Blind sein, wie ist das?
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6 Jahre später
Kontrovers:
Wer nicht kämpft ...
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Mehr als ein Wintermärchen
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Kochbuch auf CD ROM
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Blind in der Arena
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Bahn mit Audiodeskription!
Rätsel
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Blinde Musikerpersönlichkeiten - Conrad Paumann
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über diese Überschrift werden Sie sich vielleicht im ersten Moment wundern. Beschreibt die "Gegenwart" nicht in jeder Ausgabe das Thema - und zwar unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten? Und haben blinde Menschen im Alltag nicht genug damit zu tun, ihre behinderungsbedingten großen und kleinen Probleme zu lösen? Was soll dann eine solche Frage?
Aber sicher haben Sie sich jetzt längst daran erinnert, dass es sich um das Motto zum Tag des weißen Stockes 2004 handelt.
Aus eigener Erfahrung werden Sie wissen, dass sich sehende Menschen kaum vorstellen können wie es ist, blind zu sein.
Die "Gegenwart" will in der Doppelnummer September-Oktober das Thema aufgreifen.
Dazu brauchen wir aber Ihre Mithilfe: Schreiben Sie uns zum Thema "Blind sein, wie ist das?" anhand eines Beispiels Ihre ganz persönlichen Erfahrungen. Das kann natürlich nur episodenhaft sein, aber das Mosaik unterschiedlicher Schilderungen dürfte für sehende und für blinde Leser recht interessant werden.
Die Erfahrungsberichte sollten nicht länger als 30 Zeilen sein und können sich auf alle möglichen Situationen im Alltag beziehen; z.B. Haushalt, Beruf, Kinder oder Enkelkinder, Straßenverkehr, Behörden, Lebensgefühl ... Ich bin gespannt auf Ihre Einsendungen, die bis Ende Juni in der Redaktion eintreffen sollten.
Ihr Dr. Thomas Nicolai
Bitte beachten: Die Doppelausgabe der "Gegenwart" ist im Jahr 2004 die Ausgabe 9/10 mit Redaktionsschluss 1. August. Die Ausgaben 7 und 8 erscheinen als Einzelhefte.
Die DBSV-Verwaltungsratssitzung am 7. und 8.5. fand in einer Zeit statt, in der verschiedene Gefahren drohen. Wir sprachen mit DBSV-Präsident Jürgen Lubnau über ganz aktuelle Probleme.
An vielen Leistungen für blinde und sehbehinderte Menschen wird gerüttelt; Stichwort: Befreiung von der Rundfunkgebühr. Was kann und was wird der DBSV tun, um der drohenden Abschaffung dieser Vergünstigung entgegen zu wirken?
Jürgen Lubnau: Blinde und sehbehinderte Menschen nutzen sehr viel das Radio und das Fernsehen, besonders, wenn die Sendungen mit Audiodeskription versehen sind. Wir haben eine Pressemitteilung beschlossen und werden mit Hilfe der Landesvereine die Ministerpräsidenten und die in den Ländern zuständigen Ministerien ansprechen, um Druck auszuüben. Die Gebührenbefreiung werden wir nicht kampflos aufgeben, weil der Zugang zu den Medien ein wichtiger Punkt der Teilhabe ist.
Die Freifahrt im Öffentlichen Personennahverkehr bisher selbstverständlich; auch hier gibt es Anzeichen dafür, dass es Einschnitte geben kann ...
Wir müssen sehen, dass das auf einem bestimmten Niveau festgeschrieben bleibt, so, dass blinde und sehbehinderte Menschen auch in anderen Städten Freifahrt haben. Wer kann von uns einen Fahrscheinautomaten bedienen? Dieses Argument werden wir in die Diskussion einbringen.
Vor einigen Monaten wurde die Hörbücherei für das Saarland geschlossen. Jetzt hören wir von der Insolvenz der Süddeutschen Hörbücherei. Wie positioniert sich die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe, um klare Perspektiven für die Hörbüchereien in den nächsten Jahren zu finden?
Wir wissen natürlich, und das wollen wir auch erreichen, dass Hörbüchereien weiterhin bestehen bleiben müssen. Wir brauchen die Versorgung mit Hörbüchern für die kulturelle Teilhabe. Es gibt dort Turbulenzen: Zum einen werden die öffentlichen Hände immer mehr ihre Leistungen reduzieren, zum anderen gibt es in Teilbereichen auch Missmanagement. Und es wird vielleicht auch zu Schließungen und Zusammenlegungen kommen. Wichtig ist, dass wir unseren Standpunkt noch einmal deutlich formulieren. Es wird Mitte/Ende Juni eine Besprechung der interessierten Landesverbände geben. Dort werden wir mit aller Vehemens unseren Anspruch formulieren, dass es weiterhin eine ausreichende und gute Hörbuchversorgung, dann mit DAISY-Niveau geben wird.
Beschlossen wurde ein Eckpunktepapier zum Blindengeld. Was sind darin die wesentlichen Neuerungen?
Wir wollen erreichen, dass wir auf Entwicklungen nicht reagieren, sondern dass wir agieren können. Wir stellen in dem Papier fest, dass es einen Betrag gibt, der notwendig ist, um den blindheitsbedingten Nachteilsausgleich herzustellen. Dieser steht im BSHG und neuerdings im SGB XII. Ein Grundbetrag muss weiterhin einkommens- und vermögensunabhängig zur Verfügung stehen. Wir haben auch in den Mittelpunkt gerückt, dass die Leistungen für Jugendliche notwendig sind. Auch das Sehbehindertengeld ist deutlich formuliert worden.
