Editorial:
Für andere da sein...
Gedanken von Dr. Thomas Nicolai
Leserpost
EXPO 2000:
DBSV-Kongress mit Weltfilmpremiere
Von Jürgen Krause
Einrichtungen:
Hörfilm-Forum
Von Martina Wiemers
Im Beruf:
Auf neuen Lebenswegen
Von Otto Umscheid
Berliner Bauwerke:
Das Charlottenburger Schloss (Teil 2) - Ingeburg Benthin bringt
es uns näher
Rehabilitation:
Hätte ich das früher gewusst...
Von Rudi Leopold
Freizeit
Arboretum erlebbar für Blinde
Von Dr. Johannes-Jürgen Meister
Stichwort "Unterwegs"
Die Verwechslung
Aufgeschrieben von Rainer Burgard
Aus den Ländern
Persönliches
Rätsel
Schmunzelecke
Bildbetrachtung:
Pablo Picasso: Tete de fou (Kopf eines Narren)
Von Christiane Heuwinkel
Anzeigen
Beilage:
Zum Titelbild:
Die ganze Welt an einem Ort: (Dr. Friedebold (m. Langstock) mit
anderen Mitgliedern des ABSV Berlin und Begleitassistenz nach einer
TUI-Führung vor dem EXPO-Pavillon von Nepal.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ist Arbeit, die nicht entlohnt wird, nichts wert? Oder warum
hören wir so wenig vom Ehrenamt von freiwilliger, unbezahlter
Tätigkeit, von bürgerschaftlichem Engagement, obwohl sich
rund 22 Millionen Menschen in Deutschland auf unterschiedlichste
Weise in diesem Sinne betätigen? Passt unbezahlte Arbeit nicht
in die Wertmaßstäbe der Gesellschaft - Leistung,
materieller Reichtum, Karriere? (Wer macht noch etwas "umsonst"? Wer
schenkt mir denn etwas?)
Und ist es nicht auch im Blinden- und Sehbehindertenwesen so, dass
ehrenamtliche Arbeit oft erst dann gebührende Würdigung
erfährt, wenn ein Bundesverdienstkreuz verliehen wird, jemand
seinen 70. Geburtstag feiert oder durch seinen plötzlichen Tod
unwiderruflich aus dem Amt scheidet?
Die Selbsthilfe lebt in erster Linie von dem Wissen und Können,
von den Erfahrungen und der eigenen Betroffenheit von Menschen, die
ihre Fähigkeiten in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen.
Über 3.000 Blinde und Sehbehinderte wirken freiwillig und ohne
Bezahlung in den Fachgremien des DBSV, in den Landesvereinen sowie
deren Untergliederungen mit Fleiß und hohem persönlichem
Einsatz mit, oft unter Einbeziehung weiterer Familienmitglieder.
Sie laden sich viel Arbeit auf, spenden den Vereinen viel Zeit, nicht
selten verbunden mit Ärger über Dinge, die zu langsam
vorangehen, oder mit unnötigen Zwistigkeiten. Zum Glück
macht die ehrenamtliche Arbeit aber auch Spaß, weil man merkt,
dass man gebraucht wird, weil man etwas bewegen kann, weil man
Begegnungen mit vielen Menschen hat, die zu Freundschaften werden
können, und weil es ein schönes Gefühl ist, für
andere da zu sein.
Als ich kürzlich an einer Veranstaltung der Enquete-Kommission
des Deutschen Bundestages "Zukunft bürgerschaftlichen
Engagements" teilnahm, wurde mir erneut bewusst, dass sich andere
Vereine und Initiativen mit ähnlichen Fragen
"herumschlagen" wie wir.
Vielleicht ist der Begriff Ehrenamt schon etwas antiquiert, denn den
wenigsten geht es um die "Ehre", sondern vielmehr um
Beteiligung an lebendiger Demokratie, um gemeinwohlorientiertes
Engagement, um Mitarbeit an für unterstützenswert
empfundenen Aufgaben - ehrenhafte Motive.
Vergessen wir nicht, dass solche Arbeit freiwillig geleistet wird.
Und dafür ist ein Dankeschön öfter einmal angebracht.
Glauben Sie mir, auch Ihr Vorstand wird sich über anerkennende
Worte freuen.
Ihr Dr. Thomas Nicolai
Ehrenamt
(von Wilhelm Busch)
Willst Du froh und glücklich leben
lass kein Ehrenamt Dir geben
Willst Du nicht zu früh ins Grab
Lehne jedes Amt gleich ab.
So ein Amt bringt niemals Ehre
Denn der Klatschsucht scharfe Schere
Schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp
Deine Ehre vielfach ab.
Wie viel Mühe, Sorgen, Plagen
Wie viel Ärger musst Du tragen
Gibst viel Geld aus, opferst Zeit
und der Lohn? Undankbarkeit.
Selbst Dein Ruf geht Dir verloren
Wirst beschmutzt vor Tür und Toren
Und es macht ihn oberfaul
Jedes ungewasch'ne Maul.
Ohne Amt lebst Du so friedlich
Und so ruhig und gemütlich
Du sparst Kraft und Geld und Zeit
Wirst geachtet weit und breit.
Drum so rat ich Dir im Treuen
Willst Du Weib und Kind erfreuen
Soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen
Lass das Amt doch and'ren Dummen.
Vom DBSV-Vorstand beschlossen
Der DBSV-Vorstand tagte am 16.06. in Berlin-Hirschgarten. Dabei wurden u. a. folgende Beschlüsse gefasst:
- Die zentrale Veranstaltung zum diesjährigen Tag des weißen Stockes wird im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover stattfinden.
- Der DBSV beteiligt sich im kommenden Jahr wiederum an der Augenärztlichen Akademie Deutschland in Düsseldorf. Korrespondierende Mitglieder des Spitzenverbandes sollen Gelegenheit erhalten, sich ebenfalls am DBSV-Stand zu präsentieren.
- Dem Aufruf des Referates Öffentlichkeitsarbeit folgend, waren 25 Vorschläge für einen neuen Titel des DBSV-Jahrbuches eingegangen. Unter den Einsendungen war allerdings kein Vorschlag, der den "Zuschlag" erhielt, so dass der Jahrbuchtitel zunächst schlicht und unverändert bleibt. Soeben erschienen ist das "Jahrbuch 2001".
- Der Bauausschuss für Berlin-Hirschgarten legte ein neues Konzept vor, welches die grundsätzliche Zustimmung des Vorstandes erhielt. Über aktuelle Entwicklungen bezüglich des Bauvorhabens wird die "Gegenwart" regelmäßig informieren. Bis Ende Juni 2001 soll das "alte" Mobilitätszentrum seine Tätigkeit fortsetzen. Über Bildungs-, Kultur- und Urlaubsangebote des Mobilitätszentrums informiert die Einrichtung auf Anfrage.
- Durch eine spontane Hilfsleistung unterstützt der DBSV den Wiederaufbau des Blindenzentrums in Prizren im Kosovo. Soldaten der Bundeswehr, die die Gebäude des Zentrums in Stand setzten, übergaben 10 Punktschriftmaschinen, Schreibtafeln und Griffel, Stöcke und einige tausend ausgemusterte, aber noch gut brauchbare "Gegenwart"-Kassetten - Hilfsmittel, die der DBSV bereit gestellt hatte.
- Die nächste Vorstandssitzung findet am 08. und 09. September in Bonn statt. Am Vortag treffen sich die Korrespondierenden Mitglieder des DBSV zu einem informativen Gedankenaustausch. Für den Abend des 07.09. hat der Vorstand Beamte mehrerer Ministerien zu einem Essen geladen.
Ausnahmeregelungen für Blindenführhunde nötig
Die "Kampfhund-Diskussion" hat dafür gesorgt, dass so schnell wie sonst kaum üblich gesetzliche Regelungen getroffen wurden, die u. a. Leinen- und Maulkorbzwang vorschreiben.
Der DBSV hat sowohl in einer auch über das Internet verbreiteten Presseerklärung als auch in Schreiben an den Bundesinnenminister, den Deutschen Städtetag, den Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie den Deutschen Landkreistag auf die besondere Situation von Blindenführhunden aufmerksam gemacht und Ausnahmeregelungen gefordert, die Blindenführhunde von einem generellen Leinen- und Maulkorbzwang befreien.
Weiterhin im ASCII-Format
Mit Schreiben vom 31.07. bedankt sich der DBSV bei Herrn Dr. Guido Westerwelle M.d.B., der sich beim Bundestagspräsidenten erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass die Plenarprotokolle des Deutschen Bundestages weiterhin auch im ASCII-Format über das Internet verbreitet werden und dadurch auch blinden und sehbehinderten Computernutzern wie bisher zugänglich sind.
Bessere Bedienbarkeit von Mobiltelefonen gefordert
In einem Schreiben an alle namhaften Hersteller von Mobiltelefonen hat der DBSV Verbesserungen bei der Bedienbarkeit von Handys gefordert. Das Hauptaugenmerk war dabei zunächst auf die blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung der Eingabetastaturen gerichtet. Den Herstellern wurde verdeutlicht, dass bereits einfachste, kostenneutrale Maßnahmen, wie z. B. der taktile Orientierungspunkt auf (und nicht neben) der Zifferntaste "5" zu wesentlichen Erleichterungen im Umgang mit den Geräten führen. Außerdem wurde auf die besondere Bedeutung von Mobiltelefonen für Blinde und Sehbehinderte hingewiesen, die als echte Hilfsmittel angesehen werden können.
