"Die Gegenwart",
Magazin für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Freunde, Organ
des DBSV;
61. Jahrgang.
Redakteur: Dr. Thomas Nicolai
Redaktion "Die Gegenwart"
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Tel.: (0 30) 28 53 87-13
Fax: (0 30) 28 53 87-20
E-Mail: gegenwart@dbsv.org (auch für Anzeigen)
Herausgeber:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)
Rungestr. 19, 10179 Berlin
Tel.: (0 30) 28 53 87-0
Fax: (0 30) 28 53 87-20
E-Mail: info@dbsv.org
Homepage: www.dbsv.org
Präsidentin: Renate Reymann
Geschäftsführer: Andreas Bethke
"Die Gegenwart" erscheint monatlich (Juli/August als Doppelnummer)
in Punktschrift
in Schwarzschrift
auf Kassette
auf CD ROM im DAISY-Format
im Internet ( ausgewählte Beiträge, www.dbsv.org )
Jahresbezugspreis 2007: 35 Euro für Inhaber der DBSV-Karte,
sonst 40 Euro,
Abonnenten unter 21 Jahren zahlen den halben Preis
Informationen über die Zahlungsmodalitäten gibt der
DBSV-Zeitschriftenverlag
Frau Wolff
Tel.: (0 30) 28 53 87-22
E-Mail: p.wolff@dbsv.org
Einzugsermächtigung wird erbeten.
Hinweis: Kündigung des Abonnements für das Folgejahr sind bis Ende September vorzunehmen.
Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 205 00, Sonderkonto Zeitschriftenverlag
Konto-Nr. 3273301
Anzeigenpreise:
Private Kleinanzeigen bis zu einer Länge von 180 Zeichen
kosten pauschal 5 Euro.
Jedes Wort über diesen Umfang hinaus
kostet zusätzlich 50 Cent.
Kommerzielle Kleinanzeigen kosten 9,00 Euro pro Druckzeile.
Für Großanzeigen und Beilagen bitte Preisliste anfordern.
Redaktionsschluss und damit Anzeigenschluss ist jeweils der 1. des Vormonats (für die Januar-Ausgabe jeweils der 20.11.).
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) wird am 11. März 2008 im Atrium der Deutschen Bank in Berlin den 6. Deutschen Hörfilmpreis verleihen. Den Preis wird Schirmherr Mario Adorf übergeben.
Nach den Vergaberichtlinien des DBSV werden folgende Leistungen ausgezeichnet:
Gemeint sind damit sowohl Initiativen von Einzelpersonen, von Vereinen oder Unternehmen, Initiativen von lokaler oder überregionaler Bedeutung, als auch Leistungen von Sendern, Leistungen innerhalb von Sendeformaten, oder innovative DVD-Produktionen. So war Preisträger des Deutschen Hörfilmpreises 2007 der Mitteldeutsche Rundfunk für sein Gesamtengagement im Bereich Hörfilm, während einen Sonderpreis der Jury der Film Netto aus dem ZDF-Format "Das kleine Fernsehspiel" für seine besonders gelungene Audiodeskription erhielt.
Jeder Hörfilm-Produzent/produzierende Sender kann höchstens eine Hörfilm-Produktion einreichen.
Vorschläge für nominierungswürdige Initiativen bzw. Hörfilm-Produktionen können bis zum 15. November 2007 eingereicht werden mit folgenden Unterlagen (Texte als Datei, Filme in vier Kopien als DVD):
a) Initiativen
b) Hörfilm-Produktionen
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
– 6. Deutscher Hörfilmpreis –
Rungestr. 19, 10179 Berlin
info@dbsv.org
www.dbsv.org
Reiner Delgado (Hörfilmbeauftragter des DBSV)
Tel.:
(0 30) 28 53 87-24
E-Mail: r.delgado@dbsv.org
Weitere Informationen zum Thema unter: www.deutscher-hoerfilmpreis.de
Zum 6. Mal verleiht der DBSV am 11. März 2008 den Deutschen Hörfilmpreis. Eine Jury wird die Qual der Wahl haben, unter den Bewerbern den- oder diejenigen auszuwählen, die mit dem Hörfilmpreis geehrt werden.
Erstmals ruft der DBSV nun im Vorfeld der Hörfilmpreisverleihung die "Gegenwart"-Leser auf, ihren Lieblingshörfilm zu wählen. Machen Sie mit! Viele Preise werden verlost.
Nennen Sie uns Ihren Lieblingshörfilm, den Film also, bei dem Ihnen die Audiodeskription am besten gefallen hat. Oder auch den Film, den Sie mit zusätzlicher Beschreibung noch einmal ganz neu erlebten.
Welcher Hörfilm steht in der Gunst der "Gegenwart"-Leser ganz oben?
Bei welchem Film hat Ihnen die zusätzliche Beschreibung am besten gefallen?
Nennen Sie bitte Ihren Lieblingshörfilm und geben Sie dazu eine kurze Begründung.
Bis zum 20. November 2007 können Sie Ihren "Liebling" mitteilen. Zur Auswahl stehen alle bis dahin publizierten Hörfilme, egal ob sie im Fernsehen ausgestrahlt worden sind, auf DVD erschienen oder im Kino liefen.
Aus allen Einsendungen wird ein Gewinner gezogen, den der DBSV zur nächsten Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises einlädt, die am 11. März 2008 in Berlin stattfindet. Außerdem werden zehn (oder 20) Hörfilm-DVDs verlost. Und eine Liste der am meisten genannten Lieblingshörfilme wird natürlich in der "Gegenwart" veröffentlicht.
