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Die aktuelle "Gegenwart"


Hier finden Sie die "Gegenwart" mit ausgewählten Beiträgen im Internet. Es folgt das vollständige Inhaltsverzeichnis. Nur die ausgewählten Beiträge sind verlinkt.

Wer mehr lesen will, der muss

Inhaltsverzeichnis

Editorial:
Nicht ohne uns!

Interview:
Ein Jahr des Alltags

DBSV-Nachrichten:
Alte neue Adresse in Berlin

Blindengeld:
Welche Stellung haben die Blindengeldgesetze im Rechtssystem?

Medien:
Sprechende TV-Programmzeitschrift

In Kürze:
Hilfsmittelausstellung des VzFB
Hörfilm beim Medienfest in Berlin
www.sgb-IX-umsetzen.de
Erlebnisreise im Dunkeln
Ausstellung und Veranstaltung
Sightcity Frankfurt
REHAB 2003
SEE YOU - eine Tanzperformance
MoDe - Montags-Demo im Sommersemester 2003
Dialog im Dunkeln
Hören, riechen, tasten, schmecken und spüren
IGA 2003 - Erste grüne Weltausstellung am Meer
Durchblick im Beruf
Konferenz Sinneswandel
Niederdeutsch in Braille
Stiftung Blindenanstalt fördert blinde Berufsmusiker
Richtigstellung

Leserpost:
Frau Maria Steding
Frau Hela Michalski
Frau Ute Wesche
Andrea Zimmermann

Jugend:
Frischer Wind in der Jugendarbeit
Listenleser wissen mehr und reden mit

Mobilität:
Fortbildung für Gespannprüfer

Medizin:
Diabetes und Auge

Im Beruf:
Umstrukturierung in den BFW
BFW Würzburg in München präsent

Sport:
Kegeln
Skat
Tandemfahren
Torball
Triathlon

Elternbriefkasten:
Wenn einer eine Reise tut ...

AURA-Hotels:
AURA-Prospekt erhältlich
Internetcafé in Bad Meinberg
Herbstpläne in Timmendorfer Strand
Aura-Hotel "Ostseeperlen"
Förderverein gegründet

Reisemosaik:
Die Welt mit anderen Augen sehen
AURA per Telefon
BSK und mare nostrum
Dresden blind erleben
Gepäck kein Ballast
HausRheinsberg - Hotel am See
Hören, schmecken, riechen, anfassen
Keine Barrieren im "Inndependence"
Literatur
Rabatte für Mitfahrer und Familien
Reise um die Welt - an einem Tag
Reliefkarten
Segeln auf der "Albatros"
Studienreisen
Urlaub zum Anfassen und Weinseminar

Aus den Ländern:
Baden-Württemberg
Glücksfee zieht großes Los!
Hessen
Sehbehindertenseminar: Für jeden war etwas dabei
Saarland
Seniorentreff in Saarbrücken
Schleswig-Holstein
Kieler Ohrenweide?
Thüringen
Zum Ehrentag bunte Primeln und Gedichte

Persönliches:
Hohe Auszeichnungen für Vorsitzende von DBSV-Landesvereinen
Von der Musik fasziniert
Nachruf für Johann Krauß

Unterwegs:
Schön wär's

Rätsel

Schmunzelecke

Serie:
Der duftende Garten
Kranzschlinge (Stephanotis floribunda)

Anzeigen
An alle Anzeigenkunden
Private Kleinanzeigen
Verkaufe
Suche
Partnersuche
Brieffreundschaft
Verschiedenes
Stellengesuche
Gewerbliche Anzeigen

Beilage: Hörfilm-Forum
Aktuelle Hörfilm-Sendetermine
Mai
Juni
Fragen, Anregungen und Wünsche

Editorial:

Nicht ohne uns!

Liebe Leserinnen, liebe Leser, fast wäre die nationale Eröffnungsveranstaltung zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) am
21./22. Februar in Magdeburg ohne offizielle Erklärung geblieben.
Engagierte Kongressteilnehmer, darunter der blinde Journalist Keyvan Dahesch, legten aber noch rechtzeitig ein Papier vor, dass mit großer Mehrheit von den Teilnehmern angenommen worden ist: die Magdeburger Erklärung.
Darin wird bekräftigt, "... dass die Politik der Beteiligung behinderter Menschen an allen Entscheidungen, die sie betreffen, weitergeführt werden muss. Der für das EJMB formulierte Slogan:

Nicht über uns ohne uns

muss auch künftig Leitlinie der Behindertenpolitik über dieses Jahr hinaus sein.

Die Behindertenpolitik soll in Zukunft unter die drei Leitforderungen

In einem Interview, das ich mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Karl Hermann Haack, geführt habe, erfahren Sie mehr zu aktuellen Fragen. Die dort angesprochenen Themen werden uns auch in den nächsten Ausgaben begleiten.
Ihr Dr. Thomas Nicolai

DBSV-Nachrichten

Alte neue Adresse in Berlin

Im Gespräch mit DBSV-Präsident Jürgen Lubnau nach der Präsidiumssitzung vom 28.03.2003 in Bonn:

In den jüngsten Wochen stand ja häufig die Finanzsituation des DBSV auf der Tagesordnung. Was sagen die Zahlen des Jahresabschlusses 2002?
Sie weisen – wie erwartet – einen Fehlbetrag auf. Das war in der Planung drin. Wir müssen jetzt natürlich die Konsequenzen auch für das laufende Jahr ziehen. Es wird sicher keinen neuen Haushaltsplan geben, aber wir werden noch sparsamer mit den vorhandenen Mitteln umgehen müssen als bislang.
Kann man eine Zahl nennen über das Defizit?
Das sind runde 400.000 Euro. Das hört sich sehr massiv an; es hat Ausdehnungen gegeben bei den Ausgaben aber auch zum Teil Leistungen, die vorher nicht eingeplant waren. Wenn wir zum Beispiel an den Einsatz der Wahlschablonen denken, die etwa 250.000 Euro gekostet haben; die sind aber voll erstattet worden.

Neulich bekam ich einen Anruf von einer Leserin, die meinte, sie lese nun viel über die Probleme, die der DBSV hat, aber was tue er eigentlich für das einzelne Mitglied? Was kann ich ihr antworten?
Das einzelne Mitglied hat natürlich in erster Linie als Ansprechpartner seinen zuständigen Landesverband oder –verein. Das sind ja die Mitglieder im DBSV. Die Wirkung für das einzelne Mitglied ist zum Beispiel zu spüren in der Rechtsberatung, die vom DBSV durchgeführt wird, das sind die Hilfestellungen, die der DBSV den Landesverbänden gewährt, wenn es um die Verteidigung der Blindengeldansprüche geht, das sind nicht zuletzt die Hörfilminitiativen des DBSV.

Im Mai wird der Hörfilmpreis zum zweiten Mal vergeben. Was lässt sich zu diesem Event sagen?
Es wird den gleichen Schirmherrn wie im letzten Jahr geben: Mario Adorf. Es wird einen Ausschnitt eines Filmes geben, in dem Mario Adorf mitspielt. Die Audiodeskriptionsfassung wird voraussichtlich von Iris Berben gesprochen werden. Es wird wieder bei der Deutschen Bank in Berlin stattfinden.