Die Firma Ericsson hat bereits positiv auf die Initiative reagiert. Es wurde zugesagt, dass bei dem in Kürze erscheinenden Modell "Ericsson A 2618 s" die geforderte Markierung auf der "5" vorhanden und die Menüsteuerung auch über die Zehnertastatur möglich sein wird. Ungeachtet dessen hat Ericsson Fortschritte bei der Entwicklung einer Sprachausgabe erzielt. Der erste Prototyp eines Handys, bei dem nahezu alle Funktionen angesagt werden, wird z. Z. getestet. Ob und wann ein solches Gerät auf den Markt kommt, steht allerdings noch nicht fest. Der DBSV wird die Angelegenheit jedenfalls weiterhin im Auge behalten und alle Hersteller zu Neuentwicklungen zugunsten Blinder und Sehbehinderter animieren.
Geldautomaten müssen blinden- und sehbehindertengerecht sein
Die im Jahre 2002 stattfindende Umstellung auf das Euro-Bargeld und die damit verbundenen Aktivitäten der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe hat der DBSV zum Anlass genommen, die Verbände der Banken und Sparkassen sowie die Industrie erneut auf das nahezu ungelöste Problem der Bedienbarkeit von Geldautomaten durch Blinde und Sehbehinderte hinzuweisen. Das Thema ist außerdem im Hinblick auf die aktuelle Diskussion über eine zunehmende Standardisierung und Automatisierung von Bankgeschäften besonders relevant. Der DBSV will mit der Aktion den Stillstand auf diesem Gebiet beenden und nicht länger hinnehmen, dass sich Banken und Sparkassen auf der einen Seite und die Hersteller auf der anderen Seite die Verantwortung für Verbesserungen gegenseitig zuschieben. Selbstverständlich wurden die Beteiligten nicht nur mit bloßen Forderungen konfrontiert, sondern haben konkrete Vorschläge für eine blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung von Geldautomaten erhalten.
Bild: Der erste sprechende Geldautomat war vor einigen Jahren in Marburg installiert worden. Er fand nur wenige Nachfolger.
Projekt zur Darstellung von 6-Punkt-Blindenschrift auf Braillezeilen grundsätzlich bewilligt
Im Frühjahr d. J. hatte der DBSV einen Förderantrag zur Durchführung eines Projekts zur Darstellung der traditionellen Punktschrift auf Braillezeilen beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) gestellt. Ziel des von Herrn Denninghaus (BBW Soest) angestoßenen Vorhabens ist die Entwicklung einer Software, die die Abbildung von Basisbraille, Voll- und Kurzschrift auf der Braillezeile ermöglicht. Dabei werden die Besonderheiten der traditionellen Punktschrift, wie z. B. Zahlen- und Großschreibzeichen, berücksichtigt. Das Projektergebnis wird für alle gebräuchlichen Anwendungen im Bereich Textverarbeitung das bisherige 8-Punkt-Eurobraille überflüssig machen.
Das BMA hat den Projektantrag Anfang Juni 20000 dem Grunde nach bewilligt. Damit können die Detailplanungen begonnen und die exakten Kosten ermittelt werden. Mit der Durchführung des Vorhabens wurde die Firma F. H. Papenmeier beauftragt, die sich als einziger Hilfsmittelhersteller zur Übernahme der Entwicklungsarbeiten bereit erklärt hat.
Martin Altmaier
Den Euro in den Griff kriegen...
Ab 2001 wird mit Münz- und Notenmustern geübt.
Die Fähigkeit, Geldmünzen und Banknoten erkennen und unterscheiden zu können, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Selbständigkeit der 155.000 blinden und 500.000 sehbehinderten Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Fähigkeit muss neu erworben werden, wenn der Euro ab Januar 2002 in die Hände der Verbraucher gelangt. Blinde und Sehbehinderte bedürfen deshalb besonderer Anleitungen und Hilfen, damit sie das Euro-Geld genauso mühelos und mit Zuversicht gebrauchen können wie sehende Menschen auch.
Um den Übergang zum Euro für blinde und sehbehinderte Menschen zu erleichtern, bildet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Zusammenarbeit mit seinen 20 Landesvereinen in einer bundesweiten Informations- und Trainingskampagne Euro-Multiplikatoren aus, die ab Januar 2001 Blinden und Sehbehinderten in den landesweit rund 250 Beratungsstellen zeigen, wie man den Euro in den Griff bekommt. Die Handhabung der neuen Scheine und Münzen dürfte dabei durch den Umstand erleichtert werden, dass diese entsprechend der Forderungen der europäischen Blinden- und Sehbehindertenverbände taktile und andere signifikante Erkennungshilfen, wie z. B. eine differenzierte Randgestaltung aufweisen.
Die Euro-Kampagne des DBSV ist Teil einer in den 11 Ländern der Euro-Zone mit Hilfe der EU-Kommission für Verbraucherpolitik und der Europäischen Zentralbank finanzierten Aktion, die von einer Arbeitsgruppe der Europäischen Blindenunion vorbereitet wurde, in der der DBSV seit Jahren vertreten ist. Mit ihrer Unterstützung der Kampagne machen EZB und Europäische Kommission damit deutlich, dass sie die Sorgen und Befürchtungen der blinden und sehbehinderten Menschen, aber auch den erklärten Willen der politisch Verantwortlichen ernst nehmen, wonach der Euro eine Währung für alle Verbrauchergruppen sein soll.
Die Mehrzahl der Euro-Multiplikatoren, die der DBSV in den kommenden Wochen ausbildet, sind Selbstbetroffene, die als ehrenamtlicher Helfer, aber auch als Rehabilitationsfachleute vor Ort arbeiten. Für ihre Arbeit werden ihnen didaktische Materialien und spezielle Hilfen zur Verfügung stehen, die von der EBU-Arbeitsgruppe entwickelt wurden. Hierzu zählt ebenso eine "Euro-Broschüre", die in Kürze in für Blinde und Sehbehinderte lesbaren Formaten erhältlich sein wird und die die Euro-Banknoten und -Münzen sowie deren Erkennungsmerkmale detailliert beschreibt. Das wichtigste Hilfsmittel der Kampagne sind jedoch Münz- und Notenmuster des Euro, anhand derer sich Blinde und Sehbehinderte in den Beratungsstellen mit dem Euro gründlich vertraut machen können.
Ohne solche gezielten Hilfen wird das sichere Erkennen und die Unterscheidung der Euro-Münzen und Scheine schwierig. Das ist das Ergebnis einer Studie über blinde und sehbehinderte Verbraucher in drei europäischen Ländern, die die Europäische Blindenunion im Oktober vergangenen Jahres der Europäischen Kommission vorgelegt hatte.
(Aus einer Presseerklärung des DBSV)
Bild: Der Euro - bald ein Trainingsobjekt für Blinde.
Zwei neue Broschüren:
"Jahrbuch 2001"
Das Ende August erschienene DBSV-Jahrbuch kündigt bereits das nächste Jahr an. Die Zahl 2001 ist aus der Umschlagseite ausgestanzt. Sie ist so auch ertastbar und macht neugierig auf das, was in dem 96-seitigen Heft steht.
Informativ, unterhaltend und hier und da nachdenklich stimmend sind die Beiträge, die Programmatisches zur Arbeit des DBSV bieten (Lubnau: Grußwort, und Dr. Preuße: Weichen für die Zukunft stellen). Außerordentlich aufschlussreich die persönlichen Lebensberichte einer blinden Mutter und einer erblindeten Ärztin. Über den eigenen "Gartenzaun" blicken wir, wenn wir etwas lesen über den Aufbau der Selbsthilfe im Jemen oder über die Situation blinder Menschen im Iran. Faktenreich sind die Mitteilungen im Mosaik und die Informationen über den Gebrauch vergrößernder Sehhilfen.
Zum Schmunzeln regen die Unterwegs-Geschichten an, die durch humorvolle Illustrationen noch bereichert werden. Um Filme geht es in zwei Beiträgen; zum einen um das Engagement des Fernsehsenders arte für den Hörfilm, zum anderen um Blindheit und Sehbehinderung in Spielfilmen.
Die Jahrbuch-Leser sind dabei, wenn ein Sehbehinderter die bunte Unterwasserwelt der Malediven erschnorchelt und eine blinde Frau hohe Berggipfel erklettert. Und wie ergeht es Blinden im Jahr 2099? Auch darüber gibt eine Jahrbuch-Autorin vorausschauende Auskunft, allerdings ohne Gewähr. Im Anschriftenverzeichnis kann man bemerken, dass nun fast alle Verbände und Einrichtungen eine E-Mail-Adresse haben, und der Ferienkalender kann bei der Urlaubsplanung helfen.
Eine Rätselkarte soll die Jahrbuch-Freunde anregen, sich etwas näher mit der Punktschrift zu beschäftigen. Das Alphabet ist allerdings über das ganze Heft verstreut.
Entdecken Sie das Jahrbuch aber lieber selbst und geben Sie es weiter. Sie bekommen es bei Ihrem Blinden- und Sehbehindertenverein. Es kostet 3 DM. Eine Kassetten-Ausgabe kann in den Blindenhörbüchereien kostenlos ausgeliehen werden. Auch die Kur- und Erholungseinrichtungen bekommen vom DBSV jeweils ein Exemplar für ihre Bibliotheken. Die Disketten-Ausgabe (nur Texte im ASCII-Format) gibt es beim Referat Öffentlichkeitsarbeit des DBSV (bitte 3 DM in Briefmarken zusenden).
