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Eine der eindrucksvollsten Skulpturen auf der "Sand World 2004" in Lübeck.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
als Abonnent einer DBSV-Zeitschrift sind Sie Kunde beim DBSV-Zeitschriftenverlag, und Frau Petra Wolff tut alles, damit Sie alle zufriedene Kunden sind. Sie hat mich gebeten, Ihnen einige wichtige Informationen zu übermitteln.
Eine Kündigung (das betrifft alle DBSV-Zeitschriften) ist jeweils zum Ende eines Kalenderjahres möglich. Sie muss mindestens 3 Monate vor Jahresende erfolgen. Veränderungsmeldungen z.B. der Anschrift oder der gewünschten "Gegenwart"-Version werden berücksichtigt, wenn sie bis zum 3. des Vormonats vorliegen.
Das Jahresabonnement für die "Gegenwart" kostet seit rund zwei Jahren 35 Euro. Um aufwändige Mahnverfahren zu vermeiden, prüfen Sie bitte, ob Sie den korrekten Betrag überwiesen haben. Sollte das nicht der Fall sein, zahlen Sie bitte noch ausstehende Beträge ein.
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Für alle Abonnenten, die noch keine Einzugsermächtigung erteilt haben, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass man sich Aufwand und Ärger ersparen kann, wenn man seine Abonnementgebühr vom Konto abbuchen lässt. Fragen Sie Frau Wolff, sie wird Ihnen alles, was man darüber wissen muss, mitteilen;
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Ihr Dr. Thomas Nicolai
Ohne Mitglieder sind Vereine überflüssig. Was ist zu tun, damit die Mitgliederzahlen in den DBSV-Landesvereinen insgesamt wieder steigen?
Die Strategiekommission des DBSV erteilte einer Projektgruppe den Auftrag, den Ursachen sinkender Mitgliederzahlen in den meisten der dem DBSV angeschlossenen 20 Landesorganisationen nachzugehen und Empfehlungen zu erarbeiten, wie Mitglieder gewonnen werden können. Das tut Not, denn in den Jahren 1992 bis 2002 ging die Mitgliederzahl durch Todesfälle und trotz vieler Eintritte um 15 Prozent zurück. Der Trend setzt sich fort. Eigentlich hätte die Mitgliederzahl kräftig steigen müssen, denn die meisten Landesvereine haben sich in dieser Zeit auch für wesentlich sehbehinderte Menschen geöffnet. Steigende Mitgliederzahlen stärken die Legitimation des DBSV und seiner Landesvereine als Interessenvertretung. Die Mitglieder eines Vereins sind das Potential, aus dem Mitarbeiter gewonnen werden können. Und nicht zuletzt tragen Mitglieder durch ihre Beiträge zur Finanzierung der Arbeit bei.
Eine Selbsthilfeorganisation, die diese Bezeichnung noch zu Recht für sich in Anspruch nimmt, muss es schaffen, einen hohen Prozentsatz der Betroffenen zu erreichen und einzubinden.
Unser Image geben wir uns nicht selbst. Es hängt davon ab, wie uns die Menschen sehen, die uns brauchen. Sind wir überall präsent genug, um wahrgenommen zu werden? Decken sich unsere Angebote mit den Erwartungen der Menschen mit einem Sehverlust? Sind wir aller Orten kompetent genug, sodass die Menschen Vertrauen in unsere Arbeit haben?
Die Erwartungen der Betroffenen sind stark abhängig vom Lebensalter, von der Art und dem Grad des eingetretenen Sehverlustes. So wünschen ältere Menschen Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit in gleicher Weise Betroffenen, Informationen über den aktuellen Stand der Augenheilkunde, eine verkaufsneutrale Sehhilfen- und Hilfsmittelberatung, Anregungen für die Optimierung der Beleuchtung in der eigenen Wohnung, psychologische Begleitung bei der Bewältigung der eingetretenen Situation, Unterstützung im Umgang mit Leistungserbringern, Behörden und notfalls vor Gericht. Weitere Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, sowie deren Eltern, Erwachsene, denen es um die Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit, um berufliche Rehabilitation und um Freizeitangebote geht. Erwartet werden mitunter recht individuell zugeschnittene Leistungen.
Eine eingehende Diskussion über den Stand und neue Ansätze in den Vereinen hat begonnen. Das Präsidium erwartet erste Ergebnisse bis zur Sitzung des Verwaltungsrates im Oktober in Saulgrub.
Gustav Doubrava
Das DBSV-Präsidium befasste sich am 18.6. in Berlin mit einer Reihe sozialpolitischer und verbandspolitischer Fragen.
Es konnte erreicht werden, dass die Befreiung von der Rundfunkgebühr für behinderte Menschen erhalten bleibt.