Beschlossen wurde ein Leitfaden für die Mitgliederwerbung. Wie soll es hier weiter gehen?
Der Leitfaden geht jetzt in die Landesvereine. Dort muss darüber noch diskutiert werden. Es sind u.a. wichtige Gedanken zusammengetragen worden, wie Mitglieder gewonnen, gehalten und aktiviert werden können für die Verbandsarbeit. Wir hoffen schon, dass es in den Landesvereinen weitere Ideen gibt, welche Angebote blinden und sehbehinderten Menschen unterbreitet werden müssen. Wir wollen versuchen, die Mitgliederzahl in den Landesvereinen deutlich zu steigern. Das ist auch nötig, um unsere Legitimation zu erhöhen.
All diese wichtigen und viele anderen Aufgaben können natürlich nur gelöst werden, wenn der DBSV selbst handlungsfähig ist. Der Jahresabschluss 2003, der hier bestätigt wurde, weist auch einige Gefahren auf, nämlich wiederum ein kräftiges Defizit. Was wird getan, um die finanzielle Konsolidierung fortzusetzen?
Es gab im vorigen Jahr natürlich erhebliche Kosten, die auch mit dem Umzug verbunden waren. Der Umzug nach Berlin hat es aber ermöglicht, personelle Umstrukturierungen vorzunehmen, sodass wir in diesem Bereich für die Zukunft Mittel einsparen können. Wir haben für dieses Jahr noch keinen völlig ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorlegen können. Wir glauben aber, dass wir - da haben uns die Verwaltungsratsmitglieder auch zustimmend Unterstützung zugesagt - auf dem richtigen Wege sind. Es wird sich in der Zukunft erweisen, ob wir schon im nächsten Jahr einen völlig ausgeglichenen Haushalt vorlegen können. Wichtig ist, dass wir Mitglieder dazu gewinnen; das stärkt die Finanzkraft der Landesvereine und natürlich auch die des Bundesverbandes. Und auch das ist natürlich ein wichtiger Grund, den Mitgliederschwund zu stoppen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Wege, indem wir die Kosten - gerade was den personellen Bereich angeht - gedämpft, und eine Neuorientierung durch Projekte vorgenommen haben. Wir haben jedenfalls vom Verwaltungsrat Zuspruch erhalten, und das bestärkt uns, diesen Weg weiter zu gehen.
(Das Gespräch führte Dr. Thomas Nicolai; Kassetten- und DAISY-Version im Originalton.)
Am 13. Juni wählen wir das Europäische Parlament. Dabei haben die Stimmen behinderter Wählerinnen und Wähler durchaus Gewicht.
Immerhin leben allein in den bisherigen Ländern der EU 37 Millionen Menschen mit Behinderungen, unter ihnen 7,5 Millionen, die blind oder sehbehindert sind.
Der DBSV wirbt bei den blinden und sehbehinderten Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands deshalb dafür, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments mitzubestimmen.
In allen Bundesländern verteilen die Landesvereine des DBSV zu diesem Zweck Wahlschablonen sowie Parteien- und Kandidatenlisten im Audioformat und in Blindenschrift.
Um blinden und sehbehinderten Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe zu geben, hat der DBSV den zur Wahl stehenden Parteien und ihren Kandidatinnen und Kandidaten außerdem sieben Fragen gestellt.
Darüber, ob und wie diese Fragen beantwortet werden, berichtet der DBSV aktuell im Internet unter www.dbsv.org/europawahl , in seinen Publikationen und in Mitteilungen an die allgemeine Presse.
Der DBSV lädt alle Interessierten dazu ein, sich zu informieren.
Und das sind unsere Fragen:
Die Broschüre Klartext informiert auf 20 farbig bebilderten Seiten im Format DIN A-lang (10 * 21 cm) darüber, wie Geschriebenes unter anderem auf Formularen, auf Bahnfahrplänen, im öffentlichen Bereich und in Broschüren gestaltet sein muss, um von sehbehinderten Menschen gelesen werden zu können. Die Aussagen folgen dem Grundsatz: Was für sehbehinderte Menschen gut ist, ist für alle nützlich.
Die Broschüre kostet 0,70 €/Stück und kann in einer Mindestbestellmenge von 50 Stück bei der DBSV-Geschäftsstelle, Frau Goetze, bestellt werden; Fax: (0 30) 28 53 87-20, E-Mail: publik@dbsv.org.
Die bewährten Handreichungen von INCOBS (Informationspool Computerhilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte) zur Arbeitsplatzausstattung sind jetzt in überarbeiteter Neuauflage erschienen. Mitherausgeber ist der DBSV. Jede der Publikationen widmet sich einer speziellen Hilfsmittelgruppe:
Die wichtigsten Fragen zu den einzelnen technischen Hilfsmitteln werden geklärt, und eine Marktübersicht der Anbieter hilft Anwendern und Kostenträgern bei der Orientierung.
Die jeweils 8-seitigen Informationsbroschüren haben das Format A4 und sind zweifarbig gedruckt.
Die Broschüren kostet 0,80 €/Stück und können in einer Mindestbestellmenge von 50 Stück pro Heft bei der DBSV-Geschäftsstelle, Frau Goetze, bestellt werden; Fax: (0 30) 28 53 87-20, E-Mail: publik@dbsv.org .