"FIT im Beruf"
Diese Handreichung des DBSV will Vorbehalte ausräumen und gleichzeitig helfen, die richtigen Wege zu gehen, damit Blinde und Sehbehinderte an PC-Arbeitsplätzen optimal tätig sein können. Noch immer halten es viele Arbeitgeber für unmöglich, dass Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ihren Arbeitsaufgaben in der Firma voll gerecht werden können.
"FIT im Beruf" - zusammengestellt vom Fachausschuss für Informations- und Telekommunikationssysteme (FIT) unter Federführung von Karsten Warnke - informiert darüber, welche Hilfsmittel zu einer optimalen Arbeitsplatzausstattung gehören und verdeutlicht, wie Menschen mit Sehproblemen durch Braillezeile, Sprachausgabe, Großschriftprogramme und Scanner selbständig arbeiten können. Gleichzeitig wird aber darauf verwiesen, dass technische Lösungen menschliche Assistenz nicht völlig ersetzen können. Besonders nützlich sind auch die Hinweise zur Kompatibilität der Hilfsmittel mit betrieblichen Systemen.
Begriffserklärungen, ein umfangreiches Anschriftenverzeichnis sowie der Verweis auf Fördermöglichkeiten bei Einstellung von Schwerbehinderten machen das 24-seitige Heft zu einem wichtigen Arbeitsmaterial. Die Fotos verdeutlichen die Thematik anschaulich.
Die DBSV-Landesvereine haben die Broschüre vor kurzem erhalten. Sie wird kostenlos abgegeben (Porto: 3 DM in Briefmarken).
Bild: Umschlag der Broschüre "Fit im Beruf".
Seminarangebote des DBBW
Nachstehend informieren wir Sie über
Fortbildungsveranstaltungen des Deutschen Blindenbildungswerkes
(DBBW) 2000. Zu allen Kursen und Seminaren gibt es Ausschreibungen,
denen weitere Einzelheiten zu entnehmen sind. Es besteht die
Möglichkeit, sich vormerken zu lassen. Die Anmeldeformulare
werden den Interessenten dann zugesandt. Nähere Auskünfte
erteilt: DBBW gGmbH, Hauptstr. 40, 79576 Weil am Rhein; Tel.: (0 76
21) 79 92 30.
22. - 24.09. - Gedächtnistraining, Mobilitätszentrum
Berlin-Hirschgarten, 12561 Berlin;
06. - 08.10. - Gesprächsführung für Fortgeschrittene,
Ort: Mobilitätszentrum Berlin-Hirschgarten;
15. - 20.10. - Einführung in das Internet, Ort: Harz-Sanatorium,
37520 Osterode;
22. - 28.10 - Elektrizität und Elektronik, Hotel Silverio,
A-4713 Gallspach/Oberösterreich;
06. - 09.11. - Gesprächsführung für Telefonisten -
Telefonzentrale als Visitenkarte des Unternehmens, Blindenzentrum,
32805 Horn-Bad Meinberg;
12. - 19.11. - Praktische Einführung in Windows 2000, Kur- und
Begegnungszentrum, 82442 Saulgrub;
19. - 26.11. - Praktische Einführung in Winword, Kur- und
Begegnungszentrum, 82442 Saulgrub;
26.11. - 01.12, Das Anti-Stress-Programm, Bildungszentrum der
Arbeitskammer des Saarlandes, 66459 Kirkel.
Neue Internetadressen des DBBW
Das Deutsche Blindenbildungswerk hat nun seine eigene Domain im
Internet:
dbbw.de. Dementsprechend haben sich die Internet-Adressen
geändert:
E-Mail: info@dbbw.de
Homepage: www.dbbw.de
Des weiteren wurde eine Mailingliste eingerichtet, auf der stets
über das Neueste beim DBBW informiert wird. Auf dieser Liste hat
nur das DBBW selbst "Schreib-Zugriff". Nähere Auskünfte
dazu beim DBBW.
Angebote der Stiftung Blindenanstalt
Bewerbungstraining für Blinde und Sehbehinderte - diesen Kurs
bietet die Stiftung Blindenanstalt in Zusammenarbeit mit dem DBBW und
dem DBSV vom 16. bis 20.10. im "Rudolf-Kraemer-Haus" in Bad
Liebenzell an.
Interessierte können sich anmelden bei: Andrea Lenz; Tel.: (0
69) 95 51 24-68.
Einen "Leitfaden zur erfolgreichen Bewerbung" für behinderte
Menschen veröffentlicht die Stiftung Blindenanstalt. Das Buch
gibt u. a. Tipps zur Erstellung der einzureichenden Unterlagen und
informiert über das richtige Auftreten beim
Vorstellungsgespräch. Es kostet 25 DM und beinhaltet
zusätzlich eine CD-ROM.
Interessierte können es beziehen bei: Stiftung Blindenanstalt;
Tel.: (0 69) 95 51 24-0.
Ebenfalls bietet die Stiftung Blindenanstalt einen Ausbildungsgang zur PR-Berater/-Assistenz für behinderte Menschen an. Die Berufsausbildung dauert zwei Jahre. Interessierte können sich bewerben bei: Ursula Hollerbach; Tel.: (0 69) 95 51 24-61.
Ab 02.09. beginnen bei der Stiftung Blindenanstalt die
integrativen Tanzkurse für blinde, sehbehinderte und sehende
Interessenten im Gesellschaftstanz.
Nähere Auskünfte bei: Susanna Bigiarini; Tel.: (0 69) 95 51
24-0.
Im Internet bietet die Datenbank JOBLINE-REHADAAT derzeit rund
13.000 offene Stellen an.
Nähere Hinweise bei: Anne Schwindling; Tel.: (0 69) 95 51 24-0.
EXPO-Informationen
Begleitpersonen von Behinderten haben ab sofort kostenlosen Zugang zur EXPO 2000 in Hannover.
REHAB 2000
Die internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege und
Integration, REHAB, findet vom 06. bis 09. September 2000 im
Messezentrum Nürnberg statt.
Die REHAB wird stets im zweijährigen Turnus veranstaltet. Die
Besucher können sich über Hilfsmittel und Dienstleistungen
für die Rehabilitation informieren.
Der DBSV wird auf einem Messestand des Bayerischen Blinden- und
Sehbehindertenbundes präsentiert.
REHACare
Die REHA International ist die weltweit führende Messe
für Rehabilitation. In diesem Jahr wurde der Bereich Pflege
integriert und ein jährlicher Turnus eingeführt. Deshalb
ist REHA jetzt REHACare, die vom 18. bis 21.10.200 in Düsseldorf
stattfindet.
Der DBSV nimmt diesmal nicht an der REHACare teil; er hat sich
entschlossen bei einer zweijährigen Beteiligung zu bleiben.
Kongress zur Gleichstellung
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der
Behinderten Karl Hermann Haack veranstaltet am 20. und 21.09. in
Frankfurt/Main einen Kongress zum Thema Gleichstellungsgesetze
für Menschen mit Behinderung.
Für Fragen oder Anregungen steht das Büro des Beauftragten
unter Tel.: (0 18 88) 5 27-17 93 zur Verfügung.
Mainzer Kongress
Der 6. Mainzer Kongress für Physikalische Therapie findet vom
01.- 03.12. in Mainz (Tagungsräume des Zweiten Deutschen
Fernsehens) statt.
Das Kongressthema lautet: Periphere Gefäßerkrankungen.
Nähere Informationen bei: Zentrum für Physikalische
Therapie, Elisabeth-Dicke-Schule; Tel.: (0 61 31) 7 84-0.
Hilfsmittelausstellungen des VzFB
- Berlin, 14. - 16.09.; Messe "Reha-Komm. Berlin 2000",
Messegelände Berlin;
- Schwerin - 15.09., 10.00 bis 18.00 Uhr, Hotel "Crowne Plaza",
Bleicher Ufer 23, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums
des BSV Mecklenburg-Vorpommern;
- Kiel - 13.10., 13.00 bis 17.00 Uhr beim Schleswig-Holsteinischen
BSV in der Melanchthonstr. 31.
Nähere Informationen unter Tel.: (05 11) 9 54 65-0.
Internet für Senioren
In diesem Jahr führt der Verein "Seniorinnen und Senioren in
der
Wissensgesellschaft e.V." bundesweit Einführungsveranstaltungen
ins
Internet durch. Diese Initiative wird vom Bundesministerium für
Wirtschaft
unterstützt. Auf örtlichen Veranstaltungen haben
Seniorinnen und Senioren
Gelegenheit, das Internet und seine Anwendungen kennen zu lernen.
Neben
Vorträgen zu diesem Thema steht auch ein Bus mit mehreren
Internet-Arbeitsplätzen für praktische Einweisungen zur
Verfügung.
Damit blinde und starksehbehinderte Mitbürgerinnen und
Mitbürger das
Angebot nutzen können, hat IBM Forum HandicapCenter in
Zusammenarbeit mit
dem VSiW e.V. das sprechende Vorlesesystem für das Internet "IBM
Home Page
Reader" in dem Bus installiert.
Nachstehend finden Sie eine Auflistung von Terminen und Städten,
die in
diesem Jahr noch angefahren werden.
