"Die Gegenwart" erscheint monatlich (Juli / August als Doppelnummer)
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wie in der April-Ausgabe, so finden Sie auch in dieser Nummer der "Gegenwart" einige Wortmeldungen zu Themen, die beim DBSV-Verbandstag vom 18. bis 20. Mai debattiert werden sollen, und selbst werden Sie festgestellt haben, dass es da nicht um eine theoretische Diskussion, sondern um die Frage geht: Wie soll sich der DBSV, wie sollen sich die Landesvereine und auch die örtlichen Untergliederungen in den nächsten Jahren entwickeln?
Die Antwort wird man nicht per Beschluss finden. Für anvisierte Ziele müssen die Wege geebnet werden, damit diese für möglichst viele begehbar sind. Es ist anzunehmen und auch gut so, dass es hier und da kontrovers zugehen wird; Meinungsvielfalt kann einen großen Reichtum an Ideen zu Tage fördern.
Aber wie gesagt, Ideen sind das Eine ...
Für den Bestand und die zeitgemäße Weiterentwicklung der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe bedarf es großer Anstrengungen, keine Frage.
Als "alte Hasen" in den Vereinen dürfen wir dabei aber sicher eines nie vergessen: Der Verlust des Augenlichtes, ja bereits eine erhebliche Einschränkung des Sehvermögens, sind für jeden Menschen ein ungeheuer tiefer Einschnitt in sein Leben. Vor allem in dieser Situation muss die Selbsthilfe für den Betroffenen da sein, wer sonst?
Ihr Dr. Thomas Nicolai
Der DBSV-E-Mail-Newsletter dbsv-direkt wird über den Verbandstag aktuell informieren. dbsv-direkt abonnieren Sie, indem Sie eine E-Mail ohne Inhalt und ohne Betreff an join-dbsv-direkt@kbx.de schicken.
In dieser Ausgabe veröffentlichen wir weitere Zuschriften, die uns zur Diskussion um die Schwerpunktthemen beim DBSV-Verbandstag erreichten.
Qualitätssicherung ist ein Erfordernis, woran es der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in weiten Bereichen auf allen Organisationsebenen mangelt. Nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen werden Ziele oft nicht oder nicht sauber definiert und auf eine Erfolgskontrolle verzichtet. Es fehlt vielfach die Fähigkeit zur Selbstkritik. Soweit überhaupt eine Bewertung von Maßnahmen und Vorgehensweisen vorgenommen wird, endet sie in der Feststellung, dass man ja nur ehrenamtlich tätig sei. Jedoch muss ehrenamtliche Arbeit gleichwohl professionelle Qualität besitzen! Ehrenamtliche Funktionsträger dürfen nicht nach dem Zufallsprinzip gewählt, sondern nach Eignung, Befähigung und zu erwartender fachlicher Leistung nominiert werden. Um Qualitätssicherung zu erreichen, müssen sowohl die haupt- und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Organisation systematisch und kontinuierlich aus- und fortgebildet werden. Jede Fortbildung muss mit einer Zertifizierung abschließen. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund leistet m. E. hier vorbildliche Arbeit. Eine umfassende Beratung der Betroffenen, die Vermittlung der Blindenschrift, das Mobilitäts- und LowVision-Training und die Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten müssen vorrangige Aufgabe der Blinden- und Sehbehindertenorganisationen sein.
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen: Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe (kurz: BSSH) wird sich auf niedersächsische bzw. thüringische Verhältnisse und auf stetig geringer werdende Einkünfte aus Nachlässen und Spenden einstellen müssen. Zunehmen hingegen wird der Bedarf an Hilfen, Beratung und Rechtsbeistand sowie das Bedürfnis sich zu versammeln. Das war immer so in schwierigen Zeiten. Die BSSH muss sich völlig neu organisieren, will sie den Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten erfolgreich begegnen. Die Ziele hat Christian Seuß klar benannt.
Ich gehe allerdings weiter und beziehe etwa die Hälfte der korporativen DBSV-Mitglieder sowie sämtliche Einrichtungen wie Hörbüchereien und Hilfsmittelzentralen in einen Konzentrationsprozess ein, der allein das Überleben der BSSH sichern könnte. Nach einem solchen Prozess wird eine DBSV-Zentrale anders aussehen müssen als heute: Sie wird über etliche neue Referate verfügen, die u.a. die spezifischen Belange der blinden und sehbehinderten Menschen abdecken, um die sich derzeit eigenständige Vereine und Verbände kümmern.
Auch zur künftigen Mittelbeschaffung hat Seuß den richtigen Ansatz beschrieben. Hinzu kommen muss das, was sich die AG 3 (Mitgliedergewinnung) zur Aufgabe gemacht hat. Und da sollte man dringend darüber nachdenken, was es mit den in jeder "Gegenwart" und in jedem "Horus" zu findenden Freizeit-, Schulungs- und Hilfsangeboten solcher Vereine, Gruppen oder Personen auf sich hat, die sich offenbar dazu ermuntert sehen, die Angebote der BSSH zu ergänzen. Könnten diese Bedarfslücken ein Hinweis auf den Mitgliederschwund sein? Mitgliedsbeiträge werden in naher Zukunft den wichtigsten Haben-Posten der BSSH-Finanzen bilden; viele Mitglieder bedeuten aber auch Legitimation und Motivation.
Um neue Interessenten und Mitglieder zu gewinnen müssen vor allem unsere inhaltlichen Angebote verbessert und auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten werden.
Dafür eignen sich besonders regelmäßige Informationsveranstaltungen wie u.a. zur Früherkennung und Behandlung der verschiedenen Netzhauterkrankungen, Grauem und Grünem Star. Außerdem können dabei Lesehilfen, elektronische Hilfsmittel und Hilfen für den Alltagsbereich gezeigt werden. Natürlich darf auch ein guter Infostand des Vereins nicht fehlen. Nach meiner Erfahrung als Vorsitzender des BSV Düren kommen zu solchen Veranstaltungen viele neue Besucher. Zwar werden davon zunächst nur wenige Mitglied im Verein, doch steigt unser Bekanntheitsgrad bei Betroffenen und in der Öffentlichkeit erheblich. Auch der intensive Einsatz für blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung von Gebäuden, Straßen und Verkehrsmitteln lohnt sich in dieser Hinsicht sehr. Ebenso stößt z.B. die Erstellung eines für Blinde und Sehbehinderte geeigneten farbigen Reliefstadtplanes mit Straßenverzeichnis in Punktschrift und Großdruck auf gutes Interesse und sollte auch von wichtigen öffentlichen Einrichtungen erworben und ausgelegt werden. Nach wie vor ist es sicher auch sinnvoll, die üblichen Aktivitäten wie Ausflüge, Feste und Betätigung in Sportgruppen usw. weiterzuführen ..."