Ihre Einsendung (E-Mail, Fax, Schwarzschrift/Punktschrift/Aufsprache) schicken Sie bitte bis spätestens 20. November 2007 an:
DBSV, Redaktion "Die Gegenwart"
Kennwort:
Lieblingshörfilm
Rungestraße 19, 10179 Berlin
Fax: (0
30) 28 53 87-20
E-Mail: gegenwart@dbsv.org
Die DBSV-Karte wurde im Oktober 2006 als Mitgliedskarte eingeführt. Inzwischen hat sie ihren Inhabern bereits manchen Vorteil gebracht – beim Hilfsmitteleinkauf, beim mobilen Telefonieren, bei ermäßigten Abonnementgebühren für die "Gegenwart". Jetzt gibt es neue Vereinbarungen, die den "Familienpass" noch attraktiver machen:
Rabatt auf Hörbücher:
Wer in der Berliner
Buchhandlung Dussmann das KulturKaufhaus Hörbücher und
Hörspiele kauft, erhält ab sofort bei Vorlage seiner DBSV-Karte
einen Rabatt von 10 Prozent. Der Rabatt gilt nicht für Musik-CDs,
für Internetbestellungen und bereits herabgesetzte Ware.
Adresse:
Dussmann das KulturKaufhaus
Friedrichstraße 90,
10117 Berlin (Nähe S-Bahnhof Friedrichstraße).
Rabatt bei Umzugs-Service:
Umzugswillige erhalten ab
September bei Vorlage der DBSV-Karte einen Rabatt von 10 Prozent auf alle
Dienstleistungen des Senioren-Umzugs-Service (SUS). Die Dienstleistungen
von SUS, Deutschlands erstem Umzugs-Service speziell für Menschen ab
60, sind für blinde und sehbehinderte Menschen interessant, weil sie
beispielsweise mit dem so genannten SUS Exakt-Pack-System Hilfe bei der
Orientierung bieten, indem vor dem Packen die Anordnung von
Gegenständen fotografiert und im neuen Umfeld dann alles wieder an
seinen gewohnten Platz aufgestellt wird. Für Inhaber der DBSV-Karte
ist der Service ohne Alterseinschränkung nutzbar.
Weitere Informationen: www.senioren-umzugs-service.de
Kontakt:
Büro Berlin
Tel.: (0 30) 61 20 96 16
Büro Bremen
Tel.: (04 21) 21 60 60
Büro Hannover
Tel.: (05 11) 62 18 44
Die Büros nehmen Aufträge an, wenn Start oder Ziel der Umzüge in ihren Regionen liegen. Die Eröffnung weiterer Büros ist geplant.
Mit diesen neuen Vergünstigungen werden jetzt auch regionale Angebote für DBSV-Karten-Inhaber interessant. Während nämlich der DBSV weiterhin bundesweite Angebote initiiert, können nun Landesvereine ergänzende Vergünstigungen in der Region schaffen. Darauf einigte sich im Mai die Geschäftsführerkonferenz des DBSV. So beruhen die aktuellen Erweiterungen der Angebotspalette bereits auf Initiativen des ABSV, dem DBSV-Landesverein in Berlin.
(Aus einem Rundschreiben des DBSV vom 13.08.2007.)
Selbst sehende Fahrgäste haben manchmal schon Probleme, sich im öffentlichen Personenverkehr zu orientieren – aber wie kommen eigentlich blinde und sehbehinderte Menschen zurecht, die weder den ausgehängten Fahrplan, noch einen Wagenstandsanzeiger oder die Nummer am Bus entziffern können? Wie kann gewährleistet werden, dass ihnen die gleichen Informationen angeboten werden wie sehenden Menschen, jedoch in einer für sie wahrnehmbaren Form?
Zu genau dieser Frage fand vom 1. bis zum 3. Juni 2007 in den Räumen des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes in Nürnberg eine Fachtagung des "Gemeinsamen Fachausschusses für Umwelt und Verkehr" statt. Rund 80 Teilnehmer, darunter Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen, Vertreter von Verkehrsbetrieben, Orientierungs- und Mobilitätstrainer, wissenschaftliche Berater, Projektverantwortliche und Anbieter bereits verfügbarer und in der Entwicklung und Erprobung befindlicher Systeme aus Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien und aus der Schweiz brachten ihren Sachverstand und ihre Erfahrungen ein. Sie verständigten sich auf Eckpunkte eines Anforderungsprofils, das spätestens bis zum 15. Oktober 2007 vorliegen soll.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter: www.dbsv.org/dbsv/GFUV.html#Fahrgastinformation
"Pädagogik bei Menschen mit Sehschädigung und weiteren Behinderungen", so lautet ein einjähriger Weiterbildungskurs, der im Dezember 2007 beginnt.
Weitere Informationen bei:
Johann Wilhelm
Klein-Akademie
Ohmstraße 14, 97076 Würzburg
Tel.: (09
31) 2 30 09-2394
E-Mail: info@jwk-akademie.de
www.jwk-akademie.de
Auf dieser Web-Site kann man alle Kinofilme mit Audiodeskription inkl. Kinoadressen erfahren. Barrierefreiheit wird angestrebt.
Im Mittelpunkt des Seminars für Paare "Authentisch miteinander leben", das vom 21. bis 24. Februar 2008 stattfindet, stehen Bedeutung und Auswirkungen der Netzhautdegeneration für die Paarbeziehung.
Seminar für alle von Netzhaut-Degeneration betroffenen Menschen: "Loslassen lernen – Zuversicht gewinnen" vom 28.02. bis 02.03.2008
Beide Seminare finden statt im AURA-Zentrum Bad Meinberg; Tel.: (0 52 34) 90 40.
Nähere Informationen und Anmeldung nur bei
Maria
Kretschmer
Tel.: (0 81 31) 5 40 18
Anmeldeschluss ist der
15.11.
Das SFZ Beratungsbüro in Berlin bietet professionelles Gedächtnistraining für blinde und sehbehinderte Menschen an.
Weitere Informationen unter
Tel.: (0 30)
726168-71/-73
Die Besucherzahl stieg von 2005 zu 2006 von 1.320 auf 1.861. Vorwiegend Schüler und Auszubildende informieren sich bislang in der Einrichtung.
Um Erwachsenen und von Blindheit bzw. Sehbehinderung bedrohten Bürgern zusätzliche Möglichkeiten zum Besuch des Museums zu bieten, ist die Einrichtung jetzt auch jeden dritten Sonnabend im Monat von 11 bis 16 Uhr geöffnet, dazu jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr. In den nächsten Jahren soll die Arbeit auf die gesamte Geschichte des Blinden- und Sehbehindertenwesens ausgerichtet werden. Zum Vorsitzenden des Fördervereins wurde Dr. Hartmut Mehls wiedergewählt.