04.09. - 08.09. Göttingen
12.09. - 15.09. Hildesheim
19.09. - 23.09. Trier-Saarburg
26.09. - 30.09. Neumünster
09.10. - 13.10. Bautzen
Weitere Einzelheiten zu den Veranstaltungen finden Sie im Internet
unter
www.iid.de/vsiw
oder unter Tel.: (07 11) 785-2118.
Dr. Karl-Heinz Weirich
Fortbildungsseminar
Die Fachgruppe der physiotherapeutischen Berufe im BSV Hamburg
veranstaltet vom 27. bis 29.10. im "neuen" Alfons-Gottwald-Haus in
Timmendorfer Strand ihr nächstes Fortbildungsseminar zum Thema
"Analyse der normalen Bewegung und die Umsetzung in die
Therapie".
Nähere Auskünfte/Anmeldungen erhalten Sie bei: Guido Meyer,
Tel.: ( 040) 71 89 90 05 oder Thomas Einfeldt, Tel.: (0 40) 39 90 59
69.
Seminar zu Blindengärten
Ein Seminar für alle, die Blindengärten bauen wollen
oder betreuen findet vom 06. bis 08.11.2000 in Radeberg statt.
Nähere Auskünfte bei: Haus Storchennest, Pillnitzer Str.
71, 01454 Radeberg; Tel.: (0 35 28) 43 97-0.
Bild: In Radeberg können die künftigen
"Blindengärtner" viel lernen.
Angebote des Hauses "Grünes Herz"
Haus "Grünes Herz", Blindenerholungsheim und
Begegnungsstätte für Blinde und Sehbehinderte, bietet
nachfolgende Veranstaltungen an:
09. - 13.10. 2000 Exkursion durch Kirchen Thüringens (besucht
wird der Erfurter Dom und andere fünf Kirchen im Thüringer
Raum);
10. - 12.11.2000 Skatturnier
Nähere Auskünfte bei: Haus "Grünes Herz",
Schwimmbachstr. 4, 99887 Georgenthal; Tel.: (03 62 53) 3 05-0.
Kunstausstellung
Über spezielle Workshops zur künstlerischen Gestaltung
informiert die Ausstellung "Berührungen", die vom 01. bis
30.09.2000 in Bremen stattfindet.
Interessenten melden sich unter Tel.: (04 21) 5 28 96 43
Integrative Exkursionen
Das Integrative Kultur-, Bildungs- und Beratungszentrum (Haus der
Begegnung) in Frankfurt/Main bietet am 03.09. und vom 02. bis 04.10.
integrative Exkursionen an, zu denen interessierte Menschen mit und
ohne Behinderung eingeladen sind.
Nähere Informationen unter Tel.: (0 69) 72 88 39.
Patientensymposium
Die Hamburger Regionalgruppe der Pro Retina Deutschland
veranstaltet am 30.09. im Hörsaal der Frauenklinik im
Universitätskrankenhaus Eppendorf, Martinistraße 52, 20246
Hamburg ein Patientensymposium für Betroffene, Angehörige,
Ärzte und andere Interessenten.
Nähere Auskünfte bei: Pro Retina Deutschland,
Regionalgruppe Hamburg, Frau Birte Susann Wiebeck; Tel.: (0 40) 37 51
85 73.
Lese-Wettbewerb
Einen Wettbewerb im Punktschriftlesen führt die Bezirksgruppe
Königs Wusterhausen des BSVB zum 175. Jubiläum der
Blindenschrift am diesjährigen Tag des weißen Stockes,
also am 15. Oktober, durch. Natürlich sind auch gute
Punktschriftleser aus benachbarten Bezirksgruppen und Berlin
eingeladen.
Nähere Auskunft zu den Modalitäten erteilt Edmund Kraus;
Tel.: (0 30) 8 26 18 56.
Bild: Schnelles Lesen verlangt sehr viel Übung.
"Ostseeperlen" Online
Aufenthalte im Ostseebad Boltenhagen können Blinde und
Sehbehinderte sowie
deren Freunde jetzt auch per Internet planen und buchen. Unter
www.ostseeperlen.de
finden sie alle dafür notwendigen Informationen,
einschließlich eines aktuellen Veranstaltungsplanes und
Last-Minute-Angeboten. Die Informationen sind sowohl grafisch
aufbereitet
als auch in reiner Textversion abrufbar. Barrieren für Benutzer
von
Braillezeile und Sprachausgabe dürften nicht bestehen.
Die traditionellen Kontaktmöglichkeiten mit der Erholungs-
und
Kommunikationseinrichtung des Blinden- und Sehbehindertenvereins
Mecklenburg-Vorpommern (BSVMV) bleiben selbstverständlich
verfügbar; Tel.: (03 81) 7 99 85 50
Rückfragen an Jürgen Trinkus: trinkus-mv@t-online.de
Einlass für Führhunde
Nachdem einer hochgradig Sehbehinderten der Zugang mit ihrem Führhund zum Olympiastadion in Berlin verweigert wurde, kam auf ihre Anfrage von der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, Herrn Wilcke, eine positive Antwort: "Wir haben diesen Vorfall zum Anlass genommen, alle Kollegen darauf hinzuweisen, dass im Olympiastadion Berlin selbstverständlich auch Führhunde für Blinde und hochgradig Sehbehinderte Einlass haben".
Hörbuchkassetten
Der Deutsche Bundestag stellt für Blinde und Sehbehinderte
zwei Hörbuchkassetten zum Thema "Geschichte des deutschen
Parlamentarismus" zur Verfügung, um interessierten Hörern
Gelegenheit zu geben, sich die Kassetten in den Bibliotheken
auszuleihen.
Sollten Sie Fragen zum Inhalt oder Anregungen haben, wenden Sie sich
an:
Herbert Fleischhauer, Deutscher Bundestag, Referat
Öffentlichkeitsarbeit, Platz der Republik 1, 11011 Berlin; Tel.:
(0 30) 2 27-3 78 68.
BIT-TIPP
Sadie, Stanley: "Mozart"
Metzler Stuttgart 1994.
Stanley Sadie gibt in seinem Mozart-Band einen ebenso
gründlichen wie brillanten Abriss von Leben und Werk dieses
populärsten Komponisten der Musikgeschichte. Er geht dabei
chronologisch vor, wobei dem jeweiligen Lebensabschnitt eine
ausführliche Darstellung der Werkentwicklung folgt.
Agustoni, Ima: "Avanti! Avanti! 1" - Italienischer Sprachkurs
für Anfänger.
Langenscheidt Berlin 1992.
Das Begleitbuch zum gleichnamigen italienischen Fernsehlehrgang
für Anfänger.
Beide Titel bietet das BIT-Zentrum auf Hörkassetten zum Kauf
kann. Nähere Angaben hierzu erfahren Sie unter Tel.: (0 89) 55 9
88-134 Frau Elmer.
Neue E-Mail-Adressen
Damit elektronische Post immer gleich dort ankommt, wo sie
bearbeitet wird, ist das Referat Öffentlichkeitsarbeit des
DBSV jetzt über mehrere E-Mail-Adressen zu erreichen:
gegenwart@dbsv.org
(Post, die direkt für die "Gegenwart" bestimmt ist,
einschließlich Anzeigen)
publik@dbsv.org
(Post, die die Öffentlichkeitsarbeit betreffen sowie
Bestellungen von DBSV-Publikationen)
gegenwart@bln.de
(bleibt für eine Übergangszeit noch gültig).
Berichtigung
In der Ausgabe 7/8 der "Gegenwart" wurden unter der Rubrik "In
Kürze" die Seminarausschreibung für den Kurs "Modern und
neu schreiben" leider so gekürzt, dass eine Fehlinformation
dadurch entstand.
Der Kurs ist in Schwarzschrift (Groß- oder Normaldruck) und
Punktschrift (Voll- und Kurzschrift) erhältlich. Lediglich die
Einführungs- und die Abschlusslektion besteht jeweils aus einer
Kassette mit dem dazugehörenden schriftlichen Material. Alle
anderen Lektionen liegen nicht auf Kassette vor. Wir bitten um
Entschuldigung.
Im Beruf
Auf neuen Lebenswegen
Von Otto Umscheid
Vier Rehabilitanden aus dem Berufsförderungswerk Würzburg erzählen aus ihrem Leben.
Der zunächst eingeschlagene schulische und berufliche Werdegang war bei allen höchst unterschiedlich.
Ingo Leuenhagen aus Schleswig-Holstein: "Ich habe ein Abitur gemacht als Schulabschluss, war dann 2 Jahre lang bei der Bundeswehr im Nachschubwesen und entschloss mich dann für ein Studium der Physik, um Dipl.-Physiker zu werden. Während des Studiums hat sich in meinem Kopf ein Tumor gebildet. Im Februar 1997 erblindete ich durch die operative Entfernung dieses Tumors, der auf der Sehnervkreuzung lag. Ich hatte Glück, in Schleswig-Holstein die richtigen Berater zu finden, die mir einen Weg aufzeigten, wie es weitergehen könnte. Ich wandte mich mit einem Reha-Antrag ans Arbeitsamt. Das schickte mich zu einer zweiwöchigen Erprobung ins Berufsförderungswerk Würzburg, und so kam ich hierher."
