe". Sie erhalten mit der Anmeldung ein Passwort. Dieses können Sie für verschiedene weitere Funktionen wie Zustellunterbrechung bei Urlaub, Tageszusammenfassungen und weiteres verwenden. Eine Übersicht aller Funktionen unseres Mailservers erhalten Sie durch schicken einer E-Mail an o.a. Adresse mit dem Inhalt: "Help".

Sollten Sie Personen kennen, die sich für unseren Informationsdienst "Baden-Württemberg Aktuell" interessieren, so geben Sie diese Nachricht bitte weiter. Bei Interesse werden wir die betreffenden Personen mit in unseren Verteiler aufnehmen. Hierzu bitte eine E-Mail an: info@bsv-suedbaden.org

Der Informationsdienst erscheint in zeitlich unregelmäßigem Abstand  –  je nach Bedarf.

"Baden-Württemberg Aktuell" kann ab sofort auch per Telefon abgehört werden.

Bitte verbreiten Sie diese Information insbesondere auch an diejenigen Personen aus Ihren Vereins- und Bezirksgruppen weiter, die selbst über keinen E-Mail-Zugang verfügen: Ab sofort haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter Baden-Württemberg Aktuell und andere aktuelle Beiträge direkt als Tondateien aus dem Internet herunterzuladen oder sich diese Tonbeiträge über das Telefon anzuhören.

Die hierzu von uns geschaltete Telefonnummer ist eine Nummer in Würzburg.

Aus technischen Gründen können wir keine Nummer in Freiburg anbieten. Für den Anrufer fallen also die gewöhnlichen Kosten eines Ferngespräches an.

Sollten Sie bei Ihrer Telefongesellschaft einen Pauschaltarif gebucht haben, ist diese Nummer für Sie kostenlos.

Diese Art einer Veröffentlichung von Tonbeiträgen bezeichnet man als "Podcast". Podcast ist ein aus den Worten Broadcast (Aussenden) und casting (darbieten) generiertes Wort.


Was bieten wir an?

Über diesen Podcast geben wir aktuelle Termine, Nachrichten und Veranstaltungshinweise bekannt, für die ein Kassetten- oder CD-Versand zu langwierig wäre. Auch werden wir unsere Informationen, die wir bisher nur an die E-Mail-Bezieher verschickt haben, über diesen Podcast als Tondokument anbieten.


Wie funktioniert der Podcast per Telefon?

Wenn Sie unser Podcast-Angebot mit dem Telefon anhören wollen, wählen Sie einfach die Würzburger Telefonnummer (09 31) 6 63 99 20 38. Dort hören Sie dann die aktuellste Sendung.

Über Möglichkeiten der Suche wird der Hörer akustisch informiert. Auch eigene Bemerkungen zu den einzelnen Beiträgen kann man aufsprechen, wenn man auf der Telefontastatur * drückt.


Wie funktioniert der Podcast per Internet?

Über das Internet können Sie unsere Sendungen als so genannte *.mp3-Dateien herunterladen. Dazu benötigen Sie ein zusätzliches Programm, einen so genannten "Podcatcher". Wenn Sie sich für diese Art des Anhörens interessieren, zeigen wir Ihnen die Handhabung mit dem so genannten "Podcatcher" gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch. Wenn Sie die Sendungen über das Telefon abhören wollen, geht dies natürlich ganz ohne den Computer.

Hören Sie einmal hinein in unser neues Angebot. Bei Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung. Betreut wird die Technik in der Geschäftsstelle in Freiburg. Die Geschäftsstelle erreichen Sie unter Telefon (07 61) 3 61 22. Somit sagen wir "Auf in die Zukunft".

Landesblinden- und Sehbehindertenverband Baden-Württemberg e.V. c/o BSV Südbaden e.V., Mischa Knebel

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Freizeit:

Blind am Ruder ...

"Ist das nicht toll! Wir können ja selbstständig den genauen Kompasskurs halten!" Begeistert ruft mir dies Dagmar zu.


Auf dem "großen Schlag" von Madeira zu den Kanarischen Inseln wurde dieser Traum für uns, die beiden blinden Crewmitglieder, wahr.