"Zehn Jahre Liedertage – Erinnerungen und Zukunft". Vom 07. bis 11.11. schauen zurück auf all die schönen Vorträge und Konzerte, erinnern uns an Künstler, wie Tamara Danz, Gerhard Gundermann, Rio Reiser, Anselm Noffke und Klaus Renft, die uns mit ihren Liedern begleitet haben. Geplant sind ein Singenachmittag und ein Gespräch mit Medienvertretern über die Verbreitung der Liedermacherkünste.
Einen besonderen Konzertgenuss verspricht das schon legendäre "Duo Sonnenschirm" mit dem Programm "Verzicht ist keine Lösung" mit brachialromantischer Satire. Die Liedertage enden mit einem Doppelkonzert, das von Frank Viehweg sowie Mara von Ferne und David Sick bestritten wird. Nicht zu vergessen, die offene Bühne, auf der sich die Teilnehmer gern selbst produzieren können.
Informationen und Anmeldung bei
Liederleute e.V.
Thomas Vallentin
Tel.: (0 30) 4 24 97 96
E-Mail: kontakt@liederleute.de
Weitere Infos unter
www.liederleute.de
Diese Veranstaltung von Blickpunkt – Selbsthilfegruppe für Blinde, Sehbehinderte und deren Freunde in Karlsruhe in Kooperation mit BISS – dem Qualifizierungs- und Sehzentrum der Nikolauspflege findet am 11.10., dem Tag des Sehens, von 10 bis 17 Uhr statt. Ort: AOK Gesundheitskasse, Kriegsstraße 41, 76133 Karlsruhe. Hilfsmittel, Information und Beratung rund um das Sehen werden geboten.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an Personen im höheren Lebensalter, Angehörige und alle Interessierten, die sich erstmals und völlig unverbindlich über Hilfsmittel und sonstige Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen informieren möchten.
Nähere Informationen bei
Gabriele Becker
– Blickpunkt
Tel.: (07 21) 5 08 59
E-Mail: becker.g.g@freenet.de
Vom 01. bis 04.11. findet in Rahrbach bei Olpe das diesjährige bundesweite Insulinertreffen statt. Die Insuliner-Treffen haben in der Vergangenheit stets dazu beigetragen, dass Barrieren abgebaut werden. Darum sollten auch in diesem Jahr wieder viele blinde Diabetiker teilnehmen.
Nähere Informationen und Anmeldung (bis 01.10.) bei:
Peter Heimen
Vater-Jahn-Str.2, 35216 Biedenkopf
Tel.: (0 64 61) 92
42 55
Zeitgenössische Kunst für alle gibt es in Marburg zu sehen und zu begreifen. Vom 14.09. bis 08.11. will der Marburger Kunstverein mit dieser Ausstellung auch auf die besonderen Belange blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam machen.
Geplant sind auch ein spezielles Leitsystem zur Orientierung, ein Audio-Guide durch die Ausstellung und eine barrierefreie CD-ROM als Ausstellungskatalog.
Ort:
Ausstellungshaus des Marburger
Kunstvereins
Gerhard-Jahn-Platz 5, 35037 Marburg
Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags 11-17 Uhr,
(mittwochs bis 20 Uhr)
Informationen und Anmeldung für Führungen:
Marburger Kunstverein
Tel.: (0 64 21) 2 58 82
Die Blinden- und Sehbehindertenvereine Remscheid, Solingen und Wuppertal laden ein zum Aktionstag "Blinde und sehbehinderte Menschen im Bergischen Land"; 13.10., 10 bis 17 Uhr, Solingen-Ohligs, Festhalle, Talstraße 16.
Hilfsmittel (auch Sehhilfen) und Publikationen werden vorgestellt. Das Versorgungsamt Wuppertal und eine Blindenführhundschule informieren; eine Schießanlage für Blinde und Sehbehinderte lädt zum genauen Zielen nach Gehör ein.
Nähere Informationen unter
Tel.: (02 12) 33 74
50
Diese Tour(en) veranstaltet der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen (BSBH). In zwei Jahresetappen à 14 Tagen wollen wir ab 2008 die berühmte Silberstraße in Spanien erwandern. Es ist geplant, die gesamte Strecke – von Sevilla über Mérida, Cáceres, Salamanca, Zamora, Puebla de Sanabria und Ourense bis nach Santiago de Compostela mit Busbegleitung zu gehen (ca.1050 Kilometer).
Die erste Jahresetappe findet vom 07. bis 20.05.2008 statt.
Weitere Informationen erhalten sie unter:
www.bsbh.org
oder bei
Klaus Meyer
Tel.: (0 69) 05 96 72
E-Mail: k.meyer@bsbh.org
Pünktlich zum Start der neuen Saison hat die Deutsche Blindenstudienanstalt in Marburg in Zusammenarbeit mit dem Fachblatt "kicker-Sportmagazin" das neue Sonderheft für blinde Fußballfans herausgebracht. Das Heft in Blindenschrift bietet umfangreiche Informationen zur 1. und 2. Bundesliga sowie einen Spielplan zum Ausfüllen.
Zu beziehen ist es für eine Schutzgebühr bei
der
Deutschen Blindenstudienanstalt
Postfach 1160, 35001
Marburg
Tel.: (0 64 21) 606-417
E-Mail: bestellservice@blista.de
Informationen und Anmeldung
Helmut-Kreutz-Haus
Pulvergarten 2, 38855 Wernigerode
Tel.: (0 39 43) 56 44-00
begegnung@ebs-deutschland.de
Informationen und Buchung:
Tel.: (0 26 80) 95 10-0
E-Mail: aura-muendersbach@bsbh.org
Die AURA-Pension "Villa Rochsburg" – Erholungs- und Begegnungsstätte des BSV Sachsen – stellt sich seit kurzem im Internet auf einer neuen Homepage vor, die unter www.villa-rochsburg.de aufgerufen werden kann.
Sie bietet auch die Möglichkeit einen Newsletter zu abonnieren, der allerdings erst im Entstehen ist. E-Mails gehen weiterhin an die Adresse villa@bsv-sachsen.de .