Helmut Faulhaber, 37 Jahre alt und aus der Oberpfalz, schildert seine Schulzeit und seine ersten Berufsjahre im Blickwinkel seiner Augenerkrankung so: "Ich musste in der Schule immer schon in der ersten Reihe sitzen, damit ich das Geschriebene an der Tafel gut erkennen konnte. Ich machte aber sogar den Führerschein und fuhr Auto, aber bis zu meinem 30. Lebensjahr wurde mein Sehen immer schlechter. Ich wusste überhaupt nicht, dass ich eine Augenerkrankung hatte. Ich musste dann das Autofahren einstellen. Dann erfuhr ich, dass ich Retinitis pigmentosa habe. Ich war im Büro in einer Möbeltransportfirma tätig und versuchte, das wurde mir im Nachhinein klar, mich immer mehr so durchzumogeln. Es schlichen sich auch immer mehr Fehler ein in meine Arbeit. Vielleicht zu meinem Glück ging die Firma dann in Konkurs; denn so wäre es für mich nicht mehr weitergegangen. Ich war dann arbeitslos. Ich wurde dem Arzt beim Arbeitsamt vorgestellt. Man schlug mir vor, ich solle die Punktschrift lernen und dazu nach Veitshöchheim gehen."
Vincenzo di Palo, 36 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder und lebt seit seinem ersten Grundschuljahr in Deutschland, hat Maler und Lackierer gelernt, diesen Beruf auch ausgeübt und schließlich als Glasmacher in einer Glashütte gearbeitet. Zum Eintritt seiner Sehbehinderung sagt er: "Man führte diese auf einen Arbeitsunfall zurück. Als kleines Kind hatte ich eine Netzhautablösung auf dem rechten Auge. Auf dem linken Auge sah ich gut; aber durch die Wärme löste sich die Netzhaut auch da ab. Der behandelnde Augenarzt stellte das zuerst nicht fest. Er meinte, es käme von einer Krankheit, dass ich schlecht sehen konnte. Ich wurde dann zu einer Vertrauensärztin geschickt. Diese sagte mir dann, dass ich die Arbeit in der Glashütte nicht hätte machen dürfen. Nach dem Rentenantrag kam es dann im BFW zu einer Arbeitserprobung. Dort meinte man, ich könnte in einem anderen Beruf noch einmal arbeiten, mehr am Computer, nicht mehr handwerklich; aber das liegt mir gar nicht. Die Umstellung ist sehr groß und ungewohnt."
Schließlich erzählte Uwe Pottreck, 37 Jahre alt, dass er mit 18 Jahren durch einen Autounfall als Beifahrer erblindet sei, nach einer halbjährigen medizinischen Reha aber doch wieder etwa 30 Prozent sehen konnte und im elterlichen Betrieb jahrelang als Fremdsprachenkorrespondent gearbeitet hat. Nach 10 Jahren suchte er, obwohl sein Sehvermögen inzwischen völlig verloren gegangen war, eine neue Herausforderung: "Mein Vater hatte irgendwann die Idee, einen Außendienst aufzubauen, speziell in Deutschland, und so leitete ich den Außendienst. Das bewältigte ich mit Hilfe eines Fahrers. Als der Fahrer aus dem Betrieb ausschied, merkte ich, dass ich für meine Mobilität etwas tun musste. Bis dahin war ich völlig immobil. Ich hatte vier jüngere Schwestern, die eine nach der anderen bei mir wohnten. Ich erkundigte mich dann beim Blindenverein in Gütersloh, was ich für meine Mobilität tun könnte. Man erzählte mir von einem Mobilitätstraining. Ich setzte mich dann mit dem Arbeitsamt in Verbindung, und so wurde ich nach Düren zu einer 9-monatigen Grundreha geschickt und kam dann nach Heidelberg zur Fachinformatikausbildung. Diese musste ich wegen einer längeren Erkrankung abbrechen. Zur Verbesserung meiner blindentechnischen Fertigkeiten kam ich ins BFW nach Veitshöchheim in einen Fortgeschrittenenkurs der Grundrehabilitation."
Ingo Leuenhagen hat bei einer Erprobung hier im Hause festgestellt, dass er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten anstreben könnte. Nach einer 18-monatigen Grundrehabilitation, in der zuletzt besonders auch EDV-Kenntnisse und -Fertigkeiten vermittelt wurden, sitzt er seit Ende September 1999 als Blinder, was auch in diesem Hause noch nicht ganz selbstverständlich ist, bei den Verwaltungsfachangestellten.
Leuenhagen: "Ja, man muss schon den Überblick behalten. Wir haben die VSV (Vorschriftensammlung für die Verwaltungsausbildung in Bayern). Dieses Werk umfasst 14.000 DIN-A5-Seiten. Das wird für mich eingescannt. Meine Aufgabe ist es eben, möglichst schnellen Zugriff zu haben."
Helmut Faulhaber konnte sich zunächst überhaupt nicht vorstellen, die Punktschrift zu erlernen. Seine Frau hat ihm aber sehr geholfen, diese Hürde zu überwinden. Es machte Spaß am Anfang, aber weil das Lesen so langsam geht, wird es schwierig. Im Grundkurs Physikalische Therapie nutzt er abwechselnd Schwarzschrift und Punktschrift. Er ist vollkommen überzeugt davon, dass seine berufliche Perspektive für ihn das Richtige ist. Der menschliche Umgang macht ihm Spaß.
Vincenzo di Palo hat auch die blindentechnische Grundausbildung, und zwar den Kurs für fremdsprachliche Rehabilitanden besucht, um vor allem seine Rechtschreibkenntnisse zu verbessern. Er hat die Blindenschrift erlernt und beendete im März die Grundreha. Er möchte nun eine Berufsausbildung im Telemarketing machen und hofft, dass er dann auch einen Arbeitsplatz findet.
Seit Ende Februar ist im BFW Würzburg der IT-Kaufmann als zweijährige berufliche Qualifizierungsmöglichkeit eingerichtet. Uwe Pottreck ist bisher der einzige blinde Teilnehmer unter 10 Sehbehinderten und sogar Sehenden.
Pottreck: "Ich fühle mich hier eigentlich ganz wohl. Nach der Ausbildung möchte ich in den elterlichen Betrieb zurückgehen."
Dass es auch schöne und sinnvolle Freizeitbetätigungen gibt, zeigen die Antworten dieser vier hier vorgestellten Herren.
Ingo Leuenhagen: "Ich mache Musik. Es gibt in meiner Heimatgemeinde ein Blasorchester, und spielte da Trompete. Später ging das nicht mehr wegen der Noten. Jetzt spiele ich Schlagzeug. Ich habe alle meine sozialen Kontakte dort."
Helmut Faulhaber: "Mir macht es Spaß, irgendwelche Programme auszuprobieren. Kontakte von früher bestehen auch heute noch."
Vincenzo di Palo: "Ich bastle und werke gerne bei mir im Keller."
Uwe Pottreck: "Ich komponiere und spiele Klavier. Ich spreche mehrere Fremdsprachen - Chinesisch, Holländisch, Indonesisch."
Nach einer Erblindung oder wesentlichen Sehbehinderung kann und soll es für Menschen im berufsfähigen Alter hilfreich sein, sich in einem BFW für Blinde und Sehbehinderte beraten zu lassen. Es gibt also Wege zurück in eine berufliche Tätigkeit.
Bild: Herr Potreck und Herr Faulhaber, zwei der
Gesprächspartner von Otto Umscheid.
DBSV-Kongress mit Weltfilmpremiere
Das EXPO-Engagement der deutschen Blindenselbsthilfe wird zur Erfolgsstory
Von Jürgen Krause
Ein attraktives Ziel für Blinde und Sehbehinderte aus ganz
Deutschland wird ein Besuch der EXPO zum Tag des weißen Stockes
am Sonntag, dem 15. Oktober, sein. Zum Abschluss seines Engagements
auf der Weltausstellung veranstaltet der Deutsche Blinden- und
Sehbehindertenverband (DBSV)unter dem Motto "Sechs Richtige" einen
Kongress. Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Weltpremiere
eines der ersten von vornherein im Audiodeskriptionsverfahren
produzierten Filmes über den Aufbau der ersten Blindenschule in
Tibet durch die deutsche blinde Studentin Sabriye Tenberken. Im
Mittelpunkt des ca. 2-stündigen Kongresses stehen 175 Jahre
Brailleschrift und ein vom DBSV-Präsidenten gegebener Ausblick
auf die Zukunft der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in der
Bundesrepublik Deutschland.
Nach dem Kongress und einem gemeinsamen Mittagessen werden blinden-
und sehbehindertengerechte TUI-Führungen über das
Weltausstellungsgelände angeboten. Mit Rundschreiben 23/2000 vom
14.08.2000 wurde der Kongress ausgeschrieben, so dass die
Modalitäten den DBSV-Landesvereinen bekannt sind. Nähere
Auskünfte gibt auch das DBSV-EXPO-Büro; Tel.: (05 11) 22 87
70 51 oder -52, Fax: -53.
Anmeldungen - bis spätestens 15. September - sind nur über
die Untergliederungen der DBSV-Landesvereine möglich. (Einige
Untergliederungen von DBSV-Landesvereinen haben bereits Gruppenreisen
für den 15. Oktober geplant; die Redaktion).
Das vom örtlichen Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. organisierte DBSV-EXPO-Büro informiert über alle sehbehinderte Besucher betreffenden Fragen und vermittelt Begleitassistenzen.
Eintritt für Begleitpersonen ab sofort kostenlos
Nach zunächst zögerndem Anlauf freuen sich die beiden
leitenden Mitarbeiter, der Rehalehrer Jochen Bartling und der blinde
Sozialpädagoge Gerd Schwesig, über das inzwischen
große Interesse an einem Besuch der EXPO.