An welche Gäste ist gedacht?
Es sollen natürlich prominente Leute wieder dabei sein. Es geht darum, unser Anliegen breit zu streuen; es geht um Politik, um Medienmenschen, um Künstler, die mit unserem Anliegen vertraut gemacht werden sollen.

Reichlich viel Unruhe gab es um die Schließung des Deutschen Blindenbildungswerkes. Der Punkt steht auch wieder auf der Tagesordnung beim Verwaltungsrat. Worüber wird man dort sprechen? Gibt es neue Erkenntnisse?
Letztlich geht es aus unserer Sicht darum, zu berichten, was in den letzten Monaten geschehen ist, dass formale Beschlüsse gefasst worden sind, die Auflösung des DBBW betreffend. Es gibt Initiativen, ein Angebot fortzusetzen. Im Augenblick konzentrieren sich diese – soweit wir wissen – hauptsächlich auf den südwestdeutschen Raum. Konkret werden wir als DBSV auch erst auf der Verwaltungsratssitzung etwas darüber erfahren können.

Vor der Tür steht der Umzug des DBSV von Bonn nach Berlin. Wann wird er erfolgen? Und mit welcher Mannschaft wird die Geschäftsstelle in Berlin ihre Arbeit antreten?
Der Umzug wird zum 01.07.2003 erfolgen. Die Räume sind angemietet worden. Die Leserinnen und Leser der „Gegenwart“ werden die Adresse kennen; es ist nämlich die der bisherigen Außenstelle. Wir haben dort weitere Räume angemietet. Über die Mannschaft lässt sich im Augenblick sehr viel noch nicht sagen. Gespräche mit den Mitarbeitern in Bonn sind im Gange. Es zeichnet sich ab, dass viele aus persönlichen Gründen nicht nach Berlin mitgehen werden. Es gibt einen Stamm in Berlin, die Abteilung Verbandskommunikation und der Referent für internationale Fragen Hans Kaltwasser. Drumherum muss sicher ein neues Team aufgebaut werden.

Noch zum internationalen Bereich; welche Entwicklung gibt es dort?
Der Schwerpunkt der internationalen Arbeit ist die Generalversammlung der Europäischen Blindenunion in Athen. Der DBSV hat seine Delegierten benannt: Vizepräsidentin Renate Reymann und Helga Neumann, die ja auch die Interessen der blinden und sehbehinderten Frauen vertreten wird. Der Generalversammlung wird wieder ein Frauenforum vorausgehen.
Die Kommissionsarbeit wird nach der Generalversammlung neue Akzente bekommen. Es steht zu erwarten, dass der derzeitige Präsident, Sir John Wall, nicht wieder kandidieren wird. Es geht um seine Nachfolge. Wir überlegen, ob ein deutscher Kandidat benannt werden soll. Das muss man sich natürlich auch gut überlegen; das bringt ja auch Verpflichtungen für den Verband.

Zum Schluss zu den beiden nationalen Aktionstagen Sehbehindertentag und Tag des weißen Stockes, eingebettet in die Woche des Sehens. Wie weit sind hier die Vorbereitungen?
Die Woche des Sehens wird zum zweiten Mal in dieser Form durchgeführt werden, in Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission, mit dem DVBS. Welche weiteren Organisationen sich beteiligen werden, das wird sich noch herausstellen. Der Schwerpunkt wird in diesem Jahr im Osten Deutschlands liegen.

Und wir hoffen ja, dass wir unsere Schwerpunkte – Lesen, Fernsehen, Surfen im Internet – können Blinde auch!?, dort mit rüberbringen?
Das ist ein wesentliches Anliegen. Wir haben im vorigen Jahr auch unsere Anliegen zum Tag des weißen Stockes transportieren können. Eine Gemeinschaftsaktion macht ja auch nur Sinn, wenn Interessen aller dabei gut zum Zuge kommen.
Lass mich noch ein Wort zum Blindengeld sagen. Das ist ja eine Angelegenheit, die immer wieder heftig diskutiert wird. Und es gibt ja angesichts der Probleme in den Haushalten immer wieder Sorgen, dass über Streichungen, über Kürzungen diskutiert wird. Der DBSV und der DVBS haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Landesverbänden helfen will, diese Schwierigkeiten zu überstehen, Kürzungen, Streichungen zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Wir wollen mit dieser Arbeitsgruppe nicht nur in akuten Fällen helfen, sondern auch langfristiger Hilfestellung geben, sodass man auch schon im Vorfeld Dinge begrenzen kann und nicht erst einen Brand löschen muss, sondern vorbeugenden Brandschutz betreiben kann.

Noch kurz zum Sehbehindertentag; hier geht es ja um Reisen. Die Zielgruppe ist diesmal doch eher nicht die Gesamtbevölkerung, sondern vor allem Reiseveranstalter...
Die sollen natürlich schwerpunktmäßig angesprochen werden: Reiseveranstalter, Hotels, Transportunternehmen. Da gilt es, Verständnis zu wecken und diesen Tag zu nutzen, auf die Probleme sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen.

Vielen Dank. Wir sprechen nach dem Verwaltungsrat im Mai erneut; sicher mit neuen Fakten, neuen Erkenntnissen über die Arbeit im DBSV und seinen Landesvereinen.

In Kürze:

Hilfsmittelausstellung des VzFB

Sonneberg, 27.5., 12 bis 18 Uhr, anlässlich des Informationstages der Kreisorganisation Sonneberg;
Veranstaltungsort ist das Gesellschaftshaus Charlottenstr. 5 96515 Sonneberg.

Herford, 21.6., 11 bis 17 Uhr Veranstaltungsort: "Haus unter den Linden" Unter den Linden 12 32052 Herford.

Nähere Informationen: Tel.: (05 11) 9 54 65-0.

Hörfilm beim Medienfest in Berlin

Im Rahmen von GAGA 3 - Medienfest zum Thema Behinderung wird der Spielfilm "Fahr zur Hölle Schwester" mit Hannelore Elsner und Iris Berben in den Hauptrollen als Hörfilm präsentiert:

Eiszeit Kino
Zeughofstr.20
10997 Berlin
Tel.: (0 30) 6 11 60 16

9.5., 22.00 Uhr, 14.5., 22.15 Uhr

Weitere Informationen bei
EYZ Kino GbR
Andreas Wildfang
Tel.: (0 30) 24 31 30 30
www.gaga-filmfest.de

www.sgb-IX-umsetzen.de

Mit dem Start dieser Internetseite am 2.4. hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Karl Hermann Haack ein deutliches Signal gesetzt. Die barrierefreie Seite bietet eine Plattform, auf der alles was die Umsetzung des SGB IX angeht, ihren Platz hat. Neben Gerichtsurteilen und Kommentaren sind auch Erfahrungsberichte gefragt.

Erlebnisreise im Dunkeln

Diese bietet noch bis zum 1.6. einen Einblick in die Erfahrungswelt blinder Menschen zu erhalten. Landschaften, Straßenverkehr, Einkauf und "Dunkelcafé".