Das DBSV-Jahrbuch 2005 ist in Vorbereitung und wird Anfang September 2004 erscheinen. In dieser Ausgabe geht es in mehreren Beiträgen um die menschlichen Sinne, manchmal ganz direkt, manchmal eher indirekt. Die Genre- und Themenvielfalt macht das Jahrbuch 2005 zu einer lesenswerten Broschüre für jedermann. Im aktualisierten Anschriftenverzeichnis sind u.a. die DBSV-Landesvereine, die Korporativen Mitglieder des DBSV (darunter auch die Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke), Hörbüchereien, Hilfsmittelzentralen sowie Kur- und Erholungseinrichtungen zu finden.
Die Schwarzdruck-Ausgabe umfasst 96 Seiten, Format A5 und kostet 1,70 €/Stück (1,15 €/Stück für DBSV-Landesvereine und deren Untergliederungen). Das Jahrbuch 2005 kann in einer Mindestbestellmenge von 50 Stück bei der DBSV-Geschäftsstelle, Frau Goetze, bestellt werden; Fax: (0 30) 28 53 87-20, E-Mail: publik@dbsv.org .
Es wird wiederum eine DAISY-Version auf CD ROM geben, Preis: 8 €. Um die Auflage des DAISY-Jahrbuches bestimmen zu können, bitten wir um Vorbestellung bei der DBSV-Geschäftsstelle bis 10.7.2004.
Polizisten befürchten Mehrarbeit, berichtet der Spiegel, da aufgebrachte Bürger jetzt auch bei Bagatelldelikten direkt am Tatort Anzeigen aufgeben könnten, die sie sich beim herkömmlichen Gang auf die Wache noch einmal überlegt haben würden. Was wir daraus lernen: E-Government, sofern es barrierefrei ist, funktioniert wirklich, und dann wird es unser Leben verändern!
Öffnungszeiten dienstags bis samstags 10 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 18 Uhr.
Nähere Informationen beim
Museum des Oberbergischen Kreises
Schloss Homburg
51588 Nümbrecht
Tel.: (0 22 93) 91 01-0
Internet: www.schloss-homburg.de
Interessenten aus Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen, aus Blinden- und Sehbehindertenverbänden, Landschaftsplaner und -gärtner und private Personen sind herzlich willkommen.
Nähere Informationen und Anmeldung unter
Tel.: (0 35 28) 43 97-0
Fax: (0 35 28) 43 97-21
E-Mail: taubblindendienst@t-online.de
Wenn sich eine sehbehinderte Person der Haltestelle nähert und die Taste seines Handsenders betätigt, sendet die Steuerelektronik als Annäherungshilfe einen Piepton über den Lautsprecher aus. Sobald die blinde Person die Haltestelle erreicht hat, wird durch nochmaliges Drücken am Handsender die Sprachausgabe aktiviert. Die Steuerelektronik gibt den Inhalt der optischen Anzeige als gesprochenen Text aus. Die Lautstärke ist abhängig vom Umgebungslärm, der ständig gemessen wird.
Die Sprachausgabe kann jederzeit auch durch Drücken des Tasters am fix montierten Gerät aktiviert werden.
Während der Erprobungsphase werden Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Anwender gerne entgegen genommen (Dietmar Robert Janoschek, Präsident Freiraum und Verkehrsreferent des Blinden- und Sehbehindertenverbandes; Tel.: 0043-732-6902-1552, E-Mail: Dietmar.Janoschek@LK-OOE.AT , www.linzag.at .)
Das Projekt EU-Luxor bietet blinden und sehbehinderten Interessenten individuell zugeschnittene Möglichkeiten zum Erwerb des ECDL.
Weitere Informationen auf der Web-Site www.euluxor.org
, per E-Mail: info@eu-luxor.org oder
unter
Tel.: (0 89) 52 35 05 60.
Hauptdiskussionspunkte waren neben dem Jahresabschluss 2003 der in Belgrad stattfindende 70. Internationale Kongress Blinder Esperantisten (IKBE), die erstmals im September 2004 in Österreich angebotene Esperanto-Ferienwoche mit Sprachkursen für Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum sowie das 100-jährige Jubiläum der internationalen Zeitschrift "esperanta ligilo". Über diese Punkte wird im laufe des Jahres noch zu berichten sein.
Ferner beschloss der Vorstand, künftig auf blindenspezifischen Webseiten und auf denen von Esperantoorganisationen mehr Präsenz zu zeigen.
Theodor Speckmann
Nähere Informationen und Anmeldung bis zum 20.6. unter
Tel.: (0 38 36) 60 24 83 (ab 17.30 Uhr) oder
E-Mail: Fahrerlebnis@t-online.de
.
Zubringerservice ab Peenemünder Bahnhof möglich.
Vor vier Jahren wechselte die Veranstaltungsstätte von Valbert ins Haus des Behindertensports nach Winterberg/Langewiese. Durch die Aufteilung der Teilnehmer in zwei Unterrichtsgruppen ist das Tanz-Festival für Anfänger wie für Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.
Das Tanz-Festival mit blinden und sehbehinderten Menschen findet vom 1. bis 3.10. statt.
Nähere Informationen und Anmeldungen bei:
Helmut Jürgen
Am Bentenkamp 27
44143 Dortmund
Tel./Fax: (02 31) 55 32 62
Veranstalter ist der
Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.