Wir haben jetzt täglich eine Flut von telefonischen Anfragen.
Und die meisten die da waren, sind begeistert und wollen unbedingt
wieder kommen," berichtet Jochen Bartling. Dazu beigetragen haben
besonders die für blinde EXPO-Besucher erneut verbesserten
Bedingungen. In enger Kooperation mit dem niedersächsischen
Behindertenbeauftragten Karl Finke und Einflussnahme auf
höchster politischer Ebene konnte das DBSV-EXPO-Team endlich den
Wegfall der Eintrittspreise von
49 DM für Begleitpersonen erreichen. Diese haben jetzt
kostenlosen Eintritt. Auch bei den vom Reisekonzern TUI
durchgeführten Führungen für Blinde zu
Sonderkonditionen konnten weitere Verbesserungen erreicht werden. Sie
kosten jetzt lediglich noch 20 anstatt 25 DM wie bisher und werden ab
sofort auch
in kleineren Gruppen durchgeführt werden.
Hörkassetten beschreiben die EXPO live für Blinde
Was es alles Interessantes auf der EXPO gibt, ist allein auf Grund
der Größe des Unternehmens Weltausstellung schwer zu
beschreiben. Schließlich hat das Gelände mit 160 Hektar
die Größe Monacos und wer die Präsentationen alle 173
beteiligten Nationen und Organisationen aufsuchen will, müsste
54 Kilometer zurücklegen. Eine der ersten Aktivitäten des
EXPO-Büros für Blinde war deshalb auch die Produktion von
zwei kostenlosen Infokassetten für Blinde über die
Weltausstellung. Die erste Kassette, deren Auflage von 5000
Stück bereits im Juli nahezu vergriffen war, gibt allgemeine
Informationen zu den Hintergründen und verschiedenen Bereichen
der Weltausstellung. Der zweite der von einer Agentur professionell
hergestellten Tonträger schildert unter dem Motto "Expo-ein Fest
der Sinne - gut fühlen, gut hören, gut riechen, gut
schmecken" speziell für Blinde interessante Bereiche der
EXPO.
Anforderungen über das EXPO-Büro für Blinde des DBSV,
Tel. (05 11) 22 87 70 51 oder -52.
EXPO-Infos jetzt auch in Blindenschrift
Endlich blicken Blinde auch auf der Expo durch: Dank des Hannover
Journal Special EXPO 2000 der Verlagsgesellschaft Grütter, das
jetzt auch in Blindenkurzschrift umgesetzt wurde. Das erste Exemplar
übergaben kürzlich auf dem Expo-Gelände der
hannoversche Verleger Wolf Grütter und Manfred Fuchs, Leiter der
Punktschriftdruckerei der Blindenstudienanstalt (Blista) Marburg, an
den Blinden Gerd Schwesig, Mitarbeiter im Expo-Büro für
Blinde.
"Täglich rufen uns Blinde an, Infos in Punktschrift haben uns
wirklich gefehlt", freute sich Schwesig. Er lobte die gute
Übersicht über Pavillons, Hallenwelten, Themenpark und
Nationentage in dem Infoheft: "Eine schöne runde und dabei auch
noch kompakte Sache." Auch Grütter, der bereits 300.000
Exemplare seines Hannover Journals für sehende Menschen verkauft
hat, gab zu, an Sehbehinderte und Blinde zunächst nicht gedacht
zu haben. Nachdem er von Manfred Fuchs vor zwei Monaten darauf
angesprochen wurde, änderte sich dies aber. "Wir haben die
blindengerechten Punktschriftausgabe sehr schnell realisiert",
betonte der Verleger. Er sponserte die satztechnische Herstellung,
gedruckt und vertrieben werden die Informationen in der ertastbaren
Braille- oder Punktschrift ?ber die Blista in Marburg. Die
Erstauflage des beidseitig bedruckten circa 300 Seiten
kostenintensiven Werkes liegt seit einigen Wochen vor. Je nach Bedarf
werden weitere Exemplare produziert. Angefordert werden können
die Expo-Infos in Brailleschrift über das Expo-Büro
für Blinde.
Bild: EXPO-Infos auf den Punkt gebracht: Verleger Wolf
Grütter und Manfred Fuchs übergeben das erste
Hannover-Journal in Punktschrift an den blinden Gerd Schwesig.
DBSV-Politik im
Gespräch:
Wann beginnt die Zukunft?
In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die wirtschaftlichen,
politischen und gesellschaftlichen Umfeldbedingungen in Deutschland
grundlegend geändert. Politik und Wirtschaft haben darauf mit
einer durchgreifenden organisatorischen und strategischen
Neuorientierung reagiert. Von diesen Veränderungen ist ebenso
die Arbeit der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe betroffen.
Deshalb muss und will auch der DBSV sich in seinen Zielen und in
seiner Arbeit in einem Veränderungsprozess mit dem Projekt
DBSV-Zukunft neu orientieren. Um den Weitblick für diese Aufgabe
zu schärfen, soll ein externer Berater helfen. Als solcher
begleitet Herr Jürgen Beyer die Arbeit der Strategiekommission
seit einiger Zeit. Mit ihm sind wir heute im Gespräch: Herr
Beyer, Sie schauen gewissermaßen "von außen" auf die
Situation der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Was sind Inhalt
und Ziel des Veränderungsprozesses? Der DBSV hat ja bereits mit
dem Zukunftsseminar 1995 in Timmendorfer Strand begonnen die
Verbandspolitik vor dem Hintergrund der sich verändernden
Rahmenbedingungen kritisch zu diskutieren. Die Problemanalyse wurde
fortgesetzt auf dem Verbandstag 1998 in Bonn und mit dem Projekt
Familiensinn. Damit wurden bereits wichtige Vorarbeiten für das
Projekt DBSV- Zukunft geleistet. Die Ergebnisse sollen nun
weiterentwickelt werden. Inhalt und Ziel des Projektes sind eine
zeitgemäße Neuorientierung von Zielen und Strategien
für die zukünftige Arbeit des DBSV und die Entwicklung
eines entsprechenden Marketingkonzeptes. Ferner geht es um
Organisationsänderungen im DBSV und um ein neues Leitbild
für eine Verbandskultur, die Veränderungen und neuen
Herausforderungen gegenüber aufgeschlossen ist. Wegen der
umfangreichen Aufgabenstellung des Projektes DBSV- Zukunft, werden
die verschiedenen Aufgaben in Teilprojekten bearbeitet. Was
können Sie als Berater für ein Zukunftskonzept tun? Wie
können Sie hier mitwirken? Meine Aufgaben als Berater liegen
mehr im Management des Veränderungsprozesses, d. h. in der
Organisation und Strukturierung des Prozessablaufes. Die Vorgaben
für die inhaltlichen Veränderungen müssen vom DBSV
selbst erarbeitet und von den DBSV-Mitarbeitern im Projektteam
eingebracht werden, denn nur die haben das fachliche Wissen und die
Erfahrung. Zu meinen Aufgaben als Berater gehört wieder die
Diskussion um die Inhalte aus externer Sicht kritisch zu werten und
der Innensicht des DBSV die Sicht von außen gegenüber zu
stellen. Als Berater habe ich schließlich auch die Aufgabe
darauf zu achten, dass nicht Fehler beim Prozessablauf unterlaufen,
die hinterher den Erfolg dieses Projektes gefährden. Das
Prozessmanagement ist letztlich für den Erfolg des Projektes
genauso wichtig, wie die fachliche Kompetenz für die
inhaltlichen Veränderungen. Welche Fehler können denn
gemacht werden? Bei der Prozessorganisation sind typische Fehler: -
unzureichende Problemanalyse, - Ziele nur ungenau bestimmt, -
fehlende Strategieplanung für die Zielerreichung, -
unrealistische Umsetzungsplanung, - Zeitdruck. - fehlendes
Controlling für den Veränderungsprozess. Bei den
Entscheidungsprozessen gibt es ebenfalls typische Fehlerursachen: -
die Realität wird verdrängt, an Illusionen wird
festgehalten, - Angst vor Veränderungen, d.h. Beharren auf
Bestehendem, - man will zu viel auf einmal erreichen und setzt die
Ziele zu hoch, - man wählt schnelle und pragmatische
Lösungen, die der Komplexität des Problems nicht gerecht
werden. Welche Schritte muss man nun eigentlich gehen, um zu solcher
konzeptionellen Klarheit zu gelangen? Die wichtigste Voraussetzung
ist, dass so ein Veränderungsprozess strukturell richtig
aufgebaut wird. Zuerst ist eine Umfeldanalyse erforderlich, in der
die Rahmenbedingungen für die Arbeit des DBSV beschrieben
werden, unter besonderer Berücksichtigung der
Veränderungen. Als nächster Schritt muss eine
Problemanalyse erfolgen mit den Stärken und Schwächen des
DBSV vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen. Auf
der Grundlage dieser Stärken/ Schwächen-Analyse sind im
folgenden Schritt die Ziele und Aufgaben des DBSV zu untersuchen und
neu zu beschreiben. Dazu gehört auch die Strategieplanung mit
zeitgemäßen Strategien zur Erreichung der gesetzten Ziele.