In den vergangenen Monaten war die Rundfunk- und Fernsehgebührenbefreiung behinderter Menschen in den Fokus aktueller Spardiskussionen geraten. Der DBSV wehrte sich heftig gegen die ins Gespräch gebrachte Abschaffung der Befreiung. Er wandte sich an die Politik, die Presse und an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, der die Argumente blinder, seh- und hörbehinderter Menschen auf treffende Weise zusammentrug und unser Anliegen unterstützte. Ergänzend wandten sich DBSV-Landesvereine an ihre Landespolitiker.
Gedankt sei allen, die sich gegen eine weitere Belastung blinder und sehbehinderter Menschen eingesetzt haben.
Gegen die Abschaffung der bisherigen "Freifahrtsregelung" für behinderte Menschen im Öffentlichen Personennahverkehr hat der DBSV mit allem Nachdruck protestiert. In einer Presseerklärung des DBSV heißt es dazu u.a.:
Der DBSV spricht sich vehement gegen die geplanten räumlichen Beschränkungen aus. In einem Schreiben an Bundesministerin Ulla Schmidt wird zudem außerordentlich bedauert, dass entgegen sonstiger Gepflogenheiten die Betroffenen bisher in keiner Weise in die Überlegungen einbezogen wurden. Unter anderem werden im oben genannten Schreiben folgende bisher nicht berücksichtigte Argumente aufgeführt:
Zitat von Andreas Bethke (42), Geschäftsführer des DBSV: "Es ist einfach unerträglich, wie Frau Schmidt an immer neuen Fronten einen beispiellosen Sozialabbau betreibt. Wir werden uns mit Händen und Füßen gegen diese unzumutbare Härte wehren, natürlich in enger Zusammenarbeit mit den anderen Behindertenorganisationen."
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation e.V. (BAGSO) hat dem Antrag des DBSV auf Mitgliedschaft stattgegeben. Insbesondere der DBSV-Arbeitskreis "Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags und Senioren" wird sich in die Tätigkeit der BAGSO einbringen. Aktuelle Themen sind z.B. "Anpassung des Wohnumfeldes" und "Politische Teilhabe älterer Menschen".
Durch seine Mitgliedschaft in der BAGSO will der DBSV ganz gezielt auf die Belange blinder und sehbehinderter Senioren aufmerksam machen und andererseits seniorenpolitische Positionen für die eigene Arbeit nutzen. Immerhin sind mehr als 70 Prozent der blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland älter als 60 Jahre.
Die Gemeinsamen Fachausschüsse werden sich für die Beteiligung von Vertretern aus Luxemburg, Österreich und der Schweiz öffnen. Diese Idee, über die die "Gegenwart" bereits im Zusammenhang mit dem Vierländertreffen berichtet hat, wurde vom Präsidium begrüßt. Ergänzend dazu wurde empfohlen, die Zusammenarbeit mit weiteren Experten auf europäischer Ebene anzustreben.
Über den Deutschen Behindertenrat wird der DBSV versuchen, seinen Positionen zum Erhalt der Freifahrtsregelungen für blinde und sehbehinderte Menschen Nachdruck zu verleihen. Immerhin ist die Wertmarke, die zur Freifahrt berechtigt, so etwas wie eine Mobilitätsmarke.
Der GfaH wird sich mit der Thematik "Kennzeichnung von Arzneimittelverpackungen mit Braille-Schrift" beschäftigen, die infolge einer EU-Richtlinie zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel vom 31. März 2004 kurzfristig in die 12. Novelle zur Änderung des Arzneimittelgesetzes unter § 10 Abs. 1b mit folgendem Wortlaut aufgenommen wurde: "Bei Arzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, ist die Bezeichnung des Arzneimittels auf den äußeren Umhüllungen auch in Blindenschrift anzugeben ..."
BKD, DBSV, VBS, Pro Retina und DVBS trafen sich am 17.6. in Berlin zu einem Spitzengespräch. Im Mittelpunkt stand die internationale Arbeit im Vorfeld der Generalversammlung der Weltblindenunion (WBU).
Ein Gemeinsamer Fachausschuss für Europafragen soll ins Leben gerufen werden.
Das Präsidium der Europäischen Blindenunion (EBU) wird Anfang nächsten Jahres in Deutschland tagen. Bereits im Herbst diesen Jahres kommt die EBU-Kommission für Barrierefreiheit in Deutschland zusammen.
Der DBSV ruft auf zur Solidarität mit den blinden Bürgern Hamburgs, deren Blindengeld um 20 Prozent oder mehr gekürzt werden soll. Erneut ist die Task Force gefragt, wenn es um die Koordinierung von Protestaktionen geht.
Mit einem Festkonzert im Kleisthaus in Berlin begeht das DBSV-Kulturensemble am 18. Oktober sein 25-jähriges Bestehen. Dem voraus gehen intensive Proben. Finanziell gefördert wird das Ensemble-Treffen durch den DBSV.