Herr Schubert spricht sich für die Einrichtung von Selbsthilfetreffs sowie für eine gute Öffentlichkeitsarbeit aus und betont, dass es wichtig ist, besonders alle neuen Interessenten und Mitglieder persönlich und telefonisch gut zu betreuen. Weiterhin schreibt er: "Sicher ist es eine gute Sache unsere Lebenssituation und Arbeit an Regelschulen vorzustellen. Für die Mitgliedergewinnung ist es aber noch wichtiger, dass die jeweiligen Ortsvereine im Zusammenwirken mit den Landesverbänden noch besseren Kontakt zu den Blindenschulen, aber auch zu den Sehbehindertenschulen und Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken haben. Eine Möglichkeit ist es, regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen z.B. in der Woche des Sehens durchzuführen. Außerdem sollten der jeweilige Ortsverein und der Landesverband jedes Jahr den Abgängerklassen z.B. im Rahmen von Bewerbertraining die Aktivitäten unserer Organisationen vorstellen. Von besonderem Interesse dürfte die Jugendarbeit sein, aber auch die Tätigkeit der Berufsfachgruppen. Eine gute Beratung der Abgänger und Eltern, die ebenso den Hilfsmitteleinsatz und Leistungen der Ausbildungsträger oder der Krankenkassen umfassen sollte, würde sicher auf sehr fruchtbaren Boden fallen. Insbesondere für neue und aufwändigere Aktivitäten benötigen nach meiner Meinung die meisten Ortsvereine zukünftig mehr Anleitung und Unterstützung von den Landesverbänden."
In der Gegenwart 2/2006 lese ich Fragen und Fragmente zur Wahrnehmung der Interessen sehbehinderter Menschen im DBSV. Der kommende Verbandstag muss und wird, dessen bin ich gewiss, Antworten finden. Wenn ich mich auch nicht an die Fragen halte, die gestellt wurden, möchte ich meine Erfahrungen auf örtlicher Ebene nicht verhehlen und somit zum Meinungsbildungsprozess beitragen.
Blindheit und hochgradige Sehbehinderung mögen bei erster, oberflächlicher Betrachtung zwei verschiedene Paar Schuhe darstellen, haben aber in der Vergangenheit zu einer Fülle von Aktivitäten im Selbsthilfebereich in Dortmund geführt. Der Tag der Sehbehinderten hat sich für unseren Bereich zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Auch wenn ein sehbehinderter Mensch sich in erster Linie als "Patient" und nicht so sehr als "behindert" geriert, zeigen die Aktivitäten eindeutig, dass gerade das Beratungsgespräch, die Frage zu sozialpolitischen Aspekten und nicht zuletzt die Versorgung und Verselbstständigung älterer Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung immer größeren Raum einnehmen. Ich kenne auch blinde Menschen, die sich eher als Fürsorgeobjekt und Patient fühlen. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Spannungen und Differenzen mag es durchaus im Miteinander einer aktiven Selbsthilfeorganisation geben, und deshalb ist es unerlässlich, dass sich gerade die "alt eingesessenen" und blinden Menschen hier bewegen. Ich habe nicht das Recht, wegen meiner vermeintlich priviligierten Blindheitsstellung innerhalb der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe als jemand zu gerieren, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Das bedeutet auch, neue Themenfelder erschließen, Beratung in bewährte Hände zu geben, sehbehinderte Menschen zu animieren, ihre Bedürfnisse klar und deutlich zu machen, innerhalb der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe.
Die Umbenennung von Bundes- über Landes- und schließlich bis zur kommunalen Ebene in "Blinden- und Sehbehindertenverband/Verein" hat uns hier in Dortmund sehr gut getan. Das soll und muss so bleiben. Es gibt alte Weis- und Wahrheiten, die immer noch Gültigkeit haben. Eine davon lautet: Gemeinsam sind wir stark!"
Ich bin 77 Jahre alt. Mein Berufsleben habe ich als Theologe z.T. sogar mit wissenschaftlicher und auf jeden Fall auch mit Lehrtätigkeit als Sehender verbringen können, obwohl ich immer einäugig war. Ein Auge hatte seit der Geburt keine Makula. Als ich 70 wurde, erkrankte das bis dahin gesunde Auge. Es konnte Schlimmes abgewendet werden. Aber künftig muss ich hier mit einer bis auf 10 Prozent degenerierten Makula leben. Ein PC-Hörprogramm und eine Reihe von Sehhilfen, bis hin zum Bildschirmlesegerät helfen mir zur Kommunikation und sogar zum Lesen von Zeitschriften. Auch meine Mobilität konnte ich in etwa aufrechterhalten. In der Zeit der Anpassung bin ich dann auch in den ABSV (Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin) eingetreten.
Die ersten Kontakte im ABSV hatte ich zu einem "ordentlichen" Vorstandsmitglied und seiner Mutter, die ihren Sohn führt und versorgt, darum also "förderndes" Mitglied ist. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass ich sozusagen einer zwischen den beiden Möglichkeiten bin. Die Situation ist nicht unkomfortabel. Menschliche Bezüge habe ich in Freundeskreisen und in einer relativ großen Familie. Das kulturelle Angebot des ABSV ist mir angenehm, weil ich so auch noch andere als musikalische Veranstaltungen genießen kann. An Hilfsmittel würde ich ohne den Verein auch schlechter herankommen. Sehr nützlich ist zudem der DBSV mit dem Schwimmen. Ich nutze also, was mir hilft und bin dafür sehr dankbar. Aber manchmal denke ich schon, dass das eigentlich nicht ausreicht. Den 9 Punkten in der "Gegenwart" entnehme ich, dass Sie sich sehr ausführlich und einfühlsam mit dem Problem beschäftigt haben. Ich würde manches nicht so hart formulieren. Aber in der Grundlinie stimme ich mit Ihnen überein. Lassen Sie mich nur noch Folgendes hinzufügen:
Vom 18. bis 20. Mai findet in Berlin der Verbandstag des DBSV statt. Ich kann mir vorstellen, dass das Präsidium am 31. März auf seiner letzten Sitzung vor dem Verbandstag schon ein wenig resümiert hat, was in den vergangenen vier Jahren erreicht wurde.
Ich bin im Gespräch mit Jürgen Lubnau, dem DBSV-Präsidenten, der ja im Mai wiederum für dieses Amt kandidiert.
Was hat das Präsidium zu den letzten vier Jahren gesagt?
