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EDF-Erklärung im Wortlaut:

Europäisches Behindertenforum
1997-2007: Zehn Jahre Kampf um Behindertenrechte

Lasst die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen der Vergangenheit angehören

Die Bekämpfung der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen geht uns ALLE an

Im Jahre 1997 haben europäische und nationale Organisationen von Menschen mit Behinderungen und Eltern von jenen Menschen mit Behinderungen, welche sich nicht selbst vertreten können, gemeinsam das Europäische Behindertenforum (EBF) gegründet. Das EBF ist eine unabhängige und einzigartige Plattform in Europa. Es nimmt eine proaktive Rolle gegenüber den Institutionen der Europäischen Union und deren Entscheidungsträgern ein und schützt und verteidigt die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sein Streben und die alltäglichen Aktivitäten zielen darauf ab, die Gesetzgebung der Europäischen Union zu beeinflussen, da jede EU-Entscheidung und Initiative einen direkten Einfluss auf den Alltag der europäischen BürgerInnen mit Behinderungen auf allen Ebenen hat.

Seit wir unseren Kampf aufgenommen haben ist ein Jahrzehnt vergangen. Heute können wir, Menschen mit Behinderungen und die Eltern von jenen Menschen mit Behinderungen, welche sich nicht selbst vertreten können, zurückblicken und stolz auf unseren Beitrag zu der erzielten Weiterentwicklung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Europa sein.

Wir müssen heute bereits nach vorne blicken und uns weiterhin bemühen, die gesetzlichen Nichtdiskriminierungsmaßnahmen in Europa zu stärken, damit die vollständige Integration von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft Realität wird. Wir müssen dies tun, denn Behinderungen ist eine Menschenrechtsangelegenheit und betrifft uns alle.

Behinderungen hinter den Kulissen...

1997-2007: Seit zehn Jahren den Weg bereiten

Die allererste Errungenschaft des Europäischen Behindertenforums 1997 machte den Weg frei für ein neues Zeitalter für Menschen mit Behinderungen in Europa. Die Aufnahme des Nichtdiskriminierungsartikels 13 im Vertrag von Amsterdam, der ersten und einzigartigen Bezugnahme auf Behinderungen im EU-Vertrag. Ein maßgeblicher Erfolg, welcher die Rechtsgrundlage schaffte, um Menschen mit Behinderungen vor Diskriminierung zu schützen und zugleich der Europäischen Union die Verantwortung übertrug, in diesem Sinne weiter zu arbeiten. Ein derartiger Erfolg wäre nie möglich gewesen ohne die europaweite Mobilisierung von Menschen mit Behinderungen und ihren repräsentativen Organisationen. Im Laufe von zehn Jahren intensiver Arbeit auf EU- und nationaler Ebene, ist das Europäische Behindertenforum Triebfeder für zahlreiche europäische Initiativen und legislative Entscheidungen gewesen, die das Leben von Menschen mit Behinderungen in ganz Europa verändert haben und weiterhin verändern werden:

2007 und danach: Wir müssen alle Kräfte Mobilisieren, um unsere Rechte zu schützen!

Die Behindertenbewegung fordert:

  1. Umfassende behindertenspezifische Nichtdiskriminierungsgesetzgebung, um Menschen mit Behinderungen zu schützen, um bestehende Barrieren zu beseitigen, um die Errichtung von neuen Barrieren zu verhindern, um Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu erreichen.
  2. Ein rasches Unterschrifts- und Ratifikationsverfahren durch die Europäische Gemeinschaft und durch die EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
  3. Konkrete Maßnahmen, Vorgaben und Ziele, um die Gleichbehandlung in der Bildung sicherstellen sowie auch die Teilhabe am sozialen Leben für behinderte Kinder durch regionale, nationale und europäische politischen Maßnahmen zu gewährleisten.
  4. Konkrete Maßnahmen, Vorgaben und Ziele, um die Gleichbehandlung in Beruf und Beschäftigung durch regionale, nationale und europäische Politik sicherstellen.
  5. Nationale Reformen zur Deinstitutionalisierung von Menschen mit Behinderungen und die zur Verfügungstellung von Alternativen für selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft durch qualitativ hoch stehende und leistbare, entsprechend finanzierte Dienste, auch auf EU-Ebene.
  6. Mindestnormen hinsichtlich Zugängigkeit und Nichtdiskriminierung in allen Finanzierungsinstrumenten, auch auf EU-Ebene, um die Schaffung von neuen Barrieren zu verhindern.
  7. Fakten und Zahlen über Behinderungen, die die tatsächliche Situation und Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen in Europa darstellen, als eine solide Grundlage für die Entwicklung von legislativen Maßnahmen und Initiativen, um unsere Rechte wirksam zu schützen.
  8. Allgemein gültige Normen und Gesetzgebung, um volle Zugängigkeit zu Produkten und Dienstleistungen innerhalb der gesamten Europäischen Union sicherzustellen.

Wir, Menschen mit Behinderungen in Europa, fordern die Europäische Union, sowie die nationalen, regionalen und lokalen Behörden auf, in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der Zivilgesellschaft, Diskriminierung zu einer Fußnote der europäischen Geschichte werden zu lassen!

Mache den Schritt, erreiche eine Veränderung!

Eine Minute Deiner Zeit kann den Unterschied ausmachen und das Leben von mehr als 50 Millionen Menschen verändern

Unterschreibe bei 1million4disability

EDF-Erklärung zum Download (PDF-Dokument)

European Disability Forum - Forum européen des personnes handicapées
Rue du Commerce 39-41, 1000 Brussels
Telefon: 32/2/282.46.00
Fax : +32/2/282.46.09
E-mail: info@edf-feph.org

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