Beim Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung wurde ein Antrag auf Verlängerung des Projektes "Barrierefrei Informieren und Kommunizieren" (BIK) gestellt. Der DBSV hält es für dringend erforderlich, das Projekt fort zu führen, da es zwar gelungen ist, für das Thema "Barrierefreies Internet" zu sensibilisieren, die eigentliche Arbeit aber jetzt erst beginnt. Es geht insbesondere darum, gleiche Verordnungen in Bund und Ländern zu schaffen und die Privatwirtschaft zu überzeugen.
Der DBSV wird künftig im gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzteschaft und der Krankenkassen mitwirken. Das Gremium, das sich mit der Umsetzung der Gesundheitsgesetze befasst, ist um die Patientenvertretung erweitert worden. Zwei Experten werden die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen dabei vertreten: Dr. Herbert Demmel, Sachgebiet Rehabilitation, und Michael Richter, Sachgebiet Heil- und Hilfsmittel.
Zur RIL 813 (Richtlinie der Deutschen Bahn AG zur Gestaltung von Bahnhöfen) hat der GFUV eine Stellungnahme erarbeitet, die Vorschläge zur Verbesserung des Leitsystems in Bahnhöfen und die Gestaltung von Bahnsteigen beinhalten.
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung plant bis 2006 eine "elektronische Patientenkarte" einzuführen, die alle notwendigen Daten zur Person und Krankengeschichte speichern wird. Dazu wurde ein Projektbeirat vom BMGS berufen, dessen Arbeit durch einen Kreis von Experten und Sachverständigen unterstützt wird.
Als Patientenvertreter für diese ad-hoc-Arbeitsgruppenarbeit wird der Leiter des Gemeinsamen Fachausschusses für allgemeine Hilfsmittel (GfaH) und Mitglied des Fachausschusses 4 des Normenausschusses Medizin "Kommunikationshilfen für sensorisch Behinderte", Herrn Ernst-Dieter Lorenz, die Interessen der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe vertreten. Im September werden im GfaH erste Vorstellungen dazu diskutiert und Empfehlungen ausgesprochen werden.
Das DBSV-Jahrbuch 2005 wird am 30.9. im Kleisthaus in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine unterhaltsame Plauderei mit Jahrbuchautoren lässt Aufgeschriebenes lebendig werden. Gastgeber ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karl Hermann Haack, der auch das Grußwort für das DBSV-Jahrbuch 2005 geschrieben hat.
Spätestens seit der Insolvenz der Süddeutschen Blindenhör- und Punktschriftbücherei e.V. sieht der DBSV die Medienversorgung blinder und sehbehinderter Menschen in Gefahr. Im Auftrag des Verwaltungsrates organisierte die DBSV-Geschäftsstelle deshalb am 23.6. in Kassel ein Strategiegespräch zur Gegenwart und Zukunft der Hörbüchereien und der weiteren Medienversorgung. Die teilnehmenden Verbände, neben dem DBSV und seinen Landesvereinen, der BKD und der DVBS, sehen die Selbsthilfe nun am Zuge. Sie beauftragten zunächst einen Arbeitskreis mit der Analyse des Ist-Zustandes und mit der Erarbeitung von Argumentationslinien für den Erhalt der derzeitigen Einrichtungsstruktur, aber auch für deren Weiterentwicklung. Eine Fachtagung wird das Thema dann noch einmal vertiefen. Parallel dazu soll die Mediengemeinschaft für Blinde und Sehbehinderte (MEDIBUS) in den nächsten Monaten umgestaltet werden, um auch auf Bundesebene enger mit den medienproduzierenden Einrichtungen zusammenrücken zu können und eine gemeinsame Plattform für weitere Aktivitäten zu haben.
Im Jahr 2005 organisiert der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen Computer-Kurse für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen. Die Schulungen werden im Einzelunterricht durchgeführt. Qualifizierte Computer-Trainer zeigen zusammen mit professionellen Gebärden- und Lormdolmetschern die Handhabung eines Computers mit Braille-Zeile. Die Kurse finden im AURA-Zentrum Bad Meinberg statt.
Informationen und Anmeldung bei:
Ursula Benard
Tel./Fax: (02 09) 34 94 77
E-Mail: taubblinde@bsvw.de
Ein interessantes Programm speziell für sehbehinderte und blinde Menschen mit einer Busfahrt in ihrem eigenen Bus, einen Spaziergang durch das Holländische Viertel, einen Parkspaziergang und einen Besuch in den Neuen Kammern, einem Gästeschloss von Friedrich dem Großen.