Bereits seit einigen Monaten ist die "Villa Rochsburg" unter der neuen Telefonnummer (03 73 83) 8 38 00 zu erreichen.
Die Kreisorganisation Leipzig-Stadt des BSV Sachsen lädt am 11.10. von 10.00 bis 16.00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.
BSVS e.V., KO Leipzig-Stadt
Haus der Demokratie
3.
Stock, Zimmer 314
B.-Göhring-Str.152, 04277 Leipzig
Nähere Informationen und Anmeldung unter
Tel.: (03
41) 35 54 26 71
E-Mail: leipzig@bsv-sachsen.de
In den Adventswochen (ab 29.11.) bieten wir Ausflüge zu den schönsten Attraktionen der Umgebung an: Konzerte, besondere Weihnachtsmärkte, Spaziergänge am Meer, Vorlesenachmittage mit Glühwein und abends genießen Sie unsere Sauna.
Krimitage unter der Leitung von Uli Backofen finden statt: 30.01. bis 03.02.2008.
Direkt im Anschluss "Joseph von Eichendorff", "Die Musik der Hochromantik" und "Die Ostsee – damals und heute".
Information und Buchung:
Tel.: (0 45 03) 6 00 20
E-Mail: timmendorfer-strand@aura-hotels.de
Ab sofort sind die Regeln der aktuellen deutschen Rechtschreibung wahlweise in Blindenvoll- oder -kurzschrift erhältlich.
Christian Stang: DUDEN Deutsche Rechtschreibung – kurz gefasst: die Grundregeln der deutschen Rechtschreibung mit zahlreichen Beispielen; nach der verbindlichen Rechtschreibung 2006. Mannheim, Dudenverlag, 2006.
Das Wichtigste zur aktuellen deutschen Rechtschreibung im Überblick. Alles, was man heute wissen muss, um richtig zu schreiben.
Bestellungen und weitere Informationen unter
(03 41) 71
13-119 oder
E-Mail: verlag@dzb.de
Jeweils auf einer Kassette sind zu hören: "Vogelstimmen in Wald und Flur", "Vogelstimmen am Wasser" und "Vogelstimmen in Park und Garten". Der Ampler-Verlag hat dem DBSV eine Anzahl dieser Kassetten überlassen, die jetzt sehr preisgünstig abgegeben werden können; je Kassette drei Euro, alle drei Kassetten sieben Euro.
Bestellungen sind zu richten an den
DBSV
Tel.: (0 30)
28 53 87-13
E-Mail: gegenwart@dbsv.org
Berichte von der Internationalen Funkausstellung 2007 in Berlin. In Form von Reportagen, Firmeninterviews und Berichten erhalten Sie einen umfassenden Überblick über Neuheiten, speziell für blinde und sehbehinderte Menschen. Erhältlich ist der etwa 100-minütige Ausstellungsbericht als Kassette oder als CD-MP3. Lieferung ab Ende September 2007.
Nähere Informationen:
VzFB
Tel. (05 11) 9 54
65-32
Produziert wird dieser IFA-Bericht von der Redaktion INFOTAPE in Berlin. Auch dort können Sie ihn bestellen:
Tel.: (0 30) 312 34 04, täglich bis 19.00 Uhr
E-Mail: redaktion.infotape@berlin.de
Die Broschüre "Blinde im geltenden Recht" der Gemeinschaft Deutscher Blindenfreunde von 1860 ist jetzt auch als Aufsprache im DAISY-Format zu beziehen. Das 20-Stunden-Werk widmet sich ausführlich den Verhältnissen im Sozialrecht. Daneben werden Fragen des Privatversicherungsrechts, des Arbeits- und Zivilrechts sowie des Verkehrsrechts behandelt.
Die CD kann kostenlos bezogen werden bei:
Gemeinschaft
Deutscher Blindenfreunde
Hoffmann-von-Fallersleben-Platz 3
10713
Berlin
Tel.: (0 30) 8 23 43 28
E-Mail: g.herzsprung@blindenfreunde.de
Bei dem Beitrag Woche des Sehens: "Schon ab zwei dabei" wurde bei den Partner der DBVS e.V. vergessen.
Bei der Rubrik "In Kürze" wurde bei den Tastführungen im Georg-Kolbe-Museum die Anschrift vergessen:
Sensberger Allee 25, 14055 Berlin
Anmeldung bei Frau Anja
Winter
Tel.: (0 30) 76 76 99 09
E-Mail: anjawinter@ngi.de
Europäisches Parlament stimmt für Erhalt der Blindensendung
Das Europäische Parlament hat in seiner Sitzung vom 11. Juli einem Gesetzentwurf zugestimmt, der den Erhalt der kostenlosen Postdienste für Blinde und Sehbehinderte zusichert. Im ursprünglichen Entwurf war den Mitgliedsstaaten lediglich freigestellt worden, kostenlose Postdienstleistungen für blinde und sehbehinderte Menschen zu erhalten oder dort einzuführen, wo sie noch nicht bestehen. Tritt der aktuelle Entwurf in Kraft, sind alle Staaten der EU verpflichtet Regeln zu treffen, die die kostenlose Beförderung festschreiben.
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband und die Europäische Blindenunion hatten in Gesprächen mit Abgeordneten auf den kostenfreien Postversand gedrängt, weil sonst nicht nur die Blindensendung bedroht gewesen wäre, sondern auch die Blindenbibliotheken vor dem Aus gestanden hätten. Der DBSV begrüßt die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zur Sicherung des Zugangs zu Informationen für Blinde und Sehbehinderte. Er fordert nun den Ministerrat auf, die vom europäischen Parlament beschlossene Position zu übernehmen.
Die Postrichtlinie sieht allgemein die Abschaffung des Brief- und Postmonopols bis zum 31.12.2010 vor. Sie macht damit den Weg für den Wettbewerb unter den Postunternehmen frei.