Jürgen Lubnau: Die letzten vier Jahre standen nicht so im Vordergrund, sondern das tägliche Geschäft holt einen ja immer wieder ein. Aber Renate Reymann hat den Abschlussbericht der Strategiekommission vorgestellt. Ich will zwei, drei Punkte kurz anreißen: "Bildung nicht ohne uns" - ein ganz wichtiger Punkt. Wir haben einen neuen Gemeinsamen Fachausschuss installiert, der die Arbeit nach relativ großen Anlaufschwierigkeiten inzwischen aufgenommen hat. Es ist ein Gemeinsamer Fachausschuss Europa eingerichtet worden - zusammen mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS), dem Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und -pädagoginnen (VBS), der Pro Retina Deutschland und dem Bund der Kriegsblinden Deutschlands (BKD). Hier sollen Europaaktivitäten gebündelt und ein gemeinsames Auftreten nach außen organisiert werden. Das sind Bereiche, in denen es konkrete Ergebnisse gibt. Es gab andere Arbeitsgruppen der Strategiekommission, zum Beispiel zur Struktur des DBSV, zu einer Mitgliedskarte, zu dingen, die noch im werden sind.
In diesen vier Jahren stand immer wieder ein Thema im Mittelpunkt - Blindengeld. Es gab eine Blindengeldkonferenz, es gab ein Eckpunktepapier, es gab und gibt die Task force; trotzdem müssen wir natürlich feststellen, dass sich die Entwicklung Richtung Kürzung, Abschaffung fortgesetzt hat.
Welche Strategien sind heute gefragt, nachdem in Niedersachsen und Thüringen das Blindengeld im Prinzip weg ist?
Wir sind sicherlich theoretisch erst einmal gerüstet, auch durch die Blindengeldkonferenz. Wir haben die Task force und wir haben auch festgelegt, dass wir uns ganz massiv um die Erhaltung des Blindengeldes bemühen werden. Wir werden dafür streiten.
Aber man muss feststellen, die Bedingungen sind unheimlich hart geworden. Die Politik reagiert sehr abweisend, sehr ablehnend und ist für Argumente kaum offen. Das haben wir zuletzt in Niedersachsen und Thüringen festgestellt, wobei in Niedersachsen ja unter Umständen neue Entwicklungen beginnen. Unser Verband in Niedersachsen hat ein Volksbegehren angestoßen, über dessen Zulässigkeit noch nicht entschieden worden ist. Parallel finden in Hannover Gespräche mit der Landesregierung statt. Da muss man abwarten.
Klar ist: Wir hatten in der Blindengeldkonferenz auch darüber nachgedacht, ein bundeseinheitliches Gesetz zu erreichen. Da hängen die Hürden sehr hoch; das haben wir in den letzten Gesprächen mit der Politik festgestellt. Das wird uns nicht daran hindern, auch diese Idee immer wieder einzubringen. Aber ich bin ganz sicher, die Entscheidung, für den Erhalt der Blindengeldgesetze in den Ländern zu kämpfen, ist die richtige.
Der Abschluss des letzten Jahres, die finanziellen Möglichkeiten und Entwicklungen; lagen die Zahlen schon auf dem Tisch und was sagen diese?
Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Wir haben wieder ein Defizit zu verzeichnen, weil der Bereich der Spenden und der Nachlässe nicht den Umfang angenommen hat, den wir geplant hatten, so dass wir über die weitere finanzielle Ausstattung des Verbandes reden müssen. Wir werden darüber auf der Verwaltungsratssitzung, die unmittelbar vor dem Verbandstag stattfindet, sprechen. Wir werden darüber diskutieren müssen, wie wir für die Zukunft die finanzielle Ausstattung sicher stellen können. Erbschaften und Spenden sind schlecht voraus zu planen.
Kommen wir zur Vorbereitung des Verbandstages. Ist alles klar für das große Ereignis, das ja nur alle vier Jahre stattfindet? Und was muss in den letzten Wochen noch geregelt werden?
Es ist alles klar. Wir werden wieder mit fünf Arbeitsgruppen arbeiten. Die Themen sind ja in der "Gegenwart" bekannt gemacht worden. Es wird eine Podiumsdiskussion geben. Es wird wieder einen öffentlichen Teil geben, zu dem Herr Müntefehring eingeladen worden ist. Es wird wiederum eine Satzungsänderungsdiskussion geben. Und es wird Wahlen für das Präsidium geben. Das Präsidium wird Rechenschaft ablegen über die letzten vier Jahre und das neu gewählte Präsidium wird vielleicht schon eine Grundsatzerklärung abgeben können, was in den nächsten Jahren vorgesehen ist. Das wird natürlich maßgeblich davon bestimmt, was in den Arbeitsgruppen erarbeitet wird.
Es werden ja einige Präsidiumsmitglieder nicht erneut kandidieren. Was wünscht sich denn der wahrscheinlich künftige Präsident für ein Präsidium?
Ein starkes, belastbares Präsidium. Die Arbeit wird nicht leichter, im Gegenteil, wenn man daran denkt, wie schwierig der Umgang mit der Politik geworden ist. Die Aufgaben sind gewachsen. Wir haben uns mit vielen anderen Verbänden zusammen getan, wir sind im Deutschen Behindertenrat vertreten, in der BAG Selbsthilfe und beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Das sind Vernetzungen, die wichtig sind, aber natürlich auch Zeit erfordern. Ein starkes Präsidium wünsche ich natürlich auch dann, wenn ich nicht gewählt werden sollte.
Mit dem Verbandstag gibt es ja im Erscheinungsbild des DBSV gewissermaßen einen Einschnitt, denn das lange und viel diskutierte Corporate Design wird dann quasi für den DBSV zur Pflicht, zum Aushängeschild. Kann man jetzt schon sagen, wie sich dieses neue Erscheinungsbild, der neue Auftritt des DBSV, auch auf die Mitwelt auswirkt, wie sich das widerspiegelt, wie man in der Gesellschaft ankommt?
Das ist gewiss ein eher längerfristiger Prozess. Ich bin sicher, dass es uns dadurch gelingen wird, ein besseres Bild in der Öffentlichkeit zu erreichen. Es war eine sehr schwierige Angelegenheit, zu erreichen, dass sich die 20 Landesverbände und der DBSV (die Landesverbände sind natürlich auch DBSV) geeinigt hatten, ein einheitliches Erscheinungsbild zu erreichen. Viele Leute reduzieren es immer nur auf das Logo; das ist nicht das Allerwichtigste.
Wichtig ist das gemeinsame Auftreten, die Verbindlichkeit, dass man eine Organisation vertritt, nämlich den DBSV, den Spitzenverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Wir werden sicherlich immer wieder darüber diskutieren müssen, wie weit die Vereinheitlichung geht. Es gibt deutliche Interessen in den Landesverbänden, ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Man muss sagen, es engt die Bewegungsfreiheit der Landesverbände etwas ein, aber wenn wir uns dazu entschlossen haben, gemeinsam stark aufzutreten, gehört eben auch diese Einigung dazu und auch ein bisschen Aufgabe an Selbstständigkeit.