Nähere Informationen unter Tel.: (02 51) 98 16 48 4.

Ausstellung und Veranstaltung

Die Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für behinderte Menschen Berlin e.V. (LAGH) wird unter dem Motto "Für eine Welt ohne Barrieren" am 5.5. eine Ausstellung und eine Veranstaltung durchführen. Die Ausstellung findet in der Zeit von
10 bis 20 Uhr, im Wappensaal, die Veranstaltung von 16 bis 20 Uhr im Festsaal des Roten Rathauses Berlin, statt.

Nähere Informationen bei der
LAGH
Rungestr. 3-6
10179 Berlin
Tel.: (0 30) 27 59 25 25
E-Mail: Lagh.Berlin@t-online.de
Internet: www.lagh-berlin.de.

Sightcity Frankfurt

Vom 22. bis 24.5. findet auf dem im Sheraton Airport Hotel, die "sightcity Frankfurt", eine Messe für Blinden- und Sehbehindertenhilfsmittel, statt.

Nähere Informationen bei
Blista Brailletec gGmbH
Tel.: (07 11) 6 66 03-0 oder (0 74 51) 55 46 10
Internet: www.sightcity.de

REHAB 2003

Vom 7. bis 10.5. findet die 12. Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege und Integration in Karlruhe statt.

Nähere Informationen unter
Tel.: (02 31) 6 90 35 64 oder
E-Mail: henn-press@aol.com

SEE YOU - eine Tanzperformance

Lara Kugelmann begibt sich in ihrer Tanzperformance "See You" gemeinsam mit blinden und sehenden Tänzern auf der Suche nach Verdunkelung in unserer medial erleuchteten Welt. Ausgehend von Lara Kugelmanns intensiver Beschäftigung mit dem Thema "Blindheit" hat man sich entschieden, über die Tanzperformance hinaus einen oder mehrere Schritte in "Blinde Welten" zu wagen.

Nächste Termine: Theatrale, Halle, 13./14.5. 20.30 Uhr

Schaubühne Lindenfels Leipzig, 16.5. 22 Uhr, 17.5. 19 Uhr

Dock 11, Berlin 23.,24., 25.5. 20.30 Uhr.

Nähere Informationen
Schaubühne Lindenfels Leipzig
Karl-Heine Str.50, 04229 Leipzig
Tel.: (03 41) 48 46 20,
E-Mail: service@schaubuehne.com

MoDe - Montags-Demo im Sommersemester 2003

Das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) setzt seine Reihe der MoDe - Montags-Demo weiter fort.
Am 19.5. "Sehbehinderung - die vielfältigen Einschränkungen der Sehfähigkeit aus augenärztlicher Sicht",
16.6. "Wissenschaftliche Texte und mathematische Formeln für Blinde: Die Arbeit des SZS und die Diskussion in der Forschung", 21.7. "Grafiken und bildliche Darstellungen - Möglichkeiten und Grenzen der Zugänglichkeit für Blinde".

Nähere Informationen beim SZS:
Andrea Gall
Engesserstr.4
76128 Karlsruhe
Tel.: (07 21) 6 08 48 88
E-Mail: gaal@szs.uni-karlsruhe.de
Internet: www.szs.uni-karlsruhe.de

Dialog im Dunkeln

Noch bis 22.6. findet die Erlebnisausstellung Dialog im Dunkeln in Prien am Chiemsee statt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Jeden Freitag ab 19.10 Uhr gibt es ein "Dinner in the Dark", ein 4-Gänge-Menü inkl. Begrüßungscocktail.

Nähere Informationen unter der Tickethotline (0 80 51) 96 19 49 oder
Kur- und Tourismusbüro Prien am Chiemsee
Alte Rathausstr. 11
83209 Prien am Chiemsee
Tel.: (0 80 51) 69 05-0
E-Mail: info@tourismus.prien.de
Internet: www.tourismus.prien.de

Hören, riechen, tasten, schmecken und spüren

Das Bomann-Museum bietet ab dem 6.6. eine Führung, speziell für Blinde und Sehbehinderte Besucher an. Die Führung steht unter dem Thema "Leben und Arbeiten in Celle und Umgebung".
An fünf Stationen erfahren die Besucher etwas über Celle, das Königreich Hannover und Kaiser Wilhelm II, der Weg eines Bäckergesellen zum Großunternehmer wird beschrieben, die Stellmacher- und die Schmiedewerkstatt u.v.m.

Nähere Informationen beim
Bomann-Museum
Herrn Uwe Rautenberg
Schlossplatz 7
29221 Celle
Tel.: (0 51 41) 1 25 39
E-Mail: uwe.rautenberg@celle.de

IGA 2003 - Erste grüne Weltausstellung am Meer

Die internationale Gartenausstellung ist vom 25.4. bis 12.10. in Rostock zu erleben. Über das 100 ha große Ausstellungsgelände führt ein ausgeschilderter, barrierefreier Rundgang. Alle Informationstafeln sind sehbehindertenfreundlich in Großschrift gehalten. Brücken und Stege durchziehen das gesamte Gelände, führen durch naturbelassene Areale, Schilflandschaften sowie Kräuter- und Bienengärten. Einen Überblick aus luftiger Höhe verschafft die Seilbahn, mit der man ca. 15 Minuten unterwegs ist.

Nähere Informationen unter der Servicehotline (0 18 05) 44 24 41.

Durchblick im Beruf

Am 21.5. findet eine Fachtagung zum o.g. Thema statt. In Kooperation zwischen dem Berufsförderungswerk Hamburg GmbH, dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V., der Universität Hamburg und der Universität Halle wird diese Veranstaltung durchgeführt.

Nähere Informationen unter
Tel.: (0 40) 6 45 81-12 92 oder
E-Mail: kissler@bfw-hamburg.de

Konferenz Sinneswandel

Diese findet am 22. und 23.5. im Behindertenwerk Spremberg e.V. (BWS) aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Frühförderung in dieser Einrichtung statt. Experten aus Forschung und Praxis sind im Dialog mit Eltern sinnesbehinderter Kinder.

Nähere Informationen und Anmeldung bei
BWS
Wiesenweg 58
03130 Spremberg
Tel.: (0 35 63) 34 22 90
E-Mail: info@bws-spremberg.de
Internet: www.bws-spremberg.de

Niederdeutsch in Braille

Ein kostenloses Probeheft der "Quickborn Zeitschrift für niederdeutsche Sprache und Literatur" ist jetzt in Blindenschrift erhältlich. Die Zeitschrift enthält einen Querschnitt durch Lyrik, Prosa und aktueller Information in und über die niederdeutsche Sprache. Bei genügendem Interesse soll sie viermal jährlich erscheinen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
Regine Planer-Regis
Tel.: (0 45 44) 14 58
oder per
E-Mail: regine@regissoftware.de

Stiftung Blindenanstalt fördert blinde Berufsmusiker

Seit einigen Jahren hat die Stiftung Blindenanstalt Frankfurt am Main sich zum Ziel gesetzt, Blinde und Sehbehinderte im musikalischen Bereich zu fördern.
Bezog sich diese Förderung bisher nur auf den privaten Bereich, soll jetzt auch der berufliche Bereich mit einbezogen werden. Geplant ist, geeigneten Blinden und Sehbehinderten die Möglichkeit zu bieten, mit Musik ein adäquates Einkommen zu verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und ein unabhängiges Leben zu führen.
Derzeit wird eine Gruppe von Musikern aufgebaut, die ein musikalisches Repertoire für verschiedenste Anlässe einstudiert.
Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Musik über Tanzmusik, Jazz und Rock.
Zum weiteren Aufbau der Gruppe suchen wir blinde oder sehbehinderte Musiker, die mindestens eines der folgenden Instrumente spielen: Blasinstrument, Tasteninstrument, Akkordeon, Gitarre und andere Saiteninstrumente.