Veranstaltungsort: Dietrich-Keuning-Haus
Leopoldstr. 50-58
44122 Dortmund
Information und Anmeldung im
AURA-Zentrum Bad Meinberg
Tel.: (0 52 34) 9 04-0
Es geht u.a. an der Küste entlang bis Travemünde und Richtung Norden. Landeinwärts wird es leicht hügelig im Eutiner Staatsforst mit seinen schönen alten Buchen. Im Binnenland geht es am Plöner See bis zur "Prinzen-Insel" zum Lieblingsplatz der Kaiserin und von Neustadt/Ostsee zum prächtigen Gutshof Hasselburg. Wichtig: kleiner Rucksack, feste Schuhe und Regenzeug. Benötigen Sie sehende Begleitung?
Nähere Informationen und Buchung unter
Tel.: (0 45 03) 60 02-0
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
AURA-Hotel Saulgrub
Alte Römerstr. 41-43, 82442 Saulgrub/Oberbayern
Tel.: (0 88 45) 99-0
E-Mail: saulgrub@bbsb.org
Internet: www.bbsb.org
Infos und Anmeldung im Internet: www.txt2phone.de .
"AudioMagazine Lifestyle" - unsere erste Hörzeitschrift auf CD
Wollen Sie hören, was andere lesen? - "AudioMagazine Lifestyle" ist auf jedem CD-Player abspielbar und enthält Artikel zu den Themenbereichen Lifestyle, Kultur, Sport, Gesundheit und Wissenschaft (aus "Cosmopolitan", "Spektrum der Wissenschaft", "Sport" (Schweiz), "ORT Magazin", "Petra", "Vital" u.a.). Dieses Magazin erscheint sechsmal im Jahr; Sie können es voraussichtlich ab August 2004 bei uns abonnieren. Eine kostenlose Probeausgabe ist ab Ende Mai erhältlich.
Neuer Fortsetzungsroman in Punktschrift zum Vorzugspreis
Klaus Kordon: Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter.
Verlag Beltz & Gelberg 2002
Ca. 800 Seiten als Loseblattausgabe, erscheint zweiwöchentlich zu je ca. 50 Seiten. Auslieferung ab 18.5.2004. Kostenlose Leseprobe auf Anfrage.
Titel auf Kassetten
Gondel Wielandt: "Die Lassens von Sylt" - eine Chronik der Insel und ihrer
Menschen;
erschienen beim Verlag Hans Christians, Hamburg, 1995.
Dieses Buch erzählt von den Lassens, einem alten Sylter Geschlecht, und es erzählt zugleich von jenen Tagen, da Sylt weit davon entfernt war, Badeort, Ferienparadies und 'Königin der Nordsee' zu sein.
Geoff Thompson: "Die Angst"; erschienen beim Wu
Shu-Verlag Kernspecht, 2001.
Thompson schreibt in diesem Buch, warum jeder Mensch Angst hat, auch diejenigen, die es nicht zugeben.
Über weitere Produktionen können Sie sich informieren beim BIT-Team
Frau Elmer
Tel.: (0 89) 5 59 88-134
E-Mail: bit-bestellservice@bbsb.org
Arnulfstr. 22
80335 München
Anja Villis
Cottenburgstr. 20
44575 Castrop-Rauxel
Tel.: (0 23 05) 2 28 08
E-Mail: a_villis@hotmail.com
Bensheim liegt im Weinanbaugebiet "Hessische Bergstraße". Neben dem Wein sind viele Bau- und Kulturdenkmäler lebendige Zeugnisse aus der römischen Epoche.
Nähere Informationen bei der
Tourist Information Bensheim
Hauptstr. 39
64625 Bensheim
Tel.: (0 62 51) 5 82 63 - 14
E-Mail: touristinfo@bensheim.de
Ordner für Atlas Europa
Schon seit längerer Zeit erscheinen die Länderkarten vom "Atlas Europa" für blinde und sehbehinderte Menschen. Neu im Angebot ist jetzt auch ein Sammelordner (Mobilband mit Schrauben), der die Aufbewahrung der über 30 geplanten Einzelkarten erleichtern soll. Der Ordner im Format 35 * 42 cm bietet Platz für 10 bis 12 Länderkarten.
Loriot in Blindenschrift
Was hat Goethe am 7. September 1786 in Wolfratshausen gefrühstückt? Was verbindet Möpse und Menschen, Kultur und Champagner, Fußball und Politik? Mit solchen und anderen zentralen Fragen setzt sich Loriot in seiner Textsammlung mit dem Titel "Sehr verehrte Damen und Herren ..." auseinander. Sie enthält "bewegende Worte zu freudigen Ereignissen, Opern, Kindern, Hunden, weißen Mäusen, Vögeln, Freunden, Prominenten und so weiter" aus der Feder des allseits bekannten und beliebten Humoristen Vicco von Bülow.
Nähere Informationen und Bestellung bei der
Deutschen Zentralbücherei für Blinde
Tel.: (03 41) 71 13-119
E-Mail: info@dzb.de
In diesem Frühjahr zog der Projektbeirat in Düren Bilanz. Man blickte auf eine erfolgreiche Arbeit zurück und sah eher unsicher in die Zukunft.