Nähere Informationen bei
Regina Ebert
Tel.: (03 31) 2 70 16 49
Fax: (03 31) 2 70 16 89
Unter dem Motto: "Handicap im Doppelpack - Alltagsbewältigung von behinderten Eltern mit behinderten Kindern" führt der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern - bbe e.V. in Zusammenarbeit mit ISL e.V. vom 5. bis 7.11. in Uder bei Göttingen ein Wochenendseminar für betroffene Eltern, nichtbehinderte Partner und deren Kinder durch.
Anmeldung (bis 1.9.) und Rückfragen richten Sie bitte an:
bbe e.V. - indokus
Kerstin Blochberger
Am Mittelfelde 80 30519 Hannover
Tel.: (05 11) 69 63 256
E-Mail: bbe.indokus@gmx.de
Vom 14. bis 19.9. findet ein Musikwettbewerb in Lublin statt. Das polnische Kulturministerium in Zusammenarbeit mit den Riotariern veranstaltet diesen alle drei Jahre. Die drei Kategorien des Wettbewerbs sind: Piano, Violine und Gesang. Teilnahmeberechtigt sind alle blinden musikalischen Talente im Alter von 14 bis 30 Jahren.
Nähere Informationen und Anmeldung bei
Towarzystwo Muzyczne
im. H. Wieniawskiego
20-111 Lublin
ul. Rynek 17
Tel.: (00 48) 81 5 32 84 19
E-Mail: wieniawskisociety@wp.pl
Internet: wieniawski.lublin.pl
Das nächste Sehbehindertenseminar der Arbeitsgruppe Belange Sehbehinderter findet vom 3. bis 5.9. im Regenbogenhof in Rudelswalde statt. Die Arbeitsgruppe möchte hiermit die Mitglieder unserer Kreisorganisation zu dieser Zusammenkunft recht herzlich einladen.
Wir bitten die Teilnahme bis 22.8., im Regenbogenhof bei
Familie Hüttner
Tel.: (03 76) 24 25 80
zu melden.
Es wird wieder ein reichhaltiges Informationsprogramm zu erleben sein.
Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren präsentiert der Modellpark Berlin-Brandenburg im Erholungspark Marzahn Modelle bekannter Bauwerke im Maßstab 1:25. Neu dabei sind u.a. Burg Rabenstein, Schloss Köpenick und die Siegessäule. Blinde und sehbehinderte Besucher dürfen die Modelle ertasten, wenn sie beim Einlass darauf hinweisen.
Die Ausstellung ist bis Mitte Oktober geöffnet, täglich von 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Nähere Informationen unter
Tel.: (0 30) 47 37 89 70
Die Diesterwegschule Weimar, staatliches überregionales Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Sehen, feiert am 3.9. das 25-jährige Jubiläum der Namensgebung. Am 3. September 1979 wurde das Schulgebäude in der Windmühlenstraße als Neubau für die damalige Sehschwachenschule übergeben. Die Schule erhielt den Namen "Diesterweg".
Dies ist Anlass mit Schülern, Pädagogen und Gästen zu feiern. Eingeladen sind alle ehemaligen Schüler, Pädagogen, Bekannte und Interessierte zu einem Tag der offenen Tür mit vielen Veranstaltungen.
Nähere Informationen gibt es unter www.diesterwegschule-weimar.de
Kontakt:
Rektorin Angelika Türpe
Diesterwegschule Weimar
Förderzentrum Sehen
Windmühlenstr. 17
99425 Weimar
Tel.: (0 36 43) 90 56 02
Fax: (0 36 43) 90 56 09
E-Mail: sl@diesterwegschule-weimar.de
Vom 9. bis 11.9. findet der "Schleswig-Holsteinische Museumstag für Menschen mit Behinderungen" in Schleswig statt.
Im Jahr des 1200. Jubiläum der Stadt Schleswig laden der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Schleswig-Holstein e.V. und der Verein zur Förderung Behinderter im Kreis Schleswig-Flensburg deshalb zu einem landesweiten Museumstag ein.
Nähere Informationen unter
Tel.: (04 31) 58 98 18
E-Mail: LV-Koerperbeh-SH@t-online.de
Am 21.8. von 11.00 bis 16.30 Uhr findet beim Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V., Regionalverein Braunschweig eine Hilfsmittelausstellung statt.
Veranstaltungsort:
Hotel Restaurant Hoffmannshaus
Hoffmannsaal
Westerstr. 4
Wolfsburg-Fallersleben
Das Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium veranstaltet am 5. und 6.10. ein zweitägiges Schnupperstudium zum Thema "Studieren mit Behinderung/chronischer Krankheit". Anmeldeschluss ist der 24.9.