Damit liegen alle erforderlichen Entscheidungsgrundlagen für ein
neues Strategiekonzept vor. Als letztes folgt die Umsetzungsplanung,
in der konkret die Aufgaben festgelegt werden, die erforderlich sind,
um den Veränderungsprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu
bringen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Organisation des
Prozessablaufes. Hierzu gehören: - die Gliederung des
Gesamtprojektes in Teilprojekte, - die Koordinierung und Abstimmung
der Projektarbeit zwischen den Arbeitsgruppen, - Abstimmung der
Arbeit mit den Organen des DBSV, insbesondere mit
Strategiekommission, Vorstand und Verwaltungsrat sowie -
Projektcontrolling mit Zeit- und Ablaufplanung und Kontrolle des
Projektablaufes. Was sind nach Ihrer Einschätzung die
wichtigsten Veränderungen, auf die der DBSV mit einem neuen
Strategiekonzept reagieren muss? Zu nennen wären hier
insbesondere die Globalisierung der Wirtschaft mit den umfassenden
Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und der
gleichzeitige Strukturwandel in unserem Land von einer
Industriegesellschaft in eine Informations- und
Dienstleistungsgesellschaft. Der Arbeitsmarkt hat sich dadurch
grundlegend geändert; alte Arbeitsplätze fallen weg, neue
entstehen, die mehr Mobilität und mehr Kommunikations- und
Informationstechnik erfordern. Auch der private Bereich ist heute
gekennzeichnet durch mehr Mobilität und durch eine zunehmende
Bedeutung der Informationstechnik für unser tägliches
Leben. Die Integration der Blinden und Sehbehinderten in diese neue
Arbeitswelt und in diese Informationsgesellschaft stellt den DBSV vor
neue Herausforderungen. Er muss seine Ziele und Aufgaben entsprechend
neu bestimmen. Aber auch die Rahmenbedingungen für die Arbeit
des DBSV haben sich geändert. Er muss neue Wege gehen, braucht
neue Strategien, um seine Ziele zu erreichen. Zu nennen wären
hier insbesondere Veränderungen in unserem Wertesystem. Wir
beobachten in unserer Gesellschaft in zunehmendem Maße eine
Individualisierung bei abnehmender sozialer Verantwortung für
andere und einem neuen Verständnis von sozialer Gerechtigkeit.
Auch die Vereinskultur hat sich geändert. Früher wurden
Verbände, Vereine getragen von dem Gemeinschaftsbewusstsein und
dem Engagement ihrer Mitglieder. Heute nimmt das Interesse an
Vereinen und Verbänden immer mehr ab. Wichtig ist vor allem
heute, welche Vorteile man selbst von einer Mitgliedschaft hat. Auch
die Erwartungen der Blinden und Sehbehinderten haben sich in dieser
Richtung geändert. Sie stellen heute anderen Anforderungen an
den DBSV als noch vor zehn Jahren zum Beispiel. Insbesondere erwarten
sie konkrete Dienstleistungen vor Ort. Ich glaube auch, dass die
Finanzierungsmöglichkeiten des DBSV ganz andere sind als in der
Vergangenheit. Sie sind nicht besser. Wenn der DBSV seine
Finanzierung langfristig sichern will, durch Spenden, durch
Erbschaften, Stiftungen usw., muss er auf die veränderten
Bedingungen auch in diesem Umfeld reagieren und das, was man heute
Fundraising nennt, überdenken und neu planen. Neue Gedanken sind
ja auch verbunden mit Visionen. Meinen Sie, dass solche Visionen
eines Spitzenverbandes auch in Übereinstimmung gebracht werden
können mit dem "Alltagsgeschäft" in den Untergliederungen
der Landesvereine? Ich glaube ja. Die Frage ist, was Sie unter einer
Vision verstehen. Eine Vision darf keine Illusion werden. Eine Vision
muss sich ganz konkret an dem, was machbar ist orientieren. Meine
Vision ist, dass der Veränderungsprozess von allen
Verantwortlichen, Mitarbeitern und auch von allen Mitgliedern
unterstützt wird und sich der DBSV so in den nächsten
fünf Jahren zu einem modernen, kreativen und tatkräftigen
Spitzenverband der Blinden und Sehbehinderten weiter entwickelt.
Diese Vision wird nur in Erfüllung gehen, wenn alle gerade im
Alltagsgeschäft daran engagiert mitarbeiten und sich mit der
Zukunft des DBSV identifizieren. Dies ist eine Frage von
Gemeinschaftssinn, Familiensinn und Verbandskultur. Was verstehen Sie
unter Verbandskultur? Die Verbandskultur beschreibt eine Art Werte-
und Sinngemeinschaft als Grundlage gemeinsamer Denk- und
Verhaltensmuster und prägt so die Entscheidungen und Handlungen
des Verbandes. Die Verbandskultur schafft Identität und
motiviert, sich für die Ziele des Verbandes zu engagieren, sie
ist Voraussetzung für ein einheitliches Erscheinungsbild nach
innen und außen. Die Verbandskultur ist nicht statisch, sie
verändert sich durch gesellschaftlichen Wertewandel,
Umfeldveränderungen oder durch Veränderungen der
Verbandspolitik. Umgekehrt ist aber auch eine nachhaltige
Veränderung in der Verbandspolitik, so wie sie dem DBSV
offensichtlich bevorsteht, ohne eine entsprechende
Bewusstseinsänderung in der Verbandskultur nicht erfolgreich
durchzusetzen. Deshalb hat die Strategiekommission neben der
Arbeitsgruppe Verbandspolitik auch eine Arbeitsgruppe Verbandskultur
eingesetzt, um neben dem Strategiekonzept auch die Verbandskultur
weiter zu entwickeln. In einem "Zukunftspapier" der Arbeitsgruppe
Verbandspolitik ist die Rede von einem Zusammenschluss landes- und
bundesweit tätiger Organisationen der Blinden und Sehbehinderten
sowie von Organisationen und Institutionen, die Ziele des DBSV
verfolgen, zu einem starken und kompetenten Spitzenverband. Ist das
mehr als die schon jetzt gebrauchte Bezeichnung - "Spitzenverband in
der Bundesrepublik Deutschland"? Spitzenverband darf nicht nur
Anspruch sein, als Spitzenverband muss man anerkannt sein durch
Legitimation und Kompetenz. Deshalb ist es wichtig für den DBSV,
dass er unter seinem Dach möglichst viele Vereine und
Verbände der Blinden und Sehbehinderten zusammenfasst, nicht nur
die Landesvereine, sondern auch die vielen anderen Organisationen,
Verbände, und Vereine, die Interessen der Blinden und
Sehbehinderten in irgendeiner Form wahrnehmen, die auch mit den
Zielen des DBSV in Übereinstimmung stehen. Damit erhält der
DBSV die Legitimation als Interessenvertreter der Blinden und
Sehbehinderten in Deutschland aufzutreten. Die Kompetenz
erwächst dem DBSV aus der Zusammenarbeit aller
Mitgliedsorganisationen für eine gemeinsame Aufgabe, aus dem
Engagement und der Qualifikation seiner Mitarbeiter, und aus den
Erfolgen bei der Umsetzung seiner Ziele und Aufgaben. Das neue
Strategiekonzept ist hierbei eine wichtige Voraussetzung. Dazu passt,
glaube ich, auch eine andere Stelle aus dem Positionspapier der
Arbeitsgruppe Verbandskultur, dort heißt es: "Die
Bündelung von Kompetenzen und Zuständigkeiten in einem
Verband ist Voraussetzung für eine starke und erfolgreiche
Interessenvertretung in Deutschland und in der EU." Heißt dies
mehr Zentralisierung und weniger Eigenständigkeit von
Landesvereinen und anderen Organisationen? Das heißt es nicht.
Die rechtliche und wirtschaftliche Eigenständigkeit der anderen
Verbände und Organisationen soll nicht eingeschränkt
werden. Ziel ist es vielmehr, die Aktivitäten und Stärken
der Mitgliedsorganisationen zu bündeln, um gemeinsam in
Einigkeit stärker zu sein als jeder einzelne für sich. Seit
dem DBSV-Verbandstag 1998 wurde viel über Familiensinn
gesprochen. Was steckt eigentlich dahinter? Ist das aus Ihrer Sicht
Wunsch oder Realität? Familiensinn ist auch ein anderer Begriff
für Gemeinschaftssinn, für Solidarität. Unbestritten
gibt es beides schon heute im DBSV. Der Vorstand glaubt, dass man in
diesem Bereich aber noch mehr tun muss. Andererseits zeigt sich die
Entwicklung, dass es im DBSV Landesvereine gibt, die stark sind und
immer stärker werden; die Zahl der Mitglieder steigt, die
finanziellen Ressourcen ebenso. Es gibt aber auch Landesvereine wo
die Mitgliederzahl eher abnimmt oder stagniert und wo auch die
finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt sind. Hier muss im
Sinne von Solidarität und Gemeinschaftssinn ein Ausgleich
geschaffen werden. Der DBSV will dafür sorgen, dass Blinde und
Sehbehinderte, wo immer sie in der Bundesrepublik leben, ein
zufriedenstellendes Angebot von ihren Landesverbänden erhalten.
Und da, wo es erforderlich ist, muss man dann auch unter
Umständen Landesverbände, die Probleme haben,
organisatorisch oder auch finanziell unterstützen. Ist das
künftige Strategiekonzept nur etwas für die Vorstände
und hauptamtlichen Mitarbeiter oder geht das auch die Mitglieder an?