Nähere Auskünfte bei
Direktor F.J. Esch
Stiftung Blindenanstalt Frankfurt am Main
Adlerflychtstr. 8
60318 Frankfurt
Tel.: (0 69) 9 55 12 40
E-Mail: info@stiftung-blindenanstalt.de

Richtigstellung

In der Februar-Ausgabe der GW, unter der Rubrik "Aus den Ländern" ist uns beim Beitrag Yogaseminar von Elisabeth und Günter Stiebeling ein Fehler unterlaufen.
Die Yogalehrerin war nicht Frau Barkhau sondern Frau Bruni Romer.
Wir bitten um Entschuldigung.

Interview

Ein Jahr des Alltags

Im Gespräch mit Karl Hermann Haack, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen:

Ist für Sie das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) ein Jahr der Bilanz oder ein Jahr der Aufgabenstellung?
Für mich ist es ein Jahr des Alltags. Dabei verfolgen wir das Ziel, dieses Thema in der öffentlichen Diskussion noch mehr nach vorne zu bringen. Wir haben von 1998 ja grundsätzliche Gesetze verabschiedet und einen Paradigmenwechsel vollzogen. Die Gesetze stehen auf dem Papier; sie müssen jetzt mit Alltagsleben erfüllt werden. Insofern ist uns das Jahr recht, jetzt noch einmal eine gemeinsame Initiative zu gestalten. Die Eröffnungsveranstaltung in Magdeburg war dazu ein Aufbruch.

Warum ist so ein Jahr überhaupt notwendig?
Die Mediengesellschaft bedarf eines Themas, welches 12 Monate lang stringent bearbeitet wird. Im UNO Jahr 1981 wurde über die Menschen mit Behinderungen geredet. Jetzt lautet das Motto "Nichts über uns ohne uns". Und dies ist sichtbar geworden in Magdeburg. Die Menschen mit Behinderungen, die die Bewegung mit uns vorangebracht haben, gestalteten repräsentativ das Programm und legten ihre Probleme dar - im Arbeitsmarkt, im alltäglichen Leben, beim Reisen, in der Arbeitsassistenz, mit dem persönlichen Budget usw.

Wird da mit einer Stimme gesprochen?
Wir hatten 1998, als ich mein Amt antrat, eine schwierige Lage vorgefunden. Zum einen wurde nicht akzeptiert, dass ein Behindertenbeauftragter nicht behindert ist und aus dem parlamentarischen Bereich kommt.
Aufseiten der Verbände gibt es die traditionellen Verbände wie die Diakonie, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Lebenshilfe, die den etwas konservativen Teil repräsentieren.
Andererseits gibt es noch die Bewegung, die sich um ISL gruppiert und die amerikanische Linie vertritt. Es ist uns in gemeinsamer Anstrengung in relativ kurzer Zeit gelungen, diese Strömungen zu einer Einheit zusammenzuführen. Die Zersplitterung gibt es heute nicht mehr. Die divergierenden Interessen werden zu gemeinsamen Schnittmengen organisiert. Mein Wille ist jetzt, diese strategische Allianz, die zwischen einem Teil der Politik und den Betroffenenorganisationen zu einer Arbeitseinheit umzuformieren, damit wir das, was in Gesetzen formuliert ist, im Alltag auch wiederfinden.

Das Behindertengleichstellungsgesetz brachte ja das "Zauberwort" Zielvereinbarungen hervor. Ist die erste bereits in Sicht?
Es gibt eine Zielvereinbarung des Verbandes der Ersatzkrankenkassen über Barrierefreiheit in ihren Geschäftsstellen.
Der Deutsche Behindertenrat ist dabei, sich über eine Musterzielvereinbarung zu verständigen. Mir geht das zu langsam, aber ich habe das nicht zu kritisieren. Ich habe hier vom Haus aus zwei Projekte in Angriff genommen: Wir wollen mit der Deutschen Bahn eine Mobilitätskette organisieren. Das hat zunächst nichts mit einer Zielvereinbarung zu tun. Wenn es in eine solche aber hineinmündet, würde ich mich freuen. Wir wollen erreichen, dass mobilitätseingeschränkten Menschen, dazu kann man beispielsweise auch eine Familie mit Koffern und vielen Kindern zählen, ein Angebot unterbreitet wird: Wie komme ich von der Hausadresse A zur Hausadresse B?
Das zweite Projekt soll eine Konferenz auf dem Frankfurter Flughafen mit allen Luftfahrtgesellschaften und Flughäfen der Bundesrepublik sein; Thema "Mobiles Fliegen", denn auch der Betreuungsbedarf auf Flughäfen hat sich in den letzten fünf sechs Jahren verdoppelt.

Viele blinde und sehbehinderte Menschen haben vom SGB IX erwartet, dass sie nun einen Kostenträger finden, der ihre Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags finanziert. Welche Möglichkeiten sehen Sie, das Gesetz diesbezüglich mit Leben zu erfüllen?
Wir haben einen Rechtsanspruch auf einen individuellen Eingliederungsplan durchgesetzt. Die Altersrehabilitation Sehen hat das Problem, dass es da bisher überhaupt keine Leitlinie gibt. Wir werden alle älter, unsere Sehkraft lässt nach. Jetzt müsste es eine Vereinbarung für eine Leitlinie zwischen den großen Organisationen auf der einen Seite und den Rehabilitationsträgern auf der anderen Seite geben, um daraus ein therapeutisches Konzept oder ein Behandlungskonzept zu entwickeln: Wie gehe ich um mit Sehschwächen im Alter, die immer stärker werden? Ich habe das nicht zu kritisieren, aber man ist da wohl noch nicht so weit.
Dann gibt es sechs Rehabilitationsträger, die ein institutionelles historisches Selbstverständnis haben und aus ihrem Denken heraus das SGB IX nicht wollen. Das hat etwas mit struktureller Gewalt zu tun. Es kann nicht sein, dass wir wieder auf einem Verschiebebahnhof landen, der zu Lasten der Betroffenen organisiert wird.
Ich glaube, dass der Umbau des Sozialstaates nicht ausschließlich ein fiskalisches Problem ist, sondern auch ein Akzeptanzproblem. Die Dienstleistung folgt dem Menschen und nicht der Mensch der Dienstleistung. Die ständestaatliche Verfasstheit unserer sozialen Sicherung steht einer chancengleichen Inanspruchnahme von sozialen Leistungen entgegen. Hier gilt es den Tabubruch zu organisieren.