Nähere Informationen bei der
Universität Dortmund
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium
Frau Birgit Rothenberg
Emil-Figge-Str. 50
44221 Dortmund
Tel. und Fax: (02 31) 7 55-28 48
Schreibtelefon: (02 31) 7 55-53 50
E-Mail: birgit.rothenberg@uni-dortmund.de
"Verschiedene Bemühungen um Ohrenmenschen" - so lautet das Thema der VI. Boltenhagener Tage für akustische Medien, die vom 28. bis 31.10. im AURA-Hotel "Ostseeperlen Boltenhagen" stattfinden. Es gibt eine Reihe prägender Persönlichkeiten aus den Bereichen Hörspiel, Feature, Hörbuchproduktion und Hörerziehung zu erleben. Wir versprechen wieder exklusive Diskussions- und Kontaktmöglichkeiten und mit der neuen Wiedergabeanlage des Hauses viel Hörvergnügen.
Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter www.klangkontext.de und auf
Anfrage im
AURA-Hotel "Ostseeperlen Boltenhagen"
Strandpromenade 53
23946 Ostseebad Boltenhagen
Tel.: (03 88 25) 37 00
E-Mail: ostseeperlen@t-online.de
Im Jahr 2005 jährt sich der Geburtstag von Dr. Samuel Hahnemann, dem Begründer der homöopathischen Medizin, zum 250. Mal. Die AURA-Pension Haus "Grünes Herz" in Georgenthal bietet bereits ein Jahr vor diesem Jubiläum Urlaubsprogramme unter dem Titel "Heilen mit Ähnlichem. Die Homöopathie nach Dr. Samuel Hahnemann" an.
Termine: 23. bis 27.8., 20. bis 24.9., 18. bis 22.10.
Nähere Informationen bei der
AURA-Pension "Grünes Herz"
Schwimmbachstr. 4
99887 Georgenthal
Tel.: (03 62 53) 30 50
E-Mail: gruenes-herz@bsv-thueringen.de
Internet: http://www.bsv-Thueringen.de/GEORGENTHAL/georgent.shtml
1. bis 3.10. Trommel-Workshop
7. bis 13.11. Englisch-Seminar
1. bis 5.12. Reiki-Seminar
Nähere Information und Anmeldung beim
AURA-Zentrum Bad Meinberg
Oberförster-Feige-Weg 1
32805 Horn-Bad Meinberg
Tel.: (0 52 34) 904-0
Kann man etwas gegen die Auswirkungen der Diabetes auf die Füße tun? Praktische Übungen und Vorträge werden Antwort geben. In Gesprächen mit betroffenen Diabetikern soll die Mauer von Verzweiflung, Angst und Hilflosigkeit durchbrochen werden. Dank der freundlichen Unterstützung der AOK Calw kann dieses Seminar sehr kostengünstig angeboten werden; 17. bis 22.10., Bad Liebenzell.
Nähere Informationen bei
Regine Sigl
Tel.: (0 71 33) 1 56 14
E-Mail: amannda@gmx.de
Skulpteure aus aller Welt haben aus 10.000 Tonnen Sand bis zu elf Meter hohe Meisterwerke gebaut und auf dem Ostseestrand vor den Toren Lübecks eine traumhafte Skulpturenlandschaft erschaffen. Erstmals wird eine individuelle Audioführung, basierend auf dem guidePORT-System der Firma Sennheiser angeboten. Aus den zigarettenschachtelgroßen Empfängern mit Komfort-Kopfhörern erhält der Besucher Informationen zu den einzelnen Skulpturen und Objekten des diesjährigen Themas "Mythos Olympia".
Die blinden- und sehbehindertengerechte Audioführung - daneben ist noch eine allgemeine deutsch- und englischsprachige Erwachsenenführung sowie eine spezielle Kinderführung abrufbar - wurde von einem fachlich versierten, über weitreichende Erfahrungen in der Erarbeitung von Audiodeskriptionsfassungen bei Film- und Fernsehproduktionen verfügenden Beschreiberteam aus den Reihen des BSV Schleswig-Holstein e.V. erstellt. Die Skulpturen sind außerdem mit Groß- und Braille-Schrift versehen.
Die Sand World 2004 ist bis zum 5.9. täglich geöffnet (Mo.-Do. 10-23 Uhr; Fr.-So. 10-24 Uhr).
Nähere Informationen unter
www.sandworld.de
oder über die Hotline
01805/882233 (0,12 Euro/Min.)
Infos zur Audioführung auch beim
BSVSH
Tel.: (04 51) 4 08 50 80
Die Berliner Geschäftsstelle des SFZ Berufsbildungswerkes für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz gGmbH, Georgenstr. 35 in 10117 Berlin hat ihre Besuchszeiten verändert.
Die Geschäftsstelle steht jetzt montags, dienstags, mittwochs und freitags von 7 bis 16 Uhr und donnerstags von 7 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung für Ratsuchende offen.