Zu ihrer letzten Sitzung in der laufenden Arbeitsperiode trat die EBU-Kommission für Sozialpolitik vom 29.06. bis 01.07.2007 in Madrid zusammen. Der DBSV wirkt in dieser Kommission aktiv in der Arbeitsgruppe für Erziehung mit. Zweck der Sitzung war die Abstimmung von Eckpunkten für den Tätigkeitsbericht der Kommission an die EBU-Generalversammlung. Einen Schwerpunkt der Arbeit der vergangenen Jahre bildete insbesondere die Erörterung der Vor- und Nachteile der integrativen und segregierten Erziehung. Von besonderem Interesse war hierbei Art. 24 der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, der sich mit der Erziehung befasst. Der Artikel verpflichtet die Vertragsstaaten zur Gewährleistung des Rechts auf Erziehung für Menschen mit Behinderungen insbesondere durch den Ausbau des integrativen Bildungssystems auf allen Ebenen. Demgegenüber findet die Sondererziehung keine Erwähnung. Hier hätte sich die EBU-Arbeitsgruppe ein eindeutigeres Bekenntnis zur Wahlfreiheit gewünscht, eine Position, die EBU und DBSV seit Jahren teilen.
Hans Kaltwasser
Die Europäische Union möchte die Zugangsmöglichkeiten zu audiovisuellen Medien für Menschen mit Behinderungen verbessern. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet dies vor allem mehr Angebote an Sendungen mit Audiodeskription im Fernsehen. Am 24. Mai 2007 hatten sich Europäische Kommission, Parlament und Ministerrat deshalb auf einen Kompromissvorschlag zur so genannten Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste geeinigt, die in Art. 3b folgende Regelung vorsieht:
"Die Mitgliedstaaten ermutigen die Anbieter von Mediendiensten, die ihrer Gerichtsbarkeit unterliegen, zu gewährleisten, dass ihre Dienste schrittweise für Menschen mit Sinnesbehinderung ... barrierefrei zugänglich gemacht werden."
Im Erwägungsgrund 46c heißt es: "Das Recht von Menschen mit Behinderungen und älterer Menschen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben der Gemeinschaft ist unauflöslich verbunden mit der Bereitstellung zugänglicher audiovisueller Mediendienste. Die Barrierefreiheit audiovisueller Mediendienste umfasst hierbei, ohne auf diese begrenzt zu sein, Gebärdensprache, Untertitelung, Audiodeskription und eine Menüsteuerung in leicht verständlicher Sprache."
Der Richtlinienentwurf sieht zudem vor, dass die Kommission alle drei Jahre über Fortschritte in Bezug auf die Verbesserung der Barrierefreiheit berichten muss.
EBU und DBSV hätten sich in Art. 3b eine Formulierung gewünscht, die die Mitgliedstaaten in Bezug auf die Schaffung barrierefreier Medienangebote noch stärker in die Pflicht nimmt. Dennoch ist der erzielte Kompromiss besser als zu erwarten war. Noch vor wenigen Monaten wollte der Ministerrat jeglichen Hinweis auf die Behindertenthematik in die Präambel zur Richtlinie verbannen. Dies wäre ein schwerer Rückschlag im Vergleich zu dem im Dezember vergangenen Jahres verabschiedeten Richtlinienentwurf des EU-Parlaments gewesen. Die Europäische Blindenunion bestärkte darauf hin die EU-Abgeordneten, allen Versuchen des Rates zu einer Verwässerung des mit großer Mehrheit verabschiedeten Textes zu widerstehen. Dem DBSV und seiner Deutschen Hörfilm Gesellschaft (DHG) kam in dieser Lobbyarbeit eine besondere Rolle zu, weil Deutschland die Ratspräsidentschaft zu dem Zeitpunkt hatte, als die Richtlinienberatungen im Ministerrat in die entscheidende Phase traten. So konnten DBSV und DHG anlässlich eines Mediengipfels Anfang März 2007, an dem Vertreter der Bundesregierung, der Europäischen Union und der Medienwirtschaft teilnahmen, nachdrücklich für die Berücksichtigung der Belange blinder und sehbehinderter Fernsehzuschauer werben. Diese Lobbyarbeit macht sich jetzt offenbar bezahlt. Die Richtlinie wird voraussichtlich im Herbst 2007 in Kraft treten. Dann wird es darauf ankommen dafür zu sorgen, dass Bundesregierung und EU-Kommission den Auflagen des Art. 3b umsetzen, um einer barrierefreien Medienzukunft ein Stück näher zu kommen.
Hans Kaltwasser
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) informiert darüber, dass sie im Jahre 2006 weltweit 18 Millionen Menschen helfen konnte; 2005 waren es 12 Millionen. Hauptgrund für diese Steigerung ist das zunehmende Engagement der CBM bei der Prävention.
Neben der Vorbeugung bleibt die Bekämpfung des Grauen Stars ein Hauptanliegen der CBM. Die Zahl der Operationen am Grauen Star stieg auf fast 640.000 – dies ist ein Anstieg um 5,6 Prozent.
Insgesamt fördert die CBM derzeit 1011 Projekte in 112 Ländern. Zu ihrem Mandatsbereich gehört neben der Hilfe für augenkranke und blinde Menschen auch die Förderung für Gehörlose sowie Geistig- und Körperbehinderte. Die Länder mit den meisten Projekten sind Indien, Äthiopien, die Philippinen, Kenia und Nigeria.
Über einen Hörtheaterabend am 30. September im Theater Konstanz
"Was ihr wollt" von William Shakespeare in Konstanz. Fahre ich hier her, weil die Berliner Theaterlandschaft einfach nichts mehr hergibt? Wohl kaum. Aber das Stück wird nicht nur für Sehende gezeigt, sondern auch für Blinde.
Eine spannende Sache, die im Fernsehen schon gang und gäbe ist; im Theater ist sie es noch nicht. Erst wenige Mal fand in Deutschland eine so genannte Audiodeskription im Theater statt. Durchgeführt wird sie auch hier von einem Verein aus München, dem "Hörfilm e.V." Der hat auch ein Rahmenprogramm organisiert mit Bühnenführung, und einer Stadtführung für Blinde und Sehende.