Nach einer 2 1/2 jährigen Laufzeit konnte sich die Dienstleistung, die die örtlichen Integrationsfachdienste bei der Beratung blinder und sehbehinderter Menschen in beruflichen Fragen unterstützte, etablieren und erfolgreich arbeiten. Mit 13,5 hauptamtlichen Stellen wurden insgesamt 737 Beratungen geleistet. Bei 9 Prozent der Beratenen konnte der Arbeitsplatz erhalten werden, für 15 Prozent wurde eine Vermittlung in Arbeit erreicht und 11 Prozent wurden in Bildungsmaßnahmen vermittelt. Bei den teils erheblichen Defiziten, die die Ratsuchenden im Bereich Bildung, Hilfsmittelausstattung und Umgang mit den Hilfsmitteln mitbrachten, kann die Arbeit von BIBS als durchaus erfolgreich gewertet werden, resümierte der Projektbeirat. Leider wird das Projekt in der bisherigen Form über März 2004 hinaus nicht fortgeführt. Lediglich in einigen Regionen gibt es Ansätze für die Weiterführung der Beratung. Es wird also eine dringende Aufgabe des DBSV sein, die berufsbezogene Beratung für blinde und sehbehinderte Menschen auch künftig bundesweit und flächendeckend zu sichern.
Reiner Delgado
Zwei Fachleute des Berufsförderungswerkes Halle (Saale), der Psychologe André Kunnig und der Low Vision-Experte Frank Kießling, bieten jetzt für Ratsuchende aus Berlin und Brandenburg in den Räumen der Berliner Beratungsstelle für Sehbehinderte (eine Einrichtung des Bezirksamtes Mitte von Berlin) aller vier bis sechs Wochen zwei unterschiedliche Beratungswege an. Zum einen stehen sie jenen zur Seite, die wie Maik Riebke von sich aus einen ersten vorsichtigen Kontakt suchen. In diesem Falle folgt einer Befragung und einigen Leistungstests eine Einschätzung, die in einer Maßnahmeempfehlung mündet. Die Hallenser schreiben dann einem potenziellen Kostenträger, begründen ihren Vorschlag und in aller Regel wird der Maßnahme auch zugestimmt. Für den Ratsuchenden entstehen dabei keine Kosten.
Ein anderer Weg wird beschritten, wenn Menschen mit Sehstörungen bereits bei einem Kostenträger in Berlin oder Brandenburg, beispielsweise der BfA, der LVA oder der Agentur für Arbeit, registriert sind und eine Maßnahme benötigen - nur eben nicht wissen, welche geeignet ist. Die Rehabilitanden werden gezielt in die Berliner Beratungsstelle eingeladen, unterziehen sich dort einem zweitägigen Kurzscreening. Ein im Anschluss entstehendes Gutachten beschreibt den tatsächlichen Rehabilitationsbedarf, empfiehlt gegebenenfalls eine passgenaue Maßnahme zur beruflichen Wiedereingliederung und zeigt Möglichkeiten auf, wie und wo diese umgesetzt werden kann.
Welcher von beiden Wegen beschritten wird, ist letztlich nicht entscheidend. Entscheidend ist das Ergebnis. Und, so André Kunnig, die Tatsache, "dass die Akzeptanz zum Umgang mit dem persönlichen Problem steigt, wenn man sich zum einen kennen gelernt hat und zum anderen detailliert Wege aufzeigt, die aus der eigenen schwierigen Situation führen können." Sprichwörtlich das Licht am Ende des Tunnels sieht.
Kunnig plädiert darüber hinaus deutlich für Vorsorgemaßnahmen, die Augenprobleme und daraus resultierende berufliche Einschränkungen schon frühzeitig lokalisieren lassen und zielgerichtete Interventionen ermöglichen. "Individuelle Maßnahmen helfen Berufstätigen, ihre Arbeitskraft und damit oft auch ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Ein Plus also auch für den Arbeitgeber."
Maik Riebke hat gelernt, mit seiner Sehbehinderung umzugehen. Das erste Beratungsgespräch in Berlin und Tests am Computer haben ihm neue Wege eröffnet: im Informatikbereich oder in der physikalischen Therapie. Sein Kostenträger stimmte einer gezielten Arbeitserprobung im BFW Halle zu. Danach belegte der ehemalige Maurer einen Grundkurs für physikalische Therapieberufe.
Die neue berufliche Perspektive hat ihn wieder sicherer gemacht. Nach seiner Ausbildung wird er einen Neueinstieg ins Berufsleben als Masseur und medizinischer Bademeister oder Physiotherapeut wagen.
Zentrale Kontakt- und Clearingstelle:
Dietmar Küchler
Tel.: (03 45) 13 34 666
BFW Halle (Saale) gGmbH
Internet: www.bfw-halle.de
Das dreigeschossige Gebäude umfasst in den beiden Obergeschossen jeweils zwei Wohngruppen für sechs Personen und zwei Appartements für zwei Personen. Rollstuhlfahrer können alle Räume barrierefrei erreichen.
Im gesamten Gebäude steht dem Menschen mit körperlichen Behinderungen innovative Technik zur Verfügung: Die Arbeitsplatten.
ZEBRA ist die Anlaufstelle für alle angehenden Auszubildenden, die noch nicht wissen, für welchen Beruf sie sich aufgrund ihrer Interessen und/oder ihrer angeborenen bzw. erworbenen Einschränkungen entscheiden sollen. Die einzeln wählbaren Module umfassen die berufliche Information, eine berufspraktische Erprobung sowie ärztliche und psychologische Eignungsdiagnostiken. Dabei wird auch festgestellt, welche Arbeitshilfen die Jugendlichen unter Umständen benötigen, um eine Ausbildung beginnen zu können.