Ich glaube schon, dass es ganz besonders für die Mitglieder
wichtig ist, welche Ziele und Aufgaben der DBSV in Zukunft verfolgt,
denn das sind ja alles Maßnahmen im Interesse der Blinden und
Sehbehinderten. Das heißt doch letztendlich, dass im Ergebnis
jedes Mitglied, jeder Blinde und Sehbehinderte in Deutschland von der
Arbeit des DBSV betroffen ist. Insofern sind auch die Mitglieder in
den Landesverbänden aufgerufen, sich an der Diskussion - wo
immer das möglich ist - über die Veränderungen,
über die Zukunft des DBSV zu beteiligen und ihre Meinung
einzubringen. Das kann nur hilfreich sein für den ganzen
Veränderungsprozess. Insbesondere wird damit auch
sichergestellt, dass dieser Veränderungsprozess Bodenhaftung
behält und nicht theoretisch abhebt über die Interessenlage
der Mitglieder hinweg. Die Strategiekommission arbeitet bereits zwei
Jahre, inzwischen gibt es weitere Arbeitsgruppen, die sich mit
Detailfragen beschäftigen. Manchem dauert das alles zu lange.
Wie sehen Sie das eigentlich? Der DBSV muss sich die notwendige Zeit
nehmen, um die Veränderungen sorgfältig zu planen, mit den
zuständigen Gremien abzustimmen und umzusetzen. Zeitdruck und
voreilige Entscheidungen schaden nur, sind typische Fehler in einem
Veränderungsprozess. Wir haben bei der Projektplanung uns ganz
bestimmte Termine gesetzt. Die Arbeitsgruppen Verbandspolitik und
Verbandskultur haben zügig gearbeitet und bereits
Zwischenergebnisse vorgelegt. Darauf aufbauend haben vor kurzem die
Arbeitsgruppen Grundsatzprogramm und Leitbild mit der Arbeit
begonnen. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen im Herbst eingerichtet
werden. Wir wollen im Frühjahr des nächsten Jahres schon
konkrete Ergebnisse dem Verwaltungsrat vorstellen, und wir gehen
davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres damit beginnen, diese
Ergebnisse auch im täglichen Handeln des DBSV umzusetzen. Wir
liegen im Projektablauf gut in der Zeit und ich bin optimistisch,
dass wir die geplanten Termine einhalten. (Das Gespräch
führte Dr. Thomas Nicolai; Kassettenausgabe Originalton.) Bild:
Jürgen Beyer.
Zusammengestellt von Regina Haar
1. Radiorekorder von Elta
2. Leitspruchkalender 2001
3. Hörbücher
4. Messbecher
5. Dosenöffner
1. Radiorekorder von Elta M133002233
Im Bereich Heimelektronik werden die Geräte immer hochwertiger und für Blinde bedienungsunfreundlich. Neben den technisch begabten Nutzern gibt es auch Blinde und stark Sehbehinderte, die ein einfaches, leicht bedienbares Gerät suchen. Oft sind diese Geräte preiswert und nicht schlecht in ihrer Leistung. Leider tauchen manche Produkte nur für kurze Zeit auf dem Markt auf und sind dann wieder
verschwunden. Ein leicht bedienbares, tragbares Gerät möchte ich Ihnen heute vorstellen. Es verfügt über Radio, CD-Player und Kassettenteil. Eine eingebaute
Teleskopantenne ermöglicht den UKW-Empfang. Die Senderwahl erfolgt mittels eines großen Drehknopfes. Bedienungstasten sind überwiegend auf dem Radio angeordnet, Maße L=412mm, B=153mm, H=190mm, Gewicht ca. 2,88 kg, Stromverbrauch 17
Watt, Lautsprecherimpedanz 8 Ohm, Kopfhörerimpedanz 8 -32 Ohm.
Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich und gut verständlich. Das Gerät ist im Media Markt erhältlich, unverbindliche Preisempfehlung: 104,00 DM.
2. Leitspruchkalender
Die Impulskalender GmbH bietet für das Jahr 2001 Leitspruchkalender an, die durch große Zahlen und ein kontrastreiches großes Schriftbild für Sehbehinderte gut geeignet sind. Aus dem umfangreichen Angebot möchten wir Ihnen den Leitspruch-Gesund & Aktiv-Kalender vorstellen:
Dieser Mach-mit-Kalender möchte Ihnen helfen, einen gesunden Lebensstil zu erreichen. Jede Woche erhalten Sie praktische Vorschläge, wie Sie Ihren Alltag gesünder gestalten können. Aufrüttelnde Leitsprüche werden Sie täglich motivieren. Sie finden jede Woche detaillierte Angaben zu den Mondphasen und Sternzeichen. Auf den Rückseiten der Blätter gibt es eine Menge alternativmedizinische Tipps und naturheilkundliche Ratschläge zu einer gesunden und aktiven Lebensweise.
Mehr Informationen erhalten Sie über die Hotline: (0 82 58) 9 99 80, Fax: (0 82 58) 10 49, Impuls-Kalender GmbH, Tödtenried, Dorfstr. 16, 86577 Sielenbach bei München, Preise: Tageskalender: 92,68 DM, Wochenkalender: 22,62 DM,
Gesund & Aktiv-Kalender: 35,96 DM, Wochen-Schreibtisch-Kalender: 16,24 DM.
3. Hörbücher
3.1 Regenroman von Karen Duve, gelesen von Gerd Köster, erschienen bei BMG Wort.
Als der Hamburger Schriftsteller Leon sein Traumhaus am Rande eines ostdeutschen Moores findet, scheint alles bereit für eine glückliche Idylle. Aber das Moor und der Morast menschlicher Beziehungen sind tückisch. Karen Duves erster Roman wurde von der Kritik überschwänglich gefeiert. Er besticht durch seinen Witz, seinen Bildreichtum, seine ausgeklügelte Konstruktion - und die Lesung Gerd Kösters besticht durch ihre Art, all diese Qualitäten aufs Sympathischste hervorzulocken.
3.2 Der Medicus von Saragossa von Noah Gordon, gelesen von
Wolfgang Hübsch, erschienen bei BMG Wort.
An einem Augusttag des Jahres 1489 wird in einem Olivenhain bei Toledo der junge Meir, Sohn eines jüdischen Silberschmiedes, grausam ermordet. Doch sein Tod ist nur der Auftakt der Vertreibung der Juden von der iberischen Halbinsel. Im denkwürdigen Jahr 1492 ist von Meirs Familie nur noch sein Bruder Jona übrig. Nach einer Flucht kreuz und quer durch Spanien findet er erst Jahre später in
Saragossa Frieden, wo ihn ein alter Medicus in die Geheimnisse der Heilkunst einführt. Die Zeit des Wartens ist vorbei: Endlich wieder ein großer historischer Roman von Noah Gordon. Die abenteuerliche Geschichte von Jona
Toledano, dem Medicus von Saragossa, ist ein Meisterwerk, das dem legendären Medicus in nichts nachsteht.
3.3 Die Päpstin von Donna W. Cross, Hörspiel mit einer Gesamtlaufzeit von 150 min., erschienen bei Der Audio Verlag GmbH.
Mythos oder Wahrheit? Eine Frau auf dem heiligen Stuhl in Rom. Wurde die bis ins 17. Jahrhundert populäre Frauengestalt tatsächlich aus den Annalen des Vatikans getilgt? Die Geschichte der Johanna von Ingelheim, die im Jahr 853 als Mönch verkleidet den Papstthron besteigt, hat Millionen Leserinnen und Leser fasziniert: Donna W. Cross Roman "Die Päpstin" ist einer der größten Bucherfolge der letzten Jahre. Regisseur Walter Niklaus hat aus dem Schicksal der klugen und wissbegierigen Johanna ein zweieinhalbstündiges Hörspiel gemacht: packend und hautnah inszeniert, mit einem Aufgebot an 65 Sprechern, einem Chor und zahlreichen Instrumentalisten. Wie die kleine Johanna vom fränkischen Ingelheim ins Kloster Fulda und später nach Rom gelangt, wo sie als Johannes VIII. den Heiligen Stuhl besteigt, wirft ein Schlaglicht auf das frühe Mittelalter, auf die Menschen und ihren Alltag, auf die Machenschaften der katholischen Kirche und nicht zuletzt darauf, was es bedeutete, eine Frau zu sein.
Erhältlich sind die vorgestellten Hörbücher in guten Buchhandlungen. Die Preise bewegen sich zwischen 36,00 und 78,00 DM. Die meisten Bibliotheken in größeren Städten verfügen über ein umfangreiches Hörbuchsortiment. Aktuelle Titel können dort zeitnah ausgeliehen werden.
Einige Haushaltshilfen
Messbecher aus Edelstahl, Füllmenge 1/4 Liter. Die Markierungen im Metall (1/8 und 1/4) sind sehr gut tastbar. Ein Griff erleichtert die Handhabung. Erhältlich
ist der Messbecher bei WMF, unverbindliche Preisempfehlung 19,90 DM.
Handlicher Dosenöffner mit Drehknauf. Mit ihm lassen sich alle Dosenformen einfach öffnen. Er verfügt ebenfalls über eine Vorrichtung zum Öffnen von Kronen- und Schraubverschlüssen. Am Kopf des Öffners befindet sich ein
kleiner Magnet. Mit ihm kann man problemlos, und ohne sich zu verletzen, den Deckel von der Dose heben. Erhältlich in einschlägigen Haushaltsgeschäften, unverbindliche Preisempfehlung 9,90 DM.
Bestellungen an:
DBSV-Zeitschriftenverlag
Bismarckallee 30
53173 Bonn
Telefon: (0228) 95 58 20
Telefax: (0228) 35 77 19
DBSV-email