Meine Erfahrung mit Blinden beschränkt sich auf zwei spät erblindete Onkels und einen Besuch beim "Dialog im Dunkeln" vor 15 Jahren. Etwas hilflos versuche ich mich wieder hinein zu geben in die dunkle Welt, die mit dem Wort dunkel sicher nur unzutreffend beschrieben ist. Damals im Museum habe ich mich bewegt wie mein kleiner Sohn, als der die ersten Schritte gemacht hat: einen Fuß vor den anderen setzend, ganz langsam. Und als plötzlich ein Geräusch von Autolärm auf mich zukam, habe ich laut um Hilfe gerufen. Eine nette blinde Führerin rettete mich lachend und flüsterte mir ins Ohr, dass das doch nur von Kassette käme.
Nun machte ich mich also mit Audioführung und geschlossenen Augen auf durch das Theaterfoyer. Mir wurde erklärt wo Garderobe und Toiletten sind und die Speisekarte am Büffet las man mir ebenfalls vor. Die Menschen um mich herum behandelten mich rücksichtsvoll, insgesamt herrschte eine harmonische Atmosphäre und man meinte es gut miteinander.
Die Vorstellung begann mit einer etwas längeren Einführung der Figuren, ihrer Kostüme, des Bühnenbilds etc., damit sich alle gut orientieren konnten. Der Audiodeskripteur stand neben dem Intendanten auf der Bühne. Somit hatten wir Sehenden einen weiteren Vorteil, wir wussten nun auch, wie er aussah. Das Stück begann und durch den Kopfhörer wurde uns mit relativ neutraler Stimme in alle Sprechpausen eine Beschreibung der Bühne geflüstert. Wer wann wo abgeht, wie sich Gesichtsausdrücke veränderten oder das Bühnenbild. Teilweise wurden Dinge gesagt, die dann nicht passierten, was aber sofort kommentiert und korrigiert wurde.
Schnell war klar, dass abgelesen wurde. Mit geschlossenen Augen konnte man sehr gut folgen und interessanterweise blieb die Bühne immer vor meinem inneren Auge. Wir hatten sie ja vorher bei einer Bühnenführung ausgiebig erfühlen dürfen, ebenso wie einige Kostüme und Perücken.
Die Audiodeskription funktionierte, aber ich fragte mich die ganze Zeit, wie viel vom künstlerischen Gesamtgefüge eigentlich noch übrig bleibt und ob das Stück noch als Kunstwerk wirken kann. Die Männerstimme war angenehm, bemüht um Neutralität, teilweise amüsant, was der Verwechslungskomödie ja ganz gut zu Gesicht stand.
Glücklicherweise war das Bühnenbild sehr schlicht gehalten und es wandelte sich auch kaum. Doch der Wechsel zwischen den Worten Shakespeares, oder besser gesagt B.K. Tragelehns, dessen Übersetzung genutzt wurde, und den sehr neutralen, pragmatischen Sätzen oder Halbsätzen der Deskription fiel doch recht schroff aus. Sie musste sich in die Lücken quetschen, die die Schauspieler ließen.
Diese Lücken waren nun an jedem Abend etwas länger oder kürzer. Der Sprecher hatte zu kämpfen – und unser Mitgefühl, obwohl ich als Simultandolmetscherin weiß: es gibt Schlimmeres. Also waren wir einem stetigen Wechsel von poetischen Worten und pragmatischem Gebrauchstext ausgesetzt. Nach anfänglichem Widerwillen gegen die Art der Übertragung, schaute ich mir die karge Bühne mit dem stilisierten Strand auf blauem Linoleum und weißen Stoffbahnen, rotem Autositz und Styroporfelsen an; eine eiserne Leiter ragte in den Himmel. Ich dachte mir, ja, in diesem Fall passt der eingesprochene Text. Er ersetzt den Widerspruch zwischen modernem Bühnenbild und poetischer Sprache.
In Frankreich gibt es eine lange Tradition der Deskription für das Theater. Seit 1989 wird an der ESIT (berühmte Dolmetscherschule in Paris) zu dem Thema geforscht. Maryvonne Simoneau hat bereits über 40 Theaterstücke deskribiert und einige theoretische Ansätze vorgestellt. Sie geht davon aus, dass man für jeden Film und jedes Theaterstück eine andere Beschreibungsform finden muss, damit das Ziel des Transfers, nämlich die gleiche Emotion bei den Blinden, wie bei den Sehenden auszulösen erreicht wird.
Noch zweifelnd, ob das an diesem Tag wirklich gelungen war, ging ich zur Abschlussdiskussion und fragte auch gleich meine blinde Nachbarin, ob es denn funktioniert hätte. Sie brach in Tränen aus. Ihr Mann stand auf und holte etwas zu trinken. Ich nahm hilflos ihre Hand. Immer noch unter Tränen sagte sie, es sei so schön gewesen, sie sei von Geburt an blind und so glücklich, dass sie so etwas erleben dürfe. Sie sei letztes Jahr in Kiel gewesen. Dieses Jahr seien ihr Mann und sie von Bonn nach Konstanz gefahren. Es sei so anders, als wenn der Gatte ihr im Theater ab und zu mal was ins Ohr flüsterte. Sie könne einfach ihren Theaterabend genießen, ganz gleichberechtigt. Dann entschuldigte sie sich bei mir für ihre Emotion. Die Entschuldigung wies ich – ebenfalls gerührt – zurück und hatte meine Antwort.
Viele haben das nicht mitbekommen, aber es war sicher eins der größten Komplimente, die einer Theateraufführung je gemacht wurden.
Yvonne Griesel
Auch in der Woche des Sehens 2007 Theater mit Audiodeskription
Nach Kiel, München, Osnabrück und Konstanz wartet nun Rendsburg auf reisefreudige Freunde des Theaters mit Audiodeskription. Das Schleswig-Holsteinische Landestheater führt das zeitlos aktuelle Stück "ein Volksfeind" von Henrik Ibsen auf, und für blinde und sehbehinderte Besucher wird in der Vorstellung am 14. Oktober 2007 wieder bestens gesorgt sein dank der bewährten Vorarbeit durch das Beschreiberteam Nord des Hörfilm e.V.