Abschließend: Was kann das einzelne Mitglied vom DBSV-Verbandstag erwarten?
Das ist schwierig voraus zu sehen. Ich weiß nicht, wie sich die Arbeitsgruppen zusammenfinden und welche Ergebnisse herauskommen werden. Sicher ist: Die Mitgliederkarte wird kommen. Sie wird dazu führen, dass die Mitglieder Vergünstigungen in Anspruch nehmen können. Wir sind in Verhandlungen mit Anbietern von Mobiltelefonen und einer Software dazu. Ob das schon auf dem Verbandstag präsentiert werden kann, ist noch etwas offen. Aber das sind so ganz handfeste Vergünstigungen, die mit dieser Mitgliederkarte erreicht werden können. Was die Arbeitsgruppen beschließen werden, das wage ich nicht voraus zu sehen.
Vielen Dank für das letzte Interview vor dem Verbandstag. Ich wünsche für die drei Tage in Berlin gutes Gelingen.
(Das Telefoninterview führte Dr. Thomas Nicolai; DAISY- und Kassetten-Ausgabe im Originalton.)
Am Vorabend der Präsidiumssitzung hatte der DBSV Politiker aller im Bundestag vertretenen Fraktionen zu einem ungezwungenen Gedankenaustausch in die Geschäftsstelle eingeladen. Die rund 20 Gäste, darunter die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, kamen mit den Mitgliedern des DBSV-Präsidiums und mit Mitarbeitern der Geschäftsstelle in einen regen Meinungsaustausch.
Haus "Storchennest", Radeberg, lädt ein zum 1. bundesweiten Treffen "Botanik" für blinde und sehbehinderte Gartenfreunde vom 23. bis 25.06.
Nähere Informationen unter:
Tel.: (0 35 28) 4 39 70
Fax: (0 35 28) 43 97 21
E-Mail: info@taubblindendienst.de
Wir laden Sie ein zur "Mini-Cebit" am 9. und 10.06. im Louis-Braille-Center (ehemals Louis-Braille-Haus) Hamburg. Über zwanzig Hilfsmittelanbieter zeigen ihre neuesten und bewährten elektronischen Hilfsmittel für Arbeitsplatz und zu Hause.
Öffnungszeiten: 09.06., 10.00 bis 17.00 Uhr, 10.06., 10.00 bis 16.00 Uhr.
Und so erreichen Sie den Ausstellungsort:
Vom Hauptbahnhof in Hamburg fahren Sie mit der U-Bahn, Linie 2 in Richtung Barmbek bis "Hamburger Straße". Nach dem Verlassen des Bahnhofes gehen Sie rechts unter der Bahnunterführung durch und erreichen nach ca. 100 m den Ausstellungsort.
Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.
Holsteinischer Kamp 26
Tel.: (0 40) 2 09 40 40
Zum Thema Depressionen werden beim bundesweiten Filmfestival ausnahme|zustand acht Filme in 74 Städten von Mai bis Oktober gezeigt.
Nähere Informationen unter:
www.ausnahmezustand-filmfest.de
Der Erlebnisgang Dialog im Dunkeln ist in Leipzig, Alte Messe Leipzig, Halle 14 zu erleben. In völlig verdunkelten, lichtlosen Räumen findet die Entdeckung des Unsichtbaren statt. So kann der Besucher durch einen Park und Wald mit echten Bäumen und Sträuchern laufen, in der Stadt über eine befahrene Straße gehen oder einen Stadtbummel am Marktstand mit frischem Obst und Gemüse unternehmen. Die letzte Station dieser Entdeckungsreise ist die Dunkel-Bar.
Anmeldung und nähere Informationen unter:
Alte Messe - Halle 14
Deutscher Platz 4
Tel.: (03 41) 9 62 86 30
E-Mail: dialog@kulturpunkt13.de
Internet: www.ausstellungen-leipzig.de
Ein Dinner in the Dark mit einem Begrüßungsdrink und einem 3-Gänge-Menü kann man schon ab 2 Personen im
Kanal 28 Cafe
Am Kanal 28, 04179 Leipzig
Tel./Fax: (03 41) 4 97 24 30 erleben.
03. bis 10.06. Pfingsten in Saulgrub
10. bis 17.06. Reitfreizeit für Familien und Kinder
24.06. bis 01.07. Tandemwoche
01. bis 08.07. Tandem & Kultur
29.07. bis 05.08. Familienfreizeit für mehrfachbehinderte Kinder
AURA-Hotel Saulgrub Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub
Tel.: (0 88 45) 99-0
E-Mail: saulgrub@bbsb.org
Internet: www.bbsb.org
Die Internetseite für das vom 07. bis 11.08. in Duderstadt geplante SommerCamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen ist gestartet worden.
Das SommerCamp, das vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) durchgeführt und von der Aktion Mensch gefördert wird, bietet einen Rahmen für Organisationen und Einzelpersonen, in lockerer Atmosphäre selbst Angebote zu machen und sich über Behindertenfragen auszutauschen.
Mehr Informationen unter:
www.bifos-sommercamp.de
Europaweites Leseprojekt blinder Lyriker, - mehrsprachige Dunkellesungen - eine Lesereise in Polen, Deutschland und Finnland vom 14. bis 22.05.
Die Autoren sind Bernd Kebelmann, Deutschland, Jolanta Kutylo, Polen, Eero Vartio, Finnland, die Musiker Waldemar Kopierkewicz, Gitarre, spielt in Polen, Andreas Heuser, Gitarre, spielt in Deutschland und Raimo Tanskanen, Akkordeon, spielt in Finnland.
Veranstaltungsorte:
14.05. 17.00 Uhr Sopot, Polen, Sopocka Scena Off de BICZ, Teatr na Plazy, ul. Mamuszki 2
16.05. 18.00 Uhr Szczecin, Polen, Zamek Ksiazat Pomorskich (Schloss der Pommerschen Herzöge), ul. Korsarzy 34, Eingang B
17.05. 19.30 Uhr Greifswald, Kapelle St. Spiritus, Eingang: Caspar-David-Friedrich-Straße, Ecke Lange Straße 51, Veranstalter: Stadtbibliothek "Hans Fallada" und St. Spiritus, Sozio-kulturelles Zentrum Greifswald
18.05. 19.30 Uhr Lübeck, Academia Baltica, Hoghehus, Koberg 2
19.05. 19.30 Uhr Kiel, Mahnmal Kilian e.V., Hindenburgufer/am Marinehafen
22.05. 18.00 Uhr Helsinki, Finnland, Goethe-Institut, Mannerheimintie 20 A
Unter dem Motto "Loslassen lernen - Zuversicht gewinnen" findet dieses Seminar im Aura-Zentrum Bad Meinberg, vom 19. bis 22.10. statt. Schwerpunkt dieses Seminars wird das Leben mit einer fortschreitenden Netzhautdegeneration sein. Dabei soll diskutiert werden, welche persönliche Entwicklung durch diese Erkrankung ausgelöst wurde und wie der Alltag mit dieser schweren Einschränkung bewältigt wird.