Tel.: (0 30) 72 61 68-71/73
E-Mail: reginavollbrecht@bbw-chemnitz.de
Ilonka.ziethlow@bbw-chemnitz.de
Internet: www.bbw-chemnitz.de
Die Ausbildung umfasst drei Kursteile - Grundkurs, Aufbaukurs 1, Aufbaukurs 2 - mit insgesamt 120 Unterrichtseinheiten und kann mit dem Zertifikat des Bundesverbandes Gedächtnistraining abgeschlossen werden. Es befähigt zur Leitung von Gruppentraining.
Im Rudolf-Kraemer-Haus in Bad Liebenzell beginnt mit einem Grundkurs vom 5. bis 10.9. die nächste Ausbildung. Es sind noch einige Plätze frei.
Nähere Informationen und Anmeldung bei:
Susanne Blach
Uhlandstr. 10
35428 Langgöns
Tel.: (0 64 03) 77 61 97
E-Mail: sblach@bvgt.de
In drei Bänden mit insgesamt 164 Seiten werden im Geometrie-Atlas z.B. die Themen Linien, Winkel, Dreieck Symmetrie und Trigonometrie taktil aufgearbeitet. Der Geometrieatlas ist in tastbarer Reliefplastik mit unterlegtem Großdruck - bis Ende August etwas preisgünstiger zu erhalten.
Die Kalender 2005: ein Blumenkalender und eine Bilderreise durch Österreich sowie in Vorbereitung ein Kinderkalender und ein Eisenbahnkalender.
Nähere Informationen und Bestellung unter
Tel.: (03 61) 7 92 09 42 oder per
Internet: www.grenzenlos-ggmbh.de
(auch Online-Bestellung möglich)
Seit Mitte der 90er-Jahre ist Frau Anne Loch, Autorin, Journalistin und Kabarettistin, in der DZB als Studiosprecherin tätig. Am 11. September, anlässlich des Tages der offenen Tür, möchte sie mit den Menschen, für die sie in der DZB Bücher aufliest, ins Gespräch kommen. Unterhaltsame 45 Minuten gewährt sie unter dem Motto "Sprecher sind ja so sensibel ...!" Einblicke in die "Abgründe der Sprecherseele". Mit nicht nur einem Augenzwinkern wird Frau Loch von der "Last und Lust der Bücher, die den Sprechern zu schaffen macht" berichten.
Telefonische Anmeldungen zur Veranstaltung und Führungen sind unter der
Tel.: (03 41) 71 13-148 möglich.
Der Radabenteurer Sebastian Burger sucht blinde Radler und Radlerinnen, mit denen er im September 2004 die Idee eines Radprojektes mit blinden Menschen testen möchte. Mit etwa vier blinden Mitfahrern will er nacheinander einige Tage durch Frankreich fahren und den Abenteueralltag so gut wie möglich simulieren: Übernachten in freier Natur, Kochen am Feuer und Radeln nach Lust und Laune. Material wird nach Absprache zur Verfügung gestellt, sodass außer persönlichem Verzehr und ggf. Transport keine weiteren Kosten anfallen.
Nähere Informationen unter
Tel.: (04 21) 59 86 59 01
E-Mail: sebastianburger@web.de
"Im Osten was Neues" ist das Motto der diesjährigen Liedertage, die vom 3. bis 7.11. in Boltenhagen stattfinden.
Thematisiert wird die kulturelle Vielfalt im uns so nahen Osten. In Seminaren geht es um die Liedermacherszene Polens sowie um die Rockmusik Polens, Ungarns und der ehemaligen Tschechoslowakei.
Im praktischen Workshop geht es um Klezmermusik. Einen Höhepunkt bildet sicher das Gastspiel der ukrainischen Gruppe "Scho". Auf der offenen Bühne schließlich können sich alle Teilnehmer präsentieren.
Nähere Informationen und Anmeldung bei
LiederLeute e.V.
Thomas Vallentin
Tel. (0 30) 4 24 97 96
E-Mail: liederleute@freenet.de
Dieses Drama (Deutschland 2003), Regie Eric Till, 121 Min., gibt es jetzt auch als Hörfilm auf DVD. Die Audiodeskription wurde erstellt von der Deutschen Hörfilm gGmbH, mit freundlicher Unterstützung durch das ZDF.
Der kanadische Regisseur Eric Till stellt einen von Joseph Fiennes gespielten hageren Luther vor und betont auf diese Weise die ungeheure Dynamik und Tatkraft des Reformators. Der Film zeigt die wichtigsten Ereignisse in Martin Luthers Leben von seinem 22. bis zu seinem 47. Lebensjahr.