Im BBW im Oberlinhaus erhalten rund 650 Jugendliche mit Behinderungen in insgesamt 26 kaufmännischen und handwerklichen Berufen eine Berufsausbildung oder nehmen an einem Förderlehrgang teil. Acht stark sehbehinderte Auszubildende gehören derzeit dazu, sieben im Bereich Wirtschaft/Verwaltung und ein Jugendlicher im Bereich Hauswirtschaft.
Medizinische, Psychologische und Sozialpädagogische Fachdienste unterstützen die Förderlehrgangsteilnehmenden und Auszubildenden. In den Internatsgebäuden auf dem Gelände des BBW "Steinstraße" können zur Zeit gut 320 Jugendliche wohnen (zzgl. 120 Internatsplätze im nahen Kleinmachnow). Mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört das BBW zu den größeren Arbeitgebern in der Region.
Das BBW ist eine hundertprozentige Tochter des Vereins Oberlinhaus.
Birgit Fischer
Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH
Steinstraße 80, 82, 84
14480 Potsdam-Babelsberg
Tel.: (03 31) 66 94-173
Sie sind in Ihrer Arbeit zufrieden und erfolgreich? Dann melden Sie sich, damit wir über Sie berichten können.
Kontakt:
DBSV-Sozialreferat
Reiner Delgado
Tel.: (0 30) 285387-24
E-Mail: r.delgado@dbsv.org
In dem "großen historischen Ritterschauspiel in fünf Akten" von Heinrich von Kleist sind es die Kräfte von Liebe, Bosheit und Intrigen, die ein mysthisches Gemisch bilden und den Gang der Ereignisse bestimmen. Veranstaltet wird Theater mit Audiodeskription von Kulturprojekt blickfrei vom BSVSH und Hörfilm e.V. Wir freuen uns sehr darüber, dass Schauspieldirektor Daniel Karasek, der bei diesem Stück auch Regie führt, unsere Bemühungen persönlich unterstützt.
Durch die live-eingesprochene Beschreibung, die via Ohrklipp zu hören ist, haben blinde und sehbehinderte Besucher die Chance, auch die Momente zu erfahren, die auditiv nicht wahrgenommen werden.
Vor der Vorstellung können die blinden und sehbehinderten Theaterfreunde an einer speziellen Hausführung teilnehmen. Als Übertragungstechnik kommt der "guidePORT" von Sennheiser zum Einsatz, der bereits im Tierpark Gettorf (bei Kiel) als Pilotprojekt installiert ist. Mit diesem System kann nicht nur die Beschreibung mit einem Ohrklipp empfangen werden, sondern man erhält auch Informationen, wo zum Beispiel die Garderobe, das Bistro, die Toiletten usw. zu finden sind.
Je mehr ein solches, bundesweit derzeit einmaliges Angebot wahrgenommen wird, umso glaubwürdiger sind wir in unseren Forderungen nach stärkerer Berücksichtigung unserer spezifischen Bedürfnisse. Deshalb sollte der 9.10. schon jetzt bei allen Theaterfreunden fest im Kalender stehen. Um genügend Ohrklipps vorrätig zu haben und ein ausreichendes Kartenkontingent reservieren zu können, ist eine Vorbestellung bis zum 10. August erforderlich.
Nähere Informationen und Kartenwünsche bei:
Hela Michalski
Tel./Fax: (0 48 81) 7172
E-Mail: hw.michalski@t-online.de
Wie in Heft 2/2004 der "Gegenwart" berichtet, hatte Frau Brigitte Hoffmann beim Berliner Vorentscheid zum Grand Prix "Goldener Herbst" den Publikumspreis errungen und sich damit für den Endausscheid qualifiziert, der am 25.4. im Freizeitforum Berlin-Marzahn stattfand. In der auch vom RBB-Fernsehen aufgezeichneten Veranstaltung traten die Preisträger und Publikumslieblinge aus Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin auf. Während der Grand Prix von einer Fachjury vergeben wurde, entschied die Länge des Beifalls über den Publikumsliebling. Der Bogen der einzelnen Präsentationen war sehr vielschichtig und erstreckte sich von Gesang über Zauberei bis hin zu humoristischen Einlagen und einer orientalischen Bauchtanzdarbietung. An dem bereits zum dritten Mal stattfindenden Seniorenwettbewerb, der im Jahr 2005 auf weitere Bundesländer ausgedehnt werden soll, können sich Menschen ab dem 50. Lebensjahr beteiligen, die die vorgestellten Hobbys nicht beruflich ausgeübt haben.
Sieger wurde der steppende Humorist Willi Neidhardt (85 Jahre). Entsprechend der Länge des Beifalls ging der Publikumspreis, verbunden mit einer einwöchigen Gesundheitswoche in einem Seniorenhotel, an die einzige blinde Teilnehmerin Frau Brigitte Hoffmann, die seit seiner Gründung dem Kulturensemble des DBSV angehört. Sie war mit dem Lied "Irgendwo auf der Welt" erfolgreich, bei dem sie von Reinhard Tschache, künstlerischer Leiter des DBSV-Ensembles am Flügel begleitet worden war.
Für die Bezieher der Audioversion unserer Zeitschrift ist hier der Originalmitschnitt des gesungenen Titels zu hören.
Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite www.siggitrzoss.de
Unter Diabetikern ist das Verhältnis zwischen blinden und sehenden Betroffenen kompliziert, denn alle sehenden Diabetiker wissen um die drohende Gefahr des Folgeschadens Erblindung. Sie wissen auch, dass die Erblindung meist um so wahrscheinlicher kommt, je schlechter der Blutzucker eingestellt ist. Und schon würgt einen das schlechte Gewissen, weil der letzte HbA1c schon wieder über 7 Prozent war. Also schiebt man es lieber weit von sich und weiß doch, dass es nicht hilft.
Eine blinde Teilnehmerin hatte Simulationsbrillen mitgebracht, die verschiedene Auswirkungen von Sehbeeinträchtigungen (Röhrenblick, Makulabrille, 10 und 2 Prozent Sehvermögen) simulierten. Wer wollte, setzte sie auf. Manche Leute übten, sich von jemandem führen zu lassen; getreu dem Motto: "Was ich nicht kenne, macht mir Angst - aber was ich kenne, macht mir weniger Angst."
Schon waren wir in einer neuen, spannenden Diskussion. Denn anhand der Brillen erzählten die blinden Teilnehmer, dass nicht die Blindheit, sondern der Weg dorthin am schlimmsten sei. Die Erblindung ist kein geradliniger Weg. Manche Leute können seit 20 Jahren gleich bleibend 5 Prozent sehen. Andere erblinden in kurzer Zeit völlig und brutal. Und auch die Augenärzte sind nicht allmächtig. Während der Phase der Erblindung findet zu selten seelische Hilfestellung statt, dabei wäre sie doch so notwendig! Wenn man dann tatsächlich erblindet ist, dann fühlen manche blinde Betroffene das sogar als eine Art Erholung. Denn endlich hat der Leidensweg ein Ende, die Hoffnung auf Erhaltung der Sehkraft ist gestorben. Nun kann das neue Leben begonnen werden. Die sehenden Teilnehmer staunten bei dieser Schilderung mit offenen Mündern.
An dieser Stelle hebe ich einen Punkt besonders hervor: Wenn bei Diabetikern die Netzhaut schon beschädigt ist, und wenn der Blutzucker bzw. HbA1c-Wert zu hoch ist, dann darf er um Himmels Willen nicht zu schnell gesenkt werden, was viele Diabetologen gerne tun. Genau dieser Fehler führt oft zur Erblindung! Nur wenn der HbA1c langsam gesenkt wird, kann vermieden werden, dass eine bestehende Schädigung der Netzhaut, die engmaschig augenärztlich kontrolliert wird, zur Erblindung führt!
Viel wurde auch über den Umgang mit blinden Menschen im Alltag gesprochen, und wieder einmal kamen sich blinde, schlecht sehende und voll sehende Diabetiker ein weiteres Stück näher. Und das ist gut so. Ich merke es am eigenen Leib, dass meine Sensibilität für blinde Menschen und deren Probleme durch diese Gespräche erheblich gesteigert wird.
Die Gespräche haben eine Offenheit bis hin in den ganz intimen, persönlichen Bereich, wie sie für viele andere Treffen nur wünschenswert wäre. Auch im nächsten Jahr wird es wieder solch ein Treffen geben.
Peter Niermann
Tel.: (02 34) 6 40 44 64
E-Mail: niermann.peter@t-online.de
Bei der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) in Düsseldorf konnten sich Patienten über neue Forschungsergebnisse und Hilfsmittel informieren.
Die Altersabhängige Makuladegeneration ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für Erblindung. Wer die Krankheit allerdings früh erkennt und sofort behandelt kann sich davor schützen oder wenigstens seine Sehkraft länger erhalten.
Studien belegen, dass die Photodynamische Therapie (PDT) durch zusätzliche Gabe von Medikamenten als Wachstumshemmer wirkungsvoll ist. Neu ist auch ein chirurgisches Verfahren. Dabei werden Pigmentzellen mit der Aderhaut unter die Makula verlagert. Die behandelten Patienten verbessern ihre Sehfähigkeit bis zu 40 Prozent. Dieser Eingriff ist nicht so belastend wie die bisher oft praktizierte Rotation der Makula.
(Aus: Pressemitteilung von Pro Retina)
Der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine/n blinden oder sehbehinderten Mitarbeiter/in
für den blindengerechten Arbeitsplatz in seiner zentralen Beratungsstelle in Gera.
Braille- und Computerkenntnisse erforderlich.
Dreiraum-Wohnung im gleichen Haus vorhanden.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen bitte an
Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V.
- Landesgeschäftsstelle -
Greizer Straße 9/Nicolaiberg 5 a,
07545 Gera
Verkaufsberater für elektronische Hilfsmittel
sucht neuen Wirkungskreis.
Mein Steckbrief:
Angebote sind erbeten an
Chiffre-Nr. 01/06/04
Im Zusammenhang mit dem Artikel über den Daisy-Recorder PTR1 möchte ich ausdrücklich auf die sehr informativen und anschaulichen Beiträge aufmerksam machen, die Michael Lang zu Neuheiten auf dem Elektronikmarkt auf der Internetseite www.iscb.de/audio zum Anhören bereitstellt.
Lothar Rehdes
Tel.: (0 30) 7 90 13 69 36
1. Elektronische Lupen
2. Daisy-Recorder PRT1 von Plextor
Nun im Zeitalter von Digitalkameras und elektronischen Ferngläsern haben elektronische Vergrößerungssysteme im Geräteformat eine solche Miniaturisierung erfahren, dass sie in der Handhabung mit herkömmlichen Lupen verglichen werden können.
Zwei dieser elektronischen Lupen sollen hier vorgestellt werden - der
Pocketviewer (Hersteller pulse data) und der Quicklook (Hersteller ash).