Wie können Sie diesen Prozess beeinflussen? Und wo können Sie auf den Tisch klopfen und sagen: Auch nicht ohne mich?
Viele stellen sich vor, dass der Behindertenbeauftragte so ein Erzengel Gabriel wäre, der mit Feuer und Schwert die Verhältnisse ändert. Das ist natürlich nicht der Fall. Wir haben drei Ebenen, die organisiert werden müssen: erstens die staatsferne Sozialverwaltung. Wenn die BfA nicht will, kann sie nicht gezwungen werden, ihr Alltagsverhalten zu verändern. Gleiches gilt auch für Krankenversicherung, Sozialhilfe und Jugendhilfe.
Ein zweites Widerlager ist der Föderalismus; hier erinnere ich einmal an das Thema Blindengeld. Der Beauftragte kann Kürzungen kritisch zur Kenntnis nehmen und kann protestierende Briefe schreiben; er kann aber nicht zu jedem Arbeits- und Sozialminister gehen, ihn an der Krawatte packen, damit er sein Verhalten ändert.
Die dritte Ebene ist das Verbändestaatswesen, in dem die großen Verbände auch ihr Eigenleben führen.
Diese drei Konstanten muss man als gegeben nehmen, und man muss dann versuchen, sie in einem kommunikativen Prozess zu gemeinsamen Schnittmengen zu führen. Das ist meine Aufgabe.

Das Blindengeld haben Sie angesprochen. Sind Kürzungen nicht die falschen Signale, gerade im Europäischen Jahr?
Da haben Sie recht, das passt überhaupt nicht zum Geist des Europäischen Jahres und zum Paradigmenwechsel in der Politik für Menschen mit Behinderungen. Es hängt damit zusammen, dass in den letzten 10 bis 15 Jahren Sozialpolitiker in den Verbänden, aber auch auf den politischen Ebenen durch die neoliberale Wirtschaftsphilosophie in die Defensive gedrängt worden sind - Entstaatlichung, keine Etatisierung, keine Alimentation - all das sei angeblich des Teufels. Die Sozialpolitiker haben kein plausibles Gegenmodell erarbeitet, deshalb agieren Sozialpolitiker heute aus der Defensive heraus.
Das SGB IX ist daher bewusst als ein Gegengewicht gegen den Reduktionismus von sozialpolitischen Fragestellungen auf rein fiskalische Angelegenheiten konzipiert worden.
(Das Gespräch führte Dr. Thomas Nicolai; Kassetten- und DAISY-Version Originalton.)

Blindengeld

Welche Stellung haben die Blindengeldgesetze im Rechtssystem?

Die Stellung der Blindengeldgesetze im Rechtssystem ist für ihre Anwendung, aber auch für ihren Bestandsschutz von praktischer Bedeutung.

Die Antwort lässt sich aus der Zweckbestimmung des Blindengeldes herleiten. Aus ihr ergibt sich, dass es sich um eine Sozialleistung handelt, dass wir es also mit Sozialrecht zu tun haben. Sozialrecht ist nämlich nicht nur das, was im Sozialgesetzbuch steht. Zum Sozialrecht im materiellen Sinn gehören auch alle anderen Leistungen, die ihrer Zweckbestimmung nach für Chancen- und Bedarfsgerechtigkeit sorgen sollen. Das Sozialrecht dient nämlich in besonderem Maße der Verwirklichung des in Art. 20 Abs. 1 und 28 Abs. 1 Satz 1 unseres Grundgesetzes verankerten Sozialstaatsprinzips. Die beiden Hauptziele des Sozialstaates sind soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit. Dazu gehören:
- die Gewährung des Existenzminimums und elementarer personaler Dienste (Erziehung, Betreuung, Pflege),
- Minderung und Kontrolle von Abhängigkeiten,
- Ausgleich von Wohlstandsunterschieden,
- Sicherung des Lebensstandards gegen wesentliche ökonomische
Verschlechterungen,
- Ausgestaltung der Rechtsordnung dahin, dass der Einzelne nicht
Objekt der staatlichen Sozialpolitik, sondern Träger von Rechten
ist, die auf Teilhabe an der vom Staat geleisteten sozialen
Förderung und Sicherheit gerichtet sind (vgl. dazu auch § 1 des
ersten Buches des Sozialgesetzbuches).

Dass die Blindengeldgesetze zum Sozialrecht gehören, zeigt sich auch daran, dass in allen Landesgesetzen mit Ausnahme derjenigen für Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen das erste Buch des Sozialgesetzbuches (SGB I - allgemeiner Teil) und das zehnte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB X - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz) für anwendbar erklärt werden.
Die Einordnung als Sozialrecht ist wichtig nicht nur für die Auslegung der Gesetzesbestimmungen, sondern auch für die Frage, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang in das Blindengeldrecht eingegriffen werden darf.
Üblicherweise wird das Sozialrecht in vier Bereiche aufgeteilt:
1. Das Recht der Sozialen Sicherheit. Das ist der Bereich der Sozialversicherungen. Hierher gehören die gesetzliche Kranken-, Unfall, Arbeitslosen-, Renten- und die soziale Pflegeversicherung. Ein allgemeines Lebensrisiko soll durch die Versichertengemeinschaft abgedeckt werden. Deshalb werden diese Versicherungen überwiegend durch Beiträge finanziert. Für die Leistungen kommt es auf den Grund des Bedarfes an. Wer z. B. sein Augenlicht infolge eines Berufsunfalls einbüßt, erhält aus diesem Grund Entschädigungsleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dazu gehören auch Leistungen zum Ausgleich der durch die Erblindung bedingten Mehraufwendungen und Nachteile.
2. Das Recht der sozialen Entschädigung. In den einschlägigen Gesetzen wird die Entschädigung von Kriegs-, Wehrdienst- oder Zivildienstopfern, von Impfgeschädigten oder von Opfern eines Gewaltverbrechens geregelt. Entschädigungsgrund ist ein Sonderopfer, das durch Schadensersatz ausgeglichen werden soll. Die Leistungen werden aus Steuermitteln finanziert. Ist die Erblindung z. B. durch Kriegseinwirkungen, durch einen Impfschaden oder durch eine Gewalttat verursacht worden, werden neben der Entschädigung auch die Leistungen zum Ausgleich der blindheitsbedingten Mehraufwendungen und Nachteile im Rahmen des jeweils einschlägigen Entschädigungsgesetzes erbracht.
3. Soziale Fürsorge. Die Aufgabe dieses Zweiges ist die Existenzsicherung, wenn dafür eigene Mittel oder Mittel vorrangig Verpflichteter, wie z. B. zum Unterhalt verpflichteter Angehöriger nicht zur Verfügung stehen. Die Leistungen werden zur Abwehr konkreter Notlagen gewährt. Sie sind deshalb subsidiär und werden in der Regel als Ermessensleistungen nach dem individuellen Bedarf zugemessen. Es handelt sich um das soziale Auffangnetz, also im Wesentlichen um die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundessozialhilfegesetz oder um die soziale Grundsicherung nach dem Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Leistungen werden aus Steuermitteln finanziert.
4. Das Recht der sozialen Förderung. Hierher zählen die Gesetze, die Benachteiligungen ausgleichen und Chancengleichheit herstellen sollen. Die Problemlagen sind gesellschaftlich oder schicksalhaft bedingt. Als Beispiele sind der Familienlastenausgleich (Kindergeld, Erziehungsgeld), die Ausbildungs- und Berufsförderung und die Wohnungsförderung zu nennen. Der alleinige Einsatz eigener Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse in diesem Bereich würde eine unzumutbare Benachteiligung mit sich bringen und die Teilhabe am Gemeinschaftsleben erschweren. Die im Rahmen der sozialen Förderung vorgenommene "Umverteilung" zugunsten benachteiligter Kreise wird aus Steuermitteln finanziert.