Anmeldungen nur bei:
Maria Kretschmer
Tel.: (0 81 31) 54 0 18
Anmeldeschluss: 01.07
Nord-Deutschlands erstes Kompetenzzentrum für Barrierefreies Bauen & Wohnen mit großer Dauerausstellung kann ab Mitte Mai besucht werden. Eröffnungstermin war das letzte April-Wochenende. Ein Schulungs- und Beratungszentrum sowie ein Musterhaus gehören zum Zentrum in 49681 Garrel (Niedersachsen), Dieselstraße 18.
Erstmalig werden dort barrierefreie Bauleistungen, komfortable Inneneinrichtungen und Außenanlagen, ausgewählte Baumaterialien, Einrichtungsobjekte, komfortable Möbel und Alltagshilfen in einer kombinierten Dauerausstellung präsentiert.
Nähere Informationen und Anmeldung bei:
Kompetenzzentrum Barrierefreies Bauen & Wohnen
Frerichs & Looschen
Frau Grühn
Tel.: (0 44 81) 93 44 61
Fax: (0 44 81) 93 44 62
E-Mail: bgruehn@ergoambiente.de
Internet: www.ergoambiente.de
So heißt eines von sechs Seminaren, die Dr. Jörg Kopp aus Wiehl ab April diesen Jahres bundesweit anbietet. Zentrale Zielstellung der Kurse ist, persönliche, soziale bzw. Führungsfähigkeiten optimal auszubilden, um behinderungsbedingte Nachteile zu kompensieren und so Chancengleichheit herzustellen. Barrierefreiheit bei den Seminaren wird zugesichert.
Weitere Informationen unter:
www.karriere-mit-handicap.de
Tel.: (0 22 62) 75 10 86
Unter der Telefonnummer (0 70 52) 9 20 45 00 können Kurzentschlossene abhören, zu welchen Zeiten, supergünstige Vollpensionspreise für einen Last-Minute-Urlaub im RKH gebucht werden können. Die Veröffentlichung der Schnäppchenangebote erfolgt maximal acht Wochen im voraus. Für Leute, welche etwas zu sagen haben, wird es im Juni einen Kommunikationsworkshop geben. Leute die eine Verbindung zwischen Handwerk und Kunst suchen, können unter Anleitung, ihr Lieblingsgefühl in Speckstein schnitzen und wer das Geheimnis und die Faszination des argentinischen Tangos ergründen will, kann sich für einen Workshop zu diesem Thema anmelden.
Nähere Informationen unter:
Tel.: (0 70 52) 9 20 40 oder auf der Homepage
www.rudolf-kraemer-haus.de
Dieser Workshop für Frauen mit Behinderung findet am 10.06. von 10 bis 17 Uhr im Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, Kölnische Str. 99, 34119 Kassel, statt.
Anmeldung bis 26.05. bei
Rita Schroll im Hessischen Koordinationsbüro für behinderte Frauen
Tel.: (05 61) 7 28 85-22
E-Mail: hkbf@fab-kassel.de
Den Schatten alter Buchenwälder genießen, heimisches Wild hautnah ertasten, einen Mönch kennen lernen und einem Eifelkrimi lauschen kann man vom 24.06. bis 01.07.
Familienferien in Oberbayern mit Spaziergängen durch Moor- und Seelandschaften, Tümpelsafari und Einblicke in das Bauernleben in alter Zeit gibt's vom 30.07. bis 05.08.
Hühnergötter am Strand suchen und das einstige Refugium von Dichtern und Denkern kennen lernen kann man vom 16. bis 23.09 auf Hiddensee.
Weitere Informationen und Anmeldung bei:
anders-sehen
Tel.: (09 51) 297 10 80
www.anders-sehn.de
Ein integratives Wahrnehmungsseminar für blinde und sehende Jugendliche bis 26 vom 17. bis 20.08. im Rudolf-Kraemer-Haus, gefördert von der Aktion Mensch.
Leitung und Anmeldung bei:
Silvia Reichert de Palacio
Hagia Chora e.V.
Tel. (05 11) 3 88 12 84
E-Mail: Reichert.Palacio@t-online.de
Eine ganze Nation beschäftigt sich mit Fußball. Aus der Bibliothek der Süddeutschen Zeitung werden angeboten:
Lieferformen: DAISY-CD, Punktschrift, Hör-Kassette, MAXI-Druck.
Bassenge, Peter Dr.: "Palandt" - Bürgerliches Gesetzbuch
Erschienen bei C.H. Beck, München, 2005, 64. neubearbeitete Auflage. Lieferbar auf einer CD.
Über weitere Produktionen können Sie sich informieren beim:
BIT-Team
Frau Elmer
Tel.: (0 89) 5 59 88-134
Zum 80. Geburtstag von Siegfried Lenz:
Einstein überquert die Elbe bei Hamburg.
Dreizehn Erzählungen von Siegfried Lenz aus den Jahren 1966 bis 1974.
Deutscher Taschenbuch Verlag - Punktdruck, ref. Kurzschrift, Großformat, flexibler Einband, 3 Bände, 316 Seiten.
Zu beziehen beim:
VzFB
Tel.: (05 11) 9 54 65 - 32
Noch bis zum 30. Juni 2006 läuft die Bewerbungsfrist für den internationalen ONCE Forschungs- und Entwicklungspreis im Bereich neue Technologien für blinde und sehbehinderte Menschen. Der Preis richtet sich an Forscher aus aller Welt in den Bereichen Mechanik, künstliche Intelligenz, Computerwissenschaften, Telekommunikation, Mikrotechnologie und Nano-Elektronik.
Weitere Informationen bei:
Burson-Marsteller GmbH & Co.KG
Tel.: (0 69) 23 80 9-35
E-Mail: ingkealsen@de.bm.com
Internet: www.burson-marsteller.de
Ab November 2006 organisiert das College Sutherland in Hamburg eine Osteopathieausbildung (1350 Unterrichtseinheiten) für Sehbehinderte und Blinde. 5 Studienjahre in Seminaren
(7x4 Tage/Jahr). Diese Ausbildung ist weltweit einmalig.