Philip, der gelernte Programmierer an Bord, machte es möglich: Ein Laptop, gekoppelt mit GPS, signalisierte uns blinden Rudergängern durch Tonsignale, wo der richtige Kurs ist. Zunächst waren die normal sehenden Crewmitglieder skeptisch und beäugten kritisch den Kompass. Doch Philips Programm funktionierte und auf die Akustik war Verlass: ein melodischer Ton = richtiger Kurs; tiefe Töne = zu weit abgefallen; hohe Töne = zu hoher Kurs. Nun wollen es die Sehenden auch probieren. Augen fest geschlossen und ans Ruder: "Das geht ja tatsächlich auch nach Gehör!"

Bei stetem Wind hatten wir beide, Dagmar und ich, als blinde Rudergänger so unseren Anteil daran, dass wir von der portugiesischen Insel Madeira aus, oft von Delphinen begleitet, mit der "Oeding" die spanischen Kanareninseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa erreichten, um dort jeweils interessante Landausflüge zu unternehmen. Für uns beide blinde Segler war dies das seglerische Highlight auf diesem 600-Seemeilen-Törn.

Vor drei Jahren gehörte ich bereits zu der Crew, die die Azoren umsegelte. Nun ging es in knapp drei Wochen von Madeira auf die Kanareninseln.

Von den acht Crewmitgliedern sind Dagmar Schmidt und ich blind. Selbstverständlich ist auch für uns angesagt: Segel setzen und bergen, Mitarbeit bei An- und Ablegemanövern, sechs Stunden Schlaf  –  drei Stunden Wache, und natürlich auch seekrank werden. Und nun können wir auch sicher den richtigen Kurs halten.

Vor drei Jahren haben wir mit dem Segeln angefangen. Der "Segelklub Bayer Uerdingen" (SKBUe) hatte es sich zur Aufgabe gemacht, blinden Segelsportbegeisterten dieses Hobby zu vermitteln. Mit uns beiden konnten noch zwei weitere blinde und ein hochgradig sehbehindertes Mitglied des Segelklubs erfolgreich die Prüfung zum "Sportsegelschein" ablegen. Doch nicht nur das Jollensegeln auf dem Elfrather See in Krefeld ist uns nun möglich, auch auf großen Törns mit der vereinseigenen Yacht "Oeding" gehören wir genauso zur Crew wie auf den historischen Plattbodenschiffen im Ijsselmeer ...

Hier führte der SKBUe im Juni 2006 zum dritten Mal einen Törn schwerpunktmäßig für blinde Vereinsmitglieder durch. Fünf blinde Segler hatten sich angemeldet, vier gehörten dann schließlich zu der insgesamt neunköpfigen Crew. In Lelystad übernahmen wir das knapp 100 Jahre alte, 20 Meter lange Plattbodenschiff. Hier galt es zunächst für uns das große Schiff zu erkunden, um uns danach sicher darauf bewegen zu können, und besondere Obacht war angesagt, denn Seitenschwerter und Segel werden auf diesem historischen Schiff mittels einer Art offen liegender Zahnradgetriebe bedient.

Auf diesem einwöchigen Törn durch Ijsselmeer und die niederländische Waddenzee liefen wir Enkhuizen, Makkum, Den Oever und Monnickendam an.

Und dann der "Kick": im Wattenmeer "Trockenfallen" mit diesem hierfür geeigneten Schiff! Welch ein ungewöhnliches Gefühl, wenn sich das ablaufende Wasser langsam verkrümelt, das Schiff ruhig liegt und die Robben zutraulich werden.

Nun das Schiff verlassen, auf dem Boden des Wattenmeeres trockenen Fußes spazieren gehen und nach Muscheln graben. Ob eines Menschen Fuß jemals diesen Fleck Erde betreten hat? Und unser Schiff liegt dort wie in einem großen Sandkasten. Rechtzeitig vor der Dunkelheit haben wir wieder genug Wasser unter dem nicht vorhandenem Kiel und laufen in einen sicheren Hafen ein.

Der "Segelklub Bayer Uerdingen" und insbesondere die sich hier einsetzenden Vereinsmitglieder ermöglichen es durch ihr großes Engagement, blinden Menschen ein wunderschönes Hobby zugänglich zu machen. In diesem Jahr ist u.a. das Chartern eines großen Schiffes für einen weiteren, speziellen Törn mit Beteiligung blinder Vereinskameraden geplant; dies wurde ermöglicht durch eine großzügige Zuwendung der Bayer-Sportförderung.

Und die "Oeding", unsere Vereinsyacht, ist nun auf dem Weg in die Karibik: welche Perspektiven! Integration  –  beim SKBUe keine leere Worthülse!

Gerd Kozyk  

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