Aus der Zweckbestimmung ergibt sich, dass das Blindengeld nach den Landesblindengeldgesetzen aber auch die Blindenhilfe nach § 67 BSHG dem Bereich der sozialen Förderung zuzurechnen sind.
Leistungen der sozialen Förderung dienen in besonderem Maße der sozialen Gerechtigkeit. Es darf nicht übersehen werden, dass Kürzungen oder gar die Beseitigung von Leistungen auf diesem Gebiet die Betroffenen doppelt belasten.

Anmerkung: Vgl. dazu im Einzelnen mit zahlreichen Quellennachweisen das zweite Kapitel im zweiten Teil meiner Dissertation mit dem Titel: "Die Entwicklung und Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Blindengeldleistungen als Sozialleistung". Sie ist bei Duncker & Humblot in Berlin erschienen.
Dr. Herbert Demmel

Medien

Sprechende TV-Programmzeitschrift

Der Verein zur Förderung der Blindenbildung gegründet 1876 e.V. (VzFB) plant, ab Juni 2003 eine sprechende TV-Programmzeitschrift für Blinde und Sehbehinderte herauszugeben.
Mit dieser Zeitschrift auf Basis der neuen DATASOUND( Technologie wird Betroffenen eine einfache Möglichkeit an die Hand gegeben, sich schnell und umfangreich über das aktuelle TV-Programm zu informieren. Das Konzept der Zeitschrift entstand in enger Zusammenarbeit mit Blinden und Sehbehinderten und spiegelt deren Wünsche und Anregungen im Hinblick auf eine Alternative zu den vorhandenen Möglichkeiten, sich über das aktuelle TV-Programm zu informieren, wider.
Die Zeitschrift wird alle 14 Tage erscheinen und auf jeweils knapp 100 Seiten über 1.000 sogenannte DATASOUND Strips beinhalten, auf denen das eingesprochene TV-Programm (inklusive ShowView-Kennzahlen zur Videorekorderprogrammierung für Spielfilme) für die von Blinden und Sehbehinderten am häufigsten genutzten 23 Kanäle (10 Haupt-, 9 Regional- und 4 Spartensender) abgelegt ist. Insgesamt werden ca. 8 Stunden Programmhinweise in natürlicher Sprache kodiert.
Die einfache und logische Struktur der Zeitschrift ermöglicht Blinden und Sehbehinderten ein schnelles und gezieltes Zugreifen auf die Inhalte. Die einzelnen DATASOUND Strips sind hierbei sowohl durch Braille-Punkte als auch durch einen fett gedruckten Rahmen gekennzeichnet. Auf jeder Seite sind zusätzlich die Tage, Sendeanstalten und Hinweise auf Hörfilme in Großbuchstaben aufgedruckt bzw. mittels Prägedruck in Braille kodiert.
Die sprechende Programmzeitschrift und auch das dafür erforderliche Lesegerät können direkt über den VzFB (http://www.vzfb.de) bezogen werden.
Markus Deckert

Elternbriefkasten

Wenn einer eine Reise tut...

Verreisen mit Kindern ist ein Kapitel für sich. So sehr man sich auf den Urlaub freut, die Angst vor einer komplizierten An- und Abreise kann die Vorfreude trüben:

Gut vorstellbar, das man noch mehr Probleme sieht, wenn einer aus der Familie blind ist. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom: Bus, Bahn, Auto, Flugzeug (alternative Reisepläne seien hier einmal ausgenommen). Wenn es um das Gepäck geht, und das hat man mit Kindern ja immer reichlich, ist das Auto sicher die bequemste Art zu reisen. Man kann von Haus zu Haus fahren und auch zumindest die Abfahrtszeit selbst bestimmen. Gerade mit Kindern, ob nun sehend oder blind bietet das Reisen mit der Eisenbahn aber oft entscheidende Vorteile - man hat Platz und auch mal als ganze Familie Zeit für einander. Kinder, und nicht wenige Erwachsene, sind oft begeistert davon, was es unterwegs und in den Bahnhöfen alles zu sehen gibt. Über die Modelleisenbahn ist diese Erlebniswelt auch für blinde Kinder leicht erfahrbar. Auch die Landschaft, Orte, die Kühe auf der Wiese, sind oft besser zu beobachten. Für sehbehinderte Kinder, bei denen jeder visuell aufgenommene Reiz doppelt wertvoll erscheint, ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Die Platzreservierung ist meist kein Problem, man kann dort nicht nur Raucher und Nichtraucher angeben, sondern auch, ob man einen Tisch möchte, was sich für Reisen mit Kindern als günstig erweist. Für schwerbehinderte Reisende mit dem Merkzeichen "H" im Ausweis sowie für deren Begleitung ist die Reservierung kostenlos. In den meisten ICE-Zügen gibt es ein Spiel- oder Kinderabteil. Erwachsene mit einem Anspruch auf Begleitung können von Kindern ab vier Jahren begleitet werden. Umsteigehilfen über den Mobilitätsservice oder durch die Bahnhofsmission können für blinde oder sehbehinderte Eltern sehr hilfreich sein.
Für die gesamte Reise ist ein ausreichender Zeitplan wichtig. Darum, ruhig auch einen Anschlusszug später einplanen. Vielleicht sogar einen Zwischenbesuch bei Freunden machen. Das Abenteuer für die Kinder, einmal nachts mit dem Zug zu fahren, ist ein guter Urlaubsstart. In Verbindung mit einer Fahrkarte gibt es einen Gepäckkurierdienst. Zu Hause wird das Gepäck von einem Bahn-Mitarbeiter abgeholt und man kann es direkt im Haus am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.
Mit dem Flugzeug reist es sich bequem und schnell fast in die ganze Welt. Man erspart sich viel Schlepperei mit dem Gepäck und bekommt auch jede Menge Hilfe. Nachteil für behinderte Eltern: wenn man nicht die Hilfe Dritter in Anspruch nehmen will, muss man sich auf jedem Flughafen neu orientieren und das fällt, meist schwerer als auf einem Bahnhof. Es kann durchaus knapp zum nächsten Flug werden. Im Flugzeug selbst ist der Service meist vorbildlich, den Kindern wird oft besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Allerdings sollte man sich schon vorher klar machen, dass man sein Kind die ganze Flugzeit am Platz halten muss. Wenn man als Mutter oder Vater selbst behindert ist oder ein behindertes Kind hat, lohnt der Urlaub im "Südlichen Paradies" nicht die vielen Mehrfachbelastungen.
Wenn möglich, sollte man sich schon vor der Urlaubsreise einen Tag Ruhe gönnen. Nichts ist aufreibender, als gestresst mit Kindern auf Reisen zu gehen.
In einer der nächsten Folgen des "Elternbriefkastens" werden wir darüber sprechen, wie man sich in Bahn, Auto oder Flugzeug, die lange Reise recht angenehm vertreiben kann.
Susanne Siems
Nachbemerkung der Redaktion: Zahlreiche Leser begrüßten den Neustart des "Elternbriefkasten", und viele freuen sich, dass diese Serie, die in den 80er Jahren so erfolgreich in der "Gegenwart" lief, nun wieder in unserem Magazin zu finden ist. Themenvorschläge sind willkommen.