Die zugelassenen Berufsgruppen sind:
Nähere Informationen und Anmeldung bei:
Silke Grundmann
Bergrutenpfad 15 A, 13158 Berlin
E-Mail: grundmann@eutonia.de
"Verkaufen können" verlernt man nicht
"Guten Morgen, hier spricht ihre Telefongesellschaft debitel, mein Name ist Christian Schuba. Spreche ich mit Frau Renate Schmitz?" Freundlich, aber selbstbewusst meldet sich der Mitarbeiter der Firma ATVITA aus Kaarst bei den Kunden des bekannten Telefonanbieters. In deren Auftrag wird das Produkt DSL angeboten. Christian Schuba verbindet dies immer mit einer freudigen Überraschung für die Kunden "Wir schenken Ihnen sechs Monate kostenlos telefonieren." Schnell ist der Einstieg ins Gespräch geschafft, nicht selten wird der Anrufer von dem guten Produkt überzeugt, und wenn er sich nicht sofort entscheiden will, vereinbart Christian Schuba mit ihm einen neuen Termin. Die noch junge Firma ATVITA, die im April vergangenen Jahres gegründet wurde, hat sich auf Telemarketing spezialisiert, und ihr Mitarbeiter, der nach einem eingehenden Praktikum vor sechs Monaten eingestellt wurde, erfüllt alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen "Call Center Agent". Er bleibt während seiner vielen Gespräche mit den Kunden freundlich und zuvorkommend, kennt natürlich die Vorteile des Produktes und weiß sie gut zu präsentieren. Geschäftsführer Hartwig Mostert ist jedenfalls sehr zufrieden mit Christian Schuba: "Er hat uns bereits im Praktikum begeistert, er arbeitet höchst zuverlässig und ist sehr erfolgreich."
Sein Kollege Michael Stienen fügt gleich hinzu, worin Schubas Erfolg begründet ist: "Seine Abschlussquoten zeigen, dass er das aktive Zuhören besonders gut beherrscht. Er hält die Gesprächsführung immer im Gleichgewicht. Und noch eins: Er denkt sehr unternehmerisch." Christian Schuba selbst ist von seiner Arbeitsstelle auch angetan: "Die Arbeit macht mir großen Spaß, die Atmosphäre ist prima." Dass er auf einem Auge ganz blind und auf dem anderen noch ein Zehntel Sehvermögen hat, wissen zwar die beiden Geschäftsführer und die übrigen Kollegen, aber nicht die Kunden. Warum auch?
Der 38-jährige leistet genauso viel wie seine Kollegen. "Er liegt sogar etwas über dem Durchschnitt", so die Geschäftsführung. Christian Schuba hat sicherlich Verkaufstalent, was ihm in seinem früheren Beruf als Inhaber eines Kfz-Handels mit Dienstleistungen in Glehn schon zugute gekommen ist. Doch dieses musste der gelernte Automechaniker aufgeben, als er durch einen schweren Motorradunfall nahezu erblindete. Als er zur Beratung über seine berufliche Zukunft ins Berufsförderungswerk Düren kam, stand sein neues Tätigkeitsfeld für ihn schon fest: Er wollte Fachkraft für Telefonmarketing werden. Geschäftsführer Stienen: "Angesichts der hervorragenden Betreuung durch das Berufsförderungswerk und der positiven Erfahrungen mit Herrn Schuba können wir uns gut vorstellen, einen weiteren Sehbehinderten einzustellen."
Karl-Albert Eßer
Margit Kufner hat den Wiedereinstieg ins Berufsleben geschafft
Seit dem 4. Oktober 2005 arbeitet Margit Kufner nun in der Büchergeldstelle der Stadt Nürnberg als Verwaltungsfachangestellte. Sie ist damit beschäftigt, das neu eingeführte Büchergeld für die berufsbildenden Schulen der Stadt Nürnberg einzufordern und zu verwalten.
"Man darf der Vergangenheit nicht nachtrauern, sondern muss sich auf die Gegenwart konzentrieren." Dieser Satz charakterisiert die Einstellung der gelernten Kinderpflegerin am besten. 20 Jahre hat sie in einem Nürnberger Kindergarten gearbeitet. Aufgrund einer Verlagerung der Augenlinse konnte sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Doch der Reihe nach:
Am 6. Dezember 2001 wurde Frau Kufner aufgrund ihrer immer stärker werdenden Sehbeeinträchtigung und anderen körperlichen Problemen krank geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt sah sie auf dem linken Auge nur noch ca. 3 Prozent, auf dem rechten Auge noch etwas weniger. Sehprobleme hatte sie seit Geburt, sie wurde danach immer wieder operiert, zuletzt wurde eine Linse operativ entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt, doch das Sehvermögen wurde immer schlechter. Es ging dann sogar soweit, dass sie magenkrank wurde und schließlich sogar einen Rentenantrag stellte.
Eine Wendung trat ein, als der Hauptvertrauensmann der Schwerbehinderten der Stadt Nürnberg, Herr Lehner, sie auf die Idee brachte, einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen und danach eine Umschulung in einem Berufsförderungswerk für blinde und sehbehinderte Menschen zu durchlaufen. Davon hatte sie zuvor nie gehört.
Nachdem sie diesen bei der Deutschen Rentenversicherung (früher BfA) gestellt hatte, ging es Schlag auf Schlag. Zuerst durchlief sie ab September 2002 eine zweiwöchige Arbeitserprobung/Berufsfindung im BFW Würzburg. Nach diesen zwei Wochen fasste sie neuen Mut, ihren beruflichen Weg zu ändern und erste Schritte in eine neue berufliche Zukunft zu tun.
Während der Arbeitserprobung lernte sie Klaus Weber kennen. Er ist Mitarbeiter im Integrationsfachdienst (IFD) beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB). Er begleitete nun Frau Kufner bis zu ihrer beruflichen Wiedereingliederung bei der Stadt Nürnberg. Bis dahin war es allerdings noch ein langer Weg und etliche Hürden mussten überwunden werden.
Als erstes stand ein sechsmonatiger so genannter Rehabilitationsvorbereitungslehrgang im BFW Würzburg auf dem Programm. Ziel war, sie auf die kommende Ausbildung sehbehindertengerecht vorzubereiten. Da Frau Kufner in ihrem früheren Beruf nicht mit EDV arbeiten musste, war es notwendig, sie auch hier fit zu machen. Schnell stellte sich heraus, dass die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im kommunalen Bereich für sie gut geeignet war. Auch die Aussichten bei der Stadt Nürnberg beruflich integriert zu werden, waren gut.
Margit Kufner begann also im Oktober 2003 die zweijährige Ausbildung. Getreu ihrem Motto, "Ziele immer energisch zu verfolgen". Von ihrem Mann wurde sie fürsorglich und vorbildlich unterstützt. Woche für Woche fuhr er sie am Sonntagabend nach Veitshöchheim und am Freitagnachmittag Richtung Nürnberg nach Hause.
Nach erfolgreich abgelegter Zwischenprüfung mit der traumhaften Durchschnittsnote von 1,6, absolvierte Frau Kufner schließlich auch die Abschlussprüfung mit einem hervorragenden Ergebnis von 1,8.