Mit Hilfe des guidePORT-Systems, das sich seit der Kieler Aufführung von Shakespeares "Hamlet" (s. "Gegenwart" 1/2007) im Besitz des BSVSH befindet, wird die Orientierung im Gebäude bedarfsgerecht und informativ gestaltet. Während der Aufführung hilft die Stimme aus dem Ohrclip, auch den rein visuellen Momenten der Inszenierung zu folgen. Eine Bühnenführung vorab verschafft den nichtsehenden Besuchern eine Vorstellung von Bühnenraum, Ausstattung und Kostümierung. Nach der Vorstellung wird es noch die Möglichkeit des Beisammenseins mit den Ensemblemitgliedern und dem Beschreiberteam geben.
"Ein Volksfeind" ist heute nicht weniger aktuell als vor 100 Jahren. Das Schauspiel spielt in einer kleinen Stadt, die sich von ihrem neuen Kurbad endlich den lang ersehnten Aufschwung verspricht. Aber der Bruder des Bürgermeisters kennt als Kurarzt eine schlimme Wahrheit, die das Geschäft und die Hoffnungen auf Wohlstand in Frage stellt. Es war in der letzten Zeit zu Krankheitsfällen gekommen und der Badearzt weiß, dass sie von giftigen Abwässern verursacht werden, die ins Heilwasser gelangen. Die Zeitungen rufen den Mann der Wahrheit zum Volksfreund aus, doch die Aktionäre des Kurbades wollen sich das Geschäft nicht verderben lassen.
Rendsburg ist eine der Stammspielstätten des Landestheaters und es ist eine Reise wert, zumal ein spezielles Rahmenprogramm auch Blinden und Sehbehinderten das Kennenlernen erleichtert. Rendsburg liegt verkehrsgünstig auf halbem Wege zwischen Hamburg und dänischer Grenze. Hier ist die Mitte des Landes zwischen den Meeren. Die Stadt wird ebenso von ihren Bürgerhäusern in gemütlich engen Gassen geprägt wie von der Weite des Paradeplatzes mit den repräsentativen Bauten des barocken Neuwerks aus der Blüte der Stadt als Festung im 17. Jahrhundert. Rendsburg liegt an Eider und Nord-Ostsee-Kanal, der meist befahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Darüber spannt sich die 42 Meter hohe Eisenbahnbrücke mit der Schwebefähre, die technisches Denkmal und alltägliches Verkehrsmittel zugleich ist. Fünf Museen hat die Stadt, darunter die Whiskygalerie. Ein aufgeschlossenes Theater und ein gastfreundliches Städtchen warten auf zahlreiche Besucher.
Die Fakten: "Ein Volksfeind", Schauspiel von Henrik Ibsen am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Rendsburg in der Inszenierung von Susanne Bert am 14. Oktober 19.00 Uhr mit Audiodeskription. Tickets kosten für Inhaber des Schwerbehindertenausweises zwischen 10,50 und 14,50 Euro. Bei entsprechendem Vermerk im Ausweis gilt dieser Preis auch für die Begleitperson. Reservierungen werden bis zum 1. Oktober entgegen genommen. Dabei sollte auch angegeben werden, wie viel Ohrclips benötigt werden, ob ein Führhund mitgebracht oder ein rollstuhlgerechter Platz benötigt wird.
Fragen und Reservierungen nimmt entgegen:
Hela
Michalski
Tel.: (0 48 81) 7172
E-Mail: hw.michalski@t-online.de
Weiterführende Informationen gibt es auf
www.bsvsh.org
Hela Michalski, Annegret Walter, Dr. Jürgen Trinkus
Am 20. Juni fand in der Aula der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen ein beeindruckendes Konzert statt.
Eltern, Pädagogen und ehemalige Mitarbeiter waren eingeladen und spendeten den jungen Künstlern, die die Ergebnisse des Musikunterrichtes auf die Bühne brachten, lautstarken Beifall.
Das vielseitige Programm bot von traditionellen volkstümlichen Liedern und englischsprachigen Songs über klassischen Gesang bis hin zu solistischen Instrumentaldarbietungen manchen Ohrenschmaus. Auch kleine Tänze wurden aufgeführt. Einen großen Teil der Moderation übernahm neben Danny Bethge seine Mitschülerin der Klasse 9 Lydia Kappler, die auch mit ihrem Sologesang "Heidenröslein" überzeugen konnte. Denis Präsang, Schüler der lernbehinderten Klasse 10, spielte Klavier und sang mit starker Ausstrahlung den Titel "Über sieben Brücken musst du geh'n".
Für diese gelungene Veranstaltung gelten ganz besondere Anerkennung und herzlicher Dank der langjährigen Musiklehrerin Frau Elisabeth Bentke und der neuen Klavierlehrerin Frau Konstanze John.
Im Anschluss waren die anwesenden Senioren der Einrichtung zu einer kleinen Kaffeerunde eingeladen, es gab dazu von den Schülern selbst gebackenen Kuchen. Diese Treffen sind inzwischen eine liebgewordene Tradition an der Schule, organisiert von Frau Margrit Richter, der auch auf diesem Wege herzlich gedankt sei.
Ute Maaß
(ehemalige Deutsch-/Russischlehrerin)
Zielvereinbarungen mit dem Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz sowie Globus in Zell an der Mosel
Der Landesblinden- und Sehbehindertenverband Rheinland-Pfalz (LBSV-RLP) hat zwei Vereinbarungen unterzeichnet, mit denen allen Menschen der Zugang zu Leistungen und dem Warenangebot, das heute verfügbar ist, geschaffen wird.
Am 29. Juni 2007 wurde mit dem Globus Handelshof St. Wendel in Zell an der Mosel eine Zielvereinbarung zum barrierefreien Einkaufen geschlossen. Globus in Zell an der Mosel wird, wie das auch schon vor einem Jahr Globus in Gensingen-Horrweiler begonnen hat, schrittweise seinen Einkaufsmarkt barrierefrei ausgestalten. In den 34 vereinbarten Schritten sind 12 Punkte für blinde oder sehbehinderte Kunden von besonderem Interesse, darunter kontrastreiche und taktile Orientierungshilfen, gut lesbare Beschilderung, Kennzeichnungsmöglichkeiten in Punktschrift mit Dymoband und telefonische Auskünfte über besondere Angebote.