Die DVD ist erhältlich überall im Handel und beim
Hörfilm-Versand der Deutschen Hörfilm gGmbH
Rungestr. 19
10179 Berlin
Tel.: (0 30) 23 55 73 40
Bestell-Nr.: HKD 00 18
Das Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist in Kraft getreten. In den Mitteilungen der DBSV-Rechtsabteilung 10/2004 heißt es dazu:
Das Gesetz, auch SGB IX-Änderungsgesetz genannt, wurde nach langem Hin und Her am 23.4.2004 verabschiedet (BGB'l. I. S. 606) und ist inzwischen am 1.1.2004 in Kraft getreten.
§ 69 Abs. 1 SGB IX:
Beantragt ein Erwerbstätiger die Anerkennung als Schwerbehinderter, so gelten für die Bearbeitung des Antrags durch das Versorgungsamt die in § 14 SGB IX geregelten Fristen.
§ 73 Abs. 2 Nr.7, § 75 Abs. 2a und § 76 Abs. 2 SGB IX:
Schwerbehinderte in Altersteilzeit werden in der Freistellungsphase (Verblockungsmodell) bei der Berechnung der Pflichtquote nicht mitgerechnet. Angerechnet wird ein Schwerbehinderter jedoch auch dann, wenn und solange er im Rahmen einer Maßnahme zur Förderung des Übergangs aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt wird; bei Übernahme im Anschluss an eine abgeschlossene Ausbildung erfolgt dann eine doppelte Anrechnung.
§ 83 Abs. 2a SGB IX:
Gemäß dem neuen Absatz können in der Integrationsvereinbarung insbesondere auch Regelungen getroffen werden:
1.zur angemessenen Berücksichtigung schwerbehinderter Menschen bei der Besetzung freier, frei werdender oder neuer Stellen,
2.zu einer anzustrebenden Beschäftigungsquote, einschließlich eines angemessenen Anteils schwerbehinderter Frauen,
3.zu Teilzeitarbeit,
4.zur Ausbildung behinderter Jugendlicher,
5.Zur Durchführung der betrieblichen Prävention (betriebliches Eingliederungsmanagement) und zur Gesundheitsförderung,
6.über die Hinzuziehung des Werks- oder Betriebsarztes auch für Beratungen über Leistungen zur Teilhabe sowie über besondere Hilfen im Arbeitsleben.
§ 84 Abs. 2 SGB IX:
Das oben genannte (und in diesem Absatz im Einzelnen beschriebene) betriebliche Eingliederungsmanagement setzt bereits ein, wenn ein Beschäftigter (also auch ein Nichtbehinderter) innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist.
§ 90 Abs. 2a SGB IX:
Der neue Absatz versagt den besonderen Kündigungsschutz für schwerbehinderte Arbeitnehmer für den Fall, dass "zum Zeitpunkt der Kündigung die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch nicht nachgewiesen ist oder das Versorgungsamt nach Ablauf der Frist des § 69 Abs. 1 Satz 2 eine Feststellung wegen fehlender Mitwirkung nicht treffen konnte." Diese Regelung soll verhindern, dass ein Schwerbehindertenausweis zu dem alleinigen Zweck beantragt wird, um das Arbeitsverhältnis noch zu verlängern. Die BIH (siehe meine Darstellung in RA 11/2003) hat sich hier also mit ihrem Vorschlag durchgesetzt.
§ 102 Abs. 6 und Abs. 7 SGB IX:
Das Integrationsamt kann, wenn dies erforderlich ist, im Falle unklarer Zuständigkeiten die Leistung (wieder) vorläufig erbringen. Es kann seine Leistungen zur begleitenden Hilfe auch als persönliches Budget ausführen.
§ 110 Abs. 2 , § 111 Abs. 5 SGB IX:
Die Aufgaben der Integrationsfachdienste (IFD) werden erweitert. Bei ihnen sollen die berufsbegleitenden und psychosozialen Dienste konzentriert werden. Hierzu hatten wir - leider vergeblich - eine klarstellende Regelung gefordert, wonach eine möglichst überregionale fachspezifische Beratung für blinde und sehbehinderte Menschen oder für andere Behinderungsgruppen gesichert werden sollte.
§ 125 Abs. 2 und 3 SGB IX:
Die neuen Absätze sehen wichtige Neuerungen vor. Galt bisher, dass bei einer Anerkennung als Schwerbehinderter der Zusatzurlaub ungemindert für das betreffende Anerkennungsjahr zu gewähren war, so kommt es jetzt auf den Zeitpunkt des Anerkennungsmonats an und der Zusatzurlaub ist entsprechend zu zwölfteln. Nachfolgend die neuen Regelungen im vollen Wortlaut:
"(2) Besteht die Schwerbehinderteneigenschaft nicht während des gesamten Kalenderjahres, so hat der schwerbehinderte Mensch für jeden vollen Monat der im Beschäftigungsverhältnis vorliegenden Schwerbehinderteneigenschaft einen Anspruch auf ein Zwölftel des Zusatzurlaubes nach Absatz 1 Satz 1. Bruchtage von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden. Der so ermittelte Zusatzurlaub ist dem Erholungsurlaub hinzuzurechnen und kann bei einem nicht im ganzen Kalenderjahr bestehenden Beschäftigungsverhältnis nicht erneut gemindert werden.