Nun galt es eine adäquate Arbeitsmöglichkeit für sie im neu erlernten Beruf als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Nürnberg zu finden. Zuerst hatte Frau Kufner aufgrund ihrer Erfahrung als Kinderpflegerin vor, sich beim Jugend- oder Sozialamt der Stadt Nürnberg zu bewerben. Zwei 6-wöchige Praktika in der dortigen Krisenhilfe konnten organisiert werden. Schlussendlich ergab sich dort dann aber doch keine Anstellungsmöglichkeit. Auch in anderen Bereichen des Jugend- und Sozialamtes der städtischen Behörde war nicht zu finden.
Es folgten etliche Gespräche zwischen der Technischen Beauftragten der Stadt Nürnberg, Frau Neumann, Herrn Weber und dem Personalverantwortlichen, Herrn Zech. In der neu geschaffenen Büchergeldstelle fand sich dann der geeignete Arbeitsplatz für Frau Kufner und zwar eine unbefristete Vollzeitstelle!
Am 4. Oktober 2005 ging es los, auch mit der Arbeitsplatzausstattung, bei der Frau Walther vom BFW Würzburg sehr behilflich gewesen war, klappte es gut. Der zuständige Kostenträger hatte dafür gesorgt, dass die Ausstattung am ersten Arbeitstag geliefert wurde.
Frau Kufner ist mittlerweile sehr glücklich, diesen Weg gegangen zu sein. Sie ist beruflich wieder voll integriert. Die Alternative wäre nur die Rente gewesen, dafür fühlte sie sich noch viel zu jung. Die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen funktioniert gut, und auch der Vorgesetzte ist nach anfänglicher Skepsis angetan und überzeugt von den Leistungen der stark sehbehinderten 47-Jährigen.
Aufgrund ihrer Erfahrungen rät sie auch anderen Schwerbehinderten in gleicher Situation, sich nicht von Arbeitgebern oder Kostenträgern in die Enge treiben zu lassen und mit aller Kraft zu versuchen, ihren Weg zu gehen. Die Unterstützungsmöglichkeiten sind nach wie vor da, man muss sie nur sinnvoll nutzen.
"Es war ein langer und steiniger Weg, der über vier Jahre gedauert hat und auch mit allerlei Entbehrungen gerade im familiären Bereich verbunden war - ich würde es trotzdem wieder so machen", stellt Margit Kufner für sich fest.
Klaus Weber
Arbeitskreis Behindertenarbeitsplätze will Qualifikation weiter fördern
Susanne Harter (27 Jahre) ist blind. Sie arbeitet seit dem Jahr 2004 als Telefonistin im Finanzamt Köln-Süd. Die junge Frau, die aus Norddeutschland stammt, absolvierte ihre Berufsausbildung in Berufsbildungswerk Soest des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Dass sie im Anschluss daran einen Arbeitsplatz in dem Kölner Finanzamt gefunden hat, verdankt sie dem "Arbeitskreis Behindertenarbeitsplätze" in der Finanzverwaltung NRW.
Lange bevor das 9. Sozialgesetzbuch ab dem Jahr 2001 so genannte Integrationsvereinbarungen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen vorgesehen hat, wurde dieser Arbeitskreis gegründet. Ihm gehören Vertreter aus dem Finanzministerium sowie den Oberfinanzdirektionen des Landes NRW an. Unter der Leitung von Ministerialrätin Patricia Tewald setzt der Arbeitskreis sich für behinderte Kolleginnen und Kollegen ein und prüft die Möglichkeiten, neue Arbeitsplätze für qualifizierte behinderte Menschen zu schaffen. Dabei arbeitet das Gremium eng mit den Rehabilitationseinrichtungen wie z.B. dem Soester LWL-Berufsbildungswerk und dem Dürener Berufsförderungswerk zusammen. Aus dieser Kooperation heraus sind seit 1972 insgesamt rund 110 Arbeitsplätze geschaffen worden.
(Aus LWL-Presse-Info)
Bereits wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt führte sie der Weg nach Düren. "Eine kompetente Einrichtung, die technisch immer auf dem neuesten Stand ist", lobte Angelika Gemkow, die neue Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, das Berufsförderungswerk Düren. Hier ließ sie sich über Berufsmöglichkeiten und -perspektiven blinder und sehbehinderter Menschen informieren. Nach dem Rundgang durch die Einrichtung ("ich bin beeindruckt und habe motivierte, interessierte und optimistische Menschen angetroffen") diskutierte die Behindertenbeauftragte mit der Landesrätin Martina Hoffmann-Badache vom Landschaftsverband Rheinland und Vertretern der Rentenversicherungen sowie dem Dürener Industriellen Markus Schoeller über die berufliche Situation von Menschen mit Behinderung.
Heinz Pütz, Hauptvertrauensmann der Schwerbehinderten im Finanzministerium NRW, forderte nachhaltig die Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes bei der Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer die Gefahr, dass die Personalbudgetierung in den Verwaltungen die Einstellung von Bewerbern mit einer Behinderung zunehmend erschwert.
Dass die Eingliederung behinderter Arbeitsuchender immer schwieriger wird, machte BFW-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Zeißig deutlich. Die Vermittlungsquoten der Absolventen des Berufsförderungswerkes tendieren zur 70-Prozent-Marke hin. In besseren Zeiten wurden 80 bis 90 Prozent und teilweise sogar darüber erreicht. "Wenn wir von Rente erst ab 67 reden, müssen wir auch dafür sorgen, dass die Menschen Arbeit haben", so Angelika Gemkow, die die Problematik der 1,7 Millionen behinderten Menschen im Land kennt. "Da müssen noch viele Brücken gebaut und Vorurteile abgebaut werden". Für das BFW bedeutet die Eingliederung blinder und sehbehinderter Absolventen eine permanente Herausforderung. "Kreativität ist gefragt", so Dr. Hans-Joachim Zeißig. Das BFW stellt sich auf die Veränderungen ein und strebt die Kooperation mit Partnern vor Ort an. So besteht eine Dependance in Hamburg.
Durch die Zusammenarbeit zwischen dem BFW Würzburg und der BARMER Bayern soll erreicht werden, dass blinde und sehbehinderte Menschen künftig schneller beruflich integriert werden. Das gemeinsame Ziel ist es, BARMER-Versicherte nach längerer Krankheit wieder fit für den Beruf, also "fit for work" zu machen. Je schneller dem einzelnen Rehabilitanden berufliche Perspektiven aufgezeigt werden, desto schneller kann er an seinem Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen.
(Aus einer Pressemitteilung des BFW Würzburg)
Zu dem Thema "Jung, blind, gleichberechtigt" fand vom 24. bis 27.02. ein bundesweites Jugendseminar in Boltenhagen an der Ostsee statt.