Reisemosaik

Die Welt mit anderen Augen sehen

Die meisten Menschen nennen als eines ihrer Hobbys das Reisen. Sehbehinderte und Blinde machen da keine Ausnahme.
Da Reisen gern aber in direktem Zusammenhang mit Spaß, Erholung, Bildung und Erlebnissen betrachtet wird, müssen die Bedingungen für ein angenehmes Reisen auch stimmen.
Der DBSV wird in diesem Jahr den Sehbehindertentag am 06.06. nutzen, um auf spezielle Bedürfnisse und Probleme von Menschen mit Sehproblemen aufmerksam zu machen. Unser kleines Reisemosaik kann nur einige wenige Anregungen geben:

AURA per Telefon

Urlaub in einem AURA-Hotel oder in einer AURA-Pension führt in jedem Fall in eine landschaftlich reizvolle Gegend. Und blind oder sehbehindert zu sein, ist dort alltäglich. Per Telefon wird man viel über die Angebote der einzelnen Häuser erfahren können. Deshalb veröffentlichen wir nachstehend die Rufnummern der 9 Häuser.
Finden Sie selbst heraus, welche zu welchem gehört oder rufen Sie einfach mal dort an, wo Sie noch nie waren. wählen Sie eine der nachstehenden Rufnummern und ein AURA-Hotel oder eine AURA-Pension wird sich melden:
(0 45 03) 60 02-0
(03 88 25) 37 00
(0 88 45) 99-0
(03 62 53) 3 05-0
(0 26 80) 95 10-0
(03 73 83) 8 34 01
(0 39 43) 26 21-0
(0 52 34) 9 04-0
(0 55 22) 5 00 80

BSK und mare nostrum

Zwei Spezialisten auf dem Gebiet "Reisen für Menschen mit Behinderungen" präsentieren erstmals 2003 ihre Angebote in einem gemeinsamen Katalog. Der Reiseservice des BSK (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter) organisiert bereits seit über 30 Jahren barrierefreie Reisen und vermittelt Hotels und Pensionen für individuelle Ferien an leicht erreichbaren europäischen Zielen.
Beim Reiseveranstalter mare nostrum liegt der Schwerpunkt auf anspruchsvollen Pauschalreisen rund um den Globus.
Kataloge und Informationen bei BSK-Reiseservice, Postfach 20,
74236 Krautheim/Jagst,
Tel.: (0 62 94) 6 83 04,
E-Mail: reiseservice@bsk-ev.de
Internet: www.bsk-ev.de

Dresden blind erleben

In einer aufwendig vorbereiteten Individualführung lernt der blinde und sehbehinderte Gast mit seinem sehenden Begleiter Dresden kennen. Obwohl die Gästeführerin sich auf den Sehbehinderten konzentriert und ihm neben ihren bildhaften Erläuterungen viele interessante Eindrücke und Erlebnisse vermittelt. Ausgewählte Objekte ertasten, erproben, dabei seinen Körper nach eigenem Ermessen und Zutrauen einsetzen, innere Bilder formen, fragen, verweilen, auch ausschweifen, wenn er möchte und sein eigenes Wissen in die Führung einbringen. Die Führung wird mit Plastikmodellen, wie Frauenkirche, Elbdampfer usw. sowie mit Reliefbüchern unterstützt, um die Vorstellungskraft und den Erlebniseffekt zu verstärken.
Nähere Informationen unter Dresdner Tourenservice,
Christine Fischer,
Wachbergstr. 3, 01326 Dresden;
Tel.: (03 51) 2 68 07 06,
E-Mail: kontakt@dresdner-tourenservice.de
Internet: www.dresdner-tourenservice.de

Gepäck kein Ballast

Hier bietet die DB AG die Haus-Haus-Beförderung an. Dafür muss man aber eine Fahrkarte vorlegen. Wenig bekannt ist aber, dass auch die Deutsche Post AG praktisch alles befördert, was man als Reisegepäck befördert haben möchte. Der Post ist die Fahrkarte gleichgültig. Wenig bekannt: auch die Post holt Gepäck unter bestimmten Bedingungen ab. Manchmal ist die Post billiger als die DB, und wenn der Paketbote der Post den Empfänger nicht antrifft, kann man die Sendung am nächsten Tag selbst beim Postamt abholen. Es lohnt sich, die Konditionen zu vergleichen.

Haus Rheinsberg - Hotel am See

Nur 500 Meter entfernt vom Schloss Rheinsberg wurde direkt am Grienericksee eine barrierefreie Hotelanlage für Menschen mit Behinderungen erbaut. Das Haus, nördlich von Berlin gelegen, verfügt über 108 Zimmer und ist seit Juni 2001 für Menschen mit Behinderungen geöffnet. Das Besondere von HausRheinsberg ist die Vielfalt der Freizeit-, Seminar- und Sportangebote mit allen Möglichkeiten, sich zu erholen und zu erproben. Der gesamte Hotelbereich bietet rollstuhlgerechte und großzügige Aufenthalts- und Freizeitbereiche.
Nähere Informationen HausRheinsberg,
Donnersmarckweg 1, 16831 Rheinsberg;
Tel.: (03 39 31) 34 40,
E-Mail: post@hausrheinsberg.de
Internet: www.hausrheinsberg.de

Hören, schmecken, riechen, anfassen

"Hand in Hand Reisen" bietet Reisen für Senioren und Behinderte an. Als spezieller Service können insbesondere in der näheren Umgebung von Chemnitz (Sachsen) Hausbesuche bei Blinden und Sehbehinderten verabredet werden, um persönliche Wünsche berücksichtigen zu können. In der Region ist auch die Abholung der Urlaubsgäste von zu Hause möglich.
Hören, schmecken, riechen, anfassen - diese Elemente sollen in der Urlaubsgestaltung eine besondere Rolle spielen. Neben der Beteiligung an Gruppenreisen ist auch eine individuelle Reisebetreuung für Blinde und Sehbehinderte möglich. Kataloge auf Kassette mit Hinweisen zur Reisevorbereitung werden angeboten.
Nähere Informationen bei: "Hand in Hand Reisen",
Am Tor 9, 09212 Limbach;
Tel.: (0 37 22) 81 69 27
E-Mail: mail@hand-in-hand-reisen.de
Internet: www.hand-in-hand-reisen.de

Keine Barrieren im "Inndependence"