In der am 30. Juli 2007 unterzeichneten Zielvereinbarung mit dem Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz werden Auffindbarkeit und barrierefreie Bedienbarkeit von Geldausgabeautomaten für Kunden mit Sehschwierigkeiten hervorgehoben.
Die Verhandlungen im Vorfeld und die Unterzeichnung erfolgten unter der Moderation des Landesbehindertenbeauftragten Rheinland-Pfalz Dr. Richard Auernheimer im Sozialministerium Mainz. Der LBSV-RLP war durch das Vorstandsmitglied Michael P. Schmidt vertreten. Vertragspartner sind neben Globus in Zell, dem Sparkassen- und Giroverband RLP verschiedene Organisationen und Selbsthilfegruppen behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz. Die beiden Zielvereinbarungen werden im Zielvereinbarungsregister beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gemacht.
Im Gegenzug hat sich der LBSV-RLP verpflichtet, seine Mitglieder über die Angebote zu informieren und die Unternehmen bei der Umsetzung zu begleiten.
(Aus einem Bericht von Michael P. Schmidt.)
Verkehrsverbund Rhein-Neckar erstellt neues Linienverzeichnis für blinde und sehbehinderte Fahrgäste
Der VRN hat gemeinsam mit dem Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein ein Linienverzeichnis für Blinde und Sehbehinderte erstellt, das alle Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten der S- und Stadtbahnen im Raum Mannheim-Ludwigshafen und Heidelberg auflistet.
"Wir sind sehr darauf bedacht einen barrierefreien ÖPNV und somit auch barrierefreie Fahrgastinformationen anzubieten und freuen uns ganz besonders, nun endlich das erste Linienverzeichnis für Blinde und Sehbehinderte nach entsprechenden DIN-Vorschriften zu präsentieren", sagte Werner Schreiner, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH. In vielen Gesprächen, die geführt worden sind, bevor die S-Bahn Rhein-Neckar ihren Betrieb aufnahm, hat sich der VRN mit den Blindenvereinen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in Hessen darauf verständigt, nicht nur barrierefreie Haltepunkte zu schaffen, sondern auch Maßnahmen zu treffen, um Unsicherheiten und Risiken bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu reduzieren.
Die Verkehrsunternehmen sehen in der neuen Broschüre ein wichtiges Ziel verwirklicht, nämlich Standards der Fahrgastinformation zur Barrierefreiheit im ÖPNV umgesetzt zu haben. Jetzt gelte es, daran weiter zu arbeiten, so Thomas Schweizer, Prokurist der Unternehmensgesellschaft Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (URN GmbH).
In einem weiteren Projekt ist der VRN dabei, eine neue, barrierefreie Homepage zu gestalten. Eine Fahrplanauskunft in Braille-Schrift, eine entsprechende Beschreibung der Stationen und viele weitere nützliche Dinge werden Blinden- und Sehbehinderten den Zugang über die Homepage des VRN zum ÖPNV ermöglichen. "Wir freuen uns, dass somit eine weitere Steigerung der Mobilität für unsere Kunden erreicht wird", sagt Werner Schreiner.
Das Linienverzeichnis kann in Großschrift oder Punktschrift gegen eine Schutzgebühr von drei Euro bei folgenden Landesvereinen abgerufen werden:
Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein V.m.K.
Augartenstr. 55
68165 Mannheim
Tel.: (06 21) 40 20 31
Fax: (06
21) 40 23 04
E-Mail: info@bbsvvmk.de
Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V.
Eschersheimer Landstr. 80
60322 Frankfurt am Main
Tel.: (0 69) 1 50
59 66
E-Mail: info@bsbh.org
Landesblinden- und Sehbehindertenverband Rheinland-Pfalz
e.V.
Kaiserstr. 42
55116 Mainz
Tel.: (0 61 31) 6 93 97 36
E-Mail: info@lbsv-rlp.de
Aus Richtung Selionigrad (Kranz) kommend, erreicht man die Uliza Sportivnaja auf Schleichwegen, ohne das Stadtzentrum von Kaliningrad durchqueren zu müssen. Und wenn man per Tandem in die quirlige Stadt einfährt, ist das gut so.
In der Staatlichen Schule für sehbehinderte und blinde Kinder wurden unsere drei Tandem-Teams bereits erwartet und freundlich aufgenommen, als wir am 25.07. ins Schulgelände einfuhren.
Auf dem "Zielfoto" stehen insbesondere die Räder im Vordergrund, denn sie werden von nun an hier Dienst tun. Sie werden in Kaliningrad und Umgebung wohl für reichlich Aufmerksamkeit sorgen, denn Tandem-Fahren ist hier etwas Neues. Die drei Tandems selbst sind nicht neu, sondern wurden von Frau Phingstl (Berlin), Frau Promnitz (Wildau) und Familie Rudolph (Wismar) Tandem-Hilfen zur Unterstützung der Kaliningrader Schule zur Verfügung gestellt.
Per Bahn (bis Kiel) und Fähre (bis Klaipeda, Litauen) transportierten die Initiatoren und Mitstreiter der privaten Initiative die Räder, bevor sie auf der Kurischen Nehrung noch einige Runden drehten und dann zu ihrem Bestimmungsort fuhren. Per Rad waren dabei nur 250 km zurückgelegt worden – letzter Test für die zuvor noch einmal auf Vordermann gebrachten Drahtesel – und ein paar Tage Urlaub für die Überbringer.
Schüler, die auch an den beiden Internationalen Tandem-Camps im September und Oktober in Boltenhagen und Königs Wusterhausen teilnehmen werden, nahmen die Tandems – zusammen mit ihrer Direktorin – freudig in Empfang und probierten sie natürlich gleich aus. Während dessen kochten die Mütter der 15-jährigen Jungs für uns ein schmackhaftes russisches Mittagessen – Borschtsch und Pelmini – und stellten ein Fläschchen Wodka bereit.
Wir danken für die herzliche Gastfreundschaft und können den Tandem-Spendern versichern, dass die Räder in Kaliningrad sehr sinnvoll aufgehoben sind.
Mehr Informationen unter:
www.tandem-hilfen.de
Dr. Thomas Nicolai