Es fing an wie üblich: Anreise, Abendessen, Vorstellungsrunde - nicht nur bei uns, sondern auch bei den meisten der 30 Teilnehmer, war anfangs Zurückhaltung zu spüren. Das änderte sich jedoch schon bald. Im Laufe des Samstagvormittags wurden von den Referenten Christine Hochschorner und Dirk-Holger Freund zwei mitreißende Vorträge gehalten. Aus diesem Thema heraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Jeder konnte über positive aber auch negative Erlebnisse berichten und alle stellten fest, dass sie mit ihren individuellen Erfahrungen nicht allein dastehen. Bis zum Nachmittag hatten sich viele neue Bekanntschaften gebildet. Man fand sich in Kleingruppen zusammen, um die Gegend zu erkunden und Strand und Meer bei eisiger Kälte zu genießen. Nach dem Abendessen wurde der Speisesaal in ein Kino umgewandelt. Einige schauten sich den Film "Die Blindgänger" an und andere saßen gemütlich in der Caféteria zusammen.
Am Sonntagvormittag teilten wir uns in drei Arbeitsgruppen zu den Themen Mobilität, Haushalt sowie Arbeit, Schule und Beruf auf. Auch hier wurde eifrig diskutiert und jeder brachte seine Erfahrungen ein. Die Ergebnisse der Gruppen wurden anschließend in der großen Runde zusammengetragen. Großes Gelächter gab es, als eine der sechs Teilnehmer aus Niedersachsen in den Raum warf: "Ich ziehe beim Staubsaugen immer die Socken aus". "Wieso", meinte sie "wie soll ich denn sonst fühlen, ob noch Krümel auf dem Boden liegen?" Am Sonntagnachmittag gab es dann eine witzige Tanzstunde "Line dance". Das hat so richtig gefetzt. Die gute Laune war bis spät in die Nacht nicht mehr zu bremsen. Es wurde gesungen und gelacht und im Nachhinein sind wir erstaunt, wie viele Klavier- und Gitarrenspieler unter uns waren.
Es fällt uns schwer über den Abschied am Montagmorgen zu berichten. Für uns hat Boltenhagen auch dank der tollen familiären Atmosphäre einen gewissen Suchtfaktor bekommen und wir wollen uns unbedingt wieder treffen!
Nicole Barenkamp und Jessica Stracke
Jugendgruppe des BSV Osnabrück
Die Arbeitsgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Hamburg sucht geburtsblinde und späterblindete Menschen, die vollblind sind bzw. maximal über Lichtwahrnehmungen verfügen.
Außerdem werden Personen gesucht, die mit einer frühkindlichen bilateralen dichten Katarakt (Grauer Star) geboren und im Laufe des Lebens daran operiert wurden.
Die Arbeitsgruppe wird geleitet durch Prof. Dr. Brigitte Röder. Sie untersucht bereits seit vielen Jahren an Universitäten in Deutschland und den USA, wie das Gehirn blinder Menschen den Ausfall des Sehsinns durch die verbleibenden Sinne kompensiert. Untersucht wurden in den letzten Jahren die Funktionsbereiche Hören und Fühlen, multisensorische Leistungen, räumliche Wahrnehmungen, Sprache und Gedächtnis. Die Gehirnaktivität wurde während der Bearbeitung von Aufgaben mit Verfahren gemessen, die die Gehirnströme (das so genannte EEG) oder Blutflussveränderungen im Gehirn (mit der so genannten funktionellen Kernspintomographie) erfassen. Eine Blutflussveränderung ist dort am stärksten, wo das Gehirn am aktivsten ist, so dass man mit diesem Verfahren genaue Informationen darüber erhält, welche Teile des Gehirns für die Bewältigung einer Aufgabe verantwortlich sind. Das EEG gibt einem zusätzlich Aufschluss über den zeitlichen Ablauf von mentalen Leistungen.
Die Forschungen Prof. Röders ergaben, dass das Gehirn blinder Menschen anscheinend in der Lage ist, sich dem "Leben ohne Sehsinn" anzupassen, indem die Leistungsfähigkeit der intakten Systeme erhöht wird. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass für den Verlust des Sehsystems kompensiert werden kann, dass die Sehinformationen aber natürlich nicht durch die andern Sinne vollständig "ersetzt" werden können. Interessant ist, dass bei komplexeren Aufgaben im Gehirn blinder Menschen Regionen aktiviert werden, die bei Sehenden für die Auswertung der Sehinformation genutzt werden.
Diese Forschungsergebnisse waren nur durch das Mitwirken blinder und sehbehinderter Menschen möglich. Wenn Sie zu den oben genannten Gruppen gehören und an einer Studie teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an quade@uni-hamburg.de oder rufen Sie an unter Tel.: (040) 4 28 38 47 23 (AB). Einzelne Studien dauern zwei bis vier Stunden. Für die Teilnahme wird eine finanzielle Entschädigung angeboten; Fahrtkosten werden nach Absprache übernommen. Wichtig ist, dass es sich bei den eingesetzten Untersuchungsverfahren um Routineverfahren handelt, die mit keinen bekannten Risiken oder gesundheitlichen Belastungen verknüpft sind! Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden über jeden Schritt während der Untersuchung informiert.
Unter www.bpn.uni-hamburg.de erhalten Sie detaillierte Informationen zu der Forschung der Hamburger Arbeitsgruppe.
In meiner Funktion als Beisitzer im Vorstand des BSV Kölle habe ich die Aufgabe, den AB des Vereins regelmäßig abzuhören. Als ich am Freitag, dem 24.02. dieser Aufgabe nachkam, hörte ich auf dem Band die Aufforderung der Bundespolizei Köln/Porz, dass einer von uns dort einmal bitte anrufen sollte.
Als pflichtbewusster Bürger kam ich diesem Wunsch sofort nach und unser Ansprechpartner teilte mir mit, dass es auf dem Flughafen Köln/Bonn einen Zwischenfall gegeben habe, bei dem ein unscharfes Foto gemacht wurde. Auf dem Foto sei ein blinder Mann zu sehen und ich sollte ihm unsere E-Mail-Adresse geben, damit wir diese Person ggf. identifizieren können. Als ich ihn scharf anging, ob er am Tag zuvor, an Weiberfastnacht, zu viel gesoffen habe, war er beleidigt. Als ich ihm erklärte, dass der BSV ihm höchstwahrscheinlich nicht helfen könne, da im Blindenverein Personen sind, die nicht sehen können, war er zunächst ganz überrascht. Am Schluss dieses Gesprächs bedankte er sich sehr überschwänglich und fügte hinzu: "Jetzt ist mir klar, warum wir seit Januar im Dunkeln tappen. Wir haben das Foto an sämtliche Blindenorganisationen geschickt und kaum eine Rückmeldung erhalten."
Sir Gerhard