(3) Wird die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch nach § 69 Abs. 1 und 2 rückwirkend festgestellt, finden auch für die Übertragbarkeit des Zusatzurlaubs in das nächste Kalenderjahr die dem Beschäftigungsverhältnis zugrunde liegenden urlaubsrechtlichen Regelungen Anwendung."
Karl Thomas Drerup
Was vor einem Jahr mit vielen Fragezeichen begann, wurde jetzt mit dem Innovationspreis "Ausbildung der IHK" Region Stuttgart belohnt.
Am 5.5. wurde der diesjährige Innovationspreis an Herrn Bernd Krauter der Firma bksys überreicht, denn er hatte trotz aller Fragezeichen ein Jahr zuvor den blinden Sebastian Bärschneider als Auszubildenden zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungstechnik aufgenommen.
Dies erfolgte in enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit, dem Landeswohlfahrtsverband Württemberg, der Berufsschule Backnang und der Nikolauspflege in Stuttgart.
"Wir danken Herrn Krauter für seinen Mut und hoffen auf viele Nachahmer", sagt Winfried Rullof, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und Qualifizierung der Nikolauspflege.
Das Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg hat den höchsten Frauenanteil aller Berufsförderungswerke. "Seit Jahren steigt der Prozentsatz unserer Teilnehmerinnen stetig an" betont BFW-Geschäftsführer Alfred Schulz. Derzeit liege die "Frauenquote" bei rund 45 Prozent, Tendenz steigend.
Als eine Ursache für diese erfreuliche Entwicklung wird das breite Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt im kaufmännischen (kauffraulichen) Bereich genannt.
Vor allem bei der Fortbildung zur "Kauffrau im Gesundheitswesen" biete man neue Perspektiven für Frauen, die bisher in Pflegeberufen arbeiteten. Aber selbst in der klassischen Männerdomäne der gewerblich-technischen Metallberufe bilde das BFW Teilnehmerinnen aus, erläutert Petra Baader, Abteilungsleiterin Qualifizierung.
Seit 30 Jahren werden in der Berufsfachschule für Physiotherapie des SFZ Berufsbildungswerkes für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz Physiotherapeuten und seit nahezu 60 Jahren Masseure und medizinische Bademeister ausgebildet. Die erste Weiterqualifizierung vom Masseur zum Physiotherapeut begann 1973. 1977 wurde diese 1-jährige Erwachsenenqualifizierung in eine 1 1/2-jährige Ausbildung umgewandelt.
Vier Jahre später wurde dann die medizinische Fachschule gegründet - jetzt gab es neben der Erwachsenenqualifizierung das 3-jährige Direktstudium zum Physiotherapeuten.
Seit 1994 wird nach dem neuen Masseur- und Physiotherapeutengesetz unterrichtet, das die Ausbildung von blinden und sehbehinderten Menschen zu Masseuren bzw. Physiotherapeuten in der BRD erstmals festschreibt.
Das 30-jährige Jubiläum wird am 11. September 2004 feierlich begangen. Es wird an diesem Tag Gelegenheit geben, die neu rekonstruierte Berufsfachschule zu besichtigen und in den fachlichen Austausch zu treten.
Nähere Informationen unter www.bbw-chemnitz.de
Am 8.6. stellte sich die Deutsche Zentralbücherei für Blinde Leipzig (DZB) den Mitarbeitern und Rehabilitanden des Berufsförderungswerkes Halle vor. Wir begrüßten herzlich den Direktor der DZB, Herrn Dr. Thomas Kahlisch, und zwei Mitarbeiterinnen in unserer Aula.
In einer einleitenden Bildschirmpräsentation informierte Herr Dr. Kahlisch über Geschichtliches sowie über die breite Angebotspalette des Leipziger Verlagshauses.
Anhand eines Kochbuches demonstrierte uns Herr Dr. Kahlisch den Umgang mit einem digitalen Hörbuch im DAISY-Format. Interessant waren für uns die leckeren exotischen Gerichte, deren Zubereitung allerdings den Zeitrahmen und Zweck der Veranstaltung gesprengt hätte.
Im Anschluss an den informativen Vortrag stellte eine Mitarbeiterin mitgebrachte Blindenschriftbücher unterschiedlichsten Couleurs als auch Verkaufsartikel, z.B. einen 2004er Wandkalender in sehr gut erkennbarer Großschrift (mit 50 Prozent Rabatt käuflich erwerbbar), vor.
Beate Hasdorf