Seinen Namen hat das Inndependence in Mainz nicht von ungefähr. Es bietet nicht nur behinderten Reisenden barrierefreie Hotelzimmer, in denen sie sich weitgehend selbstständig bewegen können, sondern stellt Arbeitsplätze für Behinderte zur Verfügung und sorgt damit auch dort für ein Stück Unabhängigkeit. Für so viel Engagement wurde das Gästehaus mit einem Preis ausgezeichnet. Gleich doppelte Unabhängigkeit bietet das zwölf Doppelzimmer und vier Einzelzimmer umfassende Hotel, weil es als anerkannter Integrationsbetrieb zur Hälfte auch Behinderte als Mitarbeiter beschäftigt.
Als "Projekt mit wegweisenden Konzepten für das Gesundheitswesen" ist das Mainzer Inndependence inzwischen mit dem Zukunftspreis eines pharmazeutischen Unternehmens ausgezeichnet worden.
Nähere Informationen: Inndependence,
Gleiwitzer Str. 4, 55131 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 2 50 53 80,
Internet: www.inndependence.de

Literatur

Reiche Auswahl an Reiseliteratur bieten die Blindenhörbüchereien bzw. die Punktschriftbibliotheken. Nützlich für die Reisevorbereitung sowie für die geographische Orientierung rund um die Erde bieten Reliefkarten und Reliefgloben.
Nähere Informationen hierzu sind bei den Blindenbüchereien sowie bei den Hilfsmittelzentralen erhältlich.

Rabatte für Mitfahrer und Familien

Mitreisende Kinder bis 14 Jahre, auch Enkelkinder, fahren künftig kostenlos, sie müssen allerdings auf der Fahrkarte vorher eingetragen werden. Die Platzreservierung muss extra bezahlt werden. Andere Mitfahrer erhalten 50 % Rabatt. Diese 50 % Rabatt werden auch auf die ermäßigten Frühbucher-Tarife gewährt. Die kostenlose Mitnahme einer Begleitperson aufgrund des Eintrages im Schwerbehindertenausweis bleibt jedoch davon unberührt.

Reise um die Welt - an einem Tag

In der Saison 2001 hatte die Miniwelt Sachsen GmbH Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher getestet und eine sehr gute Resonanz erhalten.
Durch das Ertasten und entsprechende Erläuterungen "sehen" die Blinden die Baugeschichte in Deutschland und der Welt. In der Schauwerkstatt erhalten blinde Besucher zur Entstehung der Modelle und zum Modellbau umfangreiche Erläuterungen. Die technologischen Schritte für die Herstellung von Figuren können direkt ertastet werden, von aus dem Holz geschnitzten Muster über die Silikonform bis hin zum fertigen Gussteil.
Bedeutsam sind die verwendeten Originalmaterialien und die hohe detailgetreue der Monumente in die Miniwelt. So entstehen durch das Ertasten reale Bildvorstellungen von Fassaden, Reliefs, Säulen, Türmen, Dacheindeckungen usw.
Einzigartig ist der Nachbau der 7 antiken Weltwunder. Die Miniwelt erweitert sich jährlich mit neuen Modellen und wird in der Endphase ca. 160 bis 180 Bauwerke und technische Modelle umfassen. Derzeit sind auf dem Gelände der Miniwelt in Lichtenstein (zwischen Chemnitz und Zwickau gelegen) bereits über 90 Modelle erlebbar, von denen 32 auch ertastet werden können.
Nähere Informationen: Miniwelt Sachsen GmbH,
Obere Hauptstr. 40 a, 09232 Hartmannsdorf;
Tel.: (0 37 22) 81 66 27,
E-Mail: marketing@miniwelt.de
Internet: www.miniwelt.de

Reliefkarten

Blinde Beifahrer wissen während Autobahnfahrten, wie die nächsten Abfahrten heißen und wie weit es bis zu ihnen ist, wenn sie im Besitz der einzelnen Autobahnanschlussverzeichnisse aus der DZB sind. Im handlichen Format von 135 * 170 mm (Ringbindung) geben diese in Braille-Schrift Auskunft über die Anschlussstellen bundesdeutscher Autobahnen. Ein Relief auf dem Deckblatt zeigt die Konturen der Autobahnen. Ebenfalls im Angebot sind Atlanten z.B. Erdteile, Länder usw. im Format 420 * 350 mm. Nähere Informationen:
DZB Leipzig
Tel.: (03 41) 7 1 31 19.

Segeln auf der "Albatros"

Bei der "Albatros" handelt es sich um einen gutmütigen 32 Tonnen schweren Motorsegler aus den 70ger Jahren mit zwei Motoren. Mit einer Länge über Alles von 13,50 m bietet sie genug Raum für 5 Gästekojen. Durch zwei Steuerstände ist bei jedem Wetter für Bequemlichkeit gesorgt. Man kann sich den Wind um die Nase wehen lassen oder sich geschützt im Innensteuerstand aufhalten. Während des gesamten Törns werden die Mitsegler vom Eigner der "Albatros" sowie einem Coskipper betreut.
In Zusammenarbeit mit dem Aura-Hotel in Osterode am Harz kann die Segelschule Roloff Nautique bereits seit 9 Jahren auf eine gute Erfahrung im Blindensegeln zurückblicken.
Nähere Informationen unter
Tel.: (0 53 27) 55 42.

Studienreisen

Seit über 50 Jahren veranstaltet die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. Studienreisen. Immer wieder arbeitet sie auch spezielle Reisen aus, die inhaltlich auf die Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden ausgerichtet sind. Für 2003 sind Reisen nach Indien, in den Iran und nach Vietnam/Kambodscha/Thailand geplant. Nähere Informationen und Programmbeschreibungen bei:
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.,
Steinstr. 48, 44147 Dortmund;
Tel.: (02 31) 8 38 00 33,
Fax: (02 31) 8 38 00 40,
E-Mail: reisen@agnrw.de
Internet: www.auslandsgesellschaft.de

Urlaub zum Anfassen und Weinseminar

Die Arbeitsgemeinschaft Ferienstraße Bergstraße gibt eine Reliefkarte heraus, auf der die 60 km lange Straße zwischen Darmstadt und Wiesloch in der Oberrheinischen Tiefebene dargestellt ist (Format 27 * 34 cm). Eine Legende gibt nützliche Informationen auch in Braille-Schrift. Die Karte kann sowohl von Blinden, Sehbehinderten als auch von Sehenden genutzt werden. Informationen und Bestellung unter
Tel.: (0 62 51) 58 62 53,
Fax: (0 62 51) 58 62 55,
Internet: www.ferienstrasse-bergstrasse.de
Schon seit mehreren Jahren wird in Bensheim an der Bergstraße ein Weinseminar speziell für blinde und sehbehinderte Gäste angeboten. Nähere Informationen darüber bei:
Tourist-Information Bensheim;
Tel.: (0 62 51) 5 82 63 14,
E-Mail: touristinfo@bensheim.de

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Reisen ist das Thema des Sehbehindertentages am 6.6.

Die "Gegenwart" darf man nicht versäumen, denn:
Die Zukunft beginnt mit der "Gegenwart".

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