Diese Lupen sind gut geeignet, um unterwegs Fahrpläne, Preisschilder,
Speisekarten usw. zu lesen, Fotos zu betrachten oder Landkarten zu studieren.
Die äußerlichen Abmessungen sind:
Pocketviewer: Länge 14 cm, Breite 8,7 cm, Dicke 3,5 cm
Quicklook: Länge 16,5 cm, Breite 9,5 cm, Dicke 2,8 cm
Das Gewicht ist bei beiden Geräten 300 g.
Sie verfügen jeweils über eine Kamera und einen kleinen Bildschirm (4 Zoll = 10,2 cm Bildschirmdiagonale). Der Pocketviewer ist schwarz-weiß (dadurch besonders guter Kontrast), der Quicklook ist farbig.
Beide verfügen über einen Inversmodus, bei dem sich die Anzeige umschalten lässt (z.B. von schwarz auf weiß zu weiß auf schwarz). Die Vergrößerung ist beim Pocketviewer 7-fach, beim Quicklook 5,5-fach; durch Veränderung des Abstands zur Vorlage kann die Größe der Anzeige optimiert werden.
Da elektronische Lupen einen Bildschirm mit beträchtlichem Stromverbrauch benötigen, kommt einer zuverlässigen Stromversorgung große Bedeutung zu. In Abhängigkeit von der Gerätegröße lässt sich in Akkus nur eine begrenzte Energiemenge speichern. Um so wichtiger sind Vorkehrungen für den sparsamen Energieverbrauch. Der Pocketviewer schaltet sich nur ein, wenn er in die Hand genommen wird und dabei die seitlich angebrachten Kontaktflächen berührt werden; allerdings haben Personen mit kleinen Händen - also insbesondere Frauen - dadurch Schwierigkeiten bei der Handhabung. Der Quicklook warnt nach 3 Minuten mit einem Signalton. Die Betriebszeit mit einer Akkuladung liegt bei ca. 1,5 Stunden.
Die Preise für diese Geräte müssen bei den Anbietern erfragt
werden; sie bewegen sich um 900 €.
Erhältlich sind die vorgestellten Produkte u.a. bei folgenden Firmen:
Neu auf dem Markt ist inzwischen auch das Modell Pico von telesensory, das auch als Standlupe genutzt werden kann. Details können bei der Firma Baum erfragt werden.
Möglicherweise entsteht aus dieser Erfahrung bei manchem das Bedürfnis, selbst Aufnahmen zu machen und in ein Daisy-Format zu bringen. Diesem Wunsch kann jetzt - wenn auch noch nicht ganz preiswert - entsprochen werden.
Von der japanischen Firma Plextor gibt es den Daisy-Recorder PTR1, der gewissermaßen ein kleines Daisy-Produktionsstudio darstellt (Preis ab ca. 1000 €). Seine Möglichkeiten und Funktionen sind derart vielfältig, dass die wichtigsten hier nur kurz gestreift werden können.
Bei der äußerlichen Form haben sich die Designer von der Verbindung zum Thema "Buch" leiten lassen; die Gehäusegestaltung ist einem Buch nachempfunden. Die Bedienung erfolgt hauptsächlich auf der Oberseite mittels weniger Funktionstasten und einer telefonartigen Zahlentastatur, die für die Navigation in den Büchern und in den Menüs auch als Cursorkreuz dient.
Als Medium für Aufzeichnung und Bearbeitung dienen CD's; das können einmalig bespielbare CD-R oder vielfach bespielbare CD-RW sein. Es können aber auch sog. Speicherkarten - noch ziemlich teuer - in den Recorder eingesteckt und z.B. für Datensicherung genutzt werden.
Für den mobilen Einsatz - z.B. Mitschnitt von Vorträgen - stehen Akku und eingebautes Mikrofon sowie auch ein eingebauter Lautsprecher zur Verfügung. Für die externe Beschallung gibt es einen Mikrofoneingang (mono), Line-In und Kopfhöreranschluss, der auch als Line-Out zum Abspielen über eine Anlage genutzt werden kann. Außer einem USB für die Verbindung zum Computer sucht man digitale Anschlüsse leider vergebens.
Die gesamte Bedienung ist sprachgeführt; ein Display wurde erst gar nicht eingebaut.
Die Aufnahmen erfolgen üblicherweise im MP3-Format, aber auch unkomprimierte Formate werden angeboten, wobei Aufnahmen als herkömmliche Audio-CD systembedingt wenig Bearbeitungsmöglichkeiten bieten.
Das Tonmaterial kann bereits während der Aufnahme oder auch nachträglich mit daisy-spezifischer Indexierung (setzen verschiedenster Marken für die gewünschte Struktur) versehen werden. Die Aufnahmen können geschnitten, kopiert und in ihrer Reihenfolge verändert werden; eine Nachbereitung am Computer ist möglich.
Nicht nur für Neuaufnahmen eignet sich der PTR1, auch für die Rettung größerer analoger Archivbestände in das digitale Zeitalter. Es gibt hier sogar die Möglichkeit, Tonbandkassetten mit doppelter Geschwindigkeit auf den Recorder zu überspielen.
Nicht zuletzt kann der PRT1 an einem PC als externes CD-Brennerlaufwerk genutzt werden.
Erhältlich ist das Gerät bei den meisten Hilfsmittelanbietern; ein Preisvergleich lohnt sich.